Monatsrückblick Dezember 2015

Hallo zusammen,

hier kommt nun mein letzter Beitrag des Jahres. Schon irgendwie seltsam, oder?!

Der Dezember war für mich ziemlich durchwachsen, sowohl privat, als auch lesetechnisch.
Mehr als die Hälfte des Dezembers (und im Grunde auch schon seit Ende November) war ich krank, da ich mir 'ne Kehlkopfentzündung und eine leichte Lungenentzündung zugezogen habe. Nun ist aber zum Glück wieder alles wieder so gut wie im Lot.

Obwohl ich relativ viel krank war, konnte ich mich in der Zeit nicht so recht zum Lesen aufraffen. Aber es sind dennoch 8 Bücher zusammengekommen:

  1. Winter und Schokolade - Kate Defrise 
  2. Winterküsse im Schnee - Karen Swan 
  3. Tatsächlich Weihnachten - Julia Williams
  4. Unter dem Mistelzweig - Manuele Inusa
  5. Schneeflockenträume und Weihnachtszauber - Shannon Stacey 
  6. Der Weisheit letzter Kuss - Susan Mallery
  7. Mit Liebe gewürzt - Mary Kay Andrews
  8. Der Weihnachtstausch - Fiona Harper
Rezensionstechnisch habe ich leider nicht alle gelesenen Bücher auch rezensiert. Allerdings habe ich beschlossen mich hier nicht stressen zu lassen. Kann sein, dass ich die offenen Rezis noch verfassen werde. Aber versprechen möchte ich dies nicht. Lediglich "Mit Liebe gewürzt" wird in jedem Fall noch rezensiert, da ich dies für eine Leserunde bei lovelybooks gewonnen habe.
Ich habe allerdings beschlossen, dass ich im kommenden Jahr die gelesenen Bücher schneller rezensiere werde, um nicht in Verzug zu kommen.

Ich bin auf jeden Fall aufs neue Jahr gespannt und sehe 2016 mit positiven Augen gegenüber.
Morgen wird es noch einen Rückblick auf 2015 und einen Ausblick auf 2016 geben.

Kommt gut ins neue Jahr,
Natalie

Challenge 2016 | SuB Abbau Extrem

Vector designed by Freepik (www.freepik.com)

Ich bin durch Zufall auf diese tolle SUB-Abbau-Challenge gestoßen. Da meine letzte SUB-Abbau-Aktion mich zuletzt nicht mehr so reizen konnte, weil ich inzwischen bereits ein schlechtes Gewissen bekommen habe, wenn ich ein Buch geschenkt bekam, kaufte oder als Reziexemplar erhielt, ist diese Aktion perfekt für mich. Im Grunde geht es hier darum mehr Bücher zu lesen, als man neu erhält (gekauft, geschenkt, geliehen, etc.). Also kann ich weiterhin auch andere Bücher abseits meines SUBs lesen. Hauptsache ich habe am Monatsende mehr Bücher gelesen, als ich neu habe.

Die SuB Abbau Extrem Challenge wurde von Crini und Tascha erfunden und wird nun von Der Bücherblog und Brösels Bücherregal fortgeführt.


Das Ziel der Challenge

Viele von uns kennen das Problem: wir kaufen einfach viel zu viele Bücher und schaffen es nicht, diese auch alle sofort zu lesen. Mit Hilfe der Challenge soll der SuB (= Stapel ungelesener Bücher) innerhalb eines Jahres um so viele Bücher wie möglich reduziert werden. Dafür setzt man sich bei der Anmeldung ein monatliches Abbauziel, das man erreichen möchtet. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, jeden Monat eine neue, festgelegte Aufgabe zu meistern.

Den SuB-Abbau errechnet man wie folgt: gelesene Bücher - erhaltene Bücher. Als erhalten gilt jedes Buch, das man in einem Monat bekommen hat, egal ob geliehen, geschenkt bekommen, gekauft oder auf sonstige Weise erlangt. Es gibt keine Ausnahmen!

Lose sammeln & Gewinnspiel

Natürlich soll eine Challenge vor allem Spaß machen, aber ein Anreiz schadet nicht, oder? Darum sammelt man im Laufe der Challenge Lose, mit denen man am Ende etwas gewinnen kann. Jeden Monat kann man bis zu drei Lose sammeln:

2 Lose, wenn man sein Abbauziel erreicht
1 Zusatzlos für das Bestehen der Monatsaufgabe
Das Zusatzlos erhält man nur, wenn man beim SuB-Abbau erfolgreich wart!

Das Gewinnspiel wird nach Ende der Challenge stattfinden. Daran teilnehmen kann jeder, der im ersten und letzten Monat der Challenge Ergebnisse eingereicht hat (Januar und Dezember) und insgesamt mindestens acht Monate aktiv war.

Anmeldung und Ablauf

Die Challenge läuft vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016. Die Anmeldung ist bis zum 15. Januar 2016 möglich. Man benötigt keinen Blog, um teilnehmen zu können.

Jeweils am 1. eines Monats wird die neue Aufgabe für das Zusatzlos bekanntgegeben. Gleichzeitig hat man ab diesem Tag auch die Möglichkeit, die Ergebnisse des Vormonats in die Liste einzutragen. Auf Twitter kann man der Challenge unter @SubAbbauExtrem folgen.

Das Logo oben darf gerne in Bezug auf die Challenge genutzt werden. WICHTIG ist hierbei nur, das Copyright www.freepik.com anzugeben.


Ich habe auf jeden Fall beschlossen, dass ich meinen SUB monatlich um mindestens 2 Bücher reduzieren möchte. Ich werde in den nächsten Tagen auch noch eine separate SUB-Seite erstellen, um meinen Stand und die Fortschritte ermitteln zu können.

Wer möchte noch mitmachen? Einfach oben auf die Links bei "Der Bücherblog" oder "Brösels Bücherregal" klicken.

Liebe Grüße
Natalie

[Rezension] "Der Weisheit letzter Kuss" von Susan Mallery


Klappentext:

Isabel ist überzeugt, dass ein Fluch auf ihr lastet. Schon ihre Jugendliebe Ford Hendrix hat all ihre Versuche ignoriert, mit ihm in Kontakt zu treten. Jetzt hat ihr Ehemann sie für einen anderen Mann (genau!) verlassen. Und anstatt eine gefeierte Star-Designerin bei der Fashion Week in New York zu werden, muss sie sich in ihrer Heimatstadt Fool's Gold um den Brautmodenladen ihrer Eltern kümmern. Doch danach, das schwört sie sich, wird sie die Provinz hinter sich lassen und ihre Träume wahr machen!
Unerwartet kehrt auch Ford nach Fool’s Gold zurück. Isabels Anblick trifft ihn mitten ins Herz. Nur ihre süßen Briefe hatten ihn in den schwersten Stunden seines Lebens aufrecht gehalten. Jetzt kann er sie endlich für sich gewinnen. Aber wird sie für ihn ihre Träume aufgeben – oder mit ihm die große Liebe leben?


Meine Meinung:

Den letzten Band der Fools Gold - Reihe habe ich vor gut neun Monaten gelesen. Daher war ich auf diesen Band nun ziemlich gespannt.
Ich muss nun auch vorweg nehmen, dass mir dieser Band sehr gefallen hat. Allerdings wird der Klappentext dem Inhalt nicht so wirklich gerecht! Dieser vermittelt ein teilweise falsches Bild vom Inhalt! Isabel will gar keine Star-Designerin bei der Fashion Week werden. Sie hat mit Schneidern eigentlich selbst nichts am Hut. Sie möchte lediglich mit einer Freundin einen Klamottenladen in New York eröffnen. Und sie MUSS sich nicht um den Brautladen kümmern, sondern macht dies freiwillig, um sich Geld für ihren eigenen Laden zusammenzusparen und um ihren Eltern beim Verkauf des Ladens zu helfen.
Auch ihre Verliebtheit bzgl. Ford wird total überdramatisiert. Ja, sie war als Teenager total in ihn verschossen und hat ihm verliebte Briefe geschrieben, als dieser ihre ältere Schwester verlassen und dem Militär beigetreten ist. Allerdings wandelten sich die Briefe später eher zu einem Art Tagebuch und dienten eher dazu sich Sachen von der Seele zu reden. Klar, Ford hat nie geantwortet. Allerdings hatte er dafür seine Gründe. Ford kehrt auch nicht ganz unerwartet zurück, sondern seine Rückkehr wurde bereits in den vorherigen Bänden angekündigt! Außerdem könnte man beim Klappentext annehmen, dass er schon immer in Isabel verliebt war und er "sie jetzt endlich für sich gewinnen kann". Dem ist aber nicht so! Isabel war als Teenager für ihn eher eine Art kleine Schwester. Nicht mehr, nicht weniger.
Sorry, dass ich es hier so genau nehmen. Allerdings finde ich, dass der Klappentext einem einfach einen falschen ersten Eindruck vermittelt.

Wenn man vom Klappentext allerdings mal absieht, ist dies wirklich ein toller Roman rund um den kleinen Ort Fools Gold, dessen Bewohner mir voll ins Herz gewachsen sind. Dieses Buch ist voller lustiger Zwischenfälle und Romanzen, dass man sich einfach nur darin verlieren kann.
Im Mittelpunkt des Geschehens stehen zum Einen Isabel und Ford, aber auch Fords großer Bruder Kent, der sich in Fords Geschäftspartnerin verliebt. Als Isabel erfährt, dass Ford wieder in der Stadt ist, will sie sich bei ihm für die Briefe entschuldigen, weil sie das Ganze einfach hinter sich lassen möchte. Als die beiden aufeinander treffen, knistert es natürlich sofort zwischen ihnen (was aber nichts mit den Briefen zu tun hat). Allerdings wollen beiden ihren Gefühlen nicht nachgeben. Isabel, weil sie ihre Ehe mit ihrem (schwulen) Exmann noch nicht so ganz verdaut hat und irgendwann die Stadt wieder verlassen möchte, und Ford, weil er sich nicht bereit für eine Beziehung fühlt. Als Fords Mutter ihn immer wieder versucht zu verkuppelt, schließt er einen Pakt mit Isabel. Wenn sie vorgibt seine Freundin zu sein, vergisst er die Briefe. Widerwillig stimmt Isabel zu, zumal sie nichts mehr mit ihm anfangen möchte. Aber manchmal ist wollen nebensächlich, wenn das Leben zu schlägt. Am Ende des Romans heißt es für die Beiden zu entscheiden, wie sie zukünftig ihr Leben leben wollen.

Dieser Roman kann mit durchaus interessanten Hauptfiguren aufwarten, die mit einer Menge Gegensätzlichkeiten sich immer wieder aneinander aufreiben. Perfektioniert wird die Handlung durch die teils skurrilen Nebenfiguren, wobei Fords Mutter Denise hier mit ihren Versuchen ihren lange vermissten Sohn unter die Haube zu bringen. Ihre Versuche sorgen immer wieder für Lacher.
Dies ist in jedem Fall ein Roman, bei dem der Humor nicht zu kurz kommt. Allerdings stimmt der Roman zwischendurch auch ruhigere und ernstere Töne an, wodurch er an Glaubwürdigkeit gewinnt.

Ich für meinen Teil habe diesen Band sehr genossen, da es ein toller Roman rund um Fools Gold mit spannenden Mann - Frau - Duellen ist. Daher bekommt er von mir 4 (von 5) Punkte.


[Rezension] "Schneeflockenträume und Weihnachtszauber" von Shannon Stacey


Klappentext:

Dieses Weihnachtsfest muss einfach perfekt werden! Nach einem turbulenten Jahr mit etlichen Tiefschlägen setzt Christina alles daran, ihrem kleinen Sohn Nathaniel das schönste Weihnachten aller Zeiten zu bereiten - inklusive Plätzchen backen, Schmücken des Christbaums und selbstverständlich dem Besuch der Weihnachtsparade. Aber wie soll sie das alles schaffen? Wenn sie doch zwei linke Hände hat und selbst Rauchmelder und Kaffeemaschinen nie so wollen wie sie. Allerdings hat sie auch nicht mit ihrem persönlichen Weihnachtsretter Will gerechnet …


Meine Meinung:

"Schneeflockenträume und Weihnachtszauber" ist ein wunderschöner Kurzroman mit 143 Seiten, bei dem ich am Ende nicht das Gefühl hatte, dass er wirklich so kurz war. Shannon Stacey schafft es auf wenigen Seiten eine Menge reinzupacken. Sie hat mich von der ersten bis zur letzten Seite mit ihren Figuren und der Handlung gefesselt.

Im Mittelpunkt des Geschehens stehen Christina, die das erste Mal mit ihrem Sohn Nathaniel alleine ist, und Will, der nach dem Tod seines Vaters zurück zu seiner Mutter zieht. Beide haben Schicksalsschläge erlitten, die sie noch nicht so ganz überwunden haben. Christina muss gerade von vorne beginnen, nachdem sie sich von ihrem Mann getrennt hat, der wegen Betrugs ins Gefängnis musste. Will wiederum hat vor ein paar Jahren seine Frau und sein ungeborenes Kind verloren und diesen Verlust bis jetzt nicht so ganz überwunden. Beide sind im Grunde noch nicht bereit für eine neue Beziehung. Aber als die beiden aufeinandertreffen, ist Wollen manchmal zweitrangig. So sehr die beiden sich auch sträuben, beide entwickeln Gefühle füreinander, auch wenn sie dies nicht wahrhaben wollen. Beide müssen sich letztendlich entscheiden, was sie vom Leben wollen.

Shannon Stacey schreibt auf sehr emotionale, und ja teilweise auch kitschige, Weise, so dass man sich total in der Handlung verliert. Ich für meinen Teil habe mit den beiden, und auch mit Nathaniel und Wills Mutter, gelitten. Zwischendurch wollte ich ihnen zurufen "Jetzt gebt euch doch mal einen Ruck!".
Dieser Roman ist eine perfekte Mischung aus Liebes- und Weihnachtsroman. Auch wenn die Liebesgeschichte zwischen Christina und Will im Vordergrund steht, schafft es der Roman dennoch eine tolle Weihnachtsstimmung zu vermitteln. Der Geist von Weihnachten kommt durch diesen Roman sehr gut zur Geltung.

Mit Will und Christina hat Shannon Stacey auch liebenswerte Hauptcharaktere geschaffen, die beide sehr willensstark und selbstbewusst sind. Beiden hat das Leben übel mitgespielt, aber dennoch versuchen sie das Beste daraus zu machen.
Allerdings muss ich auch sagen, dass der Klappentext Christina nicht gerecht wird. Wenn man den Klappentext so liest, könnte man meinen, dass sie sehr unselbstständig, naiv und tollpatschig daherkommt. Dies ist sie jedoch definitiv nicht. Vielmehr ist sie eine eigenständige, mutige und engagierte Frau, die nach einem tiefen Fall sich selbst aus dem Dreck zieht.

Da mir dieser Kurzroman von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann ziehen konnte, bekommt er von mir wohlverdiente 5 (von 5) Punkte.

[Rezension] "Unter dem Mistelzweig" von Manuela Inusa


Klappentext:

Lucy ist vom Pech verfolgt. Ihre Mutter ist Anfang des Jahres verstorben, mit ihrem untreuen Freund ist es aus, und jetzt brennt auch noch die Arztpraxis ab, in der sie als Kinderkrankenschwester arbeitet.
Kurzerhand packt sie ihre Sachen und macht sich auf in das verschlafene Städtchen Pineville, Montana, wo ihre beste Freundin Dana ihren bis vor Kurzem noch tot geglaubten Vater für sie ausfindig gemacht hat - als verfrühtes Weihnachtsgeschenk sozusagen.
In Pineville erwartet Lucy aber nicht nur ihr Dad, sondern auch ein heißer Sheriff, einige ganz außergewöhnliche Menschen und der Funke Hoffnung, den sie so bitter nötig hat.

Ein Weihnachtsroman in 24 Kapiteln.


Meine Meinung:

Hierbei handelt es sich um einen Kurzroman mit 152 Seiten. Da mich der Klappentext angesprochen hat und ich ohnehin gerne Weihnachtsromane in der Vorweihnachtszeit lese, habe ich ihn mir natürlich gekauft. Ich bin auch total schnell in die Handlung reingekommen, da Lucy ein überaus liebenswerter Charakter ist. Sie befindet sich gerade am Tiefpunkt ihres Lebens: Ihre Mutter ist Anfang des Jahres verstorben, sie hat Schluss mit ihrem untreuen Freund gemacht und hat Zwangsurlaub, da die Kinderarztpraxis in der sie als Kinderkrankenschwester arbeitet, abgebrannt ist.
Als ihre Freundin Dana ihren lang verschollenen Vater im kleinen Städtchen Pineville aufstöbert, begibt Lucy sich dorthin. Dort läuft allerdings nicht alles wie geplant: trifft sie doch auf einen gutaussehenden Sheriff und lernt die wundersamen Bewohner des Örtchens, die sie ihn ihren Bann ziehen.

Dieser Roman ist eine gute Mischung aus Weihnachts-, Liebes- und Wundergeschichte, die mit einer Menge Rührseligkeit und Herzschmerz daher kommt. Dem ein oder anderen dürfte sie ein wenig zu schmalzig und seicht sein. Aber für mich macht gerade dies den Zauber dieses Romans aus.
Die Bewohner des kleinen Städtchens sind wundervoll harmonisch. Hier stehen die Menschen noch füreinander ein und verzeihen sich auch die ein oder andere (große) Kleinigkeit.

Den einzigen Kritikpunkt, den ich bei diesem Roman anbringen kann, ist die Tatsache, dass die Handlung noch durchaus mehr Raum verdient hätte. Zwar kommt der Kern des Geschehens sehr gut zur Geltung. Allerdings hätte die ein oder andere Sache noch etwas genauer ausgearbeitet werden können. Die Geschichte hätte meiner Ansicht nach durchaus das Potential für einen vollständigen Roman geboten.

Dies war mein erster Roman der Autorin und wird wahrscheinlich auch nicht der letzte sein, da mir ihre locker leichte Schreibweise durchaus gefällt. Sie schafft es auch mit wenigen Seiten mich als Leser von sich zu überzeugen.

Da mir der Roman durchaus gefallen hat, jedoch zu einem ganzen Roman ausgebaut einfach vollkommen perfekt wäre, bekommt er von mir gute 4 (von 5) Punkte.


[Rezension] "Winter und Schokolade" von Kate Defrise


Klappentext:

Die Schwestern Magali, Jacqueline und Colette haben schon lange nichts mehr von ihrem Vater gehört. Seit dem Tod ihrer geliebten Mutter vor vielen Jahren herrscht Eiszeit in der Familie. Als er ihr Vater sie einlädt, Weihnachten mit ihm zu feiern, sind sie alles andere als begeistert. Dennoch fahren die Schwestern nach Hause, im Gepäck nichts als ihren Groll und das alte Familienrezept für Mousse au Chocolat. Sie ahnen nicht, dass ein lang gehütetes Geheimnis darauf wartet, gelüftet zu werden ...


Meine Meinung:

Ich liebe es in der Vorweihnachtszeit Weihnachts- bzw. Winterromane zu lesen. Daher war ich auf diesen auch ziemlich gespannt. Der Klappentext versprach ja immerhin einen tollen Weihnachtsroman mit einer Menge Dramatik. Allerdings muss ich gestehen, dass die Ernüchterung ein wenig beim Lesen kann. Der Roman ist zwar durchaus lesenswert und kann mit interessanten Charakteren aufwarten. Jedoch nimmt das Thema Weihnachten nur eine kleinere Rolle im gesamten Geschehen ein und auf den richtigen Eklat wartet man auch bis zum Schluss. Vielmehr ist dies eine intelligent gestrickte Familiengeschichte rund um drei Schwestern, die alle unterschiedliche Leben leben. Obwohl die drei Schwestern Magali, Jaqueline und Colette grundverschieden sind, eint die drei Frauen, dass sie das jeweilige Leben der anderen teils bemitleiden, teils aber auch kritisieren. Außerdem haben alle drei Frauen, wie auch ihr Bruder Art, der im Roman allerdings nur eine nebensächliche Rolle spielt, sich von ihrem Vater entfremdet, der schon immer etwas unnahbar und herrisch war.
Als der Vater seine Kinder zu Weihnachten zu sich nach Hause einlädt, sind diese verwundert, da er sich ihrer Meinung nach merkwürdig verhält. Zum Einen schickt er jedem von ihnen ein Foto von ihnen als Baby mit ihren Eltern und möchte, dass sie dieses als Erinnerungsstücke behalten. Für die Geschwister ist dies sehr verwunderlich, da der Vater alle Erinnerungsstücke an seine Frau, nach deren Tod direkt entsorgt hat und seitdem auch nicht mehr über sie sprechen wollte.
Während die Zeit bis zum Weihnachtsfest nun immer näher rückt, versuchen die drei Frauen zu ergründen, warum ihr Vater ihnen plötzlich so liebevoll begegnet.

Meiner Ansicht nach weist dieser Roman einen etwas zu langatmigen Einstieg auf, den es sich aber in jedem Fall lohnt zu überwinden. Wenn man erst mal die Vorstellungsrunden der einzelnen Schwestern hinter sich gebracht hat, entpuppt sich das Buch als unterhaltsamer Roman mit teils polarisierenden Charakteren und vertrackten Beziehungsproblemen, der nach und nach und vor allem zum Ende hin richtig überzeugt.
Alleine schon die Unterschiede zwischen den Schwestern und ihre dennoch bestehende innere Nähe zueinander, macht die Handlung realistisch und lesenswert. Die einzelnen Geschwister haben jede für sich mit Problemen zu kämpfen, die sie auszeichnet. Es gilt mit alten Gewohnheiten zu brechen und manchmal einfach den Schritt zu neuen Ufern zu wagen.

Dieser Roman enthält außerdem tolle belgische Rezepte, die der ganzen Handlung zwischen Belgien und den USA mehr Lebensnähe verleiht. Dies vermittelt dem Ganzen einen leicht internationalen Flair, was noch dadurch unterstrichen wird, dass Kate Defrise ihre Figuren zwischendurch Französisch sprechen lässt. An der ein oder anderen Stelle hatte ich zwar meine Probleme genau zu verstehen, wovon gerade gesprochen wird. Da es in der Regel aber nur einzelne Wörter oder ein Satz ist, kann man dennoch alles aus dem Zusammenhang heraus nachvollziehen. Zumindest konnte ich dies, obwohl ich das letzte Mal vor gut 17 Jahren Französisch in der Schule anwenden musste. Ich denke aber auch, dass dies bei dem ein oder anderem, der keinerlei Französischkenntnisse besitzt. zu einer leichten Minderung der Lesensfreude führen kann.

Da dieser Roman leichte Startschwierigkeiten hat und auch erst am Ende erst vollends überzeugen konnte, bekommt dieser Roman von mir schwache 4 (von 5) Punkte.

Gemeinsam Lesen #142

Hallo zusammen,

ich bin auf zwei Blogs (Weltenwanderer & schlunzenbücher) auf eine tolle Aktion gestoßen, bei der man immer Dienstags von seinen Buch, welches man derzeitig liest, berichtet, indem man vier Fragen dazu beantwortet.
Die ersten drei Fragen sind immer vorgegeben:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Die vierte Frage wird jedes Mal neu gestellt und inzwischen nur noch bei Schlunzenbücher online gestellt.

Hier nun meine Antworten für diese Woche:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade "Tatsächlich Weihnachten" von Julia Williams und bin auf Seite 327 (von 426).


Klappentext:
Vier Menschen, vier Schicksale, ein berührendes Weihnachtswunder:

Catherine graut es vor den Festtagen. Ihr Leben in London ist unerträglich. Die Ehe liegt in Scherben.
Noel verliert ausgerechnet vor den Feiertagen seinen Job und damit jeglichen Lebensmut.
Marianne versucht sich im idyllischen Örtchen Hope Christmas auf Weihnachten zu freuen, doch alles um sie herum erinnert sie an ihre verlorene Liebe.
Gabriel ist verzweifelt, seine Frau ist auf und davon. Doch seinem Sohn will er ein glückliches Fest bereiten.

Nur das Eingreifen eines rettenden Engels kann diesen vier beweisen, dass zu Weihnachten Wunder wahr werden können.


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Die Kapelle war schlicht gehalten mit weiß getünchten Wänden.


3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Auch wenn dieser Roman nur teilweise direkt an Weihnachten spielt, ist dies bislang der beste Weihnachtsroman, den ich diesen Winter gelesen habe. Er verbreitet eine tolle Stimmung und kann mit interessanten Charakteren aufwarten. In diesem Roman spielen sowohl Liebe, Freundschaft, Geheimnisse, Drama, als auch der Geist von Weihnachten eine Rolle. Wenn ich nicht gerade krank wäre und mich nicht so recht aufs Lesen konzentrieren könnte, hätte ich den Roman vermutlich bereits in einem Rutsch gelesen. Das Buch und seine Figuren sind überaus fesselnd. Manchmal möchte man ihnen beim Lesen in den Allerwertesten treten, damit sie endlich den richtigen Schritt in die richtige Richtung machen.


4.  Wenn du selbst ein Buch schreiben würdest, welches Genre würdest du wählen und warum? Und würde es von dem abweichen, was du normalerweise liest?

Tatsächlich habe ich schon mal Versuche in diese Richtung hin unternommen. Leider war ich mit den Entwürfen bislang nie so recht zufrieden, weshalb ich diese nicht fortgeführt habe. Meine Entwürfe gingen allesamt relativ in die Richtung, die ich selbst auch lese: Liebes-, Familien- bzw- Jugendroman.
Ich könnte persönlich keinen Fantasy- oder SciFi-Roman schreiben, da ich hier oftmals Probleme habe mich dort hineinzuversetzen bzw. mir die Fantasy fehlt, solch eine Utopie selbst zu entwickeln. Dafür sind mir diese Genre einfach zu fern der Realität. Ich benötige immer noch einen Zusammenhang mit der wirklichen Welt, um Ideen entwickeln zu können. Vielleicht fehlt mir einfach das Quäntchen Vorstellungskraft um andere Genre schreiben zu können?!


Wie steht's mit euch? Welches Genre würdet ihr wählen? Habt ihr vielleicht schon Versuche in dieser Richtung unternommen?

Vorweihnachtliche Grüße
Natalie


[Rezension] "Winterküsse im Schnee" von Karen Swan


Klappentext:

Weihnachtszeit in London: Die Stadt funkelt, unter den Sohlen knirscht der Schnee – doch Allegra Fisher hat nur einen Wunsch: dass die Feiertage schnell vorübergehen. Die Karrierefrau arbeitet an einem Riesendeal und hat keine Zeit für das »Fest der Liebe«. Als im verschneiten Zermatt eine alte Berghütte entdeckt wird, kann Allegra kaum glauben, dass der Fund etwas mit ihrer Familie zu tun haben soll. Gemeinsam mit ihrer Schwester Isobel fliegt sie in die Schweiz – und mit der Reise und ihrem attraktiven Konkurrenten Sam nimmt Allegras Leben eine neue Wendung. Vielleicht wird es doch ein Fest der Liebe ...


Meine Meinung:

Dies war nun bereits der vierte Weihnachts- bzw. Winterroman der Autorin. Ich habe mich bereits sehr auf diesen Roman gefreut, da ich die bisherigen immer ganz gut gelungen fand. Allerdings muss ich gestehen, dass dieser Roman mich anfangs nicht so recht in seinen Bann ziehen konnte, da die weibliche Hauptfigur Allegra anfangs zu unnahbar und hart daherkam und auch sehr viel über Börsenspekulationen gefachsimpelt wurde. Glücklicherweise öffnet Karen Swan die Handlung und lässt ihrer Hauptfigur auch mehr Herz zu nach gut 100 Seiten, so dass das Buch dann dennoch lesenswert wurde.
Der Hauptteil der Handlung spielt sich im verschneiten Zermatt ab. Allegra reist dort mit ihrer Schwester Isobel an, um Licht hinter das Geheimnis um ihre plötzlich tot aufgefundene Großmutter zu bringen. Die beiden Frauen erfahren kurz vor Weihnachten, dass in den Schweitzer Alpen die Überreste einer Frau gefunden werden, die sich als ihre Großmutter Valentina entpuppt, von deren Existenz sie bislang nichts wussten, waren sie doch im Glauben, dass Anja, Valentinas Schwester, ihre Großmutter ist. Während sie versuchen Licht ins Dunkeln zu bringen, nutzen sie ihre Zeit um zwischendurch Ski zu fahren. Dabei treffen sie auf Allegras "Erzrivalen" Sam und dessen Freunden, mit dem Allegra ohnehin noch nicht so ganz abgeschlossen hat.

Vom Schreibstil ist dieser Roman abgesehen vom Einstieg durchaus lesenswert. Karen Swan schafft es mit einer sehr bildhaften Sprache die Ereignisse und Umgebung rund um Zermatt lebendig erscheinen zu lassen, so dass man das Gefühl hat live vor Ort zu sein, Sie schreibt auf sehr leichte und einfühlsame Weise, der es einem leicht macht der Handlung zu folgen. Man kommt außerdem beim Lesen direkt in vorweihnachtliche Stimmung und wünscht sich auch gemeinsam mit den beiden Frauen die Abhänge hinunterzufahren.
Die einzelnen Figuren machen im Laufe des Romans einen Wandel durch und zeigen, dass nichts ist, wie es am Anfang erscheint. Karen Swan lässt ihre Charaktere ihre vollen Facetten ausleben. Auch wenn man nicht immer mit ihren Handlungen und Äußerungen einverstanden ist, erkennt man, dass diese einen Sinn und ihre Berechtigung haben.
Jedoch muss ich gestehen, dass sich zum Ende hin die Ereignisse ein wenig zu sehr überschlagen. Plötzlich werden immer wieder neue Geheimnisse ins Geschehen geworfen, was es einem schwer macht den Überblick zu behalten. Hier hätte Karen Swan sich meiner Ansicht nach ein wenig mehr zurückhalten müssen, da nicht alle Figuren plötzlich mit (dunklen) Geheimnissen aufwarten müssen. Hier ist sie ein wenig übers Ziel hinausgeschossen.

Insgesamt ist dies allerdings ein schöner Winterroman, der einen eine tolle Vorweihnachtsstimmung versetzt. Daher bekommt dieser Roman von mir schwache 4 (von 5) Punkte.


Gemeinsam Lesen #142


Hallo zusammen,

ich bin auf zwei Blogs (Weltenwanderer & schlunzenbücher) auf eine tolle Aktion gestoßen, bei der man immer Dienstags von seinen Buch, welches man derzeitig liest, berichtet, indem man vier Fragen dazu beantwortet.
Die ersten drei Fragen sind immer vorgegeben:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Die vierte Frage wird jedes Mal neu gestellt und inzwischen nur noch bei Schlunzenbücher online gestellt.

Hier nun meine Antworten für diese Woche:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Derzeitig lese ich "Winterküsse im Schnee" von Karen Swan und bin momentan auf Seite 277 (von 510).

Klappentext:
Karrierefrau Allegra hat keine Zeit für Romantik. Doch das Fest der Liebe macht seinem Namen alle Ehre ...

Weihnachtszeit in London: Die Stadt funkelt, unter den Sohlen knirscht der Schnee – doch Allegra Fisher hat nur einen Wunsch: dass die Feiertage schnell vorübergehen. Die Karrierefrau arbeitet an einem Riesendeal und hat keine Zeit für das »Fest der Liebe«. Als im verschneiten Zermatt eine alte Berghütte entdeckt wird, kann Allegra kaum glauben, dass der Fund etwas mit ihrer Familie zu tun haben soll. Gemeinsam mit ihrer Schwester Isobel fliegt sie in die Schweiz – und mit der Reise und ihrem attraktiven Konkurrenten Sam nimmt Allegras Leben eine neue Wendung. Vielleicht wird es doch ein Fest der Liebe ...


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Seltsam, einen Großvater zu besuchen, den man sein Leben lang für tot gehalten hat. 

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Auch diese Woche bleibe ich meinen Winter-/Weihnachtsromanen treu. 
Ich muss gestehen, dass ich den Anfang hier nicht besonders gelungen fand. Zum Einen kommt Allegra anfangs so komplett herz- und emotionslos daher. Zum anderen wird sehr viel über Börsenspekulation geredet, was mich persönlich eher ein wenig angeödet hat. Hier hätte die Handlung ziemlich gestrafft werden können.
Nach knapp 100 Seiten wird's aber besser. Und jetzt nach gut der Hälfte entwickeln sich die Figuren auch langsam. Allegra kann endlich zeigen, dass in ihr mehr steckt, als eine herzlose Karrierefrau. Außerdem wird die Handlung langsam persönlicher, was mir sehr gut gefällt. Wenn die Handlung so weitergeht, dann denke ich, dass mir das Buch insgesamt durchaus gefällt. 

4. Welcher Gegenspieler/Bösewicht ist dir im Besonderen in Erinnerung geblieben - positiv oder negativ -, aus welchem Buch kommt er und warum?

Da ich meistens eher Frauenromane oder ChicLit lese, habe ich nicht besonders viele Gegenspieler, die mir so wirklich im Gedächtnis geblieben sind. In diesen Romanen gibt es natürlich auch immer wieder den ein oder anderen Gegensacher. Allerdings hat bislang keiner so sehr herausgestochen, dass er mir dauerhaft im Gedächtnis geblieben ist. 
Allerdings ist mir in den Thrillerromanen von Ethan Cross "Ich bin die Angst" und "Ich bin die Nacht" Francis Ackerman als Bösewicht besonders im Gedächtnis geblieben. Er ist meiner Meinung nach ein Psychopat, wie er in den Büchern steht, darf jedoch auch seine "emotionale" Seite zeigen. Er ist zwar extrem grausam und brutal. Jedoch erkennt man nach einer Weile, dass in ihm mehr steckt, als der brutale Serienmörder. Wer diese Romane noch nicht gelesen hat, dem kann ich sie nur empfehlen. Neben den ersten beiden Bänden ist im November auch "Ich bin der Schmerz" erschienen, den ich bislang noch nicht gelesen habe, aber noch lesen möchte.

Ist euch ein Bösewicht oder Gegenspieler so extrem in Erinnerung geblieben? 

Vorweihnachtliche Grüße
Natalie

[Rezension] "Weihnachtsmärchen in Virgin River" von Robyn Carr


Klappentext:

Um der erdrückenden Fürsorge ihrer Mutter zu entfliehen, fährt Angie zu ihrem Onkel Jack nach Virgin River. Allerdings kommt sie in dem verschneiten Städtchen vom Regen in die Traufe. Denn ihr Onkel denkt auch nur daran, sie vor allem und jedem zu beschützen. Selbst dann, wenn sie gegen ein bisschen vorweihnachtliche Aufregung nichts einzuwenden hätte. Besonders viel davon versprechen die heißen Blicke von Navy-Pilot Patrick Riordan, die er ihr beim traditionellen Aufstellen des Christbaums auf dem Dorfplatz zuwirft. Mehr als eine Winteraffäre will Angie nicht. Doch dem kleinen Bergdorf wohnt gerade zur Weihnachtszeit eine besondere Magie inne ...


Meine Meinung:

Bei diesem Roman handelt es sich um den letzten Band der Virgin River - Reihe. Einerseits bin ich traurig, dass die Reihe nun ein Ende hat. Aber nach 20 Büchern musste wohl irgendwann ein Ende gefunden werden, Mir persönlich hätte es besser gefallen, wenn die Reihe bereits nach dem vorherigen Band "Liebesglück in Virgin River" ein Ende gefunden hätte, da mir der Roman als einer der besten der Reihe und dort auch eine Figur vorkam, die auf die neue Reihe der Autorin "Thunder Point" hinwies. Dies soll allerdings jetzt nicht bedeuten, dass dies ein schlechter Roman ist. Bei weitem nicht. Robyn Carr schafft es hier wieder eine tolle Weihnachtsstimmung zu erzeugen. Allerdings hatte ich ein wenig das Gefühl, dass Robyn Carr hier auch den letzten Riordan unter die Haube bringen wollte, nachdem sie die anderen Brüder bereits in den vorherigen Bänden verbandelt hat. Ich bin mir auch immer noch nicht ganz so sicher, ob es nötig war ihn unbedingt mit einer "Sheridan" in Kontakt treten zu lassen. Klar spielen diese beide Familien in der Romanreihe eine große Rolle. Allerdings wirkt es meiner Meinung nach ein wenig zu gewollt, die beiden Familien auch direkt miteinander in Beziehung zu bringen. Außer Jack Sheridan, dem ernannten Oberhaupt der Stadt, scheint auch im Roman niemand ein Problem damit zu haben.

Angie Sheridan reist nach Virgin River, um der Fürsorge ihrer Mutter nach einem schweren Unfall zu entkommen. Dort trifft sie auf Patrick Riordan, der selbst gerade einen schweren Verlust verkraften muss. Die beiden sind seelisch sehr angeknackst, entwickeln aber schnelle Gefühle füreinander. Beide sind an einem Punkt in ihrem Leben angekommen, an dem sie sich entscheiden müssen, in welche Richtung ihr Leben zukünftig verlaufen soll. Beide haben im Grunde gegensätzliche Vorstellungen von ihrer Zukunft, können jedoch ihren Gefühlen für den jeweils anderen nicht widerstehen. Beide sehen es als kurze "Affaire". Oder vielleicht doch mehr?

Robyn Carr schafft es hier auf jeden Fall wieder den kleinen Ort Virgin River trotz seiner rauhen Umgebung wieder traumhaft erscheinen zu lassen, so dass man nicht anders kann, als sich in den Ort und seine Bewohner zu verlieben. Dieser Zusammenhalt des kleinen Örtchens ist einfach nur herrlich. Und seien wir mal ehrlich: Wer möchte nicht in einer Welt leben, in der man noch aufeinander achtet und Nächstenliebe noch großgeschrieben wird. Mit ihrem Roman schafft es Robyn Carr meiner Ansicht nach auch hervorragend den "Geist von Weihnachten" perfekt einzufangen.
Hach, ich könnte einfach nur schwärmen, wenn ich an diesen Ort und seine Bewohner denke.

Auch wenn ich es schade finde, dass diese Reihe nun ein Ende hat, hat mich dieser Roman wieder sehr erfreut. Neben einer perfekten Weihnachtsstimmung schafft Robyn Carr es, einem nach dem Lesen den Wunsch auf ein Leben in einer solch traumhaften Welt einzupflanzen. Ich für meinen Teil würde gerne in einem Örtchen wie Virgin River leben wollen, wo das Leben zwar nicht immer ganz einfach ist, man allerdings durch einen wundervollen Zusammenhalt entschädigt wird.
Da mir dieser Roman wieder sehr gefallen hat, kann ich diesem nur jedem wärmstens ans Herz legen. Einen leichten Punktabzug gibt es dafür, dass die Zusammenführung der Sheridans und Riordans auf mich ein wenig zu gewollt erschien. Daher bekommt dieser Roman von mir gute 4 (von 5) Punkte.


Wer sich dafür interessiert, in welcher Reihenfolge welcher Band in der Virgin River - Reihe erschienen ist, hier eine Auflistung:

  1. Neubeginn in Virgin River
  2. Wiedersehen in Virgin River
  3. Wintermärchen in Virgin River
  4. Happy End in Virgin River
  5. Ein neuer Tag in Virgin River
  6. Verliebt in Virgin River
  7. Zurück in Virgin River 
  8. Unter dem Weihnachtsbaum in Virgin River (Kurzgeschichte)
  9. Gemeinsam stark in Virgin River
  10. Endlich bei dir in Virgin River
  11. Herzklopfen in Virgin River
  12. Happy New Year in Virgin River (Kurzgeschichte)
  13. Das Glück wartet in Virgin River
  14. Liebeserwachen in Virgin River
  15. Hand in Hand in Virgin River
  16. Winterträume in Virgin River
  17. Zuhause in Virgin River
  18. Neue Hoffnung in Virgin River
  19. Liebesglück in Virgin River
  20. Weihnachtsmärchen in Virgin River
Ich hoffe, dass ich keinen Band durcheinander gebracht habe. Aber eigentlich müsste die Reihenfolge stimmen. 

Gemeinsam Lesen #141


Hallo zusammen,

ich bin auf zwei Blogs (Weltenwanderer & schlunzenbücher) auf eine tolle Aktion gestoßen, bei der man immer Dienstags von seinen Buch, welches man derzeitig liest, berichtet, indem man vier Fragen dazu beantwortet.
Die ersten drei Fragen sind immer vorgegeben:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Die vierte Frage wird jedes Mal neu gestellt und inzwischen nur noch bei Schlunzenbücher online gestellt.

Hier nun meine Antworten für diese Woche:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese momentan "Winter und Schokolade" von Kate Defrise und bin derzeitig auf Seite 115 (von 448).



Klappentext:
Die Schwestern Magali, Jacqueline und Colette haben schon lange nichts mehr von ihrem Vater gehört. Seit dem Tod ihrer geliebten Mutter vor vielen Jahren herrscht Eiszeit in der Familie. Als er ihr Vater sie einlädt, Weihnachten mit ihm zu feiern, sind sie alles andere als begeistert. Dennoch fahren die Schwestern nach Hause, im Gepäck nichts als ihren Groll und das alte Familienrezept für Mousse au Chocolat. Sie ahnen nicht, dass ein lang gehütetes Geheimnis darauf wartet, gelüftet zu werden ...




2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Maman hatte mich gelehrt, was es heißt, eine Frau zu sein, Mamy brachte mir bei, eine starke Frau zu sein.

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Und schon wieder ein Weihnachtsroman. :-)
Ich habe nun knapp 1/4 des Buches gelesen und muss sagen, dass die Handlung noch nicht so recht angefangen hat. Bislang wurde nur die drei Schwestern vorgestellt und man lernt sie und ihr Leben ein wenig kennen. Ich wünschte hier würde etwas mehr Dramatik erzeugt. Die Handlung ist zwar nicht langweilig. Allerdings fehlt momentan noch der richtige Spannungsfaden,
Defrises Schreibstil gefällt mir wiederum gut. Sie lässt die einzelnen Figuren in den einzelnen Kapiteln die Handlung selbst erzählen, wodurch man einen tieferen Einblick in ihre Leben und Einstellungen erhält.
Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es weitergeht.

4. Liest du Buchbewertungen auf anderen Blogs komplett durch, schaust du nur auf das Fazit am Ende oder gar nur auf die Anzahl der Sterne? 

Dies hängt bei mir von verschiedenen Faktoren ab.
Habe ich ein Buch noch nicht gelesen, will es aber unbedingt bald lesen, dann schaue ich eher nur auf das Fazit (manchmal auch nur auf "die Anzahl der Sterne"), damit ich nicht zu viel vom Inhalt erfahre. Meistens lese ich dann die komplette Rezi nochmals, wenn ich das Buch dann auch gelesen habe.
Wenn ich ein Buch bereits gelesen habe, lese ich mir die Buchbewertung komplett durch, um zu schauen, ob sie sich mit meinem Eindruck vom Buch deckt. Allerdings unterscheide ich hier auch noch bzgl. Bücher, die ich toll fand und welche, die nicht so toll fand. Bei Büchern, die mir nicht so zugesagt haben, schaue ich manchmal auch nur auf das Gesamtfazit.

Wie steht's bei euch? Lest ihr eine Buchbewertung immer komplett durch?

Vorweihnachtliche Grüße
Natalie


#Konsumauszeit - die Pause hat ein Ende ... oder auch nicht?!

Hallo zusammen,

leider habe ich diesen Monat bis auf einen kurzen Zwischenbeitrag am Anfang vergessen zwischendurch Beiträge zur #Konsumauszeit zu posten. Daher erfolgt nun ein Gesamtrückblick.

Hier kurz nochmals worum es ging:
Der Minimalismus-Blog Apfelmädchen hatte den November zum Monat des Konsumverzichts erklärt und eine wunderbare 30-Tage-Challenge ins Leben gerufen:

#Konsumauszeit – Wir drücken im November den Pausenknopf


Die Regeln für die Konsumauszeit waren bewusst einfach und einsteigerfreundlich gehalten, damit jeder ohne große Vorarbeit mitmachen konnte. Natürlich konnte jeder sie für dich und seinen Lebensalltag anpassen:

  • 30 Tage lang nichts Neues kaufen; ausgenommen sind: Lebensmittel, Drogerie-/Haushaltsartikel (allerdings nur wenn vorheriges Produkt aufgebraucht ist), Ausflüge und Aktivitäten 
  • Wenn etwas Wichtiges kaputt geht: erst reparieren, ansonsten ersetzen (wenn möglich gebraucht)
  • Leihen und Tauschen sind nicht nur erlaubt, sondern sogar ausdrücklich erwünscht!
Ich habe diese Regel noch um folgendes erweitert:
  • Keine Feierabend-Snacks vom Bäcker, Imbiss, etc.
  • Meine Vorräte aufbrauchen, so dass ich wieder einen besseren Überblick darüber habe, was ich wirklich brauche


Ich habe für mich das Ganze eher als eine Art "Aufbrauch"-Challenge definiert.
Ich fand die Idee, die hinter dieser Challenge steht super, da ich mein Konsumverhalten in der letzten Zeit ein wenig aus den Augen verloren hatte.
Eigentlich bin ich ja keine Minimalistin, finde den Grundgedanken, der dahinter steckt aber gut. Oftmals kaufe ich einfach zu viel, ohne mir darüber Gedanken zu machen, ob es wirklich notwendig war. Daher habe ich beschlossen es einfach mal zu versuchen.

Nachdem ich in der ersten Woche schwach geworden bin, was "keine Feierabend-Snacks vom Imbiss" angeht, lief der Rest des Monats etwas besser. Zum Einen konnte ich mich danach etwas mehr beherrschen. Zum Anderen hatte ich Urlaub, so dass ich auch gar nicht so sehr in Versuchung geführt wurde.
Wenn ich nun die ganze Zeit resümiere, dann kann ich sagen, dass ich nicht immer vollkommen standhaft war. Ans Aufbrauchen meiner Vorräte habe ich mich bislang nicht wirklich begeben. Zwar ist der Inhalt meines Vorratsschranks nicht angewachsen. Kleiner geworden ist er aber auch nicht spürbar.

Generell hat sich bei mir aber auch ein leichtes Umdenken vollzogen. Wenn ich mal in der Stadt bummeln war, bin ich nicht schwach geworden, was echt ein Wunder war. Der Winter kam nun und mit ihm auch die Notwendigkeit einer Winterjacke. Beim Anziehen meiner "alten" Winterjacke (vom letzten Jahr) habe ich festgestellt, dass diese mir ein wenig zu eng geworden ist. Sie geht zwar noch zu. Jedoch sitzt sie nicht mehr so gut. Klar habe ich mich nach einer neuen Jacke Ausschau gehalten. Ich habe theoretisch nach langer Suche eine Jacke (bzw. sogar zwei) gefunden. Dann habe ich mich allerdings gefragt "Brauche ich sie wirklich?". Ich meine: Eine neue Jacke nur weil die alte nicht mehr so toll sitzt? Viel Geld ausgeben statt endlich mal wieder abzunehmen, so dass erst gar keine neue Jacke notwendig ist? Die Antwort lautet dann "NEIN!", Eventuell komme ich sogar kostenlos an eine neue Jacke. Eine Freundin kommt morgen mit einer Jacke, die ihr zu groß geworden ist vorbei, so dass ich diese anprobieren kann. Wenn sie mir passt, habe ich noch eine weitere Jacke!
Generell habe ich mir Gedanken über Kleidung und deren Anschaffung gemacht. Oftmals kaufen wir uns Kleidung, nur weil sie gerade in Mode sind, oder weil wir glauben, sie unbedingt zu benötigen. Tatsache ist allerdings, dass ein Teil der Kleidung oftmals kaum getragen (oder manchmal sogar ungetragen) im Schrank hängt. Dann und wann sortieren wir die Kleidung dann aus. In meinem Fall landen die Sachen dann zwar zumindest in der Altkleidersammlung, allerdings sind es oftmals so viele Teile, dass ich mich jedes Mal selbst ärgere. Deshalb heißt es ab sofort für mich: "Ich kaufe mir keine Kleidung mehr, die mir nicht perfekt passt!" Zumindest ich für meinen Teil habe mir auch schon Kleidungsstücke gekauft, die etwas eng saßen oder sogar kneiften, die ich aber unbedingt haben wollte, weil sie so toll aussahen. Ich habe mir jedes Mal gedacht, wenn ich ein paar Kilo abgenommen habe, dann kann ich es ja anziehen. Dazu gekommen ist es aber schon lange nicht mehr. Daher ist jetzt damit Schluss!

Als mir bewusst wurde, dass ich diesem Konsumrausch, dem wir uns oftmals selbst unterwerfen, so nicht mehr mitmachen möchte, habe ich mich diesen Monat etwas mehr mit dem Thema Minimalismus und Nachhaltigkeit beschäftigt. Dabei habe ich zwar festgestellt, dass ich mich zwar nicht zur "Hardcore"-Minimalistin eigne, aber es sehr viele interessante und gute Ansätze gibt, denen ich zukünftig in meinem Leben etwas mehr Raum bieten möchte. Oftmals machen wir uns keine Gedanken, welche Auswirkungen unsere Verschwendung hat oder was wir so in uns hineinstopfen.

Außerdem konnte ich in der letzten Woche feststellen, dass ich auch meinen TV- und Internetkonsum genauer unter die Lupe nehmen muss. Letzte Woche hatten wir für drei Tage tagsüber einen Komplettausfall von unitymedia (Kabelanbieter). Da wir ein Komplettpaket (TV/Telefon/Internet) bei ihm haben, fiel natürlich alles aus. Man konnte nicht im Netz bzw. den sozialen Medien surfen und auch nicht fernsehen (bzw. da ich auch Netflix und Amazon Prime habe, konnte ich dies auch nicht nutzen). Im ersten Moment wusste ich nicht so genau, wie ich damit umgehen sollte. In solchen Momenten merkt man erst, wie abhängig man sich selbst von solchen Medien macht. Klar konnte ich immer noch eine DVD einlegen. Aber dies war nicht das gleiche. Für die sozialen Medien eignet sich natürlich auch das Smartphone.
Aber muss das wirklich sein? Nach den drei Tagen lautet meine Antwort eindeutig "NEIN!". Ich möchte diese Medien zwar auch nicht missen, Aber ich verschwende einfach zu viel Zeit damit. Warum muss man ständig nachschauen, wer welche Nachricht geschickt hat, wer was gerade gepostet hat? Manchmal reicht es auch nur ein bis zwei Mal am Tag nachzuschauen! Man verpasst nicht viel!
Auch das Fernsehen habe ich im Grunde nur am ersten Tag so wirklich komplett vermisst. Ich werde zwar immer ein Serienjunkie bleiben. Aber es ist auch toll zwischendurch einfach mal nur Musik zu hören oder aber auch in Stille einfach nur zu lesen! Man besinnt sich dadurch auch wieder mehr zu sich selbst.
Bei mir haben diese drei Tage auf jeden Fall dafür gesorgt, dass ich auch hier öfters mal eine Auszeit machen möchte, um mich nicht mehr so abhängig davon zu machen.


Ich bin beim Einlesen zum Thema "Konsum" und "Nachhaltigkeit" auch auf ein paar sehr tolle Beiträge gestoßen, von denen ich einen hier besonders hervorheben möchte, da er mich sehr gepackt hat:

http://www.minzgruen.com/ich-mag-nicht-mehr
Hier erzählt eine Foodbloggerin über ein Supermarkterlebnis und hinterfragt quasi, warum inzwischen so sehr zu Fertigprodukten und SB-Backwaren gegriffen wird?! Ein überaus lesenswerter und zum Nachdenken anregender Artikel, den ich jedem empfehlen kann.
Zwar sieht die Bloggerin das Ganze ziemlich krass und meiner Meinung nach teilweise auch ein wenig zu vorwurfsvoll. Ich muss gestehen, dass ich lange Zeit (und leider teilweise ab und zu immer noch) auch zu solchen Konsumenten gehört habe. Von den SB-Backwaren habe ich inzwischen selbst Abstand genommen, nachdem ich mal auf die Inhaltsstoffe geachtet habe ... und damit meine ich nicht nur zweifelhafte E-Stoffe, sondern auch andere Zutaten, die ich nie mit Brot oder Backwaren in Verbindung gebracht hätte. Wenn man drauf schaut, kann einem echt der Appetit vergehen. Ähnlich sieht es mit Fertigprodukten aus. Die Zutatenliste ist oftmals ellenlang und enthält auch Inhaltsstoffe, die man häufig nicht mal richtig aussprechen kann.
Dieser Artikel hat auf jeden Fall bei mir bewirkt, dass ich nun wieder versuchen werde wieder "frischer" zu kochen. Vieles lässt sich ja auch auf Vorrat kochen. Man kann es einfrieren oder einkochen, so dass man bei wenig Zeit immer ein "natürliches" Fertiggericht zur Hand hat. Man muss sich nur die Mühe machen. Klar, oftmals sagt man sich "Dafür habe ich keine Zeit", Aber seien wir mal ehrlich: Wie viel Zeit verschwenden wir für weniger wichtige Dinge wie fernsehen oder in den sozialen Medien surfen.
Ich kann der Bloggerin hier nur zustimmen: "Ich mach nicht mehr".

Wenn ich nun ein Fazit ziehen muss, so kann ich sagen, dass es Sinn macht sich einfach mal einer Konsumauszeit zu unterziehen. Selbst wenn nicht alles ganz so klappt, wie man es sich vornimmt, setzt man sich dennoch intensiv mit dem eigenen Konsum auseinander und stellt fest, dass nicht alles immer so nötig ist.
Aus diesem Grund möchte ich meine Konsumauszeit auch nicht komplett beenden, sondern mein Konsumverhalten auch in den nächsten Wochen unter die Lupe nehmen. Die Pause ist also nicht komplett beendet!

Wer wissen möchte, wer sonst noch so mitgemacht hat, kann gerne mal auf apfelmaedchen.de schauen. Dort sind die Beiträge aller Teilnehmer aufgeführt. Ich kann jedem nur empfehlen, dort mal vorbei zu schauen.

So, dass war's dann auch schon. Ein wenig lang geworden, aber das musste jetzt einfach mal sein!

Schöne vorweihnachtliche Grüße
Natalie

[Rezension] "Winterglanz" von Elin Hilderbrand


Klappentext:

Kelley Quinn ist ein glücklicher Mann: Er ist Besitzer des „Winter Street Inn“, einer hübschen Pension auf Nantucket, und stolzer Vater von vier erwachsenen Kindern. Jetzt steht das Fest der Liebe vor der Tür, und Kelley freut sich auf besinnliche Feiertage im Kreis der Familie. Als er allerdings seine Gattin Mitzi dabei erwischt, wie sie den eigens angeheuerten Weihnachtsmann küsst, ist an Besinnlichkeit nicht mehr zu denken. Mit vier Kindern, die um ihre eigenen Probleme kreisen, bleibt es nun an Kelleys Exfrau Margaret hängen, das Weihnachtsfest im „Winter Street Inn“ zu retten ...


Meine Meinung;

Da Elin Hilderbrand mir bislang eher als tolle Autorin von Sommerromanen bekannt war, war ich natürlich gespannt auf ihren Winterroman. Und ich wurde auch nicht enttäuscht, denn im Gegensatz zum vorherigen Buch der Autorin "Das Sommerversprechen" gefällt mir dieser Roman wieder mehr. Hier sind die Figuren einfach realer, wenn auch nicht weniger speziell. Interessant an diesem "Weihnachtsroman" finde ich vor allem, dass dieser Roman nicht so wirklich in einer winterlichen Kulisse spielt. So kann ich man sich langsam an die Weihnachtsstimmung rantasten.

Die Handlung dreht sich um die Familie Quinn, allem vorran Kelley Quinn, der seine Frau Mitzi in Flagranti mit George erwischt. Des Weiteren ist er kurz davor seine Pension, die er seit knapp zwanzig Jahren führt, zu verlieren, da diese tief in den roten Zahlen steckt. Allerdings ist er mit seinen Problemen nicht alleine. Seine Kinder haben alle eigene Probleme: Seine Tochter Ava wünscht sich einen Heiratsantrag von ihrem Freund Nathaniel, der jedoch mit Liebesbekundungen eher sparsam ist und auch die Weihnachtstage nicht mit ihr verbringen möchte. Sein ältester Sohn Patrick hat gerade Anlagebetrug begangen und droht dafür ins Gefängnis zu müssen, während der mittlere Sohn Kevin eine heimliche Affaire mit Isabelle, der französischen Angestellten der Quinns, und bekommt mit ihr ein Kind. Außerdem befindet sich der jüngste Sohn Bart (der gemeinsame Sohn von Kelley und Mitzi) gerade als Soldat in Afghanistan und hat seit Tagen nichts von sich hören lassen.
An den Weihnachtstagen prallen dann plötzlich alle Sorgen aufeinander, was für eine Menge Zündstoff sorgt. Dadurch kommt bei allen anfangs keine wirkliche Weihnachtsstimmung auf und alle Charaktere würden Weihnachten gerne ausfallen lassen, Insbesondere Kelley ist kurz davor die jährliche Weihnachtsfeier im "Winter Street Inn", die eine Institution auf der Insel Nantucket ist, abzublasen.

Die Handlung wird nach und nach aus Sicht der einzelnen Figuren erzählt, wodurch man diese zum Einen immer besser kennenlernt, und zum Anderen auch verschiedene Sichtweisen auf die Ereignisse rüberkommen. Dadurch fügt sich meiner Meinung nach alles zu einem wundervollen Ganzen zusammen. Nach und nach ergibt vieles, was anfangs noch ziemlich unglaubwürdig wirkt, einen Sinn und hat somit dennoch Berechtigung.

Elin Hilderbrand beweist mit diesem Roman, dass sie mehr kann, als nur Sommerromane zu schreiben. Sie schafft es der sommerlichen Insel Nantucket ein leicht weihnachtliches Flair zu verleihen. Mit ihrem leichten und lockeren Schreibstil erzeugt sie tolle Umgebungsbeschreibungen, so dass das Gefühl hat live vor Ort zu sein.
Im Gegensatz zu manch anderen ihrer Bücher hat sie ihre Figuren hier zwar alle mit Eigenheiten ausgestattet, allerdings ohne diese überzogen darzustellen. Insbesondere mit Ava und Kevin konnte ich wunderbar identifizieren und mich sehr gut in sie hineinversetzen, weil sie so total normal und menschlich agieren, Ich gebe zu, dass ich mit Mitzi so meine Probleme hatte, was vor allem daran lag, dass sie als einzige total egozentrisch agiert. Ich meine, sie hat seit Jahren eine Affaire und erwartet immer noch, das alles nach ihrer Pfeife tanzt?! Gerade diese Eigensinnigkeit von ihr sorgt wiederum dafür, dass man die Handlung ernst nehmen kann, da sie im totalen Gegensatz zu den anderen Figuren steht. Außerdem herrscht so nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen, als sich die ersten Wogen geglättet haben.
Was meiner Ansicht nach jedoch perfekt rüberkommt ist die Sorge aller Figuren, um den abwesenden Bart, der obwohl er immer eher ein Problemkind war, scheinbar von allen extrem geliebt wurde. Hier hat Hilderbrand die Stimmung, die in "Soldatenfamilien" herrscht perfekt eingefangen.

Womit ich allerdings teilweise so meine Probleme hatte, ist die Tatsache, dass dieser Roman Geld über alles stellt. Kelleys Exfrau Margaret, inzwischen berühmte Nachrichtensprecherin, wird immer wieder als reich dargestellt. Ebenso spielt das Thema für Patrick eine große Rolle und auch bei Kelley klingt immer wieder Wehmut dahingehend nach, dass er inzwischen all seine Ersparnisse aufgebraucht hat. Hier wird das Bild erzeugt, dass man nur etwas zählt, wenn man Geld besitzt, womit ich nicht unbedingt einverstanden bin, Dies war mit ein Grund warum mir Ava und Kevin am sympathischsten waren. Sie waren mit einem "einfachen" Leben durchaus zufrieden und machten sich nur wenig Sorgen um Geld.
Des Weiteren war mir das Ende etwas unvollendet. Zwar ergab es letztendlich einen Sinn. Allerdings wirkt es nicht in sich geschlossen. Vieles löst sich plötzlich in Wohlgefallen auf, während einzelne Punkte nicht wirklich abgeschlossen sind. Dieser Mix aus Happy End und offenes Ende empfinde ich persönlich eher als etwas unbefriedigend.

Insgesamt betrachtet ist dies aber ein wirklich toller Roman mit interessanten Charakteren. Wer sich langsam in Weihnachtsstimmung versetzen möchte und nicht gleich die volle Weihnachtsdosis erwartet, ist mit diesem Roman sehr gut bedient.
Von mir bekommt dieser Roman in jedem Fall verdiente 4 (von 5) Punkte.


[Rezension] "Nur ein Horizont entfernt" von Lori Nelson Spielman


Klappentext:

Mit zittrigen Fingern öffnet die TV-Moderatorin Hannah Farr einen Brief. Der Absender ist eine ehemalige Schulfreundin, die sie jahrelang gemobbt hat. Die Frau bittet sie nun um Vergebung. Dem Brief beigelegt sind zwei kleine runde Steine und eine Anleitung. Einen Stein soll sie als Zeichen dafür zurücksenden, dass sie ihrer früheren Klassenkameradin vergibt. Den anderen soll sie an jemanden schicken, den sie selbst um Verzeihung bitten möchte. Hannah weiß sofort, wer das sein könnte: ihre Mutter. Aber soll sie wirklich zurück zu den schmerzhaften Ereignissen von damals und die Auseinandersetzung mit dem Menschen suchen, der sie am besten kennt? Denn Hannah hat etwas getan, das das Leben ihrer Mutter für immer verändert hat …

Manchmal ist es etwas winzig Kleines, das uns Großes tun lässt.


Meine Meinung:

Nachdem ich letztes Jahr bereits "Morgen kommt ein neuer Himmel" gelesen habe, war ich auf diesen Roman natürlich sehr gespannt, zumal mich der Klappentext total ansprach.
Ich kam auch sehr schnell in die Handlung rein, wobei ich gestehen muss, dass ich anfangs so meine Probleme mit der Hauptfigur Hannah Farr hatte, da sie zunächst ziemlich unnahbar ist.

Bei diesen Roman geht es um die TV-Moderatorin Hannah Farr, die eine Entschuldigung per Post, von einer ehemaligen Mitschülerin, die sie immer gemobbt hat, Dem Brief liegen zwei Steine bei und die Anleitung, dass sie einen Stein zurückschicken soll, wenn sie ihr vergibt. Den anderen Stein soll sie jemanden schicken, bei dem sie sich auch entschuldigen möchte. Hannah legt den Brief allerdings zunächst Beiseite, da sie einerseits die Geschehnisse der Vergangenheit nicht einfach so hinter sich lassen möchte. Zum Anderen ist sie zunächst auch nicht im Klaren darüber, bei wem sie sich entschuldigen möchte. Hannah ist anfangs eine Figur, die zwar sehr zielorientiert ist, jedoch zeitgleich auch ziemlich auf der Stelle tritt. Seit Jahren hat führt sie eine eigene Talkshow, möchte aber gerne noch höher hinaus, ohne dies in Angriff zu nehmen. Außerdem führt sie seit längerem eine Beziehung zu einem alleinerziehenden Vater, der sie im Grunde nur hinhält, wenn es um die Vertiefung ihrer Beziehung geht.
Als Hannah ein Angebot von einem überregionalen Fernsehsender erhält, sich bei ihnen zu bewerben, erzählt sie dort von dem Brief ihrer alten Mitschülerin und benennt "gezwungenermaßen" ihre Mutter, als Person, von der sie sich entfremdet hat und bei der sie sich entschuldigen möchte, als mögliches Thema für eine Talkshow. Unterstützt von ihrer Freundin Dorothy nimmt Hannah Kontakt mit ihrer Mutter auf und muss sich dabei nicht nur mit ihrer Vergangenheit, sondern auch mit ihrer Gegenwart auseinandersetzen.
Während Hannah nach und nach alte Geheimnisse ergründet, lernt sie dabei auch einen anderen Mann kennen, der so ganz anders als ihr Freund Michael ist. Während Michael darauf bedacht ist, dass kein Schmutz seine mögliche Senatskandidatur negativ beeinflusst, und daher teilweise auf Abstand geht, wird sie sie von ihm dabei unterstützt sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Hannah muss dabei auch erkennen, dass sie selbst so manches verdrängt hatte und letztendlich entscheiden, was diese "Entschuldigung" ihr wirklich bedeutet.

Ich fand diesen Roman sogar noch gelungener als "Morgen kommt ein neuer Himmel". Lori Nelson Spielman schreibt hier auf sehr emotionaler und zugleich wertfreier Art, so dass man der Handlung gerne folgt. Schritt für Schritt befördert sie Geheimnisse zu Tage, die allerdings sich nicht immer sofort in Wohlgefallen auflösen, sondern zeigen, dass Manches doch anders ist, als es im ersten Moment erscheint.
Sie lässt ihre Hauptfigur einen beeindruckenden Wandel durchlaufen. Von der anfangs ziemlich unnahbaren und manchmal auch etwas kalten Frau wird eine Person, die sich genau mit sich und ihrem Umfeld auseinandersetzt und letztendlich zu Entscheidungen fähig ist, die sie sich anfangs selbst nicht zugetraut hat. Ist sie zunächst noch eine Person, die man nicht unbedingt als besonders einfühlsam bezeichnen kann, wird sie nach und nach zu jemand, der genau weiß, was sie möchte und wie sie dies erreichen kann.
Spielman nimmt die Leser in ihrem Buch mit in eine Handlungsspirale rund um die Themen Vergangenheitsbewältigung, Verzeihen und dem Erkennen, was man vom Leben möchte. Sie scheut dabei auch nicht zurück eventueller Kindesmissbrauch, Mobbing, und verdrängte Erinnerungen anzusprechen. Sie geht hier sehr sensibel vor und stellt die "Täter" nicht als generell schlechte Menschen hin, sondern als Menschen, die aus bestimmten Gründen agiert haben.

Des Weiteren fand ich die Idee der "Entschuldigungssteine" einfach nur toll. Ich meine, wer hat nicht Menschen in seiner Vergangenheit, bei denen man sich gerne entschuldigen möchte, aber nicht weiß, wie. Dieser Roman regt einen auf jeden Fall zum Nachdenken an. Ähnlich wie Hannah habe ich auch in meiner Vergangenheit nicht immer die besten Erfahrungen in der Schule gemacht. Gleichzeitig gibt es aber auch Personen, denen ich mich gegenüber auch nicht immer ganz fair verhalten habe. Ich denke, dies geht viele so. Gerade diese Tatsache lässt die Handlung real erscheinen und macht die dadurch lesenswert.

Insgesamt betrachtet ist dies ein wunderschöner Roman mit einer Menge Herz und Gefühlen, denen man sich stellen sollte. Ich kann diesen Roman im Grunde jedem wärmstens ans Herz legen, der auch Bücher von Lisa Jewell und Jojo Moyes mag. Ich für meinen Teil habe es genossen ihn gelesen zu haben, daher bekommt er von mir starke 4 (von 5) Punkte.


[Kurzrezension] "Am Horizont ein Morgen" von Anouska Knight


Klappentext:

Es bedurfte nur einer tragischen Sekunde, um Holly Jeffersons Welt für immer zu verändern. Bei einem Unfall verlor sie ihren über alles geliebten Mann. Seitdem sind zwei Jahre vergangen, und äußerlich wirkt es, als hätte sie diesen Verlust überwunden. Sie führt ihre eigene Konditorei und lebt ihr Leben weiter. Doch tief in ihr sieht es anders aus: Sie fühlt sich verloren. Einsam. Zerbrochen. Und sie ist sich sicher, nie wieder wird sie lieben können. Bis sie Ciaran Argyll begegnet, einem Millionärssohn. Nichts scheint sie mit ihm gemeinsam zu haben. Aber während sie ihn näher kennenlernt, spürt sie, dass auch er mit seiner Vergangenheit zu kämpfen hat ...


Meine Meinung:

Ich bin eher zufällig aufgrund des Covers auf diesen Roman gestoßen. Anouska Knight war mir bislang als Autorin völlig unbekannt. Als ich dann den Klappentext las, war für mich klar: Dieses Buch möchte ich lesen.
Beim Lesen konnte mich Anouska Knight von Anfang an in den Bann ziehen, auch wenn ich im ersten Moment erstaunt war, dass die Handlung in England spielt. Ich bin es zuletzt bei den Mira-Romanen gewöhnt, dass die Handlung in Amerika spielt.

Im Mittelpunkt des Geschehens steht die junge Holly Jefferson, die vor knapp zwei Jahren ihren Mann bei einem Unfall verloren hat. Von Außen betrachtet scheint es, als habe Holly inzwischen den Verlust überwunden. Sie führt ein relativ normales Leben und führt ihre eigene Konditorei. Innerlich hängt sie allerdings immer noch an ihrer großen Liebe und ist noch nicht bereit für eine neue Liebe.
Sie begegnet bei einer Auslieferung dem Millionärssohn Ciaran Argyll, mit dem sie direkt aneckt. Zwar findet Holly Ciaran attraktiv, allerdings ist sie von seiner Art nicht ganz so angetan, vor allem nicht, als sie immer neue Gerüchte über ihn hört. Sie weiß nicht, dass auch er seine Vergangenheit nicht so ganz hinter sich lassen kann. Ciaran wiederum verliebt sich sofort in Holly und versucht sie auch zu umgarnen. Allerdings scheint sie gegen seine Avancen immun zu sein.
Letztendlich heißt es für beide: Können Sie ihre Vergangenheit hinter sich lassen?

Anouska Knight schreibt auf locker leichte Art und schafft es mit emotionalen Worten die Stimmung, in der sich Holly befindet, perfekt einzufangen. Man leidet mit den Figuren, fiebert aber auch mit ihnen, wenn sie dabei sind einen Schritt nach vorne zu machen.
Insbesondere der Gewissenskonflikt, den Holly immer wieder mit sich selbst ausmacht, wenn sie merkt, dass sie dabei ist, sich ein neues Leben abseits ihrer großen Liebe aufzubauen, hat die Autorin sehr gut herausgearbeitet. Dadurch wird Holly lebensnah und liebenswert.

Insgesamt betrachtet ist dies ein toller Roman rund um das Thema Liebe, Vertrauen und Neuanfang. Wer Bücher im Stil von Melissa Hill, Sheila O'Flanagan, Susan Wiggs oder Mary Kay Andrews mag, dem kann ich diesen Roman nur wärmstens ans Herz legen.
Anouska Knight konnte mich mit diesem Roman so sehr überzeugt, dass ich gerne mehr von ihr lesen möchte. Daher bekommt dieser Roman von mir auch die volle Punktzahl von 5 (von 5) Punkte.


[Rezension] "Zwei auf Umwegen" von Taylor Jenkins Reid


Klappentext:

Elfeinhalb Jahre lang waren Lauren und Ryan das perfekte Paar. Doch seit Lauren mit dem Hund häufiger spricht als mit ihrem Mann, kann sie die Wahrheit nicht mehr leugnen: Ihre Ehe steckt in einer tiefen Krise. Ein Jahr Trennung soll die Liebe zurückbringen. Sie vereinbaren nur eine Regel: kein Kontakt. Alles andere ist erlaubt. Unsicher, aber auch aufgeregt stürzt Lauren sich ins Leben … doch wird es sie wieder zu Ryan führen?


Meine Meinung:

Nachdem ich im Juni bereits "Neun Tage und ein Jahr" von der Autorin gelesen habe und den Roman sehr mochte, war ich auf diesen Roman natürlich sehr gespannt. Daher war ich glücklich, als ich den Roman als Rezensionsexemplar erhalten habe.
Mit diesem Roman ist der Autorin erneut ein toller Roman gelungen, den es sich wirklich lohnt zu lesen. Sie beweist, dass man auch mit eher leisen Tönen durchaus überzeugen kann. Dies ist nicht unbedingt ein Roman voller Dramatik. Er kommt stattdessen er warmherzig und sanft daher.

Dieser Roman erzählt von der erkalteten Liebe zwischen Lauren und Ryan, die nach elfeinhalb Jahren beschließen ein Trennungsjahr einzulegen. Sie wollen ein Jahr getrennt voneinander leben und quasi so tun, als ob es den anderen in ihrem Leben nicht mehr gibt.
Der Roman begleitet hauptsächlich Lauren innerhalb des Jahres. Eher zögerlich beginnt sie ein neues Leben zu beginnen, da sie das Singleleben schon lange nicht mehr gewohnt ist. Unterstützt wird sie von ihrer Familie (insbesondere ihre Schwester) und Freunden. Innerhalb dieses Jahres macht Lauren eine Wandlung durch und erkennt, dass nicht nur Ryan mit ihrem gemeinsamen Leben unzufrieden war. Am Ende heißt es für beide zu entscheiden, ob sie noch Gefühle für einander haben und ob ein gemeinsames Leben weiterhin möglich ist.
Zwischendurch erzählt der Roman nach und nach Laurens und Ryans Vorgeschichte, so dass man ein Gefühl dafür bekommen kann, was dazu geführt hat, dass die beiden sich voneinander entfremdet haben. Gerade diese Aufarbeitung der Vergangenheit sorgt meiner Ansicht nach dafür, dass man viele Reaktionen der Beiden in der Gegenwart nachvollziehen kann und sorgen des Weiteren für Glaubwürdigkeit.
Ryans Gefühle bzw. "Fortschritte" innerhalb des Jahres kommen während der Handlung immer wieder in Form von E-Mails, die er an Lauren schreibt, jedoch nicht abschickt, zur Sprache. Lauren liest diese jedoch heimlich, da sie noch sein Kennwort kennt und es zunächst nicht lassen kann, herausfinden zu wollen, was für ein Leben Ryan während ihrer Trennung lebt. Dabei erfährt sie leider nicht nur Gutes, was sie zum Einen immer wieder ein wenig zurückwirft, sie zum Anderen aber auch stärker macht.

Ich muss gestehen, dass ich Ryan zunächst regelrecht gehasst habe, als er verkündet, dass er Abstand von Lauren und ihrer gemeinsamen Beziehung benötigt. Er kommt zunächst ziemlich egoistisch und unglaubwürdig daher, Klar kam es auch zu Beginn des Romans zu einzelnen Spannungen. Allerdings waren diese meiner Meinung nach nicht so gravierend, dass man sich gleich trennt. Nach und nach ergibt Ryans Reaktion während des Romans jedoch einen Sinn.
Beide müssen während des getrennten Jahres erkennen, dass sie beide dazu beigetragen haben, dass es zu Spannungen kam. Für beide heißt es dann zu entscheiden, ob sie bereit sind sich wieder aufeinander einzulassen und was sie dafür bereit sind zu geben.

Man merkt beim Lesen, dass die Autorin die Charaktere wohldurchdacht hat, da sie wunderbar lebensnah und Figuren mit Ecken und Kanten sind. Insbesondere die Nebenfiguren, wie Laurens Oma, ihrem Bruder und ihrer Mutter, sind wunderbar eigensinnig und sorgen dadurch für Spannung.
Neben der Haupthandlung rund um Laurens und Ryans gescheiterte Beziehung beleuchtet die Autorin auch Laurens familiären Hintergrund, da ihre Vergangenheit im Grunde ein Spiegelbild ihrer Gegenwarthandlungen ist.

Insgesamt betrachtet ist dies ein wundervoller Roman, der mit eigensinnigen und willensstarken Charakteren aufwarten kann und vor allem durch sanfte, warmherzige Stimmung und durchgehend realistische Handlung überzeugen kann.
Da mir dieser Roman überaus gefallen hat, bekommt er von mir starke 4 (von 5) Punkte.


[Rezension] "Liebesglück in Virgin River" von Robyn Carr


Klappentext:

Menschen mit Obstkörben, spielende Kinder und Apfelbäume, soweit das Auge reicht: Die Apfelernte ist die schönste Zeit auf der Plantage von Tom Cavanaugh. Eigentlich hatte der Ex-Marine nie vorgehabt, den Familienbesitz zu übernehmen. Doch seit er nach Virgin River zurückgekehrt ist, verspürt er den Wunsch, sesshaft zu werden und eine Familie zu gründen. Vielleicht mit Darla, der Witwe seines verstorbenen Freundes, um die er sich nach ihrem schweren Verlust kümmert? Tom hat ganz genaue Vorstellungen, wie seine Zukünftige sein sollte - auf keinen Fall wie die zierliche Erntehelferin Nora Crane. Aber warum rührt die temperamentvolle alleinerziehende Mutter sein Herz auf eine Weise, die er bisher nicht kannte?


Meine Meinung:

Hierbei handelt es sich (leider) um den vorletzten Teil der Virgin River - Reihe. Nachdem ich den vorherigen Band "Neue Hoffnung in Virgin River" am wenigsten überzeugen konnte, weil dieser ein wenig vor sich hin plätscherte, war ich auf diesen Band nun umso gespannter. Beim Lesen war ich dann auch ziemlich positiv überrascht. Dieser Roman ist einfach super, wenn nicht sogar der Beste der ganzen Romanreihe.

In diesem Roman entführt Robyn Carr die Leser auf die Apfelplantage von Tom Cavanaugh, der diese nach seinem Militärdienst von seiner Großmutter, die ihn auch großgezogen hat, übernommen hat und nun sesshaft werden möchte. Er wünscht sich eine Frau, mit der er sein Leben auf Plantage verbringen kann. Er hat auch genaue Vorstellung wie diese Frau sein muss. Als die junge alleinerziehende Mutter Nora Crane (die bereits in den beiden vorherigen Bänden jeweils einen kurzen Auftritt hatte) auf seiner Plantage auftaucht und als Apfelpflückerin arbeiten möchte, lehnt er sie zunächst ab und will sie zunächst auch nicht einstellen, da er denkt, dass sie mit ihrer zierlichen Statur nicht belastbar genug für den Job ist. Toms Großmutter jedoch legt ihrem Enkel nahe Nora einzustellen.
Es kommt wie es kommen muss: Tom entwickelt Gefühle für Nora, obwohl sie nicht so ganz seiner Traumfrau entspricht und sogar zwei kleine Kinder hat. Nora wiederum hegt zwar auch Gefühle für Tom, möchte jedoch keine neue Beziehung, da die letzte zum Vater ihrer Kinder katastrophal endete. Verkompliziert wird die Situation der beiden auch noch durch die Frau von Toms verstorbenen Militärkameraden, die ihn an den Wochenenden besucht und Interesse an ihm bekundet.
Toms Großmutter mischt sich dann auch noch ein, da sie ihren Enkel in den richtigen Händen sehen möchte und hat auch so ihre eigenen Vorstellungen wie sie dies bewerkstelligen kann.

Dieser Roman ist alleine schon aufgrund des herrlichen Liebeswirrwarrs lesenswert. Tom und Nora entwickeln zwar sehr schnell Gefühle für einander, wollen sich aber beiden diese nicht eingestehen. Dadurch entsteht ein Gefühl von ständiger Spannung, bei der man nur so darauf wartet, dass sie sich entlädt. Wunderbar sind auch die indirekten Vermittlungsversuche von Toms Großmutter Maxi, die mit spitzer Zunge und sehr viel Elan immer wieder einmischt. Beim Lesen kommt man immer wieder ins Schmunzeln und taucht tief ins Geschehen ein. Obwohl Tom und Nora im Grunde total unterschiedlich sind, sind sie sich doch ähnlicher, als sie ahnen. Die beiden mögen etwas unterschiedliche Vorstellungen zu ihrer Zukunft haben, aber irgendwann müssen auch die Beiden erkennen, dass das Leben manchmal Überraschungen bereithält.

Das Einzige, was ich an diesem Roman kritisieren möchte, ist die Tatsache, dass rund um Jack Sheridan, eine kurze Nebengeschichte entwickelt wird, die total sinnlos ist: In Virgin River taucht ein alter Freund von Luke Riordan auf, der Jack als den Mann identifiziert, der ihn vor Jahren fälschlicherweise der Körperverletzung an einer Frau beschuldigte. Wie sich schnell rausstellt, war das Ganze ein Missverständnis.
Diese Nebenhandlung machte für mich jedoch keinen Sinn, da es zum Einen nicht in die Gesamthandlung passt und sich die ganze Angelegenheit auch viel zu schnell in Wohlgefallen auflöst.

Trotz dieser kleinen Kritik finde ich, dass dies der beste Roman der Reihe ist, da die beiden Hauptpersonen hier sich nicht Knall auf Fall ihren Gefühlen hingeben, sondern immer wieder mit sich und ihren Gefühlen hadern. Die Charaktere sind bei Gott nicht perfekt und gerade das macht die ganze Geschichte glaubwürdig.
Und sind wir doch mal ehrlich: Wer findet eine Lovestory mit dem Thema „arme junge Frau trifft ihren (reichen) Prinzen“ nicht wunderbar romantisch. Jeder der als Kind Cinderella geliebt hat, wird diesen Roman als Erwachsene lieben. Ich für meinen Teil jeden Falls habe diesen Roman beim Lesen geliebt. Daher bekommt er von mir auch wohlverdiente 5 (von 5) Punkte.


Gemeinsam Lesen #140


Hallo zusammen,

ich bin auf zwei Blogs (Weltenwanderer & schlunzenbücher) auf eine tolle Aktion gestoßen, bei der man immer Dienstags von seinen Buch, welches man derzeitig liest, berichtet, indem man vier Fragen dazu beantwortet.
Die ersten drei Fragen sind immer vorgegeben:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Die vierte Frage wird jedes Mal neu gestellt und inzwischen nur noch bei Schlunzenbücher online gestellt.

Hier nun meine Antworten für diese Woche:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese momentan "Winterglanz" von Elin Hilderbrand und bin derzeitig auf Seite 112 (von 286).



Klappentext:
Kelley Quinn ist ein glücklicher Mann: Er ist Besitzer des „Winter Street Inn“, einer hübschen Pension auf Nantucket, und stolzer Vater von vier erwachsenen Kindern. Jetzt steht das Fest der Liebe vor der Tür, und Kelley freut sich auf besinnliche Feiertage im Kreis der Familie. Als er allerdings seine Gattin Mitzi dabei erwischt, wie sie den eigens angeheuerten Weihnachtsmann küsst, ist an Besinnlichkeit nicht mehr zu denken. Mit vier Kindern, die um ihre eigenen Probleme kreisen, bleibt es nun an Kelleys Exfrau Margaret hängen, das Weihnachtsfest im „Winter Street Inn“ zu retten ...



2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Scott Skyler trifft um sechs Uhr ein, und Ava reicht ihm das Santa-Kostüm.

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Mit diesem Buch habe ich die "Winter- und Weihnachtslesezeit" bei mir eingeläutet. Ich liebe einfach Weihnachtsbücher in der Adventszeit, da sich mich meistens in eine vorweihnachtliche Stimmung versetzen.
Und im Gegensatz zum vorherigen Buch der Autorin "Das Sommerversprechen" gefällt mir dieser Roman wieder mehr. Hier sind die Figuren einfach realer, wenn auch nicht weniger speziell. Interessant an diesem "Weihnachtsroman" finde ich vor allem, dass dieser Roman nicht so wirklich in einer winterlichen Kulisse spielt. So kann ich mich langsam an die Weihnachtsstimmung rantasten.

4. Wie würdest du mit den Charakteren deiner aktuellen Lektüre zurecht kommen wenn diese plötzlich real wären und wie würden deine Freunde sie aufnehmen?

Ich denke mit den meisten Charakteren würde ich ziemlich gut zurecht kommen. Insbesondere mit Ava und ihrem Bruder Kevin, da sie die normalsten in der Familie zu sein schein. Sie sind beide auf ihre eigene Art eher familienorientiert. Mit Mitzi hätte ich allerdings definitiv so meine Probleme. Sie ist mir einfach zu egozentrisch und hinterhältig. Ich müsste mich echt zurückhalten, um ihr nicht die Meinung zu geigen.
Ich denke, dass meine Freunde die meisten Charaktere sehr positiv aufnehmen würden. Letztendlich ist es natürlich nur ein Gedankenspiel, bei dem man nicht alles "vorhersehen" kann.

Wie sieht es bei euch aus? Was lest ihr gerade und würde die Charaktere aus eurem Buch in euer Leben passen?

Liebe Grüße
Natalie

[40 bis 40] Tankstellenjob aufgeben

Hallo zusammen,

hier kommt nun wie versprochen mein nächster Beitrag zu meiner Aktion "40 bis 40".

Eigentlich habe ich dieses Ziel bereits vor knapp sechs Monaten erreicht, aber ich wollte wirklich sicher sein, dass ich mich nicht wieder breitschlagen lasse:

Tankstellenjob aufgeben


Ende Mai diesen Jahres war es nach über 15 Jahren endlich soweit. Ich habe meinen Nebenjob an einer Tankstelle aufgegeben. Anlass war letztendlich die Tatsache, dass ich seit Anfang Mai eine neue Stelle als Teamleiterin bei mir in der Firma erhalten habe. Diese neue Stelle beinhaltet eine sechsmonatige Probe- und zwölfmonatige Traineephase, auf die ich mich konzentrieren wollte.
Mein Chef in der Tankstelle hat meine "Kündigung" nur schweren Herzens angenommen. Ich habe in den letzten Monaten fest damit gerechnet, dass man mich fragt, ob ich zurückkommen möchte. Klar wurde ich zwischendurch vorsichtig gefragt, aber meine Entscheidung bleibt bestehen.

15 Jahre waren einfach lange genug. Ursprünglich habe ich diesen Job eigentlich nur begonnen, um zunächst mein Studium bzw. nach Abbruch meine Ausbildung zu finanzieren. Zehn Jahre nach Ausbildungsende bin ich dann einfach hängen geblieben. Klar konnte ich das Geld gut gebrauchen, aber insbesondere in den letzten zwei bis drei Jahren habe ich gemerkt, dass ich es körperlich auch nicht mehr so gut schaffe, neben einem Vollzeitjob auch noch wöchentlich etwa 10 Stunden zusätzlich Abends und am Wochenende zu arbeiten. In den letzten 15 Jahren hatte ich kaum freie Wochenenden und nur wenige freie Feiertage. Dies ging mir bereits seit längerem gegen den Strich.

Ich habe in den letzten 15 Jahren so Einiges an der Tankstelle erlebt. Dabei waren lustige und interessante Erlebnisse, aber auch schlechte Erfahrungen, wie ausgeraubt zu werden, mir die Schulter zu brechen und hintergangen zu werden.
Ich habe vor Jahren mal zu meinen langjährigen Kollegen gesagt, dass ich einen Roman zu den Geschichten an einer Tankstelle schreibe, wenn ich meine 10 Jahre voll habe. Einen Titel hatte ich auch bereits: "Gibt mir ja doch keiner wieder", ein Satz den man an einer Tankstelle zu hören, bekommt, wenn man fragt, ob jemand eine Quittung benötigt (einfach Ja oder Nein sagen können scheinbar die wenigsten).
Mein zehnjähriges Jubiläum ist ist nun bereits gut sechs Jahre her, und der Roman ist leider immer noch nicht geschrieben. Um meine Zeit an der Tankstelle aber etwas länger Revue passieren zu lassen, habe ich beschlossen, dass es hier auf meinem Blog bald ab und zu Geschichten von der Tankstelle geben wird, Vielleicht entwickelt sich dadurch für mich ja dann doch noch eine richtige Romanidee.

So, nun habe ich immerhin zwei Ziele vor meinem morgigen 37. Geburtstag erreicht. Fehlen nur noch 38, die leider auch noch nicht alle genau definiert sind. Ich muss mich so langsam ranhalten!

Liebe Grüße
Natalie

[Kurzrezension] "The Homecoming" von Robyn Carr


Klappentext:

At the age of nineteen, Seth Sileski had everything. A superb athlete and scholar, handsome and popular, he was the pride of Thunder Point. Destined for greatness, he lost it all in a terrible accident that put an end to his professional football career when it had barely begun. The people in his hometown have never forgotten what might have been.

Seth has come to terms with the turns his life has taken. But now he's been presented with an opportunity to return home and show his father—and the people of Thunder Point—he's become a better, humbler version of his former self.

Winning over his father isn't the only challenge. Seth must also find a way to convince his childhood neighbor and best friend, Iris McKinley, to forgive him for breaking her heart. With his homecoming, will Seth be able to convince the town, his family and especially Iris that he's finally ready to be the man who will make them all proud?


Meine Meinung:

Bei diesem Roman handelt es sich um den 6. Teil der Thunder Point - Reihe der Autorin, die bislang leider nicht auf Deutsch erschienen ist. Ich muss allerdings gestehen, dass dies nicht unbedingt der beste Teil der Reihe ist, da die Handlung sich hier ein wenig im Kreis dreht. Generell ist dies kein schlechter Roman, allerdings fehlt diesem Teil ein wenig an Herzblut und der Dramatik, die die anderen Teile inne haben.

Die beiden Hauptfiguren in diesem Roman spielen Seth Sileski, der seine professionelle Footballkariere nach einem schweren Unfall an den Nagel hängen musste und nun als Polizeichef in seinen Heimatort Thunder Point zurückkehrt. Und Iris McKinley, Seth ehemalige Kindergartenfreundin, die sich mit ihm im letzten Highschooljahr überworfen hatte und nun Schülerberaterin an der örtlichen High School arbeitet.
Die Beiden wirken allerdings ein wenig farblos und scheinen beide noch ziemlich in der Vergangenheit zu hängen. Die beiden tänzeln umeinander herum, allerdings ohne, dass sie über ihre gemeinsame Vergangenheit sprechen wollen. Beiden fällt es schwer sich mit ihrer Vergangenheit und dem, was sie entzweit hat, auseinanderzusetzen.
Die sich anbändelnde Liebesgeschichte der Beiden wird allerdings meiner Meinung nach ein wenig zu lieblos dargestellt, dass man sie ihnen nicht so ganz abnimmt. Irgendwie wirkt die Handlung um die beiden ein wenig unausgegoren.
Die interessante Nebenhandlung rund um "häusliche" Gewalt, wertet die Handlung allerdings wieder stark auf, so dass ich dem Roman zumindest noch gute 3 (von 5) Punkten geben kann.
Ich freue mich auf jedem Fall schon auf die nächste Fortsetzung und hoffe, dass Robyn Carr hier zu alter Stärke zurückfindet.