[Rezension] "Vom ersten Tag an und für immer" von Lucy Hepburn



Klappentext:

Nell mag ihr Leben. Wie könnte es auch anders sein, wo sie seit zehn Jahren nichts daran verändert hat. Sie führt den Blumenladen, der schon ihrer Mutter gehörte, und hat seit dem ersten Tag ihrer Studienzeit dieselben Freunde - Alex, Maria und Jason. Ihre Angestellte Olive sagt, sie ist in der Vergangenheit hängen geblieben, doch Nell meint, sie ist glücklich. So lange, bis Alex verkündet, Maria heiraten zu wollen – und Nells Herz zerbricht. Sie war doch schon so lange in ihn verliebt ...


Meine Meinung:

Dieses Buch sprach mich zunächst vom Cover her an, da es zwar ziemlich schlicht, aber dennoch ein wenig verspielt daherkommt. Als ich dann den Klappentext las, wollte ich den Roman unbedingt lesen. Zumal mich die Figur Nell vom Klappentext her auch ein wenig an mich selbst erinnerte.
Ich bin auch total schnell in die Geschichte reingekommen. Lucy Hepburn hat einen wirklich interessanten, aber auch lockeren und teilweise auch lustigen Schreibstil, der es einem leicht macht sich in die Handlung zu verlieben.

Des Weiteren kann der Roman mit einer durchaus interessanten weiblichen Hauptfigur aufwarten. Nell ist an einem Punkt in ihrem Leben, an dem sie sich zwar Veränderung herbeiwünscht, insbesondere, da ihr bester Freund Alex, in den sie bereits seit ewigen Zeiten verliebt ist, ihre beste Freundin Maria heiraten möchte. Allerdings weiß sie selbst nicht so recht, wie sie dies bewerkstelligen kann. Sie lässt sich dabei von ihrer Angestellten Olive unter die Arme greifen, wenn auch nicht immer ganz freiwillig. Während sie Kontakt zu zwei unterschiedlichen Männern knüpft, gerät Nell von einem skurrilen Fettnäpfchen ins nächste.
Man spürt, dass der Autorin ihre Figuren am Herzen liegen, da diese wohldurchdacht sind. Alle Figuren, bis hin zu den Nebenfiguren, haben Eigenheiten, die sie real erscheinen lassen. Sie können immer wieder überraschen, ohne unglaubwürdig daher zu kommen. Selbstverständlich gab es auch hier Charaktere mit denen ich so meine Probleme hatte, weil sie mir einfach zu andersartig waren. Allerdings trägt dies eher zum Lesevergnügen bei, als dass ich es als störend empfinden könnte.

Stellenweise erinnerte mich der Roman auch ein wenig an "Ein Ja im Sommer" von Mary Kay Andrews, da die weibliche Hauptfigur auch damit kämpfen muss ihren Blumenladen am Leben zu halten, irgendwann bereit ist diesen zu verkaufen und dabei von ihrem Assistenten (bzw. hier Assistentin) betrogen wird, indem diese mit dem Gegner "anbändeln". Allerdings ist dies auch die einzige thematische Überschneidung. Beide Romane spielen in unterschiedlichen Ländern und zu unterschiedlichen Zeiten.
Dies ist in jedem Fall ein Roman, mit dem man eine Vielzahl an Emotionen ausleben kann. Man lacht, leidet und fiebert mit der Nell mit. Stellenweise wollte ich Nell "in den Arsch treten" so sehr habe ich mitgefiebert.
Auch wenn der Roman an einigen Stellen ziemlich vorhersehbar ist (insbesondere das Ende war mir relativ schnell klar), kann er immer wieder mit spannenden Wendungen aufwarten, die ihn in neue Bahnen lenkt. Hier wird einem auf jedem Fall beim Lesen nicht langweilig.

Da ich nur wenig am Roman auszusetzen habe, bekommt er von mir gute 4 von 5 Punkte.


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