[Rezension] "Freundinnensommer" von Meg Donohue


Klappentext:

Kate, Vanessa und Dani sind beste Freundinnen. Als die perfektionistische Kate kurz vor ihrer Hochzeit von ihrem Verlobten verlassen wird, beschließen die drei, in das Strandhaus zurückzukehren, in dem sie früher viele Sommer gemeinsam verbracht haben. Unter strahlend blauem Himmel wird schnell deutlich, dass auch Vollzeitmom Vanessa und die rastlose Dani alles andere als glücklich sind. Doch vor allem wird den drei Freundinnen klar, dass sie sich endlich den Ereignissen einer verhängnisvollen Sommernacht vor acht Jahren stellen müssen, die ihr Leben für immer veränderte.


Meine Meinung:

Bei diesem Buch bin zunächst davon ausgegangen, dass es sich um einen leichten Sommerroman mit einer kleinen Priese Drama handelt. Allerdings muss ich sagen, dass ich nicht so leicht in die Geschichte hineingekommen bin, da die drei Hauptfiguren Kate, Vanessa und Dani allesamt ziemlich neidisch und anfangs die ganze Zeit ziemlich unglücklich sind. Von einem leichten Sommer ist erst nach gut der Hälfte etwas zu spüren.

Diese Buch arbeitet die Freundschaft zwischen Kate, Vanessa und Dani auf, die sich nach einem schicksalhaften Ereignis vor sieben Jahren, für das sie sich jeder für sich die Schuld geben. Die drei Freundinnen kennen sich bereits seit Schultagen und haben sich nach dem Ereignis ziemlich voneinander entfremdet.
Die drei Frauen haben seit ihrer Kindheit einen Teil ihrer Sommerferien immer gemeinsam im Haus von Danis Vater bzw. später in einem selbst gemieteten Ferienhaus am Strand verbracht. Anfangs war mir nicht so ganz klar, warum sie nun einen erneuten gemeinsamen Sommer verbringen wollen, da die drei Frauen inzwischen scheinbar so gar nichts mehr zu verbinden scheint. Aber letztendlich ergab dies zum Ende hin durchaus seinen Sinn.

Meiner Meinung nach plätschert die Handlung anfangs ein wenig zu sehr vor sich. Meg Donohue verliert sich hier zunächst ein wenig in den Selbstzweifeln und Neid ihrer Charaktere. Die drei Frauen scheinen anfangs ihr Umfeld und insbesondere sich gegenseitig extrem kritisch zu betrachten und finden zunächst keine besonders positives am Gegenüber. Obwohl sie sich bereits seit langem nicht mehr gesehen haben, haben sie Vorstellungen vom Leben der jeweils anderen, ohne dass sie sich im Klaren darüber sind, ob diese richtig sind oder nicht.
Allerdings kann ich auch sagen, dass etwa ab der Mitte die Handlung stetig interessanter wird, so dass die Geschichte deutlich an Fahrt aufnimmt. Als die drei Frauen wieder aufeinander treffen, können sie mit ihrem Gedanken nicht mehr hinterm Berg halten, wodurch einige Spannungen erzeugt werden. Für die drei Frauen heißt es letztendlich mit ihrer Vergangenheit und den Geschehnissen des schicksalshaften Ereignissen abzuschließen. Jede für sich muss sich entscheiden, ob sie die Vergangenheit hinter sich lassen möchte bzw. kann, oder ob dieses Ereignis auch weiterhin ihr Leben beeinflussen soll.

Meg Donohues Schreibstil ist locker und lässt sich leicht lesen. Sie schafft es sehr gut das Interesse der Leser zu wecken, selbst wenn man mit den Handlungen der Figuren nicht so ganz einverstanden ist, Obwohl ich anfangs so meine Schwierigkeiten mit den drei Frauen hatte, konnte ich dennoch nachvollziehen, warum die Donohue sich zunächst meckern lässt. Denn gerade dieses "Auskotzen" der Figuren sorgt dafür, dass man die Handlungstränge Vergangenheit und Gegenwart besser verstehen kann. Allerdings muss ich auch gestehen, dass ich mich gefreut hätte, wenn sie sich hier etwas kürzer gefasst hätte.

Dies ist in jedem Fall ein Roman, der zwar mit einer leichten und lockeren Sprache daher kommt, gleichzeitig aber auch mit einem schwierigen Inhalt aufwarten kann. Wer hier einen einfachen Sommerroman erwartet, der ist gegebenenfalls anfangs ein wenig enttäuscht. Zwar enthält dieser Roman auch typische Sommerferienmomente. Jedoch werden diese von einer etwas traurigen und melancholischen Grundhaltung untermalt.
Da dieser Roman mich zum Ende hin dann doch noch überzeugen konnte und alles in einem sinnvollen Ganzen endet, bekommt dieser Roman von mir 4 (von 5) Punkten.

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