[Rezension] "Unter dem Mistelzweig" von Manuela Inusa


Klappentext:

Lucy ist vom Pech verfolgt. Ihre Mutter ist Anfang des Jahres verstorben, mit ihrem untreuen Freund ist es aus, und jetzt brennt auch noch die Arztpraxis ab, in der sie als Kinderkrankenschwester arbeitet.
Kurzerhand packt sie ihre Sachen und macht sich auf in das verschlafene Städtchen Pineville, Montana, wo ihre beste Freundin Dana ihren bis vor Kurzem noch tot geglaubten Vater für sie ausfindig gemacht hat - als verfrühtes Weihnachtsgeschenk sozusagen.
In Pineville erwartet Lucy aber nicht nur ihr Dad, sondern auch ein heißer Sheriff, einige ganz außergewöhnliche Menschen und der Funke Hoffnung, den sie so bitter nötig hat.

Ein Weihnachtsroman in 24 Kapiteln.


Meine Meinung:

Hierbei handelt es sich um einen Kurzroman mit 152 Seiten. Da mich der Klappentext angesprochen hat und ich ohnehin gerne Weihnachtsromane in der Vorweihnachtszeit lese, habe ich ihn mir natürlich gekauft. Ich bin auch total schnell in die Handlung reingekommen, da Lucy ein überaus liebenswerter Charakter ist. Sie befindet sich gerade am Tiefpunkt ihres Lebens: Ihre Mutter ist Anfang des Jahres verstorben, sie hat Schluss mit ihrem untreuen Freund gemacht und hat Zwangsurlaub, da die Kinderarztpraxis in der sie als Kinderkrankenschwester arbeitet, abgebrannt ist.
Als ihre Freundin Dana ihren lang verschollenen Vater im kleinen Städtchen Pineville aufstöbert, begibt Lucy sich dorthin. Dort läuft allerdings nicht alles wie geplant: trifft sie doch auf einen gutaussehenden Sheriff und lernt die wundersamen Bewohner des Örtchens, die sie ihn ihren Bann ziehen.

Dieser Roman ist eine gute Mischung aus Weihnachts-, Liebes- und Wundergeschichte, die mit einer Menge Rührseligkeit und Herzschmerz daher kommt. Dem ein oder anderen dürfte sie ein wenig zu schmalzig und seicht sein. Aber für mich macht gerade dies den Zauber dieses Romans aus.
Die Bewohner des kleinen Städtchens sind wundervoll harmonisch. Hier stehen die Menschen noch füreinander ein und verzeihen sich auch die ein oder andere (große) Kleinigkeit.

Den einzigen Kritikpunkt, den ich bei diesem Roman anbringen kann, ist die Tatsache, dass die Handlung noch durchaus mehr Raum verdient hätte. Zwar kommt der Kern des Geschehens sehr gut zur Geltung. Allerdings hätte die ein oder andere Sache noch etwas genauer ausgearbeitet werden können. Die Geschichte hätte meiner Ansicht nach durchaus das Potential für einen vollständigen Roman geboten.

Dies war mein erster Roman der Autorin und wird wahrscheinlich auch nicht der letzte sein, da mir ihre locker leichte Schreibweise durchaus gefällt. Sie schafft es auch mit wenigen Seiten mich als Leser von sich zu überzeugen.

Da mir der Roman durchaus gefallen hat, jedoch zu einem ganzen Roman ausgebaut einfach vollkommen perfekt wäre, bekommt er von mir gute 4 (von 5) Punkte.


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