[40 bis 40] Tankstellenjob aufgeben

Hallo zusammen,

hier kommt nun wie versprochen mein nächster Beitrag zu meiner Aktion "40 bis 40".

Eigentlich habe ich dieses Ziel bereits vor knapp sechs Monaten erreicht, aber ich wollte wirklich sicher sein, dass ich mich nicht wieder breitschlagen lasse:

Tankstellenjob aufgeben


Ende Mai diesen Jahres war es nach über 15 Jahren endlich soweit. Ich habe meinen Nebenjob an einer Tankstelle aufgegeben. Anlass war letztendlich die Tatsache, dass ich seit Anfang Mai eine neue Stelle als Teamleiterin bei mir in der Firma erhalten habe. Diese neue Stelle beinhaltet eine sechsmonatige Probe- und zwölfmonatige Traineephase, auf die ich mich konzentrieren wollte.
Mein Chef in der Tankstelle hat meine "Kündigung" nur schweren Herzens angenommen. Ich habe in den letzten Monaten fest damit gerechnet, dass man mich fragt, ob ich zurückkommen möchte. Klar wurde ich zwischendurch vorsichtig gefragt, aber meine Entscheidung bleibt bestehen.

15 Jahre waren einfach lange genug. Ursprünglich habe ich diesen Job eigentlich nur begonnen, um zunächst mein Studium bzw. nach Abbruch meine Ausbildung zu finanzieren. Zehn Jahre nach Ausbildungsende bin ich dann einfach hängen geblieben. Klar konnte ich das Geld gut gebrauchen, aber insbesondere in den letzten zwei bis drei Jahren habe ich gemerkt, dass ich es körperlich auch nicht mehr so gut schaffe, neben einem Vollzeitjob auch noch wöchentlich etwa 10 Stunden zusätzlich Abends und am Wochenende zu arbeiten. In den letzten 15 Jahren hatte ich kaum freie Wochenenden und nur wenige freie Feiertage. Dies ging mir bereits seit längerem gegen den Strich.

Ich habe in den letzten 15 Jahren so Einiges an der Tankstelle erlebt. Dabei waren lustige und interessante Erlebnisse, aber auch schlechte Erfahrungen, wie ausgeraubt zu werden, mir die Schulter zu brechen und hintergangen zu werden.
Ich habe vor Jahren mal zu meinen langjährigen Kollegen gesagt, dass ich einen Roman zu den Geschichten an einer Tankstelle schreibe, wenn ich meine 10 Jahre voll habe. Einen Titel hatte ich auch bereits: "Gibt mir ja doch keiner wieder", ein Satz den man an einer Tankstelle zu hören, bekommt, wenn man fragt, ob jemand eine Quittung benötigt (einfach Ja oder Nein sagen können scheinbar die wenigsten).
Mein zehnjähriges Jubiläum ist ist nun bereits gut sechs Jahre her, und der Roman ist leider immer noch nicht geschrieben. Um meine Zeit an der Tankstelle aber etwas länger Revue passieren zu lassen, habe ich beschlossen, dass es hier auf meinem Blog bald ab und zu Geschichten von der Tankstelle geben wird, Vielleicht entwickelt sich dadurch für mich ja dann doch noch eine richtige Romanidee.

So, nun habe ich immerhin zwei Ziele vor meinem morgigen 37. Geburtstag erreicht. Fehlen nur noch 38, die leider auch noch nicht alle genau definiert sind. Ich muss mich so langsam ranhalten!

Liebe Grüße
Natalie

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