[Rezension] "Schneeflockenträume und Weihnachtszauber" von Shannon Stacey


Klappentext:

Dieses Weihnachtsfest muss einfach perfekt werden! Nach einem turbulenten Jahr mit etlichen Tiefschlägen setzt Christina alles daran, ihrem kleinen Sohn Nathaniel das schönste Weihnachten aller Zeiten zu bereiten - inklusive Plätzchen backen, Schmücken des Christbaums und selbstverständlich dem Besuch der Weihnachtsparade. Aber wie soll sie das alles schaffen? Wenn sie doch zwei linke Hände hat und selbst Rauchmelder und Kaffeemaschinen nie so wollen wie sie. Allerdings hat sie auch nicht mit ihrem persönlichen Weihnachtsretter Will gerechnet …


Meine Meinung:

"Schneeflockenträume und Weihnachtszauber" ist ein wunderschöner Kurzroman mit 143 Seiten, bei dem ich am Ende nicht das Gefühl hatte, dass er wirklich so kurz war. Shannon Stacey schafft es auf wenigen Seiten eine Menge reinzupacken. Sie hat mich von der ersten bis zur letzten Seite mit ihren Figuren und der Handlung gefesselt.

Im Mittelpunkt des Geschehens stehen Christina, die das erste Mal mit ihrem Sohn Nathaniel alleine ist, und Will, der nach dem Tod seines Vaters zurück zu seiner Mutter zieht. Beide haben Schicksalsschläge erlitten, die sie noch nicht so ganz überwunden haben. Christina muss gerade von vorne beginnen, nachdem sie sich von ihrem Mann getrennt hat, der wegen Betrugs ins Gefängnis musste. Will wiederum hat vor ein paar Jahren seine Frau und sein ungeborenes Kind verloren und diesen Verlust bis jetzt nicht so ganz überwunden. Beide sind im Grunde noch nicht bereit für eine neue Beziehung. Aber als die beiden aufeinandertreffen, ist Wollen manchmal zweitrangig. So sehr die beiden sich auch sträuben, beide entwickeln Gefühle füreinander, auch wenn sie dies nicht wahrhaben wollen. Beide müssen sich letztendlich entscheiden, was sie vom Leben wollen.

Shannon Stacey schreibt auf sehr emotionale, und ja teilweise auch kitschige, Weise, so dass man sich total in der Handlung verliert. Ich für meinen Teil habe mit den beiden, und auch mit Nathaniel und Wills Mutter, gelitten. Zwischendurch wollte ich ihnen zurufen "Jetzt gebt euch doch mal einen Ruck!".
Dieser Roman ist eine perfekte Mischung aus Liebes- und Weihnachtsroman. Auch wenn die Liebesgeschichte zwischen Christina und Will im Vordergrund steht, schafft es der Roman dennoch eine tolle Weihnachtsstimmung zu vermitteln. Der Geist von Weihnachten kommt durch diesen Roman sehr gut zur Geltung.

Mit Will und Christina hat Shannon Stacey auch liebenswerte Hauptcharaktere geschaffen, die beide sehr willensstark und selbstbewusst sind. Beiden hat das Leben übel mitgespielt, aber dennoch versuchen sie das Beste daraus zu machen.
Allerdings muss ich auch sagen, dass der Klappentext Christina nicht gerecht wird. Wenn man den Klappentext so liest, könnte man meinen, dass sie sehr unselbstständig, naiv und tollpatschig daherkommt. Dies ist sie jedoch definitiv nicht. Vielmehr ist sie eine eigenständige, mutige und engagierte Frau, die nach einem tiefen Fall sich selbst aus dem Dreck zieht.

Da mir dieser Kurzroman von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann ziehen konnte, bekommt er von mir wohlverdiente 5 (von 5) Punkte.

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