Gemeinsam Lesen #136


Hallo zusammen,

ich bin auf zwei Blogs (Weltenwanderer & schlunzenbücher) auf eine tolle Aktion gestoßen, bei der man immer Dienstags von seinen Buch, welches man derzeitig liest, berichtet, indem man vier Fragen dazu beantwortet.
Die ersten drei Fragen sind immer vorgegeben:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Die vierte Frage wird jedes Mal neu gestellt und inzwischen nur noch bei Schlunzenbücher online gestellt.

Hier nun meine Antworten für diese Woche:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese momentan "The Homecoming" von Robyn Carr und bin auf Seite 137 von 346.


Klappentext:
In a small town, reputation is everything. In her latest novel, #1 New York Times bestselling author Robyn Carr explores the burden placed on a young man returning home to face his mistakes—the first step in claiming the life he was meant to live

At the age of nineteen, Seth Sileski had everything. A superb athlete and scholar, handsome and popular, he was the pride of Thunder Point. Destined for greatness, he lost it all in a terrible accident that put an end to his professional football career when it had barely begun. The people in his hometown have never forgotten what might have been.

Seth has come to terms with the turns his life has taken. But now he’s been presented with an opportunity to return home and show his father—and the people of Thunder Point—he’s become a better, humbler version of his former self.

Winning over his father isn’t the only challenge. Seth must also find a way to convince his childhood neighbor and best friend, Iris McKinley, to forgive him for breaking her heart. With his homecoming, will Seth be able to convince the town, his family and especially Iris that he’s finally ready to be the man who will make them all proud?


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Misty Morning Rosario was a very small, thin, flat-chested fifteen-year old.


3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)
Bei diesem Roman handelt es sich um den 6. Band der "Thunder Point"-Reihe, die bislang leider nur auf Englisch erschienen ist. Nachdem ich die Virgin-River-Reihe der Autorin nun im Grunde fast durch habe (und diese liebte), habe ich vor einiger Zeit eine neue Roman-Reihe der Autorin begonnen.
Ich muss allerdings gestehen, dass dieser Roman meiner Meinung nicht zu den Besten der Reihe zählt. Er ist generell nicht schlecht. Jedoch fehlt mir bislang noch der richtig deftige Herzschmerz fehlt, den ich sonst von Roby Carr - Romanen gewohnt bin.
Die beiden Hauptfiguren Seth und Iris wirken ein wenig farblos und scheinen beide noch ziemlich in der Vergangenheit zu hängen.
Mal schauen, wie sich die Geschichte entwickelt.


4. Hast du schon Weihnachts-Bücher in den Startlöchern stehen? :) Gibt es ein Lieblings-Buch was du jedes Jahr an Weihnachten nochmal liest?
Ich habe bereits einiger Weihnachts-Romane auf meiner "zu lesen" - Liste. Dabei handelt es sich um folgende Romane:

  • Paige Toon - Ohne dich keine Weihnacht
  • Sarah Morgan - Weihnachtszaube​r wider Willen
  • Elin Hilderbrand - Winterglanz
  • Karen Swan - Winterküsse im Schnee
  • Kate Defrise - Winter und Schokolade
  • Julia Williams - Tatsächlich Weihnachten
  • Fiona Harper - Der Weihnachtstausch
  • Olivia Miles - Winter in Briar Creek
Ich liebe Weihnachts-Romane, das sie eine tolle Stimmung verbreiten und einen man so schon in eine tolle (vor-) weihnachtliche Stimmung kommen kann, wenn der Alltag schon so hektisch ist.
Ein bestimmtes Lieblings-Buch habe ich allerdings auch nicht. Klar ist es schon mal vorgekommen, dass ich einen Weihnachtsroman noch ein weiteres Mal gelesen habe. Allerdings hat mich noch keines "so sehr" gereizt, dass ich es jedes Jahr lesen wollte. 

Wie sieht's bei euch aus? Lest ihr auch Weihnachts-Bücher? Falls ja, welche plant ihr zu lesen?

Herbstliche Grüße
Natalie

[Rezension] "Freundinnensommer" von Meg Donohue


Klappentext:

Kate, Vanessa und Dani sind beste Freundinnen. Als die perfektionistische Kate kurz vor ihrer Hochzeit von ihrem Verlobten verlassen wird, beschließen die drei, in das Strandhaus zurückzukehren, in dem sie früher viele Sommer gemeinsam verbracht haben. Unter strahlend blauem Himmel wird schnell deutlich, dass auch Vollzeitmom Vanessa und die rastlose Dani alles andere als glücklich sind. Doch vor allem wird den drei Freundinnen klar, dass sie sich endlich den Ereignissen einer verhängnisvollen Sommernacht vor acht Jahren stellen müssen, die ihr Leben für immer veränderte.


Meine Meinung:

Bei diesem Buch bin zunächst davon ausgegangen, dass es sich um einen leichten Sommerroman mit einer kleinen Priese Drama handelt. Allerdings muss ich sagen, dass ich nicht so leicht in die Geschichte hineingekommen bin, da die drei Hauptfiguren Kate, Vanessa und Dani allesamt ziemlich neidisch und anfangs die ganze Zeit ziemlich unglücklich sind. Von einem leichten Sommer ist erst nach gut der Hälfte etwas zu spüren.

Diese Buch arbeitet die Freundschaft zwischen Kate, Vanessa und Dani auf, die sich nach einem schicksalhaften Ereignis vor sieben Jahren, für das sie sich jeder für sich die Schuld geben. Die drei Freundinnen kennen sich bereits seit Schultagen und haben sich nach dem Ereignis ziemlich voneinander entfremdet.
Die drei Frauen haben seit ihrer Kindheit einen Teil ihrer Sommerferien immer gemeinsam im Haus von Danis Vater bzw. später in einem selbst gemieteten Ferienhaus am Strand verbracht. Anfangs war mir nicht so ganz klar, warum sie nun einen erneuten gemeinsamen Sommer verbringen wollen, da die drei Frauen inzwischen scheinbar so gar nichts mehr zu verbinden scheint. Aber letztendlich ergab dies zum Ende hin durchaus seinen Sinn.

Meiner Meinung nach plätschert die Handlung anfangs ein wenig zu sehr vor sich. Meg Donohue verliert sich hier zunächst ein wenig in den Selbstzweifeln und Neid ihrer Charaktere. Die drei Frauen scheinen anfangs ihr Umfeld und insbesondere sich gegenseitig extrem kritisch zu betrachten und finden zunächst keine besonders positives am Gegenüber. Obwohl sie sich bereits seit langem nicht mehr gesehen haben, haben sie Vorstellungen vom Leben der jeweils anderen, ohne dass sie sich im Klaren darüber sind, ob diese richtig sind oder nicht.
Allerdings kann ich auch sagen, dass etwa ab der Mitte die Handlung stetig interessanter wird, so dass die Geschichte deutlich an Fahrt aufnimmt. Als die drei Frauen wieder aufeinander treffen, können sie mit ihrem Gedanken nicht mehr hinterm Berg halten, wodurch einige Spannungen erzeugt werden. Für die drei Frauen heißt es letztendlich mit ihrer Vergangenheit und den Geschehnissen des schicksalshaften Ereignissen abzuschließen. Jede für sich muss sich entscheiden, ob sie die Vergangenheit hinter sich lassen möchte bzw. kann, oder ob dieses Ereignis auch weiterhin ihr Leben beeinflussen soll.

Meg Donohues Schreibstil ist locker und lässt sich leicht lesen. Sie schafft es sehr gut das Interesse der Leser zu wecken, selbst wenn man mit den Handlungen der Figuren nicht so ganz einverstanden ist, Obwohl ich anfangs so meine Schwierigkeiten mit den drei Frauen hatte, konnte ich dennoch nachvollziehen, warum die Donohue sich zunächst meckern lässt. Denn gerade dieses "Auskotzen" der Figuren sorgt dafür, dass man die Handlungstränge Vergangenheit und Gegenwart besser verstehen kann. Allerdings muss ich auch gestehen, dass ich mich gefreut hätte, wenn sie sich hier etwas kürzer gefasst hätte.

Dies ist in jedem Fall ein Roman, der zwar mit einer leichten und lockeren Sprache daher kommt, gleichzeitig aber auch mit einem schwierigen Inhalt aufwarten kann. Wer hier einen einfachen Sommerroman erwartet, der ist gegebenenfalls anfangs ein wenig enttäuscht. Zwar enthält dieser Roman auch typische Sommerferienmomente. Jedoch werden diese von einer etwas traurigen und melancholischen Grundhaltung untermalt.
Da dieser Roman mich zum Ende hin dann doch noch überzeugen konnte und alles in einem sinnvollen Ganzen endet, bekommt dieser Roman von mir 4 (von 5) Punkten.

Lesenacht im Oktober!


Hallo zusammen,

ich bin eher zufällig heute auf diese Lesenacht bei Bellezza-Ribelle gestoßen.

Die Lesenacht beginnt, wie ihr oben sehen könnt, um 19h und endet um 00h. Da ich heute Abend ohnehin noch nichts geplant habe, werde ich die Zeit "produktiv" mit Lesen nutzen.
Ich freue mich schon auf euren Austausch. :-)

Zu jeder vollen Stunde, gibt es eine Frage und/oder Aufgabe, die man auf seinem Blog oder als Kommentar auf Bellezza-Ribellles Seite beantworten kann.


Updates:


19:00 Uhr: Welches Buch lest ihr heute Abend? Habt ihr euch ein Ziel gesetzt? 

Ich lese "The Homecoming" von Robyn Carr und bin noch ganz am Anfang. Bislang habe ich mir kein besonderes Ziel gesetzt. Mal schauen, was der Abend so bringt. :-)

Klappentext:
In a small town, reputation is everything. In her latest novel, #1 New York Times bestselling author Robyn Carr explores the burden placed on a young man returning home to face his mistakes—the first step in claiming the life he was meant to live

At the age of nineteen, Seth Sileski had everything. A superb athlete and scholar, handsome and popular, he was the pride of Thunder Point. Destined for greatness, he lost it all in a terrible accident that put an end to his professional football career when it had barely begun. The people in his hometown have never forgotten what might have been.

Seth has come to terms with the turns his life has taken. But now he’s been presented with an opportunity to return home and show his father—and the people of Thunder Point—he’s become a better, humbler version of his former self.

Winning over his father isn’t the only challenge. Seth must also find a way to convince his childhood neighbor and best friend, Iris McKinley, to forgive him for breaking her heart. With his homecoming, will Seth be able to convince the town, his family and especially Iris that he’s finally ready to be the man who will make them all proud?


20:00 Uhr: Letzte Woche war ja Buchmesse, wart ihr dort? Wenn ja, was hat euch am meisten gefallen? Wenn nein, habt ihr zuhause "Buchmesse" gefeiert?

Nein, leider konnte ich nicht zur Buchmesse. Leider fehlte mir dieses Jahr zum Einen die Zeit, und zum Anderen auch der Elan, da mein Leben momentan ziemlich stressig ist. Nächstes Jahr möchte ich aber auf jeden Fall mal hin.
Ich habe während der Buchmesse allerdings die Berichte auf anderen Blogs geliebt und immer wieder die Live-Berichterstattung via Twitter und Instagram verfolgt. Da hatte man fast das Gefühl auch live vor Ort zu sein.

21:00 Uhr: Ich habe (ungelogen) 43 unbegonnene Reihen auf meinem SuB liegen (Gott sei Dank ebooks..), seid ihr auch so Reihen-Leser oder kauft ihr lieber Einzelbände?

Ich lese auch gerne Reihen, da man hier lange Spaß dran haben kann, wenn die Reihe interessant ist. Man kennt einzelne Figuren schon und kann sich so noch besser auf die Handlung einlassen. Auf 43 unbegonnene Reihen bringe ich es aber zum Glück noch nicht.
Das Einzige, was ich an Reihen nicht so toll finde, ist die Tatsache, dass man oft warten muss, bis der nächste Band erscheint. Daher bin ich dazu übergegangen, die Fortsetzungen manchmal auch schon auf Englisch zu lesen, damit ich nicht warten muss, bis die Fortsetzung in Deutschland erscheint. Allerdings lese ich ohnehin auch gerne Einzelbände, so dass ich immer was zu lesen habe. ;-)

Lesestatus: 30 vom 343 Seiten

22 Uhr: Welches Buch hätte ein anderes Ende, wenn du es geschrieben hättest?

Mir fällt spontan kein Buch ein, dem ich ein anderes Ende gegeben hätte. Ich meine, der Autor/die Autorin hat sich ja in der Regel etwas beim jeweiligen Ende gedacht. Klar gefällt mir nicht jedes Ende gleich gut, aber in der Regel ergibt dieses letztendlich einen Sinn. Außerdem wäre ich auch nicht erfreut, wenn man das Ende meines Romans umschreiben würde, wenn ich es veröffentlicht hätte.

Lesestatus: 52 vom 343 Seiten


23:00 Uhr: Mal eine kleine Aufgabe: Beschreibe dein Buch in 3 Worten.


  • Kleinstadtleben
  • Vergangenheit
  • Vergebung
Lesestatus: 99 vom 343 Seiten


00:00 Uhr: Und schon ist die Lesenacht wieder vorbei... So schnell!! Als letztes noch eine kurze Frage: Wie gefällt euch euer Buch bisher?

Ich muss gestehen, dass dieser Roman bislang eher mittelmäßig gut ist. Es ist generell nicht schlecht. Allerdings muss ich sagen, dass mir momentan noch der richtig deftige Herzschmerz fehlt, den ich sonst von Roby Carr - Romanen gewohnt bin.
Die beiden Hauptfiguren Seth und Iris wirken ein wenig farblos und scheinen beide noch ziemlich in der Vergangenheit zu hängen.
Aber vielleicht wird's ja noch besser?!

So, werde die Lesenacht nun bei 120 gelesenen Seiten beendet. Mir hat es Spaß gemacht mich einen Abend lang mal wieder mehr aufs Lesen zu konzentrieren. Wobei ich auch gestehen muss, dass ich zwischenzeitlich (insbesondere am Anfang) auch ein wenig abgelenkt war, als ich auf den anderen Seiten rumgestöbert habe.

So werde jetzt mal schlafen gehen, So langsam werde ich nun doch müde. Gute Nacht zusammen!



Herbstliche Grüße
Natalie

[Rezension] "Ewig und eins" von Adriana Popescu


Klappentext:

Sie dachten, ihre Freundschaft wäre für immer. Doch dann kam das Leben. Nach sieben Jahren Funkstille sehen sich Ben, Jasper und Ella auf einem Klassentreffen wieder. Als die Feierlichkeiten zu Ende gehen, beschließen die drei, noch weiter zusammen um die Häuser zu ziehen. Wie damals. Nur für eine Nacht. Doch noch immer sind viele Fragen offen, und je später es wird, desto schneller schlägt Ellas Herz – bis ein paar über die Jahre hinweg gerettete Worte es brechen lassen. Vielleicht für immer.


Meine Meinung:

Dies war mein erstes Buch von Adriana Popescu und wird wahrscheinlich auch nicht mein letztes gewesen sein, da es mich durchaus positiv überrascht hat. Ich habe das Buch als Wanderbuch erhalten und die Meinungen der anderen waren teilweise nicht ganz so gut. Mich konnte das Buch aber größtenteils überzeugen.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die drei "Freunde" Ben, Ella und Jasper, die sich eigentlich aus den Augen verloren haben. Die drei treffen sich auf einem Klassentreffen wieder und beschließen die Nacht durchzumachen und durch die Gegend zu ziehen. Während sie alte Erinnerungen aufleben lassen, wird nicht nur Positives auf den Tisch gebracht. Auch alte Wunden werden in dieser einen Nacht aufgerissen.

Im Grunde läuft die gesamte Handlung dieses Romans innerhalb einer Nacht um, was auf den ersten Blick ein wenig eintönig erscheint. Allerdings muss ich sagen, dass es die Autorin schafft in dieser "kurzen" Zeit eine Menge Spannung, Abwechslung und Humor mit zu vermitteln, so dass man nicht das Gefühl hat, dass die Handlung auf der Stelle tritt.

Ben, Ella und Jasper sind außerdem interessante Charaktere. Lediglich mit Ella hatte ich anfangs leichte Schwierigkeiten, da sie schon etwas speziell rüberkommt. Sie bemitleidet sich meiner Meinung nach zunächst zu sehr, ohne dass man so wirklich weiß warum. Selbst als man es erfährt, kann man ihre Gefühle zwar verstehen, fragt sich aber auch gleichzeitig, warum sie dennoch so tief gesunken ist. Besonders gut gefallen hat mir der innere Kampf den alle drei innerhalb der Nacht mit sich selbst und ihrer Vergangenheit ausfechten. Am Ende ist nichts mehr so, wie es am Anfang erscheint.

Der Schreibstil der Autorin hat mir ziemlich gefallen. Sie schreibt mit einer durchaus interessanten Art und Weise, mit der man die Handlung gerne verfolgt. Sie mischt ernstere Themen mit einer Priese Humor und teilweise auch Selbstironie. Man nimmt ihr die Handlung und die Figuren als glaubhaft ab und kann sich so gut in die Figuren hineinversetzen.
In Adriana Popescu habe ich auf jeden Fall eine weitere deutsche Autorin gefunden, die mich überzeugen konnte. Dies wird mit Sicherheit nicht der letzte Roman der Autorin gewesen sein.
Dieser Roman hat meiner Meinung nach seine 4 (von 5) Punkte durchaus verdient.

[Kurzrezension] "Vorsicht, Herzalarm!" von Carly Phillips


Klappentext:

Eine großartige Geschichte über die Liebe, Freundschaft und das Leben. Julia sucht einen Helden - jemanden, der ein Mentor für einen ihrer sportbegeisterten Schützlinge werden kann. Die hübsche, couragierte Sozialarbeiterin hat auch schon jemanden im Auge: Kyle Hansen, den Baseball-Star und Captain der Miami Suns. Die Angelegenheit hat nur einen Haken: Der unverschämt attraktive Vorzeigeathlet war nämlich ihre erste große Liebe, bevor das Leben sie trennte. Das Wiedersehen mit ihm wäre also ein gewagtes Experiment für ihr Herz - mit ungewissem Ausgang …


Meine Meinung:

Dieses E-Book lag bereits seit längerem auf meinem SuB. Anlässlich meiner SuB-Abbau-Aktion habe ich mir es nun endlich vorgenommen und wunderte mich anschließend, warum ich es nicht schon früher getan hab. Bei diesem E-Book handelt es sich im Grunde um eine "Kurzgeschichte" von knapp  Seiten. Allerdings schafft es Carly Phillips hier auch auf wenigen Seite eine Menge an Gefühlen auszuleben.

Die Hauptfigur in dieser Geschichte ist die junge Julia, die als engagierte Sozialarbeiter in einem Krankenhaus arbeitet. Dabei betreut sie den Bruder eines Krebspatienten, der ein riesiger Baseballfan ist. Um ihn ein wenig aufzumuntern vermittelt sie ihm ein Treffen mit dem Baseballstar Kyle Hansen. Allerdings sorgt dies in Julias Leben für Turbulenzen, da Kyle ihre erste große Liebe war, den sie nie ganz vergessen konnte. Das Wiedersehen mit ihm wirft alte Gefühle wieder auf den Plan und Julia muss sich entscheiden, ob sie ihnen nachgeben kann oder nicht.

Carly Philipps hat einen ziemlich interessanten Schreibstil mit einer Menge Gefühl und einer Prise Humor. Sie hat das Hin und Her zwischen Julia und Kyle perfekt ausgearbeitet. Dieses Wechselbad der Gefühle, dass die beiden bei ihrem erneuten Zusammentreffen ausgesetzt sind, kommt glaubhaft rüber. Nach und nach streut Phillips die Ereignisse der Vergangenheit ein, so dass sich letztendlich alles zu einem schlüssigen Ende zusammenfügt.

Meiner Meinung nach ist diese Geschichte zwar ein bisschen kurz, kann aber dennoch super mit Herzschmerz und Gefühl überzeugen. Es ist auf jeden Fall eine tolle Geschichte für zwischendurch. Daher bekommt dieses Ebook von mir 4 (von 5) Punkte. 


[Kurz-Rezension] "Die Widerspenstigkeit des Glücks" von Gabrielle Zevin


Klappentext:

A.J. Fikry lebt auf einer malerischen Insel, ist umgeben von seinen wertvollsten Besitztümern - Tausenden von Büchern - und ist trotzdem ein unglücklicher Mensch. Bis er eines Morgens einen ungebetenen Gast entdeckt: In seiner Buchhandlung sitzt die zweijährige Waise Maya. Gegen seinen Willen nimmt er sich des kleinen Mädchens an, und es stellt sein Leben völlig auf den Kopf. Und dann ist da noch die Verlagsvertreterin Amelia, die A.J. nicht so schnell vergessen kann ...


Meine Meinung:

Als ich das Buch in der Bücherei entdeckte, habe ich mich noch riesig gefreut. Ich hatte zuvor bereits einiges Gutes über diesen Roman gehört. Allerdings muss ich gestehen, dass die Ernüchterung ein wenig beim Lesen kam. Irgendwie kann ich mit den Figuren und der Handlung nicht besonders viel anfangen. Dies liegt zum Einen daran, dass dieser Roman zwischendurch ziemlich springt, dann aber auch wieder zwischendurch ein wenig auf der Stelle steht. Außerdem reagiert Maya nicht unbedingt altersentsprechend. Sie kommt sehr schnell ziemlich erwachsen rüber, was mich irgendwie störte.

Im Grunde ist dies klein schlechter Roman. Allerdings hapert es ein wenig an der Umsetzung.
A.J. ist als Figur mit seiner schrulligen und häufig auch schlecht gelaunten Art ein durchaus interessanter Charakter, der mit seinen Eigenheiten überzeugen kann. Als er Maya in seiner Buchhandlung findet, weiß er zunächst wenig mit ihr anzufangen. Allerdings beweist er, dass mehr in ihm steckt, als er von sich preisgibt. Er nimmt Maya zu sich und zieht sie als ihre Tochter auf, als Mayas Mutter kurze Zeit später tot am Strand aufgefunden wird. Nach und nach wickelt nicht nur Maya ihn um den Finger, sondern auch die Verlagsvertreterin Amelia.
Während mir A.J. mit seiner, wie ich finde, leicht autistischen Art durchaus gefiel, konnte insbesondere Maya mich nicht so recht überzeugen. Viel zu schnell benimmt sie sich zu erwachsen, selbst als sie noch im Grundschulalter ist, benimmt sie sich häufiger schon, als sie sie bereits in ihren Zwanzigern.

Dieser Roman hätte durchaus ein paar mehr Seiten verdient. Innerhalb von gut 288 Seiten reißt der Roman die Geschehnisse von knapp zwanzig Jahren ab. Hier hätte man insbesondere zu Beginn zwischendurch etwas mehr verweilen können. Vor allem im ersten Drittel überspringt das Buch schnell einige Jahre, wodurch nicht immer ein durchgehender Handlungsstrang gegeben ist.

Insgesamt betrachtet hat das Buch hat Potential, dass es aber leider nicht voll ausschöpft.
Daher bekommt dieser Roman von mir durchschnittliche 3 (von 5) Punkte.

Gemeinsam Lesen #135


Hallo zusammen,

ich bin auf zwei Blogs (Weltenwanderer & schlunzenbücher) auf eine tolle Aktion gestoßen, bei der man immer Dienstags von seinen Buch, welches man derzeitig liest, berichtet, indem man vier Fragen dazu beantwortet.
Die ersten drei Fragen sind immer vorgegeben:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Die vierte Frage wird jedes Mal neu gestellt und inzwischen nur noch bei Schlunzenbücher online gestellt.

Hier nun meine Antworten für diese Woche:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Da ich "Was ich dir noch sagen wollte" nun doch abgebrochen haben, lese ich diese Woche wieder nur einen Roman.
Derzeitig lese ich "Freundinnensommer" von Meg Donohue und bin momentan auf Seite 177 (von 320).




Klappentext:
Kate, Vanessa und Dani sind beste Freundinnen. Als die perfektionistische Kate kurz vor ihrer Hochzeit von ihrem Verlobten verlassen wird, beschließen die drei, in das Strandhaus zurückzukehren, in dem sie früher viele Sommer gemeinsam verbracht haben. Unter strahlend blauem Himmel wird schnell deutlich, dass auch Vollzeitmom Vanessa und die rastlose Dani alles andere als glücklich sind. Doch vor allem wird den drei Freundinnen klar, dass sie sich endlich den Ereignissen einer verhängnisvollen Sommernacht vor acht Jahren stellen müssen, die ihr Leben für immer veränderte.


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Am nächsten Morgen schlurfte Dani in demselben schwarzen T-Shirt, dass sie schon am Tag zuvor getragen hat, in die Küche.

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)
Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar erhalten und bin zunächst davon ausgegangen, dass es sich um einen leichten Sommerroman mit einer kleinen Note Drama handelt. Allerdings muss ich sagen, dass ich nicht so leicht in die Geschichte hineingekommen bin, da die drei Hauptfiguren Kate, Vanessa und Dani allesamt ziemlich neidisch und die ganze Zeit ziemlich unglücklich sind. Von einem leichten Sommer ist erst jetzt nach gut der Hälfte etwas zu spüren. Mir ist zwar noch nicht so ganz klar, warum sie einen erneuten gemeinsamen Sommer verbringen wollen, da die drei Frauen inzwischen scheinbar so gar nichts mehr zu verbinden scheint. Aber es wird langsam zumindest stetig interessanter, so dass die Geschichte bestimmt noch an Fahrt aufnimmt.

4. Wenn man eine Buchreihe liest, wird am Anfang der Bücher ja häufig ausführlich auf die Vorgänger verwiesen. Findest du das eher störend, oder gefällt dir diese Erinnerungsstütze?
Ich finde es eigentlich ganz gut, dass am Anfang eines neuen Buchs aus einer Romanreihe immer noch kurz Bezug auf die vorherigen Romane genommen wird. Leider erscheinen die Fortsetzungen ja häufig nicht direkt hintereinander, sondern es liegen manchmal sogar Monate dazwischen, so dass man den Vorgänger nicht mehr ganz so vor Augen hat. Durch die kurze Zusammenfassung der vorangegangen Bücher fügt sich dann meiner Meinung nach alles zu einem sinnvollen Ganzen zusammen.

Wie steht's bei euch? Findet ihr eine Bezugnahme zu vorherigen Teilen der Reihe sinnvoll oder nicht?

Herbstliche Grüße
Natalie

[Rezension] "30 Tage und ein ganzes Leben" von Ashley Ream


Klappentext:

Clementine beschließt zu sterben. In 30 Tagen will die erfolgreiche Malerin, die für ihre Kunst ebenso bekannt ist wie für ihre Scharfzüngigkeit, ihrem Leben ein Ende setzen. Nachdem die Antidepressiva im WC entsorgt worden sind, bleibt ihr noch genau ein Monat, um das eigene Ableben zu organisieren. Schließlich will Clementine kein Chaos hinterlassen: ein letztes großes Bild malen, sich mit dem Ex aussprechen und ein neues Zuhause für den Kater finden. Ihre letzten Tage will sie genau so verbringen, wie sie es will –- und nicht wie andere es von ihr erwarten. Doch dabei stößt Clementine auf ungeahnte Hindernisse –- und nach 30 Tagen ist nichts mehr so, wie es vorher war...…


Meine Meinung:

Als ich den Klappentext gelesen habe, dachte ich mir, das Buch muss ich lesen. Daher war ich dann auch froh, als ich es als Rezensionsexemplar erhielt.
Allerdings muss ich gestehen, dass ich beim Lesen etwas gebraucht habe, um in die Geschichte hineinzukommen, da Clementine nicht unbedingt die sympathischste Figur ist. Sie ist und war immer schon ziemlich egozentrisch. Sie leidet seit Jahren an Depressionen und beschließt, dass sie sich das Leben nehmen möchte. Allerdings möchte sie zunächst in den nächsten 30 Tagen ihr Leben ordnen und es so leben, wie sie es möchte. Selbstverständlich stößt sie dabei ziemlich schnell auf Widerstände.
Neben ihrem Kater, den sie innig liebt und dennoch immer im Clinch mit ihm liegt, ihrem Exmann und ihrem sonstigen Umfeld muss Clementine auch noch sonstige Dinge ins Reine bringen. Als sie ihre Antidepressiva absetzt, merkt sie, dass sie ihr bisheriges Leben nicht so gelebt hat, wie sie es wollte und möchte daraufhin ihre letzten Tage so leben, wie sie es schon immer wollte. Dabei muss Clementine allerdings auch erkennen, dass es nicht so leicht ist, wie es auf den ersten Blick erscheint.

Ashley Ream kannte ich zuvor nicht, muss allerdings sagen, dass mir ihr humorvoller und manchmal auch ziemlich subtiler Schreibstil ziemlich gefällt. Sie schreibt frei Schnauze, so dass Clementine zwar immer wieder in Fettnäpfchen tritt, dies allerdings nie überzogen und abwegig wirkt. Man hat das Gefühl, dass Ashley Ream sich Gedanken zu ihrer Hauptfigur gemacht hat und sie mit so viel Leben eingehaucht, dass man sich fragt, warum sie ihr Leben ein Ende setzen möchte.
Dies ist auf jeden Fall ein Roman, der einem zwischendurch immer wieder zum Schmunzeln bringt und auch gleichzeitig Fragen aufwirft: Wie konnte Clementine zu der Person werden, die sie wurde? Wie würde man selbst in ihrer Situation reagieren?

Meine anfängliche Enttäuschung (die ich im Nachhinein allerdings auch nicht mehr als wirkliche empfinde), da ich zunächst von einem emotionalen Roman ausgegangen war, legte sich ziemlich schnell, da der Roman erstaunlich amüsant daherkommt. Trotz der aufwühlenden und problematischen Thematik ist dies ein Roman, der das ganze Thema eher von der lustigen Seite anpackt, was meiner Ansicht nach definitiv eine gute Herangehensweise ist. Insbesondere Clementine kann mit ihrer scharfen Zunge letztendlich überzeugen, auch wenn sie zunächst wahrscheinlich nicht jedermanns Figur ist. Ich für meinen Teil habe mich sogar nach einer Weile mit ihrer schrulligen Art angefreundet und konnte letztendlich mit ihren Marotten leben.

Ich möchte nicht zu viel zum Ende verraten, kann jedoch sagen, dass sich am Ende alles zu einem interessanten und wie ich finde stimmigen Schluss zusammenfügt. Die unterschiedlichen Erzählstränge, die nach und nach im Buch verwoben werden, vollenden das Buch zu einem gutem Ganzen.

Insgesamt betrachtet, ist dies ein guter Roman, der aufzeigt, dass jeder Mal "gute" und "schlechte" Tage hat und man das Thema zwar ernst neben sollte, es aber auch humorvoll angehen kann.
Auch wenn die Hauptfigur nicht so ganz meins war, ist dies ein starker Roman ... allerdings mit ein paar Schwächen, insbesondere am Anfang.
Da mich das Buch letztendlich überzeugen konnte, bekommt es von mir 4 (von 5) Punkte.

[Das Leben] 1. Ziel für einen gesünderen Lebenswandel ist erreicht

Hallo zusammen,

ich hätte nicht gedacht, dass ich das erste Ziel so schnell erreiche, aber:
Diese Woche bin ich täglich mindestens 6.000 Schritte gegangen.
















Ich muss allerdings auch gestehen, dass der heutige Tag ein wenig mühsamer war. Zwar bin ich heute Nachmittag gemeinsam mit meiner Mutter ein wenig durch die Stadt gelaufen, da bei uns verkaufsoffener Sonntag war. Da die Innenstadt aber total überfüllt war, ist uns nach einiger Weile die Lust vergangen und wir sind mit dem Rad zurück nach Hause gefahren.

Insgesamt hat es mich selbst überrascht, wie schnell ich das erste Ziel erreicht habe. Irgendwann möchte ich es schaffen täglich mindestens 10.000 Schritte zu laufen, um einen gesünderen Lebensstil zu führen.


Ich habe ein wenig überlegt, was ich mir als nächstes vornehmen möchte. Letztendlich habe ich mich für folgendes entschieden:

1 Woche keinen Zucker in meinem Kaffee!


Das klingt im Grunde nach einem leichten Ziel. Allerdings ist es für mich nicht ganz so einfach, da ich meinen täglichen Kaffee im Büro brauche und dieser beinhaltet für mich neben Milch auch etwa zwei Teelöffel Zucker.
Ich möchte schon seit längerem meinen Zuckerkonsum reduzieren, da ich generell ziemlich zuckersüchtig bin!

Wie steht's bei euch? Seid ihr auch Zuckersüchtig? Was macht ihr dagegen?

Herbstliche Grüße
Natalie

[Rezension] "Alice, wie Daniel sie sah" von Sarah Butler


Klappentext:

Für den obdachlosen Daniel ist jeder Buchstabe mit einer Farbe verbunden. Seit Jahren streift er durch London und sammelt Papierschnitzel und andere achtlos weggeworfene Dinge in den Farben, die den Namen seiner Tochter bilden: Eisblau für A, Gold für L, Rosa für I, Dunkelblau für C, Grau für E - Alice. Daraus formt er kleine Kunstwerke, die er für sie in der Stadt verteilt. Daniel hat seine Tochter noch nie getroffen. Bis ihm der Zufall eines Tages ihre Adresse zuspielt.


Meine Meinung:

Dieses Buch lag bereits seit längerem auf meinem SuB. Anlässlich meiner SuB-Abbau-Aktion habe ich es mir nun endlich vorgenommen.

Ich muss jedoch gestehen, dass ich zunächst ziemliche Probleme hatte, in die Geschichte hineinzufinden, da es kapitelweise abwechselnd aus Sicht von Daniel und Alice erzählt. Insbesondere bei den ersten Kapiteln fiel es mir schwer direkt nachzuvollziehen, aus welcher Sichtweise die Handlung gerade erzählt wird. Auch wenn ich das Buch erst weggelegt und später weitergelesen habe, habe ich einen Moment gebraucht, um wieder hineinzufinden. Man kann leider nicht zum Kapitelanfang zurückblättern und die "Überschrift" lesen, da hier nicht verraten wird, wer gerade die Handlung erzählt. Des Weiteren springt die Handlung auch ein wenig hin und her.
Generell ist dies kein schlechter Roman. Jedoch fehlten mir hier auch richtige Spannungsspitzen. Die ganze Handlung plätschert relativ vor sich hin, ohne dass etwas wirklich dramatisches passiert.
Die Handlung beginnt im Grunde an dem Zeitpunkt, an dem Alice zurück nach Hause kehrt, als ihr Vater (von dem sie nicht weiß, dass es nicht ihr leiblicher Vater ist) im Sterben liegt und sie sich wieder mit ihrer Familie (ihre zwei älteren Schwestern) auseinandersetzen muss. Alice war ihr Leben lang eher auf der Flucht und war noch nie gerne lange an einem Ort. Eher widerwillig setzt sie sich mit ihren Schwestern auseinander, zu denen sie immer schon ein zwiespältiges Verhältnis hatte. Als Leser erfährt man auf subtile Weise sehr schnell, dass ihre Schwestern wissen, dass Alice in Wahrheit nur ihre Stiefschwester ist. Allerdings weiß Alice die ganze Zeit nichts davon.
Daniel ähnelt seiner Tochter in gewisser Weise ziemlich. Auch er ist eher rastlos und lebt inzwischen seit Jahren in London auf der Straße. Er hat Alice bisher noch nie gesehen, bis er zufällig auf die Todesanzeige von Alice "Vater" stößt. Er schleicht sich auf die Trauerfeier und später auch in Alice Nähe allerdings ohne ihr zu verraten, wer er ist. Alice spürt sehr schnell, dass die beiden etwas verbindet, allerdings kann sie nicht sagen was.

Sarah Butlers Schreibstil ist durchaus interessant, auch wenn ich mir hier und da etwas mehr Straffheit gewünscht hätte. Dann und wann verliert sie sich ein wenig in den Worten, wodurch die Handlung etwas in die Länge gezogen wird. Sarah Butler schafft es meiner Meinung nach die Gedanken ihrer Figuren perfekt einzufangen, wodurch sie real erscheinen. Man merkt, dass sie den Gefühlen ihrer Charaktere mehr Wichtigkeit einräumt, als der Geschichte an Dramatik einzuhauchen.
Ich hätte mir ein wenig mehr Dramatik gewünscht, beispielsweise indem die Alice Schwestern auch auf Daniel treffen.

Insgesamt ist dies ein durchaus lesenswerter Roman, auch wenn man als Leser am Ende ein wenig ratlos zurückgelassen wird. Am Anfang war ich noch geneigt den Roman abzubrechen. Allerdings hat sich das Weiterlesen dann doch noch gelohnt, da der Roman nach dem ersten Drittel durchaus besser wird. Dieser Roman zeigt mal wieder, dass man einen Roman nicht zu schnell aufgeben sollte.

Meiner Meinung nach ist dieser Roman guter Durchschnitt (nicht mehr, nicht weniger). Daher bekommt er von mir 3 (von 5) Punkte.


[Kurz-Rezension] "Ach du Liebesglück" von Kristina Steffan


Klappentext:

Ein kleiner Bauernhof am Meer – klingt idyllisch und romantisch? Nicht für Lilly, denn sie wohnt dort mit ihrem siebenjährigen Sohn, dem kauzigen Untermieter und einer bissigen Gans. Aber dann zieht Lilly mit ihrem Traktor das Auto eines gut aussehenden Surfers aus dem Sand, und ein geheimnisvoller Hausgast mit sehr blauen Augen quartiert sich unerwartet in ihrer Ferienwohnung ein. Und auf einmal sieht es fast so aus, als könnte es mit der Liebe doch noch klappen …


Meine Meinung:

Bei diesem Roman handelt es sich um einen deutschen ChickLit-Roman, den ich als Wanderbuch erhalten habe. Nachdem ich vor einigen Monaten schon mal "Land in Sicht" von der Autorin gelesen habe und ich es ziemlich gut fand, war ich auf diesen Roman ziemlich gespannt.

Beim Lesen stellte ich dann auch fest, dass dies einer der wenigen deutschen Frauenromane ist, der mich wirklich überzeugen konnte.
Generell bin ich eigentlich ziemlich kritisch, was deutsche ChickLit bzw. Frauenromane angeht. Oftmals kommen sie einfach übertrieben lustig daher, so dass die ganze Handlung so gar nicht mehr glaubwürdig wirkt. Ich finde es einfach schrecklich, wenn die weibliche Hauptfigur beinahe auf jeder neuen Seite in ein neues Fettnäpfchen tritt. Dann wirkt das Ganze einfach nicht mehr lustig, sondern einfach nur peinlich.
Für mich ist ein Frauenroman perfekt, wenn die weibliche Hauptfigur zwar ziemlich charakterstark und schlagfertig ist, gleichzeitig aber auch einige Hürden überwinden muss. Hier ist im Grunde all dies gegeben: Die weibliche Hauptfigur Lilly ist ziemlich willensstark und hat es im Grunde nicht leicht. Sie hat einigen Widerständen zu trotzen, lässt sich davon allerdings nicht untergehen. Lilly wirkt in ihren Handlungen die ganze Zeit über sehr natürlich und lebensnah, wodurch es einem leicht fällt sich mit ihr zu identifizieren. Selbstverständlich passieren ihr auch einige lustige Sachen. Allerdings wirken diese selten übertrieben, so dass man zwar immer wieder ins Schmunzeln gerät, aber nie die Augen vor Peinlichkeit verdreht.

Meiner Meinung nach ist dies ein durchaus gelungener deutscher Frauenroman, der starke 4 (von 5) Punkte verdient hat.

[Kurz-Rezension] "Geschickt eingefädelt" von Molly O'Keefe


Klappentext:

Frech, witzig, sexy – und zutiefst berührend: Der Auftakt zu Molly O’Keefes aufregender Trilogie. Eishockey-Profi Luc Baker ist fuchsteufelswild: Sein sterbenskranker Vater, zu dem er jeglichen Kontakt abgebrochen hat, will ein blondes Flittchen heiraten! Wütend reist Luc nach Texas, um sich die vermeintliche Erbschleicherin Tara vorzuknöpfen – und erfährt, dass alles nur ein Plan war, um ihn nach Hause zu locken. Modedesignerin Tara ist verzweifelt: Lyle Baker hat sie aus einer Notlage gerettet und ihr den Job als Geschäftsführerin des Familienbetriebs gegeben. Doch jetzt ist er tot – und sie muss sich mit seinem Sohn Luc herumschlagen, der sie am liebsten in die Wüste schicken würde. Und leider ist Luc nicht nur schrecklich dickköpfig, sondern auch schrecklich attraktiv …


Meine Meinung:

Ich bin eher zufällig auf diesen Roman gestoßen, da ich die Autorin noch nicht kannte, jedoch gerne Bücher aus dem Mira-Taschenbuchverlag lese. Der Klappentext versprach dann auch noch einen interessanten Frauenroman. Also sagte ich mir: Nichts wie ran an die Geschichte.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht der Eishockey-Spieler Luc, der zu seinem sterbenskranken Vater ein gespaltenes Verhältnis hat und die junge Tara, die von Lucs Vater Lyle dazu auserkoren wurde ihn zurück nach Hause zu holen, indem sie als blondes Flittchen vorgibt ihn zu heiraten. Kurz nachdem Luc mit seiner Schwester und deren Sohn auf der Farm in Texas ankommt, stirbt Lyle und vermacht ihm nicht nur die Farm sondern auch den Familienbetrieb, die er nur widerwillig annimmt. Gerne würde er ablehnen. Aber wenn er nicht mindestens ein Jahr in Texas bleibt, bekommt auch seine Schwester, die inzwischen total verarmt ist, nicht ihr Erbe. Also muss er sich mit der jungen Tara, die auch von Lyle zur Geschäftsführerin des Familienbetriebs gemacht wurde, auseinandersetzen. Beide sind dabei so stoisch, dass es ihnen schwer fällt sich einzugestehen, dass sie einander attraktiv finden.

Auch wenn dies vielleicht nicht gerade hochtrabende Literatur ist, liebe ich solche trivialen Frauenromane und stehe auch dazu. Der Roman und dessen Charaktere mögen zwar ziemlich stereotyp sein, aber welche Frau träumt nicht zwischendurch von einem gutaussehenden und gutgebauten Adonis, der sie umschmeichelt. ;-)
Dies ist auf jeden Fall ein ziemlich interessantes Buch mit eigensinnigen Charakteren, in die man sich gut hineinversetzen kann, auch wenn man mit ihren Handlungen nicht immer ganz so einverstanden ist. Für Fans von Robyn Carr, Susan Mallery und Raenne Thayne auf jeden Fall ein Lesemuss.

Ich für meinen Teil musste beim Lesen immer wieder ein wenig schmunzeln, wie sehr Luke und Tara sich immer wieder umkreisen und sich dabei angiften, obwohl sie im Grunde beider tiefergehende Gefühle hegen. Außerdem merkt man, dass der Autorin ihre Figuren am Herzen liegen, da sie sich auch eingehend mit den Nebenfiguren widmet und ihnen angemessenen Raum bietet.

Da mir dieser Roman im Großen und ganzen sehr gut gefiel, bekommt er von mir 4 (von 5) Punkte!

Gemeinsam Lesen #134

Hallo zusammen,

ich bin auf zwei Blogs (Weltenwanderer & schlunzenbücher) auf eine tolle Aktion gestoßen, bei der man immer Dienstags von seinen Buch, welches man derzeitig liest, berichtet, indem man vier Fragen dazu beantwortet.
Die ersten drei Fragen sind immer vorgegeben:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Die vierte Frage wird jedes Mal neu gestellt und inzwischen nur noch bei Schlunzenbücher online gestellt.

Hier nun meine Antworten für diese Woche:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Da ich mit "Was ich dir noch sagen wollte" noch nicht weitergekommen bin (bzw, mich nicht dazu aufraffen konnte, weiterzulesen), lese ich aktuell erneut zwei Bücher.
Bei "Was ich dir noch sagen wollte" bin ich immer noch auf Seite 54 (von 288).











Ansonsten lese ich aktuell "Das Wunder eines Augenblicks" von Nicholas Sparks und bin aktuell auf Seite 184 (von 400).










2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Was ich dir noch sagen wollte":
Du weinst nicht oft, wenn du an sie denkst.

"Das Wunder eines Augenblicks":
Jeremy versuchte, die Puzzlestücke zusammenzusetzen,

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Zu "Was ich dir noch sagen wollte" kann ich aktuell noch nichts neues sagen, da ich das Buch noch nicht weitergelesen habe, Ich konnte mich noch nicht dazu aufraffen, da mich der Schreibstil schon ein wenig genervt hat, Ich werde mir nun noch eine Woche Bedenkzeit geben, ob ich es weiterlese oder nicht,
"Das Wunder eines Augenblicks" ist ein typischer Sparks, allerdings mit einem leicht mystischen bzw. "übersinnlichen" Touch. Das Buch ist die Fortsetzung zu "Die Nähe des Himmels" und eigentlich habe ich es bereits vor gut zehn Jahren schon mal gelesen. Dies ist meiner Meinung nach eines der besseren Romane von Nicholas Sparks, da er mit interessanten und vielschichtigen Charakteren aufweisen kann. Zwar ist Sparks nicht für jeden etwas, aber ich mag seine Bücher, da sie meistens nach einem ähnlichen Schema ablaufen und man mehr oder minder ahnt, was einem erwartet. Manchmal muss es für mich einfach ein Sparks-Roman sein!

4. Die Buchmesse steht in den Startlöchern - morgen gehts los! Kommt ihr auch nach Frankfurt? Wenn ja, was ist euer Highlight auf der Messe? 

Wenn nein, was würdet ihr gerne erleben, wenn ihr hinfahren würdet?
Ich werde nicht zur Buchmesse fahren. Zum Einen, weil ich beruflich ziemlich eingespannt bin und ohnehin nicht freibekomme. Zum Anderen ist mein Leben ist momentan ziemlich stressig und anstrengend, so dass ich meine freie Zeit momentan eher brauche, um ein wenig runterzukommen. Klar würde ich gerne hinfahren. Allerdings ist mir die Entfernung in diesem Jahr einfach zu weit (5 1/2 Std. Zugfahrt hin und nochmals das gleiche zurück), so dass ich die Zeit lieber zu Hause nutze.
Wenn ich hinfahren würde, würde ich einfach ganz viel rumstöbern und versuchen so viele Kontakte zu knüpfen, wie nur irgendwie möglich. Momentan stehe ich noch ziemlich am Anfang mit meinem Blog und bin auch noch etwas unschlüssig in welche Richtung sich mein Blog entwickelt.
Da ich bislang noch die auf der Buchmesse war, weiß ich ohnehin noch nicht genau, was man dort alles so erleben kann. Vielleicht wollt ihr mir ja mal von euren Erfahrungen berichten?!

Ich wünsche allen, die zur Frankfurter Buchmesse fahren auf jeden Fall ganz viel Spaß und bin schon total auf eure Eindrücke gespannt.

Fahrt ihr zur Buchmesse? Falls ja, was wollt ihr dort alles erleben?

Herbstliche Grüße
Natalie

[Das Leben] Neue Ziele für einen gesünderen Lebenswandel

Hallo zusammen,

ich weiß, ich habe schon lange nichts mehr zu meinem Gewichtsverlauf gepostet.
Da eins meiner neuen Ziele lautet bis zu meinem 40. Geburtstag 40kg abzunehmen, wollte ich auf hier auf meinem Blog ursprünglich in regelmäßigen (wöchentlichen) Abständen meinen Gewichtsverlauf dokumentieren.
Start war eigentlich der 01.01.2015!

Leider habe ich meine Ziele ein wenig aus den Augen verloren, obwohl ich es eigentlich nicht sollte und auch nicht wollte. Seit Monaten stagniert mein Gewicht im Grunde (pendelt lediglich immer mal wieder um +/- 2kg). Deshalb beginne ich nun (Mitte Oktober) einen weiteren neuen Versuch.

Anfangs habe ich immer wöchentlich mein Gewicht gepostet. Allerdings habe ich beschlossen, dass ich zunächst mein Gewicht nicht mehr posten werde, da ich festgestellt habe, dass bei Rückschlägen die Frustration einfach zu groß war. Ich werde hier auf meinem Blog stattdessen nach und nach Ziele posten, die ich erreichen möchte. Diese Ziele haben kein genaues Datum, da ich mich nicht zu sehr unter Druck setzen möchte.
Viel mehr geht es mir mittlerweile um einen gesundheitlichen Wandel. Ich habe mich bereits seit längerem über eine gesunde natürliche Ernährung und einem generell gesunden Lebenswandel auseinander gesetzt. Ich werde kein bestimmtes Ernährungsprogramm oder Diätprogramm durchführen. Vielmehr werde ich versuchen mich zunächst wieder bewusster zu ernähren, um so nach und nach schlechte Lebensgewohnheiten loszuwerden.

Meine ursprüngliche Seite habe ich nun neu benannt: Gesundheitsecke - 40 bis 40!
Ich werde euch nach und nach über meine Erfolge (oder aber auch Misserfolge) auf dem Laufenden halten.

Mein erstes Ziel habe ich auch bereits definiert:

1 Woche täglich mindestens 6000 Schritte absolvieren


Dieses Ziel macht für mich momentan am meisten Sinn, weil ich schon seit längerem versuche mich mehr zu bewegen. Vor einiger Weile habe ich mir bereits einen Schrittzähler zugelegt. Dieses Armband trage ich nun bereits seit längerem herum. An einzelnen Tagen komme ich auch mal auf 5.000 - 6.000 Schritte. Allerdings schaffe ich es immer noch nicht durchgehend an mindestens 7 Tagen am Stück. Daher habe ich mich für dieses Ziel als mein erstes Ziel entschieden.

Falls ihr euch schon mal ähnliches vorgenommen habt: Wie ist es euch ergangen?


Herbstliche Grüße
Natalie




[Rezension] "Die vergessene Tochter" von Tiffany Baker


Klappentext:

Ein marodes Anwesen in den Wäldern von New Hampshire. Das ist alles, was Mercy und ihren Geschwistern nach dem Tod ihrer Mutter bleibt. Doch auch wenn das Geld knapp und der Winter hart ist, sie halten zusammen. Im Städtchen Titan Falls beobachtet man die Geschwister hingegen mit Argwohn. Allen voran June McAllister, denn seit Generationen sind ihre Familien verfeindet. Einzig die alte Hazel, die ein schweres Schicksal selbst zur Außenseiterin gemacht hat, gibt Mercy eine Chance. Dann erschüttert ein Unfall, bei dem ein junges Mädchen stirbt, die Stadt, und inmitten von Trauer und Anschuldigungen kommen alte Geheimnisse ans Licht.


Meine Meinung:

Dieses Buch befand sich bereits seit längerem auf meiner Wunschliste, da mich der Klappentext auf den Inhalt neugierig gemacht hat. Daher war ich ganz froh, als ich den Roman vor kurzem als Rezensionexemplar erhalten habe.

Die Handlung dieses Romans dreht sich um die kleine Stadt Titans Fall, die seit ewigen Zeiten von den Besitzern des Papierwerks beherrscht wird. Am Rand dieser kleinen Gemeinde lebt auch die junge Mercy mit ihrem Bruder und ihrer kleinen Schwester. Allerdings werden sie von den übrigen Bewohnern nicht nur mit Argwohn, sondern auch teilweise auch mit Hass betrachtet. Alles verschlimmert sich als bei einem schweren Unfall ein junges Mädchen sein Leben verliert und Mercys Bruder Zeke dafür verantwortlich gemacht wird. Fortan wird Mercy noch mehr angefeindet, insbesondere von June McAllister, der Frau des Besitzers des Papierwerks. Lediglich die alte Schaffarmerin Hazel gibt Mercy eine Chance.

Ich muss gestehen, dass ich anfangs ein paar Probleme hatte in die Handlung hineinzufinden, da ich mich zunächst nicht so recht in die Figuren hineinversetzen konnte. Direkt zu Beginn kommt die Fehde, die zwischen Mercys Familie und dem Ort besteht zur Sprache. Allerdings dauert es eine ganze Weile, bis nähere Details bekannt gegeben werden. Die ganze Zeit habe ich mich zunächst gewundert, warum die Ablehnung gegenüber Mercy so groß ist.
Allerdings legt sich diese Unwissenheit nach einer Weile und nach und nach kommen einzelne Geheimnisse ans Licht. Die Figuren durchleben während des Romans eine Handlung, wie ich sie mir zunächst nicht hätte vorstellen können. Insbesondere Mercy, ihre Schwester Hannah und Junes Sohn Nate sind mir beim Lesen ans Herz gewachsen. Die drei sind äußerst interessante und starke Charaktere, die zeigen, dass niemand so ist, wie er oder sie beim ersten Eindruck erscheinen. Bei June ahnt man sehr schnell, warum sie sich so verhält. Allerdings ist man mit ihren Aktionen nicht immer ganz einverstanden, wodurch man sich mit ihr nicht unbedingt identifizieren kann.

Dieser Roman kommt insgesamt eher düster daher und passt sich der Umgebung seiner Handlung an. Man merkt, dass es die Bewohner des kleinen Örtchens nicht einfach hat. Und gerade dieser Kampf den die Bewohner immer wieder auszufechten haben, schlägt sich in der Wortwahl der Autorin und der Handlung nieder. Die ganze Zeit wird man beim Lesen von einer bedrückenden Schwere begleitet, die das Lesevergnügen allerdings nicht mindert.

Obwohl ich anfangs wie bereits gesagt Probleme hatte in die Geschichte hineinzufinden, fand ich den Roman letztendlich ziemlich gelungen. Insbesondere zum Ende hin kann der Roman vollends überzeugen, da er die Handlung glaubhaft abschließt.
Dies ist mein erster Roman der Autorin und wird wahrscheinlich nicht der letzte sein!
Da der Roman seine eigene düstere Stimmung gut tragen kann und die Figuren interessant gestaltet sind, bekommt er von mir 4 (von 5) Punkte.


[Rezension] "Bis ans Ende der Geschichte" von Jodi Picoult


Klappentext:

Sage Singer ist eine junge Bäckerin. Sie hat ihre Mutter bei einem Autounfall verloren und fühlt sich schuldig, weil sie den Wagen gelenkt hat. Um den Verlust zu verarbeiten, nimmt sie an einer Trauergruppe teil. Dort lernt sie den 90jährigen Josef Weber kennen. Trotz des großen Altersunterschieds haben Sage und Josef ein Gespür für die verdeckten Wunden des anderen, und es entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft. Als Josef ihr eines Tages ein lang verschwiegenes, entsetzliches Geheimnis verrät, bittet er Sage um einen schwerwiegenden Gefallen. Wenn sie einwilligt, hat das allerdings nicht nur moralische, sondern auch gesetzliche Konsequenzen. Sage steht vor einem moralischen Dilemma: Denn wo befindet sich die Grenze zwischen Hilfe und einem Vergehen, Strafe und Gerechtigkeit, Vergebung und Gnade?


Meine Meinung:

Jodi Picoult gehört schon seit längerem zu meinen Lieblingsautorinnen. Daher war ich auf das Erscheinen dieses Roman sehr gespannt. Beim Lesen dachte ich dann irgendwann nur noch WOW. Jodi Picoult schreibt hier mit so viel Herz und Tiefgang zugleich, wie schon lange nicht mehr.

Im Mittelpunkt des Geschehens steht die junge Sage, die sich die Schuld am Tod ihrer Mutter gibt und daher eine Trauergruppe besucht. Dort lernt sie den 90jährigen Josef kennen, der sie bittet ihm beim Sterben zu helfen, ihr aber vorher sein dunkles und entsetzliches Geheimnis erzählt: Er war Mittäter im NS-Regime und ist für die Ermordung von unendlich vielen Menschen verantwortlich. Sage ist nun moralisch hin und her gerissen zwischen Gnade für den alten Mann und den Wunsch nach der gerechten Strafe für einen Massenmörder.
Obwohl Sage aus einer jüdischen Familie stammt, sieht sie sich selbst nicht als Jüdin. Daher hat sie sich bislang nie viele Gedanken über die Vergangenheit ihrer eigenen Familie gemacht. Während Josef nach und nach von seiner düsteren Vergangenheit berichtet, ist Sage immer mehr einem inneren Kampf ausgesetzt und beginnt daher sich mit der Vergangenheit ihrer eigenen Familie auseinanderzusetzen. Ihre Großmutter, eine Überlebende eines Konzentrationslagers, ist ihr dabei zunächst keine große Hilfe, die sie eigentlich nie wieder über ihre Vergangenheit erzählen wollte.
Letztendlich heißt es für Sage: Kann sie dem Menschen, der ihrer Familie, ihrem Volk so viel Leid zugefügt hat, verzeihen und ihm beim Sterben helfen? Oder ist der Hass auf ihn und seine Taten immer noch so groß, dass sie ihn leiden lassen möchte?

Jodi Picoult erzählt die gesamte Handlung aus mehreren Perspektiven. Dadurch gewinnt die gesamte Geschichte nach und nach immer mehr an Spannung und alles fügt sich zu einem wunderbaren Ganzen zusammen. Jodi Picoult knallt Josefs Taten allerdings nicht einfach so aufs Tablett, sondern lässt ihn seine Geschichte nach und nach erzählen. Dadurch kommt er auch als Mensch und nicht nur als Monster daher. Man begreift, wie er zu dem werden konnte, der er war.
Allerdings lässt Picoult nicht nur Josef, sondern letztendlich auch Sage Großmutter Minka zu Wort kommen, wenn es um die Aufarbeitung der Nazizeit geht.

Dieser Roman ist mit so viel Gefühl geschrieben, dass ich nicht anders konnte, als mich darin zu verlieren. Beim Lesen blieb ich oftmals sprachlos berührt zurück, da einem insbesondere die Erzählungen Josefs nicht kalt lassen. Wird er zunächst als alter gutherziger Mann dargestellt, der jahrelang Deutschunterricht an der örtlichen Schule abgehalten hat und Schiedsrichter beim Kinder-Baseball war, stellt Josef sich in den Erzählungen über seine Vergangenheit in der Nazizeit als komplett anderer Mensch dar.
Mit Sage und Josef hat Picoult zwei überaus interessante Charaktere gewählt: Sage ist eine eher introvertierte Persönlichkeit, die von sich selbst nicht gerade das beste Bild hat. Sie lebt ein zurückgezogenes Leben und hat eine Affäre zu einem verheirateten Mann. Josef ist zunächst der gute Großvater, wie er im Buche steht und zeigt auf, dass jeder eine dunkle Vergangenheit haben kann.

Der Roman verfügt über so viel Authentizität, dass man das Gefühl hat alles real mitzuerleben. "Bis ans Ende der Geschichte" ist definitiv kein fröhliches Buch, sondern wird überschattet von einer Menge Grausamkeit, Angst und Hilflosigkeit. Mir gefällt es, dass die Geschehnisse der Vergangenheit vom "Täter" und "Opfer" geschildert werden. Insbesondere Minkas Berichte als Holocaust-Überlebende machen klar, dass auch 70 Jahre später nichts vom Entsetzen verloren gegangen ist.
Man sollte meinen, dass es einer Amerikanerin schwer fällt, die Geschehnisse des Holocausts so glaubhaft nieder zu schreiben wie hier. Aber ich muss sagen, dass man merkt, dass Picoult sich intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt hat. Sie geht zugleich mit relativer Nüchternheit und aber auch mit außergewöhnlichem Tiefgang an die Erzählungen der Vergangenheit heran. Dabei urteilt sie nicht offen, sondern lässt den Leser selbst entscheiden, wie er Josef wahrnimmt.

Meiner Meinung nach ist dies eine sehr eindrucksvolles Buch, dass einem auch nach dem Lesen noch eine ganze Weile beschäftigt. Jodi Picoult schafft es perfekt ein so schwieriges Thema sensibel anzugehen und das Ganze packend und mit den passenden Emotionen in eine Romanhandlung zu verknüpfen. Hier ist einfach alles stimmig. Dies ist zum Einen eins der besten Romane von Jodi Picoult und für mich auch ein der besten Romane diesen Jahres!
Daher bekommt dieser Roman von mir wohlverdiente 5 (von 5) Punkten!

Gemeinsam Lesen #133


Hallo zusammen,

ich bin auf zwei Blogs (Weltenwanderer & schlunzenbücher) auf eine tolle Aktion gestoßen, bei der man immer Dienstags von seinen Buch, welches man derzeitig liest, berichtet, indem man vier Fragen dazu beantwortet.
Die ersten drei Fragen sind immer vorgegeben:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Die vierte Frage wird jedes Mal neu gestellt und inzwischen nur noch bei Schlunzenbücher online gestellt.

Hier nun meine Antworten für diese Woche:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese aktuell zwei Romane.
Zum Einen lese ich gerade "Was ich dir noch sagen wollte" von Tom McAllister und derzeitig bin ich auf Seite 54 von 288 Seiten.










Zum Anderen lese ich gerade "Am Horizont ein Morgen" von Anouska Knight und bin hier auf Seite 110 von 400 Seiten.










2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Was ich dir noch sagen wollte":
Du weinst nicht oft, wenn du an sie denkst.

"Am Horizont ein Morgen":
Rob erschien in der Tür zur Bäckerei.

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)
Ich habe "Am Horizont ein Morgen" im Grunde nur angefangen, weil ich in "Was ich dir noch sagen wollte" nicht so richtig reinkommen. Irgendwie reißt mich das Buch nicht gerade vom Hocker und auch der Erzählstil von Tom McAllister ist irgendwie nicht so ganz meins. Mir fehlt einfach die Lebendigkeit, sowohl in der Wortwahl, als auch in der Handlung. Ich hatte mir einfach mehr davon versprochen, zumal ich bereits einiges Gute davon gehört habe.
"Am Horizont ein Morgen" konnte mich im Gegenzug von Anfang an in seinen Bann ziehen, auch wenn ich im ersten Moment erstaunt war, dass die Handlung in England spielt. Ich bin es zuletzt bei den Mira-Romanen gewöhnt, dass die Handlung in Amerika spielt. Die Autorin kannte ich zuvor nicht, jedoch hat sie mich nach gut 100 Seiten bereits so sehr überzeugt, dass ich gerne mehr von ihr lesen möchte.

4. Gibt es einen Buchcharakter, der dir so auf die Nerven gegangen ist, dass du ihn am liebsten aus dem Buch gezerrt hättest, um ihm eine runter zu hauen?
Auch wenn wahrscheinlich jetzt nur wenige meine Meinung teilen werden, aber:
Ich würde "Mr. Grey" und Anastasia auch "Shades of Grey" am liebsten aus dem Roman zerren. Die beiden haben mich beim Lesen des ersten Bandes (OK, Band 2 und 3 habe ich mir geschenkt) so sehr genervt, dass ich zwischendurch immer wieder geneigt war, dass Buch nicht zu Ende zu lesen. Die beiden sind mir einfach so unstet, dass sie mich zwischendurch einfach nur gelangweilt haben. Er z.B. macht ständig einen auf "dominant" und entjungfert sie dann quasi ganz sanft. Und sie macht ständig ein auf schüchtern und gibt sich dann gleichzeitig auch immer wieder zickig. Außerdem nervte mich das Anastasia sich ständig auf die Lippe biss. Dieser Roman und seine Figuren waren halt definitiv nicht meins.

Und welcher Charakter hat euch so sehr genervt, dass ihr ihn am liebsten eine runterhauen würdet?

Herbstliche Grüße
Natalie

Amazing Summer Reads - Monatsrückblick September 2015


Hallo ihr Lieben,

wie ihr sicherlich schon bemerkt habt, habe ich an dieser tollen Sommer-Challenge namens "Amazing Summer Reads"  teilgenommen und hier ist nun mein Rückblick über meinen Challengemonat September 2015.
Ich muss allerdings gestehen, dass ich im September keinen Sommerroman mehr gelesen haben. Zum Einen hatte ich keinen Sommerroman mehr zu Hause. Zum Anderen verfolge ich ja immer noch meinen SuB-Abbau (wenn der auch momentan nur mäßig läuft).

Folgende Bücher habe ich im September gelesen:
Ich lass dich nicht los - Madeleine Reiss
Ach du Liebesglück - Kristina Steffan
Ein Buchladen zum Verlieben - Katarina Bivald
Bis ans Ende der Geschichte - Jodi Picoult
Die Widerspenstigkeit des Glücks - Gabrielle Zevin

Am Besten gefallen davon hat mir "Bis ans Ende der Geschichte" von Jodi Picoult. Ein Roman der sich mit der Aufarbeitung des Holocaust und dem Thema "Vergebung" beschäftigt und der mich einfach nur beeindruckt hat. Die Rezension hierzu folgt noch in den nächsten Tagen.
Leider hatte ich September nicht so viel Zeit für meinen Blog wie ich gerne gehabt hätte, da ich beruflich sehr eingespannt war und dementsprechend nach Feierabend leider total KO war. Allerdings verspricht der Oktober besser zu werden ... zumindest hoffe ich es ;-)


Da ich keine Sommerbücher mehr gelesen habe, ist mein Punktestand nur minimal durch die "Summer Sunday Questions" gestiegen:

Punktestand August 2015 = 30 Punkte
Beantwortete Summer Sunday Question: 4 = 4 Punkte
Monatsrückblick = 2 Punkte

End-Punktestand: 36

Insgesamt war es ein guter Sommer, auch wenn ich aufgrund einer beruflichen Veränderung nicht mehr so viel zum Lesen komme. Aber ich denke, wenn sich das alles wieder eingependelt hat, läuft es auch wieder besser.

Wie war euer Sommer?

Herbstliche Grüße
Natalie