Gemeinsam Lesen #141


Hallo zusammen,

ich bin auf zwei Blogs (Weltenwanderer & schlunzenbücher) auf eine tolle Aktion gestoßen, bei der man immer Dienstags von seinen Buch, welches man derzeitig liest, berichtet, indem man vier Fragen dazu beantwortet.
Die ersten drei Fragen sind immer vorgegeben:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Die vierte Frage wird jedes Mal neu gestellt und inzwischen nur noch bei Schlunzenbücher online gestellt.

Hier nun meine Antworten für diese Woche:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese momentan "Winter und Schokolade" von Kate Defrise und bin derzeitig auf Seite 115 (von 448).



Klappentext:
Die Schwestern Magali, Jacqueline und Colette haben schon lange nichts mehr von ihrem Vater gehört. Seit dem Tod ihrer geliebten Mutter vor vielen Jahren herrscht Eiszeit in der Familie. Als er ihr Vater sie einlädt, Weihnachten mit ihm zu feiern, sind sie alles andere als begeistert. Dennoch fahren die Schwestern nach Hause, im Gepäck nichts als ihren Groll und das alte Familienrezept für Mousse au Chocolat. Sie ahnen nicht, dass ein lang gehütetes Geheimnis darauf wartet, gelüftet zu werden ...




2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Maman hatte mich gelehrt, was es heißt, eine Frau zu sein, Mamy brachte mir bei, eine starke Frau zu sein.

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Und schon wieder ein Weihnachtsroman. :-)
Ich habe nun knapp 1/4 des Buches gelesen und muss sagen, dass die Handlung noch nicht so recht angefangen hat. Bislang wurde nur die drei Schwestern vorgestellt und man lernt sie und ihr Leben ein wenig kennen. Ich wünschte hier würde etwas mehr Dramatik erzeugt. Die Handlung ist zwar nicht langweilig. Allerdings fehlt momentan noch der richtige Spannungsfaden,
Defrises Schreibstil gefällt mir wiederum gut. Sie lässt die einzelnen Figuren in den einzelnen Kapiteln die Handlung selbst erzählen, wodurch man einen tieferen Einblick in ihre Leben und Einstellungen erhält.
Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es weitergeht.

4. Liest du Buchbewertungen auf anderen Blogs komplett durch, schaust du nur auf das Fazit am Ende oder gar nur auf die Anzahl der Sterne? 

Dies hängt bei mir von verschiedenen Faktoren ab.
Habe ich ein Buch noch nicht gelesen, will es aber unbedingt bald lesen, dann schaue ich eher nur auf das Fazit (manchmal auch nur auf "die Anzahl der Sterne"), damit ich nicht zu viel vom Inhalt erfahre. Meistens lese ich dann die komplette Rezi nochmals, wenn ich das Buch dann auch gelesen habe.
Wenn ich ein Buch bereits gelesen habe, lese ich mir die Buchbewertung komplett durch, um zu schauen, ob sie sich mit meinem Eindruck vom Buch deckt. Allerdings unterscheide ich hier auch noch bzgl. Bücher, die ich toll fand und welche, die nicht so toll fand. Bei Büchern, die mir nicht so zugesagt haben, schaue ich manchmal auch nur auf das Gesamtfazit.

Wie steht's bei euch? Lest ihr eine Buchbewertung immer komplett durch?

Vorweihnachtliche Grüße
Natalie


#Konsumauszeit - die Pause hat ein Ende ... oder auch nicht?!

Hallo zusammen,

leider habe ich diesen Monat bis auf einen kurzen Zwischenbeitrag am Anfang vergessen zwischendurch Beiträge zur #Konsumauszeit zu posten. Daher erfolgt nun ein Gesamtrückblick.

Hier kurz nochmals worum es ging:
Der Minimalismus-Blog Apfelmädchen hatte den November zum Monat des Konsumverzichts erklärt und eine wunderbare 30-Tage-Challenge ins Leben gerufen:

#Konsumauszeit – Wir drücken im November den Pausenknopf


Die Regeln für die Konsumauszeit waren bewusst einfach und einsteigerfreundlich gehalten, damit jeder ohne große Vorarbeit mitmachen konnte. Natürlich konnte jeder sie für dich und seinen Lebensalltag anpassen:

  • 30 Tage lang nichts Neues kaufen; ausgenommen sind: Lebensmittel, Drogerie-/Haushaltsartikel (allerdings nur wenn vorheriges Produkt aufgebraucht ist), Ausflüge und Aktivitäten 
  • Wenn etwas Wichtiges kaputt geht: erst reparieren, ansonsten ersetzen (wenn möglich gebraucht)
  • Leihen und Tauschen sind nicht nur erlaubt, sondern sogar ausdrücklich erwünscht!
Ich habe diese Regel noch um folgendes erweitert:
  • Keine Feierabend-Snacks vom Bäcker, Imbiss, etc.
  • Meine Vorräte aufbrauchen, so dass ich wieder einen besseren Überblick darüber habe, was ich wirklich brauche


Ich habe für mich das Ganze eher als eine Art "Aufbrauch"-Challenge definiert.
Ich fand die Idee, die hinter dieser Challenge steht super, da ich mein Konsumverhalten in der letzten Zeit ein wenig aus den Augen verloren hatte.
Eigentlich bin ich ja keine Minimalistin, finde den Grundgedanken, der dahinter steckt aber gut. Oftmals kaufe ich einfach zu viel, ohne mir darüber Gedanken zu machen, ob es wirklich notwendig war. Daher habe ich beschlossen es einfach mal zu versuchen.

Nachdem ich in der ersten Woche schwach geworden bin, was "keine Feierabend-Snacks vom Imbiss" angeht, lief der Rest des Monats etwas besser. Zum Einen konnte ich mich danach etwas mehr beherrschen. Zum Anderen hatte ich Urlaub, so dass ich auch gar nicht so sehr in Versuchung geführt wurde.
Wenn ich nun die ganze Zeit resümiere, dann kann ich sagen, dass ich nicht immer vollkommen standhaft war. Ans Aufbrauchen meiner Vorräte habe ich mich bislang nicht wirklich begeben. Zwar ist der Inhalt meines Vorratsschranks nicht angewachsen. Kleiner geworden ist er aber auch nicht spürbar.

Generell hat sich bei mir aber auch ein leichtes Umdenken vollzogen. Wenn ich mal in der Stadt bummeln war, bin ich nicht schwach geworden, was echt ein Wunder war. Der Winter kam nun und mit ihm auch die Notwendigkeit einer Winterjacke. Beim Anziehen meiner "alten" Winterjacke (vom letzten Jahr) habe ich festgestellt, dass diese mir ein wenig zu eng geworden ist. Sie geht zwar noch zu. Jedoch sitzt sie nicht mehr so gut. Klar habe ich mich nach einer neuen Jacke Ausschau gehalten. Ich habe theoretisch nach langer Suche eine Jacke (bzw. sogar zwei) gefunden. Dann habe ich mich allerdings gefragt "Brauche ich sie wirklich?". Ich meine: Eine neue Jacke nur weil die alte nicht mehr so toll sitzt? Viel Geld ausgeben statt endlich mal wieder abzunehmen, so dass erst gar keine neue Jacke notwendig ist? Die Antwort lautet dann "NEIN!", Eventuell komme ich sogar kostenlos an eine neue Jacke. Eine Freundin kommt morgen mit einer Jacke, die ihr zu groß geworden ist vorbei, so dass ich diese anprobieren kann. Wenn sie mir passt, habe ich noch eine weitere Jacke!
Generell habe ich mir Gedanken über Kleidung und deren Anschaffung gemacht. Oftmals kaufen wir uns Kleidung, nur weil sie gerade in Mode sind, oder weil wir glauben, sie unbedingt zu benötigen. Tatsache ist allerdings, dass ein Teil der Kleidung oftmals kaum getragen (oder manchmal sogar ungetragen) im Schrank hängt. Dann und wann sortieren wir die Kleidung dann aus. In meinem Fall landen die Sachen dann zwar zumindest in der Altkleidersammlung, allerdings sind es oftmals so viele Teile, dass ich mich jedes Mal selbst ärgere. Deshalb heißt es ab sofort für mich: "Ich kaufe mir keine Kleidung mehr, die mir nicht perfekt passt!" Zumindest ich für meinen Teil habe mir auch schon Kleidungsstücke gekauft, die etwas eng saßen oder sogar kneiften, die ich aber unbedingt haben wollte, weil sie so toll aussahen. Ich habe mir jedes Mal gedacht, wenn ich ein paar Kilo abgenommen habe, dann kann ich es ja anziehen. Dazu gekommen ist es aber schon lange nicht mehr. Daher ist jetzt damit Schluss!

Als mir bewusst wurde, dass ich diesem Konsumrausch, dem wir uns oftmals selbst unterwerfen, so nicht mehr mitmachen möchte, habe ich mich diesen Monat etwas mehr mit dem Thema Minimalismus und Nachhaltigkeit beschäftigt. Dabei habe ich zwar festgestellt, dass ich mich zwar nicht zur "Hardcore"-Minimalistin eigne, aber es sehr viele interessante und gute Ansätze gibt, denen ich zukünftig in meinem Leben etwas mehr Raum bieten möchte. Oftmals machen wir uns keine Gedanken, welche Auswirkungen unsere Verschwendung hat oder was wir so in uns hineinstopfen.

Außerdem konnte ich in der letzten Woche feststellen, dass ich auch meinen TV- und Internetkonsum genauer unter die Lupe nehmen muss. Letzte Woche hatten wir für drei Tage tagsüber einen Komplettausfall von unitymedia (Kabelanbieter). Da wir ein Komplettpaket (TV/Telefon/Internet) bei ihm haben, fiel natürlich alles aus. Man konnte nicht im Netz bzw. den sozialen Medien surfen und auch nicht fernsehen (bzw. da ich auch Netflix und Amazon Prime habe, konnte ich dies auch nicht nutzen). Im ersten Moment wusste ich nicht so genau, wie ich damit umgehen sollte. In solchen Momenten merkt man erst, wie abhängig man sich selbst von solchen Medien macht. Klar konnte ich immer noch eine DVD einlegen. Aber dies war nicht das gleiche. Für die sozialen Medien eignet sich natürlich auch das Smartphone.
Aber muss das wirklich sein? Nach den drei Tagen lautet meine Antwort eindeutig "NEIN!". Ich möchte diese Medien zwar auch nicht missen, Aber ich verschwende einfach zu viel Zeit damit. Warum muss man ständig nachschauen, wer welche Nachricht geschickt hat, wer was gerade gepostet hat? Manchmal reicht es auch nur ein bis zwei Mal am Tag nachzuschauen! Man verpasst nicht viel!
Auch das Fernsehen habe ich im Grunde nur am ersten Tag so wirklich komplett vermisst. Ich werde zwar immer ein Serienjunkie bleiben. Aber es ist auch toll zwischendurch einfach mal nur Musik zu hören oder aber auch in Stille einfach nur zu lesen! Man besinnt sich dadurch auch wieder mehr zu sich selbst.
Bei mir haben diese drei Tage auf jeden Fall dafür gesorgt, dass ich auch hier öfters mal eine Auszeit machen möchte, um mich nicht mehr so abhängig davon zu machen.


Ich bin beim Einlesen zum Thema "Konsum" und "Nachhaltigkeit" auch auf ein paar sehr tolle Beiträge gestoßen, von denen ich einen hier besonders hervorheben möchte, da er mich sehr gepackt hat:

http://www.minzgruen.com/ich-mag-nicht-mehr
Hier erzählt eine Foodbloggerin über ein Supermarkterlebnis und hinterfragt quasi, warum inzwischen so sehr zu Fertigprodukten und SB-Backwaren gegriffen wird?! Ein überaus lesenswerter und zum Nachdenken anregender Artikel, den ich jedem empfehlen kann.
Zwar sieht die Bloggerin das Ganze ziemlich krass und meiner Meinung nach teilweise auch ein wenig zu vorwurfsvoll. Ich muss gestehen, dass ich lange Zeit (und leider teilweise ab und zu immer noch) auch zu solchen Konsumenten gehört habe. Von den SB-Backwaren habe ich inzwischen selbst Abstand genommen, nachdem ich mal auf die Inhaltsstoffe geachtet habe ... und damit meine ich nicht nur zweifelhafte E-Stoffe, sondern auch andere Zutaten, die ich nie mit Brot oder Backwaren in Verbindung gebracht hätte. Wenn man drauf schaut, kann einem echt der Appetit vergehen. Ähnlich sieht es mit Fertigprodukten aus. Die Zutatenliste ist oftmals ellenlang und enthält auch Inhaltsstoffe, die man häufig nicht mal richtig aussprechen kann.
Dieser Artikel hat auf jeden Fall bei mir bewirkt, dass ich nun wieder versuchen werde wieder "frischer" zu kochen. Vieles lässt sich ja auch auf Vorrat kochen. Man kann es einfrieren oder einkochen, so dass man bei wenig Zeit immer ein "natürliches" Fertiggericht zur Hand hat. Man muss sich nur die Mühe machen. Klar, oftmals sagt man sich "Dafür habe ich keine Zeit", Aber seien wir mal ehrlich: Wie viel Zeit verschwenden wir für weniger wichtige Dinge wie fernsehen oder in den sozialen Medien surfen.
Ich kann der Bloggerin hier nur zustimmen: "Ich mach nicht mehr".

Wenn ich nun ein Fazit ziehen muss, so kann ich sagen, dass es Sinn macht sich einfach mal einer Konsumauszeit zu unterziehen. Selbst wenn nicht alles ganz so klappt, wie man es sich vornimmt, setzt man sich dennoch intensiv mit dem eigenen Konsum auseinander und stellt fest, dass nicht alles immer so nötig ist.
Aus diesem Grund möchte ich meine Konsumauszeit auch nicht komplett beenden, sondern mein Konsumverhalten auch in den nächsten Wochen unter die Lupe nehmen. Die Pause ist also nicht komplett beendet!

Wer wissen möchte, wer sonst noch so mitgemacht hat, kann gerne mal auf apfelmaedchen.de schauen. Dort sind die Beiträge aller Teilnehmer aufgeführt. Ich kann jedem nur empfehlen, dort mal vorbei zu schauen.

So, dass war's dann auch schon. Ein wenig lang geworden, aber das musste jetzt einfach mal sein!

Schöne vorweihnachtliche Grüße
Natalie

[Rezension] "Winterglanz" von Elin Hilderbrand


Klappentext:

Kelley Quinn ist ein glücklicher Mann: Er ist Besitzer des „Winter Street Inn“, einer hübschen Pension auf Nantucket, und stolzer Vater von vier erwachsenen Kindern. Jetzt steht das Fest der Liebe vor der Tür, und Kelley freut sich auf besinnliche Feiertage im Kreis der Familie. Als er allerdings seine Gattin Mitzi dabei erwischt, wie sie den eigens angeheuerten Weihnachtsmann küsst, ist an Besinnlichkeit nicht mehr zu denken. Mit vier Kindern, die um ihre eigenen Probleme kreisen, bleibt es nun an Kelleys Exfrau Margaret hängen, das Weihnachtsfest im „Winter Street Inn“ zu retten ...


Meine Meinung;

Da Elin Hilderbrand mir bislang eher als tolle Autorin von Sommerromanen bekannt war, war ich natürlich gespannt auf ihren Winterroman. Und ich wurde auch nicht enttäuscht, denn im Gegensatz zum vorherigen Buch der Autorin "Das Sommerversprechen" gefällt mir dieser Roman wieder mehr. Hier sind die Figuren einfach realer, wenn auch nicht weniger speziell. Interessant an diesem "Weihnachtsroman" finde ich vor allem, dass dieser Roman nicht so wirklich in einer winterlichen Kulisse spielt. So kann ich man sich langsam an die Weihnachtsstimmung rantasten.

Die Handlung dreht sich um die Familie Quinn, allem vorran Kelley Quinn, der seine Frau Mitzi in Flagranti mit George erwischt. Des Weiteren ist er kurz davor seine Pension, die er seit knapp zwanzig Jahren führt, zu verlieren, da diese tief in den roten Zahlen steckt. Allerdings ist er mit seinen Problemen nicht alleine. Seine Kinder haben alle eigene Probleme: Seine Tochter Ava wünscht sich einen Heiratsantrag von ihrem Freund Nathaniel, der jedoch mit Liebesbekundungen eher sparsam ist und auch die Weihnachtstage nicht mit ihr verbringen möchte. Sein ältester Sohn Patrick hat gerade Anlagebetrug begangen und droht dafür ins Gefängnis zu müssen, während der mittlere Sohn Kevin eine heimliche Affaire mit Isabelle, der französischen Angestellten der Quinns, und bekommt mit ihr ein Kind. Außerdem befindet sich der jüngste Sohn Bart (der gemeinsame Sohn von Kelley und Mitzi) gerade als Soldat in Afghanistan und hat seit Tagen nichts von sich hören lassen.
An den Weihnachtstagen prallen dann plötzlich alle Sorgen aufeinander, was für eine Menge Zündstoff sorgt. Dadurch kommt bei allen anfangs keine wirkliche Weihnachtsstimmung auf und alle Charaktere würden Weihnachten gerne ausfallen lassen, Insbesondere Kelley ist kurz davor die jährliche Weihnachtsfeier im "Winter Street Inn", die eine Institution auf der Insel Nantucket ist, abzublasen.

Die Handlung wird nach und nach aus Sicht der einzelnen Figuren erzählt, wodurch man diese zum Einen immer besser kennenlernt, und zum Anderen auch verschiedene Sichtweisen auf die Ereignisse rüberkommen. Dadurch fügt sich meiner Meinung nach alles zu einem wundervollen Ganzen zusammen. Nach und nach ergibt vieles, was anfangs noch ziemlich unglaubwürdig wirkt, einen Sinn und hat somit dennoch Berechtigung.

Elin Hilderbrand beweist mit diesem Roman, dass sie mehr kann, als nur Sommerromane zu schreiben. Sie schafft es der sommerlichen Insel Nantucket ein leicht weihnachtliches Flair zu verleihen. Mit ihrem leichten und lockeren Schreibstil erzeugt sie tolle Umgebungsbeschreibungen, so dass das Gefühl hat live vor Ort zu sein.
Im Gegensatz zu manch anderen ihrer Bücher hat sie ihre Figuren hier zwar alle mit Eigenheiten ausgestattet, allerdings ohne diese überzogen darzustellen. Insbesondere mit Ava und Kevin konnte ich wunderbar identifizieren und mich sehr gut in sie hineinversetzen, weil sie so total normal und menschlich agieren, Ich gebe zu, dass ich mit Mitzi so meine Probleme hatte, was vor allem daran lag, dass sie als einzige total egozentrisch agiert. Ich meine, sie hat seit Jahren eine Affaire und erwartet immer noch, das alles nach ihrer Pfeife tanzt?! Gerade diese Eigensinnigkeit von ihr sorgt wiederum dafür, dass man die Handlung ernst nehmen kann, da sie im totalen Gegensatz zu den anderen Figuren steht. Außerdem herrscht so nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen, als sich die ersten Wogen geglättet haben.
Was meiner Ansicht nach jedoch perfekt rüberkommt ist die Sorge aller Figuren, um den abwesenden Bart, der obwohl er immer eher ein Problemkind war, scheinbar von allen extrem geliebt wurde. Hier hat Hilderbrand die Stimmung, die in "Soldatenfamilien" herrscht perfekt eingefangen.

Womit ich allerdings teilweise so meine Probleme hatte, ist die Tatsache, dass dieser Roman Geld über alles stellt. Kelleys Exfrau Margaret, inzwischen berühmte Nachrichtensprecherin, wird immer wieder als reich dargestellt. Ebenso spielt das Thema für Patrick eine große Rolle und auch bei Kelley klingt immer wieder Wehmut dahingehend nach, dass er inzwischen all seine Ersparnisse aufgebraucht hat. Hier wird das Bild erzeugt, dass man nur etwas zählt, wenn man Geld besitzt, womit ich nicht unbedingt einverstanden bin, Dies war mit ein Grund warum mir Ava und Kevin am sympathischsten waren. Sie waren mit einem "einfachen" Leben durchaus zufrieden und machten sich nur wenig Sorgen um Geld.
Des Weiteren war mir das Ende etwas unvollendet. Zwar ergab es letztendlich einen Sinn. Allerdings wirkt es nicht in sich geschlossen. Vieles löst sich plötzlich in Wohlgefallen auf, während einzelne Punkte nicht wirklich abgeschlossen sind. Dieser Mix aus Happy End und offenes Ende empfinde ich persönlich eher als etwas unbefriedigend.

Insgesamt betrachtet ist dies aber ein wirklich toller Roman mit interessanten Charakteren. Wer sich langsam in Weihnachtsstimmung versetzen möchte und nicht gleich die volle Weihnachtsdosis erwartet, ist mit diesem Roman sehr gut bedient.
Von mir bekommt dieser Roman in jedem Fall verdiente 4 (von 5) Punkte.


[Rezension] "Nur ein Horizont entfernt" von Lori Nelson Spielman


Klappentext:

Mit zittrigen Fingern öffnet die TV-Moderatorin Hannah Farr einen Brief. Der Absender ist eine ehemalige Schulfreundin, die sie jahrelang gemobbt hat. Die Frau bittet sie nun um Vergebung. Dem Brief beigelegt sind zwei kleine runde Steine und eine Anleitung. Einen Stein soll sie als Zeichen dafür zurücksenden, dass sie ihrer früheren Klassenkameradin vergibt. Den anderen soll sie an jemanden schicken, den sie selbst um Verzeihung bitten möchte. Hannah weiß sofort, wer das sein könnte: ihre Mutter. Aber soll sie wirklich zurück zu den schmerzhaften Ereignissen von damals und die Auseinandersetzung mit dem Menschen suchen, der sie am besten kennt? Denn Hannah hat etwas getan, das das Leben ihrer Mutter für immer verändert hat …

Manchmal ist es etwas winzig Kleines, das uns Großes tun lässt.


Meine Meinung:

Nachdem ich letztes Jahr bereits "Morgen kommt ein neuer Himmel" gelesen habe, war ich auf diesen Roman natürlich sehr gespannt, zumal mich der Klappentext total ansprach.
Ich kam auch sehr schnell in die Handlung rein, wobei ich gestehen muss, dass ich anfangs so meine Probleme mit der Hauptfigur Hannah Farr hatte, da sie zunächst ziemlich unnahbar ist.

Bei diesen Roman geht es um die TV-Moderatorin Hannah Farr, die eine Entschuldigung per Post, von einer ehemaligen Mitschülerin, die sie immer gemobbt hat, Dem Brief liegen zwei Steine bei und die Anleitung, dass sie einen Stein zurückschicken soll, wenn sie ihr vergibt. Den anderen Stein soll sie jemanden schicken, bei dem sie sich auch entschuldigen möchte. Hannah legt den Brief allerdings zunächst Beiseite, da sie einerseits die Geschehnisse der Vergangenheit nicht einfach so hinter sich lassen möchte. Zum Anderen ist sie zunächst auch nicht im Klaren darüber, bei wem sie sich entschuldigen möchte. Hannah ist anfangs eine Figur, die zwar sehr zielorientiert ist, jedoch zeitgleich auch ziemlich auf der Stelle tritt. Seit Jahren hat führt sie eine eigene Talkshow, möchte aber gerne noch höher hinaus, ohne dies in Angriff zu nehmen. Außerdem führt sie seit längerem eine Beziehung zu einem alleinerziehenden Vater, der sie im Grunde nur hinhält, wenn es um die Vertiefung ihrer Beziehung geht.
Als Hannah ein Angebot von einem überregionalen Fernsehsender erhält, sich bei ihnen zu bewerben, erzählt sie dort von dem Brief ihrer alten Mitschülerin und benennt "gezwungenermaßen" ihre Mutter, als Person, von der sie sich entfremdet hat und bei der sie sich entschuldigen möchte, als mögliches Thema für eine Talkshow. Unterstützt von ihrer Freundin Dorothy nimmt Hannah Kontakt mit ihrer Mutter auf und muss sich dabei nicht nur mit ihrer Vergangenheit, sondern auch mit ihrer Gegenwart auseinandersetzen.
Während Hannah nach und nach alte Geheimnisse ergründet, lernt sie dabei auch einen anderen Mann kennen, der so ganz anders als ihr Freund Michael ist. Während Michael darauf bedacht ist, dass kein Schmutz seine mögliche Senatskandidatur negativ beeinflusst, und daher teilweise auf Abstand geht, wird sie sie von ihm dabei unterstützt sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Hannah muss dabei auch erkennen, dass sie selbst so manches verdrängt hatte und letztendlich entscheiden, was diese "Entschuldigung" ihr wirklich bedeutet.

Ich fand diesen Roman sogar noch gelungener als "Morgen kommt ein neuer Himmel". Lori Nelson Spielman schreibt hier auf sehr emotionaler und zugleich wertfreier Art, so dass man der Handlung gerne folgt. Schritt für Schritt befördert sie Geheimnisse zu Tage, die allerdings sich nicht immer sofort in Wohlgefallen auflösen, sondern zeigen, dass Manches doch anders ist, als es im ersten Moment erscheint.
Sie lässt ihre Hauptfigur einen beeindruckenden Wandel durchlaufen. Von der anfangs ziemlich unnahbaren und manchmal auch etwas kalten Frau wird eine Person, die sich genau mit sich und ihrem Umfeld auseinandersetzt und letztendlich zu Entscheidungen fähig ist, die sie sich anfangs selbst nicht zugetraut hat. Ist sie zunächst noch eine Person, die man nicht unbedingt als besonders einfühlsam bezeichnen kann, wird sie nach und nach zu jemand, der genau weiß, was sie möchte und wie sie dies erreichen kann.
Spielman nimmt die Leser in ihrem Buch mit in eine Handlungsspirale rund um die Themen Vergangenheitsbewältigung, Verzeihen und dem Erkennen, was man vom Leben möchte. Sie scheut dabei auch nicht zurück eventueller Kindesmissbrauch, Mobbing, und verdrängte Erinnerungen anzusprechen. Sie geht hier sehr sensibel vor und stellt die "Täter" nicht als generell schlechte Menschen hin, sondern als Menschen, die aus bestimmten Gründen agiert haben.

Des Weiteren fand ich die Idee der "Entschuldigungssteine" einfach nur toll. Ich meine, wer hat nicht Menschen in seiner Vergangenheit, bei denen man sich gerne entschuldigen möchte, aber nicht weiß, wie. Dieser Roman regt einen auf jeden Fall zum Nachdenken an. Ähnlich wie Hannah habe ich auch in meiner Vergangenheit nicht immer die besten Erfahrungen in der Schule gemacht. Gleichzeitig gibt es aber auch Personen, denen ich mich gegenüber auch nicht immer ganz fair verhalten habe. Ich denke, dies geht viele so. Gerade diese Tatsache lässt die Handlung real erscheinen und macht die dadurch lesenswert.

Insgesamt betrachtet ist dies ein wunderschöner Roman mit einer Menge Herz und Gefühlen, denen man sich stellen sollte. Ich kann diesen Roman im Grunde jedem wärmstens ans Herz legen, der auch Bücher von Lisa Jewell und Jojo Moyes mag. Ich für meinen Teil habe es genossen ihn gelesen zu haben, daher bekommt er von mir starke 4 (von 5) Punkte.


[Kurzrezension] "Am Horizont ein Morgen" von Anouska Knight


Klappentext:

Es bedurfte nur einer tragischen Sekunde, um Holly Jeffersons Welt für immer zu verändern. Bei einem Unfall verlor sie ihren über alles geliebten Mann. Seitdem sind zwei Jahre vergangen, und äußerlich wirkt es, als hätte sie diesen Verlust überwunden. Sie führt ihre eigene Konditorei und lebt ihr Leben weiter. Doch tief in ihr sieht es anders aus: Sie fühlt sich verloren. Einsam. Zerbrochen. Und sie ist sich sicher, nie wieder wird sie lieben können. Bis sie Ciaran Argyll begegnet, einem Millionärssohn. Nichts scheint sie mit ihm gemeinsam zu haben. Aber während sie ihn näher kennenlernt, spürt sie, dass auch er mit seiner Vergangenheit zu kämpfen hat ...


Meine Meinung:

Ich bin eher zufällig aufgrund des Covers auf diesen Roman gestoßen. Anouska Knight war mir bislang als Autorin völlig unbekannt. Als ich dann den Klappentext las, war für mich klar: Dieses Buch möchte ich lesen.
Beim Lesen konnte mich Anouska Knight von Anfang an in den Bann ziehen, auch wenn ich im ersten Moment erstaunt war, dass die Handlung in England spielt. Ich bin es zuletzt bei den Mira-Romanen gewöhnt, dass die Handlung in Amerika spielt.

Im Mittelpunkt des Geschehens steht die junge Holly Jefferson, die vor knapp zwei Jahren ihren Mann bei einem Unfall verloren hat. Von Außen betrachtet scheint es, als habe Holly inzwischen den Verlust überwunden. Sie führt ein relativ normales Leben und führt ihre eigene Konditorei. Innerlich hängt sie allerdings immer noch an ihrer großen Liebe und ist noch nicht bereit für eine neue Liebe.
Sie begegnet bei einer Auslieferung dem Millionärssohn Ciaran Argyll, mit dem sie direkt aneckt. Zwar findet Holly Ciaran attraktiv, allerdings ist sie von seiner Art nicht ganz so angetan, vor allem nicht, als sie immer neue Gerüchte über ihn hört. Sie weiß nicht, dass auch er seine Vergangenheit nicht so ganz hinter sich lassen kann. Ciaran wiederum verliebt sich sofort in Holly und versucht sie auch zu umgarnen. Allerdings scheint sie gegen seine Avancen immun zu sein.
Letztendlich heißt es für beide: Können Sie ihre Vergangenheit hinter sich lassen?

Anouska Knight schreibt auf locker leichte Art und schafft es mit emotionalen Worten die Stimmung, in der sich Holly befindet, perfekt einzufangen. Man leidet mit den Figuren, fiebert aber auch mit ihnen, wenn sie dabei sind einen Schritt nach vorne zu machen.
Insbesondere der Gewissenskonflikt, den Holly immer wieder mit sich selbst ausmacht, wenn sie merkt, dass sie dabei ist, sich ein neues Leben abseits ihrer großen Liebe aufzubauen, hat die Autorin sehr gut herausgearbeitet. Dadurch wird Holly lebensnah und liebenswert.

Insgesamt betrachtet ist dies ein toller Roman rund um das Thema Liebe, Vertrauen und Neuanfang. Wer Bücher im Stil von Melissa Hill, Sheila O'Flanagan, Susan Wiggs oder Mary Kay Andrews mag, dem kann ich diesen Roman nur wärmstens ans Herz legen.
Anouska Knight konnte mich mit diesem Roman so sehr überzeugt, dass ich gerne mehr von ihr lesen möchte. Daher bekommt dieser Roman von mir auch die volle Punktzahl von 5 (von 5) Punkte.


[Rezension] "Zwei auf Umwegen" von Taylor Jenkins Reid


Klappentext:

Elfeinhalb Jahre lang waren Lauren und Ryan das perfekte Paar. Doch seit Lauren mit dem Hund häufiger spricht als mit ihrem Mann, kann sie die Wahrheit nicht mehr leugnen: Ihre Ehe steckt in einer tiefen Krise. Ein Jahr Trennung soll die Liebe zurückbringen. Sie vereinbaren nur eine Regel: kein Kontakt. Alles andere ist erlaubt. Unsicher, aber auch aufgeregt stürzt Lauren sich ins Leben … doch wird es sie wieder zu Ryan führen?


Meine Meinung:

Nachdem ich im Juni bereits "Neun Tage und ein Jahr" von der Autorin gelesen habe und den Roman sehr mochte, war ich auf diesen Roman natürlich sehr gespannt. Daher war ich glücklich, als ich den Roman als Rezensionsexemplar erhalten habe.
Mit diesem Roman ist der Autorin erneut ein toller Roman gelungen, den es sich wirklich lohnt zu lesen. Sie beweist, dass man auch mit eher leisen Tönen durchaus überzeugen kann. Dies ist nicht unbedingt ein Roman voller Dramatik. Er kommt stattdessen er warmherzig und sanft daher.

Dieser Roman erzählt von der erkalteten Liebe zwischen Lauren und Ryan, die nach elfeinhalb Jahren beschließen ein Trennungsjahr einzulegen. Sie wollen ein Jahr getrennt voneinander leben und quasi so tun, als ob es den anderen in ihrem Leben nicht mehr gibt.
Der Roman begleitet hauptsächlich Lauren innerhalb des Jahres. Eher zögerlich beginnt sie ein neues Leben zu beginnen, da sie das Singleleben schon lange nicht mehr gewohnt ist. Unterstützt wird sie von ihrer Familie (insbesondere ihre Schwester) und Freunden. Innerhalb dieses Jahres macht Lauren eine Wandlung durch und erkennt, dass nicht nur Ryan mit ihrem gemeinsamen Leben unzufrieden war. Am Ende heißt es für beide zu entscheiden, ob sie noch Gefühle für einander haben und ob ein gemeinsames Leben weiterhin möglich ist.
Zwischendurch erzählt der Roman nach und nach Laurens und Ryans Vorgeschichte, so dass man ein Gefühl dafür bekommen kann, was dazu geführt hat, dass die beiden sich voneinander entfremdet haben. Gerade diese Aufarbeitung der Vergangenheit sorgt meiner Ansicht nach dafür, dass man viele Reaktionen der Beiden in der Gegenwart nachvollziehen kann und sorgen des Weiteren für Glaubwürdigkeit.
Ryans Gefühle bzw. "Fortschritte" innerhalb des Jahres kommen während der Handlung immer wieder in Form von E-Mails, die er an Lauren schreibt, jedoch nicht abschickt, zur Sprache. Lauren liest diese jedoch heimlich, da sie noch sein Kennwort kennt und es zunächst nicht lassen kann, herausfinden zu wollen, was für ein Leben Ryan während ihrer Trennung lebt. Dabei erfährt sie leider nicht nur Gutes, was sie zum Einen immer wieder ein wenig zurückwirft, sie zum Anderen aber auch stärker macht.

Ich muss gestehen, dass ich Ryan zunächst regelrecht gehasst habe, als er verkündet, dass er Abstand von Lauren und ihrer gemeinsamen Beziehung benötigt. Er kommt zunächst ziemlich egoistisch und unglaubwürdig daher, Klar kam es auch zu Beginn des Romans zu einzelnen Spannungen. Allerdings waren diese meiner Meinung nach nicht so gravierend, dass man sich gleich trennt. Nach und nach ergibt Ryans Reaktion während des Romans jedoch einen Sinn.
Beide müssen während des getrennten Jahres erkennen, dass sie beide dazu beigetragen haben, dass es zu Spannungen kam. Für beide heißt es dann zu entscheiden, ob sie bereit sind sich wieder aufeinander einzulassen und was sie dafür bereit sind zu geben.

Man merkt beim Lesen, dass die Autorin die Charaktere wohldurchdacht hat, da sie wunderbar lebensnah und Figuren mit Ecken und Kanten sind. Insbesondere die Nebenfiguren, wie Laurens Oma, ihrem Bruder und ihrer Mutter, sind wunderbar eigensinnig und sorgen dadurch für Spannung.
Neben der Haupthandlung rund um Laurens und Ryans gescheiterte Beziehung beleuchtet die Autorin auch Laurens familiären Hintergrund, da ihre Vergangenheit im Grunde ein Spiegelbild ihrer Gegenwarthandlungen ist.

Insgesamt betrachtet ist dies ein wundervoller Roman, der mit eigensinnigen und willensstarken Charakteren aufwarten kann und vor allem durch sanfte, warmherzige Stimmung und durchgehend realistische Handlung überzeugen kann.
Da mir dieser Roman überaus gefallen hat, bekommt er von mir starke 4 (von 5) Punkte.


[Rezension] "Liebesglück in Virgin River" von Robyn Carr


Klappentext:

Menschen mit Obstkörben, spielende Kinder und Apfelbäume, soweit das Auge reicht: Die Apfelernte ist die schönste Zeit auf der Plantage von Tom Cavanaugh. Eigentlich hatte der Ex-Marine nie vorgehabt, den Familienbesitz zu übernehmen. Doch seit er nach Virgin River zurückgekehrt ist, verspürt er den Wunsch, sesshaft zu werden und eine Familie zu gründen. Vielleicht mit Darla, der Witwe seines verstorbenen Freundes, um die er sich nach ihrem schweren Verlust kümmert? Tom hat ganz genaue Vorstellungen, wie seine Zukünftige sein sollte - auf keinen Fall wie die zierliche Erntehelferin Nora Crane. Aber warum rührt die temperamentvolle alleinerziehende Mutter sein Herz auf eine Weise, die er bisher nicht kannte?


Meine Meinung:

Hierbei handelt es sich (leider) um den vorletzten Teil der Virgin River - Reihe. Nachdem ich den vorherigen Band "Neue Hoffnung in Virgin River" am wenigsten überzeugen konnte, weil dieser ein wenig vor sich hin plätscherte, war ich auf diesen Band nun umso gespannter. Beim Lesen war ich dann auch ziemlich positiv überrascht. Dieser Roman ist einfach super, wenn nicht sogar der Beste der ganzen Romanreihe.

In diesem Roman entführt Robyn Carr die Leser auf die Apfelplantage von Tom Cavanaugh, der diese nach seinem Militärdienst von seiner Großmutter, die ihn auch großgezogen hat, übernommen hat und nun sesshaft werden möchte. Er wünscht sich eine Frau, mit der er sein Leben auf Plantage verbringen kann. Er hat auch genaue Vorstellung wie diese Frau sein muss. Als die junge alleinerziehende Mutter Nora Crane (die bereits in den beiden vorherigen Bänden jeweils einen kurzen Auftritt hatte) auf seiner Plantage auftaucht und als Apfelpflückerin arbeiten möchte, lehnt er sie zunächst ab und will sie zunächst auch nicht einstellen, da er denkt, dass sie mit ihrer zierlichen Statur nicht belastbar genug für den Job ist. Toms Großmutter jedoch legt ihrem Enkel nahe Nora einzustellen.
Es kommt wie es kommen muss: Tom entwickelt Gefühle für Nora, obwohl sie nicht so ganz seiner Traumfrau entspricht und sogar zwei kleine Kinder hat. Nora wiederum hegt zwar auch Gefühle für Tom, möchte jedoch keine neue Beziehung, da die letzte zum Vater ihrer Kinder katastrophal endete. Verkompliziert wird die Situation der beiden auch noch durch die Frau von Toms verstorbenen Militärkameraden, die ihn an den Wochenenden besucht und Interesse an ihm bekundet.
Toms Großmutter mischt sich dann auch noch ein, da sie ihren Enkel in den richtigen Händen sehen möchte und hat auch so ihre eigenen Vorstellungen wie sie dies bewerkstelligen kann.

Dieser Roman ist alleine schon aufgrund des herrlichen Liebeswirrwarrs lesenswert. Tom und Nora entwickeln zwar sehr schnell Gefühle für einander, wollen sich aber beiden diese nicht eingestehen. Dadurch entsteht ein Gefühl von ständiger Spannung, bei der man nur so darauf wartet, dass sie sich entlädt. Wunderbar sind auch die indirekten Vermittlungsversuche von Toms Großmutter Maxi, die mit spitzer Zunge und sehr viel Elan immer wieder einmischt. Beim Lesen kommt man immer wieder ins Schmunzeln und taucht tief ins Geschehen ein. Obwohl Tom und Nora im Grunde total unterschiedlich sind, sind sie sich doch ähnlicher, als sie ahnen. Die beiden mögen etwas unterschiedliche Vorstellungen zu ihrer Zukunft haben, aber irgendwann müssen auch die Beiden erkennen, dass das Leben manchmal Überraschungen bereithält.

Das Einzige, was ich an diesem Roman kritisieren möchte, ist die Tatsache, dass rund um Jack Sheridan, eine kurze Nebengeschichte entwickelt wird, die total sinnlos ist: In Virgin River taucht ein alter Freund von Luke Riordan auf, der Jack als den Mann identifiziert, der ihn vor Jahren fälschlicherweise der Körperverletzung an einer Frau beschuldigte. Wie sich schnell rausstellt, war das Ganze ein Missverständnis.
Diese Nebenhandlung machte für mich jedoch keinen Sinn, da es zum Einen nicht in die Gesamthandlung passt und sich die ganze Angelegenheit auch viel zu schnell in Wohlgefallen auflöst.

Trotz dieser kleinen Kritik finde ich, dass dies der beste Roman der Reihe ist, da die beiden Hauptpersonen hier sich nicht Knall auf Fall ihren Gefühlen hingeben, sondern immer wieder mit sich und ihren Gefühlen hadern. Die Charaktere sind bei Gott nicht perfekt und gerade das macht die ganze Geschichte glaubwürdig.
Und sind wir doch mal ehrlich: Wer findet eine Lovestory mit dem Thema „arme junge Frau trifft ihren (reichen) Prinzen“ nicht wunderbar romantisch. Jeder der als Kind Cinderella geliebt hat, wird diesen Roman als Erwachsene lieben. Ich für meinen Teil jeden Falls habe diesen Roman beim Lesen geliebt. Daher bekommt er von mir auch wohlverdiente 5 (von 5) Punkte.


Gemeinsam Lesen #140


Hallo zusammen,

ich bin auf zwei Blogs (Weltenwanderer & schlunzenbücher) auf eine tolle Aktion gestoßen, bei der man immer Dienstags von seinen Buch, welches man derzeitig liest, berichtet, indem man vier Fragen dazu beantwortet.
Die ersten drei Fragen sind immer vorgegeben:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Die vierte Frage wird jedes Mal neu gestellt und inzwischen nur noch bei Schlunzenbücher online gestellt.

Hier nun meine Antworten für diese Woche:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese momentan "Winterglanz" von Elin Hilderbrand und bin derzeitig auf Seite 112 (von 286).



Klappentext:
Kelley Quinn ist ein glücklicher Mann: Er ist Besitzer des „Winter Street Inn“, einer hübschen Pension auf Nantucket, und stolzer Vater von vier erwachsenen Kindern. Jetzt steht das Fest der Liebe vor der Tür, und Kelley freut sich auf besinnliche Feiertage im Kreis der Familie. Als er allerdings seine Gattin Mitzi dabei erwischt, wie sie den eigens angeheuerten Weihnachtsmann küsst, ist an Besinnlichkeit nicht mehr zu denken. Mit vier Kindern, die um ihre eigenen Probleme kreisen, bleibt es nun an Kelleys Exfrau Margaret hängen, das Weihnachtsfest im „Winter Street Inn“ zu retten ...



2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Scott Skyler trifft um sechs Uhr ein, und Ava reicht ihm das Santa-Kostüm.

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Mit diesem Buch habe ich die "Winter- und Weihnachtslesezeit" bei mir eingeläutet. Ich liebe einfach Weihnachtsbücher in der Adventszeit, da sich mich meistens in eine vorweihnachtliche Stimmung versetzen.
Und im Gegensatz zum vorherigen Buch der Autorin "Das Sommerversprechen" gefällt mir dieser Roman wieder mehr. Hier sind die Figuren einfach realer, wenn auch nicht weniger speziell. Interessant an diesem "Weihnachtsroman" finde ich vor allem, dass dieser Roman nicht so wirklich in einer winterlichen Kulisse spielt. So kann ich mich langsam an die Weihnachtsstimmung rantasten.

4. Wie würdest du mit den Charakteren deiner aktuellen Lektüre zurecht kommen wenn diese plötzlich real wären und wie würden deine Freunde sie aufnehmen?

Ich denke mit den meisten Charakteren würde ich ziemlich gut zurecht kommen. Insbesondere mit Ava und ihrem Bruder Kevin, da sie die normalsten in der Familie zu sein schein. Sie sind beide auf ihre eigene Art eher familienorientiert. Mit Mitzi hätte ich allerdings definitiv so meine Probleme. Sie ist mir einfach zu egozentrisch und hinterhältig. Ich müsste mich echt zurückhalten, um ihr nicht die Meinung zu geigen.
Ich denke, dass meine Freunde die meisten Charaktere sehr positiv aufnehmen würden. Letztendlich ist es natürlich nur ein Gedankenspiel, bei dem man nicht alles "vorhersehen" kann.

Wie sieht es bei euch aus? Was lest ihr gerade und würde die Charaktere aus eurem Buch in euer Leben passen?

Liebe Grüße
Natalie

[40 bis 40] Tankstellenjob aufgeben

Hallo zusammen,

hier kommt nun wie versprochen mein nächster Beitrag zu meiner Aktion "40 bis 40".

Eigentlich habe ich dieses Ziel bereits vor knapp sechs Monaten erreicht, aber ich wollte wirklich sicher sein, dass ich mich nicht wieder breitschlagen lasse:

Tankstellenjob aufgeben


Ende Mai diesen Jahres war es nach über 15 Jahren endlich soweit. Ich habe meinen Nebenjob an einer Tankstelle aufgegeben. Anlass war letztendlich die Tatsache, dass ich seit Anfang Mai eine neue Stelle als Teamleiterin bei mir in der Firma erhalten habe. Diese neue Stelle beinhaltet eine sechsmonatige Probe- und zwölfmonatige Traineephase, auf die ich mich konzentrieren wollte.
Mein Chef in der Tankstelle hat meine "Kündigung" nur schweren Herzens angenommen. Ich habe in den letzten Monaten fest damit gerechnet, dass man mich fragt, ob ich zurückkommen möchte. Klar wurde ich zwischendurch vorsichtig gefragt, aber meine Entscheidung bleibt bestehen.

15 Jahre waren einfach lange genug. Ursprünglich habe ich diesen Job eigentlich nur begonnen, um zunächst mein Studium bzw. nach Abbruch meine Ausbildung zu finanzieren. Zehn Jahre nach Ausbildungsende bin ich dann einfach hängen geblieben. Klar konnte ich das Geld gut gebrauchen, aber insbesondere in den letzten zwei bis drei Jahren habe ich gemerkt, dass ich es körperlich auch nicht mehr so gut schaffe, neben einem Vollzeitjob auch noch wöchentlich etwa 10 Stunden zusätzlich Abends und am Wochenende zu arbeiten. In den letzten 15 Jahren hatte ich kaum freie Wochenenden und nur wenige freie Feiertage. Dies ging mir bereits seit längerem gegen den Strich.

Ich habe in den letzten 15 Jahren so Einiges an der Tankstelle erlebt. Dabei waren lustige und interessante Erlebnisse, aber auch schlechte Erfahrungen, wie ausgeraubt zu werden, mir die Schulter zu brechen und hintergangen zu werden.
Ich habe vor Jahren mal zu meinen langjährigen Kollegen gesagt, dass ich einen Roman zu den Geschichten an einer Tankstelle schreibe, wenn ich meine 10 Jahre voll habe. Einen Titel hatte ich auch bereits: "Gibt mir ja doch keiner wieder", ein Satz den man an einer Tankstelle zu hören, bekommt, wenn man fragt, ob jemand eine Quittung benötigt (einfach Ja oder Nein sagen können scheinbar die wenigsten).
Mein zehnjähriges Jubiläum ist ist nun bereits gut sechs Jahre her, und der Roman ist leider immer noch nicht geschrieben. Um meine Zeit an der Tankstelle aber etwas länger Revue passieren zu lassen, habe ich beschlossen, dass es hier auf meinem Blog bald ab und zu Geschichten von der Tankstelle geben wird, Vielleicht entwickelt sich dadurch für mich ja dann doch noch eine richtige Romanidee.

So, nun habe ich immerhin zwei Ziele vor meinem morgigen 37. Geburtstag erreicht. Fehlen nur noch 38, die leider auch noch nicht alle genau definiert sind. Ich muss mich so langsam ranhalten!

Liebe Grüße
Natalie

[Kurzrezension] "The Homecoming" von Robyn Carr


Klappentext:

At the age of nineteen, Seth Sileski had everything. A superb athlete and scholar, handsome and popular, he was the pride of Thunder Point. Destined for greatness, he lost it all in a terrible accident that put an end to his professional football career when it had barely begun. The people in his hometown have never forgotten what might have been.

Seth has come to terms with the turns his life has taken. But now he's been presented with an opportunity to return home and show his father—and the people of Thunder Point—he's become a better, humbler version of his former self.

Winning over his father isn't the only challenge. Seth must also find a way to convince his childhood neighbor and best friend, Iris McKinley, to forgive him for breaking her heart. With his homecoming, will Seth be able to convince the town, his family and especially Iris that he's finally ready to be the man who will make them all proud?


Meine Meinung:

Bei diesem Roman handelt es sich um den 6. Teil der Thunder Point - Reihe der Autorin, die bislang leider nicht auf Deutsch erschienen ist. Ich muss allerdings gestehen, dass dies nicht unbedingt der beste Teil der Reihe ist, da die Handlung sich hier ein wenig im Kreis dreht. Generell ist dies kein schlechter Roman, allerdings fehlt diesem Teil ein wenig an Herzblut und der Dramatik, die die anderen Teile inne haben.

Die beiden Hauptfiguren in diesem Roman spielen Seth Sileski, der seine professionelle Footballkariere nach einem schweren Unfall an den Nagel hängen musste und nun als Polizeichef in seinen Heimatort Thunder Point zurückkehrt. Und Iris McKinley, Seth ehemalige Kindergartenfreundin, die sich mit ihm im letzten Highschooljahr überworfen hatte und nun Schülerberaterin an der örtlichen High School arbeitet.
Die Beiden wirken allerdings ein wenig farblos und scheinen beide noch ziemlich in der Vergangenheit zu hängen. Die beiden tänzeln umeinander herum, allerdings ohne, dass sie über ihre gemeinsame Vergangenheit sprechen wollen. Beiden fällt es schwer sich mit ihrer Vergangenheit und dem, was sie entzweit hat, auseinanderzusetzen.
Die sich anbändelnde Liebesgeschichte der Beiden wird allerdings meiner Meinung nach ein wenig zu lieblos dargestellt, dass man sie ihnen nicht so ganz abnimmt. Irgendwie wirkt die Handlung um die beiden ein wenig unausgegoren.
Die interessante Nebenhandlung rund um "häusliche" Gewalt, wertet die Handlung allerdings wieder stark auf, so dass ich dem Roman zumindest noch gute 3 (von 5) Punkten geben kann.
Ich freue mich auf jedem Fall schon auf die nächste Fortsetzung und hoffe, dass Robyn Carr hier zu alter Stärke zurückfindet.


[Kurzrezension] "Das Wunder eines Augenblicks" von Nicholas Sparks


Klappentext:

Wenn ein Moment das Leben verändert ...

Für seine große Liebe ist der New Yorker Jeremy in ein Provinznest gezogen. Doch gerade als er beginnt, sein neues Leben zu genießen, erhält er eine mysteriöse Nachricht, die die Schatten der Vergangenheit heraufbeschwört und sein ganzes Glück zu zerstören droht.

Jeremy Marsh war sich seiner Sache ganz sicher gewesen: Nie mehr würde er seinem Herzen folgen, nie New York verlassen – und vor allem niemals Vater werden. Doch nun sitzt er plötzlich mit Lexie, der Liebe seines Lebens, im abgeschiedenen Örtchen Boone Creek und freut sich auf die Geburt seiner Tochter. Alles scheint perfekt – wären da nur nicht die Zweifel, die an Jeremy nagen: Lexie war für ihn Liebe auf den ersten Blick, aber kennt er sie wirklich? Und kann er sich ihrer Gefühle auch im grauen Alltag und in schlechten Zeiten sicher sein? Da erhält Jeremy eine anonyme Nachricht, die alte Wunden wieder aufreißt und ihm den Boden unter den Füßen wegzieht. Sein Glück steht plötzlich auf dem Spiel.


Meine Meinung:

Bei diesem Roman handelt es sich im Grunde um die inhaltliche Fortsetzung zu "Die Nähe des Himmels" und schließt die Vorgeschichte vollständig ab.
Man erfährt, wie die Liebesgeschichte zwischen Jeremy und Lexie weitergeht, die sich im vorherigen Roman kennen- und lieben gelernt haben. Obwohl die beiden im Grunde total verschieden sind, haben die beiden einander gefunden. Jeremy, eigentlich eher ein Großstadtmensch, zieht für Lexie in das kleine Örtchen Boone Creek. Auch wenn er den Umzug scheinbar bereitwillig vollzogen hat und sich auf die Geburt seiner Tochter freut, merkt man schnell, dass Jeremy Probleme hat sich so ganz in sein neues Leben einzufügen. Er entwickelt schnell eine Schreibblockade und auch zwischen ihm und Lexie kommt es nach einer Weile zu Spannungen. Verschärft wird die Situation noch durch die Tatsache, dass er plötzlich anonyme Botschaften erhält, die Jeremy vermitteln, dass Lexie Geheimnisse vor ihm hat.

Diese Fortsetzung rundet die Vorgeschichte meiner Meinung nach perfekt ab, da sie am Ende der Vorgeschichte anknüpft und zeigt, dass nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen ist, wenn zwei Menschen sich gefunden haben. Sie verleihen dem ganzen mehr Realität und Wahrheit und zeigen, dass es zwar wahre Liebe gibt, diese aber auch hart erkämpft werden muss.
Meiner Meinung nach rundet insbesondere das dramatische und teilweise überraschende Ende die ganze Rahmenhandlung sehr gut ab. Mich hat insbesondere der innere Zwiespalt, in dem Jeremy sich befindet, als er plötzliche anonyme Botschaften und seine Reaktion darauf gefallen.

Insgesamt betrachtet ist dies ein typischer Sparks, der jedoch neben einer Menge Herzschmerz insbesondere mit lebensnahen Charakteren und tollen Umgebungsbeschreibungen überzeugen kann.
Daher bekommt dieser Roman von mir 4 (von 5) Punkte.


[Rezension] "Vom ersten Tag an und für immer" von Lucy Hepburn



Klappentext:

Nell mag ihr Leben. Wie könnte es auch anders sein, wo sie seit zehn Jahren nichts daran verändert hat. Sie führt den Blumenladen, der schon ihrer Mutter gehörte, und hat seit dem ersten Tag ihrer Studienzeit dieselben Freunde - Alex, Maria und Jason. Ihre Angestellte Olive sagt, sie ist in der Vergangenheit hängen geblieben, doch Nell meint, sie ist glücklich. So lange, bis Alex verkündet, Maria heiraten zu wollen – und Nells Herz zerbricht. Sie war doch schon so lange in ihn verliebt ...


Meine Meinung:

Dieses Buch sprach mich zunächst vom Cover her an, da es zwar ziemlich schlicht, aber dennoch ein wenig verspielt daherkommt. Als ich dann den Klappentext las, wollte ich den Roman unbedingt lesen. Zumal mich die Figur Nell vom Klappentext her auch ein wenig an mich selbst erinnerte.
Ich bin auch total schnell in die Geschichte reingekommen. Lucy Hepburn hat einen wirklich interessanten, aber auch lockeren und teilweise auch lustigen Schreibstil, der es einem leicht macht sich in die Handlung zu verlieben.

Des Weiteren kann der Roman mit einer durchaus interessanten weiblichen Hauptfigur aufwarten. Nell ist an einem Punkt in ihrem Leben, an dem sie sich zwar Veränderung herbeiwünscht, insbesondere, da ihr bester Freund Alex, in den sie bereits seit ewigen Zeiten verliebt ist, ihre beste Freundin Maria heiraten möchte. Allerdings weiß sie selbst nicht so recht, wie sie dies bewerkstelligen kann. Sie lässt sich dabei von ihrer Angestellten Olive unter die Arme greifen, wenn auch nicht immer ganz freiwillig. Während sie Kontakt zu zwei unterschiedlichen Männern knüpft, gerät Nell von einem skurrilen Fettnäpfchen ins nächste.
Man spürt, dass der Autorin ihre Figuren am Herzen liegen, da diese wohldurchdacht sind. Alle Figuren, bis hin zu den Nebenfiguren, haben Eigenheiten, die sie real erscheinen lassen. Sie können immer wieder überraschen, ohne unglaubwürdig daher zu kommen. Selbstverständlich gab es auch hier Charaktere mit denen ich so meine Probleme hatte, weil sie mir einfach zu andersartig waren. Allerdings trägt dies eher zum Lesevergnügen bei, als dass ich es als störend empfinden könnte.

Stellenweise erinnerte mich der Roman auch ein wenig an "Ein Ja im Sommer" von Mary Kay Andrews, da die weibliche Hauptfigur auch damit kämpfen muss ihren Blumenladen am Leben zu halten, irgendwann bereit ist diesen zu verkaufen und dabei von ihrem Assistenten (bzw. hier Assistentin) betrogen wird, indem diese mit dem Gegner "anbändeln". Allerdings ist dies auch die einzige thematische Überschneidung. Beide Romane spielen in unterschiedlichen Ländern und zu unterschiedlichen Zeiten.
Dies ist in jedem Fall ein Roman, mit dem man eine Vielzahl an Emotionen ausleben kann. Man lacht, leidet und fiebert mit der Nell mit. Stellenweise wollte ich Nell "in den Arsch treten" so sehr habe ich mitgefiebert.
Auch wenn der Roman an einigen Stellen ziemlich vorhersehbar ist (insbesondere das Ende war mir relativ schnell klar), kann er immer wieder mit spannenden Wendungen aufwarten, die ihn in neue Bahnen lenkt. Hier wird einem auf jedem Fall beim Lesen nicht langweilig.

Da ich nur wenig am Roman auszusetzen habe, bekommt er von mir gute 4 von 5 Punkte.


[Rezension] "Das Glücksrezept" von Barbara O'Neal


Klappentext:

Als Elena Alvarez die Stelle als Chefköchin eines neuen Nobelrestaurants in Aspen, Colorado, angeboten bekommt, ist sie außer sich vor Freude. Obwohl dem Restaurantbesitzer, einem reichen Filmregisseur, nachgesagt wird, ein notorischer Playboy zu sein, zögert Elena nicht eine Sekunde und nimmt die Stelle an – schließlich handelt es sich um ihren absoluten Traumberuf und eine einzigartige Chance, die so schnell nicht wiederkehrt.

Aber neben ihrem Enthusiasmus wird Elena von traumatischen Erinnerungen geplagt: Vor zwanzig Jahren starb ihre gesamte Familie bei einem Autounfall. Elena selbst erlitt schwere Verletzungen und hat noch immer häufig mit Schmerzen zu kämpfen. Seither hat sie das Vertrauen in andere Menschen verloren und sich gegenüber ihrer Umwelt verschlossen.

Umso froher ist sie, nun an einem neuen Ort ein neues Leben beginnen zu können. Ihr Alltag ist zwar nicht immer das reine Zuckerschlecken, denn die Intrigen des neidischen Souschefs halten sie in Atem. Und doch findet Elena durch die wunderbaren Kreationen, die sie nun endlich kochen darf, langsam, aber sicher zu sich selbst. Sie öffnet ihr Herz für neue Freundschaften – und endlich auch wieder für die Liebe.

Mit einem Rezept zu Beginn eines jeden Kapitels.


Meine Meinung:

Ich habe diesen Roman vor gut fünf Jahren bereits gelesen. Allerdings konnte ich mich nicht mehr so ganz an die Handlung erinnern. Als ich anfing zu lesen, habe ich schnell wieder in die Geschichte hineingefunden, da Barbara O'Neal die Handlung und ihre Charaktere gut ausgearbeitet hat.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Köchin Elena Alvarez, die ihren Job als Sous Chefin in einem Nobelrestaurant verliert, nachdem ein Zeitungsartikel ihre Arbeit mehr lobt, als die des Chefkochs. Direkt nach ihrer Entlassung erhält sie von Julian Liswood, Besitzer des Restaurants und erfolgreicher Filmregisseur, das Angebot als Chefköchin ein neues Restaurant in Aspen aufzubauen. Elena zögert nicht lange und nimmt das Angebot an. Allerdings muss Elena erkennen, dass nichts so einfach ist wie es scheint; Sie muss sich mit dem neidischen Souschef Ivan, exzentrischen Hilfskräften und gleichzeitig auch mit einem Gefühlswirrwarr mit ihrem neuen Chef auseinandersetzen. Gleichzeitig wird sie von den Geistern ihrer Vergangenheit verfolgt, die immer wieder in ihr Leben eingreifen.

In diesem Roman ist zwar vieles vorhersehbar. Allerdings kann O'Neal dennoch immer wieder mit interessanten Überraschungen aufwarten, die der ganzen Handlung Dramatik und Spannung verleihen. Diese Roman ist auf jeden Fall mehr, als ein einfacher Liebesroman. Hier wird neben Liebeschaos, auch die Einwandererproblematik der Vereinigten Staaten, homosexuelle Gefühle, Küchenkämpfe in Nobelrestaurant, Familiendramen und Vergangenheitsbewältigung zur Sprache gebracht. Dies fand ich persönlich zwar auch gut, insbesondere die Tatsache, dass die Autorin homosexuelle Beziehungen ganz natürlich begegnet. Allerdings findet nicht jedes Thema so viel Beachtung wie es verdient hätte. O'Neal hätte sich meiner Meinung nach ein wenig mehr auf einzelne Themen beschränken sollen.
Des Weiteren schaffst die Autorin Aspen Leben einzuhauchen. Mir war Aspen zwar bereits als Skiort, insbesondere für die Schickimicki, bekannt, Allerdings wird hier ein tieferer Einblick auch abseits der Schönen und Reichen gewährt und beleuchtet stattdessen das Leben der arbeitenden Bewohner. Hierbei geht sie total wertfrei und respektvoll vor.

Barbara O'Neal kann in jedem Fall mit einem spannenden und dramatischen Schreibstil aufwarten, der es einem leicht macht, der Handlung zu folgen. Die einzelnen Charaktere tun dann mit ihrer teils zynischen und spitzfindigen Art ihr Übriges, um sich in die Handlung zu verlieben. Auch wenn dieser Roman immer wieder zwischen trauriger Grundstimmung und spitzzüngigen Machtspielchen zwischen den Charakteren schwankt, und man zunächst nicht so weiß, wie man dies finden soll, nimmt man dies nicht wirklich als störend wahr.

Da mir der Roman grundsätzlich sehr gefallen hat, bekommt dieser Roman von mir starke 4 von 5 Punkten.

[40 bis 40] Einen Hund besitzen

Hallo zusammen,

ich weiß nicht, ob jemand sich überhaupt daran erinnert. Aber ich bereits vor einigen Monaten die Erstellung meiner Bucketlist "40 bis 40" in Angriff genommen.
Zwischendurch ist die Liste leider auch bei mir ein wenig in Vergessenheit geraten. Da ich nächsten Dienstag nun meinen 37. Geburtstag erleben werde, ist mir bewusst geworden, dass ich mich so langsam mal ranhalten sollte, wenn ich alle Ziele bis zu meinem 40. Geburtstag schaffen möchte. Zumal ich ja auch immer noch nicht alle Ziele definiert habe. Ich muss mir darüber so langsam aber sicher mal konkretere Gedanken machen, was ich wirklich von meinem Leben möchte.

Den ersten Punkt auf meiner Liste kann ich nun aber abhaken:

Einen Hund besitzen


Zwar habe ich mir keinen Hund zugelegt. Allerdings habe ich am Wochenende festgestellt, dass ein Hund leider nicht in mein Leben passt. Übers Wochenende hatte ich einen "Probehund" namens Jacky bei mir.










Jacky ist ein kleiner 9 Jahre alter Mischling, der übers Wochenende bei mir einziehen durfte. Ich finde die Idee einen eigenen Hund zu haben zwar immer noch reizvoll. Allerdings kann ich einem Hund nicht das bieten, was er verdient. Ich habe einfach nicht genug Zeit für einen Hund. Selbst am Wochenende, an dem ich ja frei hatte, konnte ich feststellen, wie anstrengend das Leben mit einem Hund ist, wenn man keinen eigenen Garten hat, in dem man ihn mal rauslassen kann. Ein Hund verdient einfach mehr, als in einer Wohnung zu leben und nur ein paar mal am Tag Gassi geführt zu werden.

Der ursprüngliche Plan sah so aus, dass wenn ich wieder arbeiten muss, meine Mutter sich um den Hund kümmert und mit ihm spazieren geht. Allerdings haben wir am Wochenende festgestellt, dass diese Idee sich leichter anhört, als sie in der Realität durchführbar ist. Meine Mutter hat sich vor ein paar Jahren bei einem Unfall die Schulter gebrochen (Trümmerbruch). Während wir mit Jacky spazieren gingen und meine Mutter die Leine und einen Regenschirm halten musste (es goss wie aus Kübeln), bekam sie starke Schmerzen im Arm, so dass ich den Hund übernehmen musste.
Außerdem habe ich am Wochenende gemerkt, dass meine Bereitschaft um  22 oder 23 Uhr nochmals mit dem Hund rauszugehen, nicht mehr besonders groß war (aber es muss nun mal sein, wenn man keinen Garten hat, in den der Hund sich nochmals entledigen kann), geschweige denn morgens direkt nach dem Aufstehen erstmal eine Runde zu drehen (ich bin definitiv kein Morgenmensch).
Ich denke, dass es für einen Hund nicht fair wäre bei Regen ggf. tagsüber nur für wenige Minuten vor die Tür zu kommen bzw. sein Frauchen morgens und Abends nicht mit dem Herzen bei der Sache ist.

Daher habe ich dieses Ziel bzw. diesen Wunsch nun ad acta gelegt und kann ihn abhaken.

Wie steht es bei euch? Habt ihr einen Hund? Falls ja, wie schafft ihr es ggf. Vollzeit berufstätig zu sein und trotzdem genug Zeit für den Hund zu haben?

Herbstliche Grüße
Natalie










P.S.: In den nächsten Tagen wird noch ein weiterer Beitrag zu meiner Bucketlist erscheinen, da ich noch einen weiteren Punkt abhaken kann. Welchen, das werdet ihr dann erfahren. :-)

Gemeinsam Lesen #139


Hallo zusammen,

ich bin auf zwei Blogs (Weltenwanderer & schlunzenbücher) auf eine tolle Aktion gestoßen, bei der man immer Dienstags von seinen Buch, welches man derzeitig liest, berichtet, indem man vier Fragen dazu beantwortet.
Die ersten drei Fragen sind immer vorgegeben:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Die vierte Frage wird jedes Mal neu gestellt und inzwischen nur noch bei Schlunzenbücher online gestellt.

Hier nun meine Antworten für diese Woche:


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Aktuell lese ich mal wieder zwei Bücher gleichzeitig.
Zum Einen lese ich gerade "Das Glücksrezept" von Barbara O'Neal und bin derzeitig auf Seite 324 (von 475).
















Zum Anderen lese ich "Liebesglück in Virgin River" von Robyn Carr und habe bislang 62% gelesen.
















2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Das Glücksrezept":
Am Sonntag war die Anspannung in der Küche beinahe mit Händen greifbar,

"Liebesglück in Virgin River":
Für Paare mit Kindern, die beide einem Beruf nachgingen, der mehr als die normale Vierzigstundenwoche in Anspruch nahm, war es nicht ungewöhnlich, an Arbeitstagen überwiegend per Telefon, E-Mails und in kurzen Pausen miteinander zu kommunizieren.

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

"Liebesglück in Virgin River" habe ich heute spontan als Ebook angefangen, da ich keine Lust hatte ein gebundenes Buch unterwegs mitzunehmen. Gebundene Bücher haben den Nachteil, dass sie in der Regel nicht gerade leicht sind und dadurch einfach viel Gewicht (und auch Platz) in der Tasche einnehmen. Bei diesen Roman handelt es sich um den vorletzten Teil der Virgin River - Reihe. Ich finde es schon ganz schade, dass die Reihe nun bald ein Ende hat, da man sich sehr schnell in die Bewohner des kleinen kalifornischen Bergdorfs verliebt. Zwar sind die Charaktere einigermaßen stereotyp, allerdings hält mich dies nicht davon ab, mich in der Handlung zu verlieren.
"Das Glücksrezept" habe ich bereits vor einigen Jahren schon mal gelesen. Allerdings konnte ich mich nicht mehr so ganz an die Handlung erinnern. Beim Lesen kam mir vieles aber wieder bekannt vor, was allerdings dem Lesevergnügen keinen Abbruch tut. Hierbei handelt es sich um eine durchaus interessante Geschichte mit starken Charakteren, die mit einer Menge Zynismus aufwartet kann. Außerdem enthält der Roman auch tolle Rezepte.

4. Warst du schon jemals oder bist du aktuell in einen Buchcharakter verliebt?

Diese Frage kann ich relativ schnell mit "NEIN" beantworten.
Klar gab es auch schon mal Charaktere, die mir näher waren, als andere. Aber so wirklich verliebt habe ich mich noch in keinen Buchcharakter.

Habt ihr euch schon mal in einen Buchcharakter verliebt?

Herbstliche Grüße
Natalie

Gemeinsam Lesen #138


Hallo zusammen,

ich bin auf zwei Blogs (Weltenwanderer & schlunzenbücher) auf eine tolle Aktion gestoßen, bei der man immer Dienstags von seinen Buch, welches man derzeitig liest, berichtet, indem man vier Fragen dazu beantwortet.
Die ersten drei Fragen sind immer vorgegeben:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Die vierte Frage wird jedes Mal neu gestellt und inzwischen nur noch bei Schlunzenbücher online gestellt.

Hier nun meine Antworten für diese Woche:


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade "Vom ersten Tag an und für immer" von Lucy Hepburn und bin derzeitig auf Seite 294 von 431.




Klappentext:
Nell mag ihr Leben. Wie könnte es auch anders sein, wo sie seit zehn Jahren nichts daran verändert hat. Sie führt den Blumenladen, der schon ihrer Mutter gehörte, und hat seit dem ersten Tag ihrer Studienzeit dieselben Freunde - Alex, Maria und Jason. Ihre Angestellte Olive sagt, sie ist in der Vergangenheit hängen geblieben, doch Nell meint, sie ist glücklich. So lange, bis Alex verkündet, Maria heiraten zu wollen – und Nells Herz zerbricht. Sie war doch schon so lange in ihn verliebt ...



2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Puffelchen" war ein Kerl von über eins achtzig, der ein Bier nach dem anderen an der Bar in sich reinkippte.

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Das Buch lässt sich super lesen und kann mit einer interessanten weiblichen Hauptfigur aufwarten.
Stellenweise erinnert mich der Roman auch ein wenig an "Ein Ja im Sommer" von Mary Kay Andrews, da die weibliche Hauptfigur auch damit kämpfen muss ihren Blumenladen am Leben zu halten, irgendwann bereit ist diesen zu verkaufen und dabei von ihrem Assistenten (bzw. hier Assistentin) betrogen wird, indem diese mit dem Gegner "anbändeln". Allerdings ist dies auch die einzige thematische Überschneidung. Beide Romane spielen in unterschiedlichen Ländern und zu unterschiedlichen Zeiten.
Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie der Roman endet, da ich gerade an einer Stelle angekommen ist, die für eine interessante Wendung sorgen könnte.

4. Wählst du spezielle Bücher von der Jahreszeit abhängig aus?

Ich gestehe: JA! Ich lese schon häufig Jahreszeitenspezifische Romane. Ich liebe Sommerromane im Sommer (und auch schon im Frühjahr), da sie eine Leichtigkeit verbreiten und man richtige Sommergefühle entwickeln kann. Und Winter- bzw. Weihnachtsromane versetzen mich in der Regel ebenso in die typische Stimmung. Insbesondere wenn das Wetter mal nicht so wirklich winterlich daherkommt, hat man zumindest beim Lesen ein Gefühl von Winter!

Wie sieht es bei euch aus? Lest ihr auch schon mal Jahreszeitenabhängig?

Herbstliche Grüße
Natalie

Verspäteter Oktober-Lesemonatsrückblick

Hallo zusammen,

upps, habe gerade festgestellt, dass ich noch keinen Oktober-Monatsrückblick erstellt habe. Also hole ich das jetzt mal schnell nach.

Lesetechnisch lief der Monat einfach super: 10 gelesene Bücher, so viele, wie schon lange nicht mehr!

  1. 30 Tage und ein ganzes Leben - Ashley Ream
  2. Vorsicht, Herzalarm! - Carly Phillips 
  3. Ewig und eins - Adriana Popescu 
  4. Am Horizont ein Morgen - Anouska Knight
  5. Die vergessene Tochter - Tiffany Baker 
  6. Das Wunder eines Augenblicks - Nicholas Sparks
  7. Alice, wie Daniel sie sah - Sarah Butler 
  8. Freundinnensommer - Meg Donohue 
  9. Nur einen Horizont entfernt - Lori Nelson Spielman
  10. The Homecoming - Robyn Carr
Den Titel TOP-Buch des Monats bekommt im September "Am Horizont ein Morgen" verliehen, da es einfach zu wunderbar romantisch und berührend ist und mit einer starken Hauptfigur aufweisen kann.

Den Titel FLOP-Buch des Monats bekommt von mir "Was ich dir noch sagen wollte" von Tom McAllister verliehen. Leider konnte mich das Buch so gar nicht überzeugen, weshalb ich es nach gut 100 Seiten letztendlich abgebrochen habe. Mir fehlte bei diesem Roman einfach die Lebendigkeit, sowohl in der Wortwahl, als auch in der Handlung.

Mal schauen, was der November bringen wird. Da ich ab Mitte November Urlaub habe, werde ich ganz viel Zeit zum Lesen haben. Und natürlich auch zum Rezensieren! Ich habe mal wieder 6 offene Rezis, die darauf warten verfasst zu werden. ;-)

Herbstliche Grüße
Natalie

Mein 1. Wochenfazit zur #Konsumauszeit

Hallo zusammen,

hier kommt nun mein erstes Wochenfazit zur Konsumauszeit, an der ich teilnehme.

Ich muss allerdings gestehen, dass es mir nicht so gut gelungen ist, wie ich es mir erhofft hat:
Bis Donnerstag bin ich ziemlich standhaft geblieben, was das Kaufen von Feierabend-Snacks am Bahnhof angeht. Am Freitag bin ich dann aber weich geworden. Irgendwie verlief der Tag (bzw. eigentlich schon die ganze Woche) total stressig, da ich im Büro noch so viel erledigen muss, bevor ich Mitte nächster Woche in den Urlaub gehe. Mein gesamte Planung wurde immer wieder durch neue zusätzliche Aufgaben und Herausforderungen durcheinandergebracht, so dass ich insbesondere am Freitag einen extrem langen Bürotag hatte. Abends hatte ich dann auch totalen Schmacht, dann hatte mein Zug auch noch Verspätung, meine gesamte Tages- und auch Abendplanung wurde durcheinandergebracht, so dass ich einfach nachgegeben habe und mir eine Bratwurst im Brötchen beim Imbiss geholt habe. Ich kann nicht mal genau sagen, warum ich nachgegeben habe. Im Grunde war ja die ganze Woche ziemlich anstrengend. Im Nachhinein ärgere ich mich auch ein wenig über mich selbst!
Irgendwie ist es doch schwerer (schlechte) Gewohnheiten hinter sich zu lassen, als ich dachte.

Also heißt es für mich in der nächsten Woche: Neue Woche, neuer Versuch!


Ich habe mich in dieser Woche thematisch etwas mehr in das Thema "Nachhaltigkeit" und "Minimalismus" eingelesen und kann sagen, dass ich den Grundgedanken, der dahintersteht vollkommen nachvollziehen kann. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich mich wirklich als Minimalistin eigne. Aber ich habe schon ein paar gute Ideen aufgegriffen, die ich in der nächsten Zeit mal ausprobieren und ggf. auch umsetzen möchte (dazu aber zu einem späteren Zeitpunkt mehr)!

Herbstliche Grüße
Natalie

Gemeinsam Lesen #137


Hallo zusammen,

ich bin auf zwei Blogs (Weltenwanderer & schlunzenbücher) auf eine tolle Aktion gestoßen, bei der man immer Dienstags von seinen Buch, welches man derzeitig liest, berichtet, indem man vier Fragen dazu beantwortet.
Die ersten drei Fragen sind immer vorgegeben:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Die vierte Frage wird jedes Mal neu gestellt und inzwischen nur noch bei Schlunzenbücher online gestellt.

Hier nun meine Antworten für diese Woche:


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich fange gerade mit "Zwei auf Umwegen" von Taylor Jenkins Reid an und bin derzeitig noch ganz am Anfang vom 432 Seiten.


Klappentext:
Elfeinhalb Jahre lang waren Lauren und Ryan das perfekte Paar. Doch seit Lauren mit dem Hund häufiger spricht als mit ihrem Mann, kann sie die Wahrheit nicht mehr leugnen: Ihre Ehe steckt in einer tiefen Krise. Ein Jahr Trennung soll die Liebe zurückbringen. Sie vereinbaren nur eine Regel: kein Kontakt. Alles andere ist erlaubt. Unsicher, aber auch aufgeregt stürzt Lauren sich ins Leben … doch wird es sie wieder zu Ryan führen?






2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Wir befinden uns auf dem Parkplatz des Dodger-Stadions, und Ryan hat wieder einmal vergessen, wo wir den Wagen abgestellt haben.

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Da ich noch ganz am Anfang bin, kann ich noch nicht viel zum Buch sagen. Ich erhoffe mir allerdings eine interessante Geschichte rund um Beziehungs- und Gefühlswirrwarr.
Kennt vielleicht schon jemand dieses Buch und kann mir seine Meinung darüber kundtun (aber bitte nicht zu sehr spoilern)?

4. Ist die Altersangabe eines Buches bei eurer Auswahl entscheidend? 

Eigentlich eher nicht, da ich nur sehr selten Jugendromane lese (geschweige denn Kinderbücher). Irgendwie reizen mich solche Bücher einfach nicht mehr so sehr, was vor allem daran liegt, dass ich mit knapp 37 Jahren das "typische" Alter für solche Romane überschritten habe und ich oftmals Probleme habe, mich mit den Charakteren identifizieren zu können.

Wie sieht's bei euch aus? Spielt für euch die Altersangabe eine Rolle?

Herbstliche Grüße
Natalie

#Konsumauszeit - Ich mache mal eine Pause

Hallo zusammen,

Der Minimalismus-Blog Apfelmädchen hat den November zum Monat des Konsumverzichts erklärt und eine wunderbare 30-Tage-Challenge ins Leben gerufen:

#Konsumauszeit – Wir drücken im November den Pausenknopf


Ich finde die Idee, die hinter dieser Challenge steht super, denn ich muss gestehen, dass ich mein Konsumverhalten in den letzten Wochen ein wenig aus den Augen verloren habe. Eigentlich bin ich ja keine Minimalistin, finde den Grundgedanken, der dahinter steckt aber gut. Oftmals kaufe ich einfach zu viel, ohne mir darüber Gedanken zu machen, ob es wirklich notwendig war. Erst gestern habe ich mal wieder richtig zugeschlagen:

  • Ich habe zwei Pyjamas gekauft, weil ich der Ansicht war, dass meine bestehenden inzwischen zu verwaschen sind (im Grunde mal wieder überflüssig, da mich im Pyjama ja doch außer meiner Familie kaum jemand sieht)
  • Ich habe drei DVDs gekauft, weil sie gerade im Angebot waren

Außerdem kamen in der letzten Woche auch noch andere Punkte zusammen, die meinen Geldbeutel doch ziemlich geschröpft haben:
  • Auf dem Weg vom Büro nach Hause hab ich mir oftmals völlig unnötig beim Bäcker oder Bahnhofsimbiss was zu Essen geholt
  • Statt zu Kochen habe ich wieder viel mehr auf Fertigprodukte zurückgegriffen
  • Ich habe bei Onlinehändler Klamotten bestellt, weil ich fand, dass ich zu wenig Oberteile für den Winter habe (nun quillt mein Kleiderschrank mal wieder über)
  • Ich habe Cremes beim DM gekauft, obwohl ich bereits mehrere offene Tuben und Tiegel zu Hause habe
Ich könnte die Liste im Grunde noch lange weiterführen.

Mit solchen unkontrollierten und unnützen Einkäufen soll jetzt im November endlich einmal Schluss sein – und da kommt mir die Konsumauszeit-Challenge gerade recht.


Die Regeln für die Konsumauszeit sind bewusst einfach und einsteigerfreundlich gehalten, damit jeder ohne große Vorarbeit mitmachen kann. Natürlich jeder sie für dich und seinen Lebensalltag anpassen:
  • 30 Tage lang nichts Neues kaufen; ausgenommen sind: Lebensmittel, Drogerie-/Haushaltsartikel (allerdings nur wenn vorheriges Produkt aufgebraucht ist), Ausflüge und Aktivitäten 
  • Wenn etwas Wichtiges kaputt geht: erst reparieren, ansonsten ersetzen (wenn möglich gebraucht)
  • Leihen und Tauschen sind nicht nur erlaubt, sondern sogar ausdrücklich erwünscht!
Ich habe diese Regel noch um folgendes erweitert: 
  • Keine Feierabend-Snacks vom Bäcker, Imbiss, etc.
  • Meine Vorräte aufbrauchen, so dass ich wieder einen besseren Überblick darüber habe, was ich wirklich brauche
Wahrscheinlich wird es für mich somit eher eine "Aufbrauch"-Challenge. Aber mal schauen! 

Der Hashtag zur Challenge ist #Konsumauszeit und wer möchte, darf sich gerne anschließen. Auf Apfelmädchen.de gibt es immer dienstags ein Updatebeitrag, in dem über die vergangene Woche berichtet wird und neue Blogbeiträge von Teilnehmer_innen verlinkt werden.

Ich werde über meine persönliche Challenge hier und via Twitter und Instagram berichten.

Ich bin gespannt, ob ich das aushalten werde mich wieder weiter einzuschränken.
Ich freue mich schon auf einen entspannten und konsumfreien November und hoffe, dass ich mich etwas mehr auf mich selbst besinnen kann. Außerdem hoffe ich, dass sich noch ganz viele Menschen anschließen!

Herbstliche Grüße
Natalie