[Rezension] "Kaffee, Kuchen und ein Neuanfang" von Alison Kent

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Klappentext: 
Kaylie Flynn wurde in ihrer Kindheit von einem Pflegeheim ins andere geschoben, bevor sie bei Winton und May Wise ein Zuhause fand. Bei May lernte sie die Geborgenheit einer Familie kennen – und die heilende Kraft des Brownie-Backens. Jahre später hinterlässt May Kaylie genügend Geld, mit dem Kaylie ein eigenes Café in dem bezaubernden viktorianischen Haus eröffnen kann, in dem sie einst gemeinsam gelebt hatten.

Zurück in Hope Springs ist Kaylie fest entschlossen, ihre Träume wahrzumachen. Aber sie kehrt auch zurück, um endlich eine Antwort auf die Fragen aus ihrer Vergangenheit zu finden.

Schon bald erfahren Kaylies sorgfältig ausgearbeitete Pläne eine unerwartete Wendung: Das Haus bedarf einer viel umfangreicheren Renovierung als erwartet, und Tennessee Keller, der zuständige Bauunternehmer, sieht nicht nur sehr gut aus, sondern lenkt sie auch von ihren Nachforschungen nach ihren Eltern ab. Dann droht ein Ereignis alles zu zerstören, wofür sie so hart gearbeitet hat. Kaylie muss sich entscheiden, wofür ihr Herz schlägt: die Schatten der Vergangenheit oder eine vielversprechende Zukunft und die Liebe.


Meine Meinung:
Dieses Buch subbte schon eine Weile bei mir rum. Ich habe es vor einer Weile als Ebook bei Amazon erstanden. Jetzt, da ich es gelesen habe, frage ich mich, warum ich es mir nicht schon früher vorgenommen habe. Dies ist ein durchaus lesenwerter Roman mit einem interessanten Plot und gut durchdachten Charakteren.

Im Mittelpunkt des Geschehens steht Kaylie Flynn, die das Haus ihrer früheren Pflegeeltern gekauft hat und daraus ein Café bauen möchte. Zum Einen hat sie diesen Ort gewählt, weil es für sie der Ort der Heimat in einer unbeständigen Zeit war. Zum Anderen möchte sie gerne mehr über ihre Herkunft erfahren. Unterstützt wird sie in ihrem Vorhaben vor allem durch Tennessee Keller, dem gutaussehenden örtlichen Bauunternehmer, der selbst dunkle Geheimnisse hütet. Beide haben immer noch mit ihrer Herkunft und Vergangenheit zu kämpfen, so dass die beiden innere Bande verbindet.
Obwohl Kaylie eine schwere Vergangenheit hatte, steht sie mitten im Leben und wirkt überaus stark. Man spürt, dass die Erlebnisse in ihrer Kindheit sie ebenso geprägt haben, wie ein einschneidendes Erlebnis Tennessee in dessen Leben. Bei beiden stellt sich irgendwann die Frage, wie sie mit dem Wissen um diese Erlebnisse umgehen und wie sehr sie sich dadurch in ihrem Leben bestimmen lassen.

Diese Geschichte ist viel mehr als eine bloße Kleinstadtromanze. Sie geht bedeutend tiefer und stimmt zum Nachdenken an. Auch wenn ich gestehen muss, dass stellenweise noch Fragen offen bleiben. Aber gerade diese Tatsache sorgt dafür. dass Raum für eigene Gedanken bleiben.
Lediglich am Ende überschlagen sich die Dinge meiner Meinung nach ein wenig zu sehr. Hier fehlte mir auch eine Art Epilog, da die Leser ein wenig fragend zurücklässt. Aber vielleicht gibt es ja irgendwann eine Fortsetzung?!

Auch wenn manch einer die ganze Geschichte ein wenig seicht empfinden könnte, habe ich sie nicht als solche wahrgenommen. Zwar hat Alison Kent einen ziemlich lockeren Schreibstil, wodurch man die Geschichte leicht lesen kann. Jedoch sorgen die tiefgehende Gedankengänge der Charaktere dafür, dass man sich gut in die Figuren hereinversetzen kann. Die Handlung lässt einen beim Lesen nicht kalt.

Gesamt betrachtet ist dies ein leichter Roman mit einer Priese Gefühl, Freundschaft und  Vergangenheitsbewältigung. Ich für meinen Teil habe ihn gerne gelesen und bin gespannt auf weitere Romane der Autorin. Daher bekommt dieses Buch von mir wohlverdiente 4 (von 5) Punkten.


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