Gemeinsam Lesen #153


Hallo zusammen,

ich bin auf zwei Blogs (Weltenwanderer & schlunzenbücher) auf eine tolle Aktion gestoßen, bei der man immer Dienstags von seinen Buch, welches man derzeitig liest, berichtet, indem man vier Fragen dazu beantwortet.
Die ersten drei Fragen sind immer vorgegeben:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Die vierte Frage wird jedes Mal neu gestellt und inzwischen nur noch bei Schlunzenbücher online gestellt.

Da ich letzte Woche krankheitsbedingt nicht dazu gekommen bin einen Beitrag zu verfassen, hier nun wieder wie gewohnt meine Antworten für diese Woche:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese aktuell "Breaking News" von Frank Schätzing und bin derzeitig auf Seite 294 (von 976).



Klappentext:
Wo immer die Welt brennt – Starreporter Tom Hagen ist an vorderster Front mit dabei, zu jedem Risiko bereit. Bis er in Afghanistan den Bogen überspannt. In einer einzigen mörderischen Nacht verliert er alles, Renommee, Geld, Zukunft. Drei Jahre später bietet sich in Israel die Gelegenheit zum Comeback. Doch was ein journalistischer Coup zu werden verspricht, entwickelt sich unversehens zu einer Hetzjagd durch die explosivste Region der Welt. Auf der Flucht vor Geheimagenten und Killern kämpft Hagen ums nackte Überleben – gegen eine Verschwörung, deren Anfänge ins koloniale Palästina zurück-reichen, in eine von Mythen durchzogene Epoche, als die Saat für den Nahostkonflikt gelegt wurde….
›Breaking News‹ ist Thriller, Politdrama und Familiensaga – hart, rasant und berührend.


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

1967 ist gesprenkelt mit Ereignissen.

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Ich muss gestehen, dass ich vorm Buch zuerst ein wenig zurückgeschreckt bin, als ich es in der Buchhandlung in den Händen hielt, da es schon ein sehr dicker Wälzer ist. Aber der Klappentext hatte mich schon neugierig gemacht und so fing ich am Sonntag an zu lesen und war sofort gefesselt. Frank Schätzing nimmt einen als Leser direkt in eine aufregende, turbulente und nicht immer ganz gewaltfreie Welt. Er erzählt dabei mit einer so nüchternen Sachlichkeit, dass man sich nicht nur in der Handlung verliert, sondern dabei auch noch geschichtliche und gesellschaftspolitische Dinge lernt.
Als ich am Montag morgen überlegt habe, ob ich dieses Buch mit auf meinem Weg zur Arbeit nehme oder doch lieber ein anderes Buch, welches dünner ist (ich fahre mit Bus und Bahn zur Arbeit und lese dabei immer gerne), dauerte es nicht lange mich zu entscheiden. Das Buch hatte mich so sehr in den Bann gezogen, dass mir auch die Dicke und Schwere in meiner Tasche dabei egal war. Das Einzig nervige für mich war, dass ich morgens und abends das Lesen unterbrechen musste, als ich bei meiner Arbeitsstelle ankam bzw. wieder an meiner Haltestelle ankam. Und auch heute wird mir das Buch wieder den Arbeitsweg versüßen.
Falls ihr das Buch noch nicht gelesen habt: Ich kann es jedem nur wärmstens ans Herz legen!

4. In welchem Buch würdest du den Rest deines Lebens verbringen wollen?

Wenn ich es mir aussuchen könnte, dann würde ich gerne im kleinen Örtchen Virgin River aus Robyn Carrs Romanreihe leben. Ich habe mich direkt beim Lesen des ersten Romans "Neubeginn in Virgin River" in den kleinen Ort und seine Bewohner verliebt und diese Liebe hielt auch bis zum 20. und letzten Band der Reihe an. Ich finde es fast schon ein wenig schade, dass die Reihe irgendwann ein Ende fand. Der Ort und seine Bewohner waren mir einfach total ans Herz gewachsen, weil dort eine so starke Gemeinschaft herrscht, wie man sie in der heutigen Zeit manchmal vermisst. Denn seien wir doch mal ehrlich: Wer kennt noch seine ganzen Nachbarn näher und hat mehr mit ihnen zu tun, als sie kurz zu grüßen, wenn man sie sieht?
In Virgin River stehen die Menschen noch füreinander ein und kümmern sich umeinander, ohne dass viel Aufhebens darum gemacht wird. OK, zugegebenermaßen sind die Bewohner manchmal auch ein wenig neugierig. Aber selbst dies hält sich noch in Grenzen.
Ich würde auf jeden Fall gerne dort leben.


Wie sieht's bei euch aus? In welchem Buch würdet ihr den Rest eures Lebens verbringen wollen?

Schöne Wintergrüße
Natalie

[Rezension] "All die verdammt perfekten Tage" von Jennifer Niven

Buchinformationen: (Quelle: http://www.randomhouse.de/)

€ 14,99 [D]
€ 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empf. VK-Preis)
Paperback, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-8090-2657-0
Erschienen: 28.12.2015


Autoreninfo:
 (Quelle: http://www.randomhouse.de/)

Jennifer Niven wuchs in Indiana auf, dort, wo auch All die verdammt perfekten Tage spielt. Mit der herzzerreißenden Liebesgeschichte von Violet und Finch hat sie Verlage in aller Welt begeistert – die Rechte wurden in 32 Länder verkauft. In den USA stieg All die verdammt perfekten Tage sofort auf Platz 13 der New-York-Times-Bestsellerliste ein, eine Hollywoodverfilmung ist ebenfalls in Planung. Heute lebt die Autorin mit ihrem Verlobten und ihren »literarischen« Katzen in Los Angeles, wo sie 2000 das Schreiben zu ihrem Hauptberuf machte.

Klappentext:

Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke – das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann – ein verwegener, witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden…


Meine Meinung:

Nachdem ich bereits so viel Gutes über diesen Roman gehört hatte, wollte ich diesen Roman auch gerne lesen. Daher war ich erfreut, als ich den Roman als Rezensionsexemplar erhalten habe.
Ich muss gestehen, dass beim Lesen anfangs ein wenig die Ernüchterung kam, da ich mir zunächst nicht ganz so sicher war, was ich von den beiden Hauptfiguren halten sollte. Sie waren jünger, als ich sie mir vorgestellt hatte. Des Weiteren fand ich insbesondere Finch anfangs total anstrengend und undurchsichtig, stellenweise sogar richtig unverschämt. Violet war mir zunächst einfach zu blass und farblos und kam nur wenig aus sich raus, Allerdings wandelt sich dies im Laufe des Romans glücklicherweise und die beiden können zeigen, dass mehr in ihnen steckt, als auf den ersten Blick scheint.

Finch und Violet begegnen einander, als beide durch einen Sprung vom Glockenturm der Schule ihrem Leben ein Ende setzen wollen. Finch rettet dabei Violet, als er sie zufällig erblickt. Für alle Außenstehenden scheint es jedoch so, als habe Violet Finchs Leben gerettet. Wie soll es doch auch anders sein. Ist Finch doch ohnehin ein Freak und Violet das beliebte Mädchen der Schule, die mit dem Schulschönling zusammen ist. Beide rücken das Gerücht allerdings auch nicht gerade.
Eher zufällig freunden die beiden sich an und erkennen dabei, dass sie beim jeweils anderen so sein dürfen, wie sie wirklich sind und nicht so wie die Außenwelt sie abgestempelt hat.
Nach und nach werden Umstände aus ihren verschiedenen Leben offenbart, die zeigen, warum sie die sind, die sie sind. Allerdings geschieht dann irgendwann etwas unausweichliches, was teils zu vorhersehbar war, aber dennoch gleichzeitig plötzlich und unerwartet ist.

Vom Thema her ist dieser Roman super. Er beleuchtet die Hintergründe dafür sein Leben beenden zu wollen genau und geht dabei sehr tiefsinnig vor. Jennifer Niven zeigt mit ihrem Leben welche Auswirkungen bestimmte Ereignisse auf Menschen haben können und wie die Reaktion von anderen Menschen Einfluss auf ihn nehmen, auch wenn die erfolgten Reaktionen nicht immer beabsichtigt sind.
Jennifer Niven geht dabei total nüchtern und sachlich vor. Sie verurteilt bestimmte Figuren nicht für ihr Verhalten, sondern lässt ihre Taten unterschwellig wirken. Gerade dieser Umstand macht die Handlung interessant und lesenswert.

Das Buch und seine Figuren konnten mich erst recht spät so wirklich packen. Insbesondere Violet bleibt fast bis zum Ende ziemlich blass. Sie kommt erst so richtig aus sich raus, als es im Grunde schon zu spät ist.
Vom Thema her ist der Roman jedoch super. Daher bekommt der Roman von mir schwache 4 (von 5) Punkte.


[Rezension] "Frühlingsnächte" von Debbie Macomber

Buchinformationen: (Quelle: http://www.randomhouse.de/)

€ 9,99 [D]
€ 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empf. VK-Preis)
Taschenbuch, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-7341-0191-5
Erschienen: 15.02.2016


Autoreninfo: (Quelle: http://www.randomhouse.de/)

Debbie Macomber, Spitzen-Bestseller-Autorin, ist eine der beliebtesten zeitgenössischen Schriftstellerinnen mit mehr als 170 Millionen verkauften Büchern weltweit. In ihren Romanen schreibt Macomber über Beziehungen, Familie und Freundschaft und erfreut ihre Leser mit Geschichten über Verständnis und Hoffnung. Macombers Romane hielten sich über 750 Wochen auf der New-York-Times-Bestsellerliste. Acht von zehn Romanen landeten sogar auf dem ersten Platz.
2014 werden als Hardcover von Macomber Blosom Street Brides (März), Love Letters: A Rose Harbor Inn Novel (August) and Mr. Miracle (Oktober), Starting Now (April) und ihr gefeierter Weihnachtsroman Starry Night (Oktober) erscheinen.
Zusätzlich zu ihren Romanen hat Macomber zwei Bestseller-Kochbücher veröffentlicht, unzählige inspirierende Sachbücher und zwei von den Kritikern gefeierte Kinderbücher.
Macomber ist Besitzerin des Victorian Rose Tea Room und des Garngeschäfts A Good Yarn , das nach dem Laden in ihrem erfolgreichen Buch Blossom Street benannt wurde. Debbie und ihr Mann Wayne sind in beratender Funktion für die Zeitschrift Guideposts tätig. Außerdem ist Debbie internationale Sprecherin für den gemeinnützigen Verein Stricken für Kinder.
Debbie Macomber, die gerne Großmutter ist, lebt mit ihrem Mann in Port Orchard, Washington, wo auch ihre Romane spielen, und verbringt die Winter in Florida.


Klappentext:

Jo Marie Rose hat nach einem schweren Schicksalsschlag in dem beschaulichen Küstenstädtchen Cedar Cove einen Neuanfang gewagt. Mit ihrem Bed & Breakfast, dem Rose Harbor Inn, steht sie nun vor einer neuen Herausforderung: Als Erinnerung an ihren verstorbenen Mann will sie einen weitläufigen, üppigen Rosengarten anlegen. Hilfe erhält sie dabei von Mark, einem begabten Handwerker, in dessen Gesellschaft sie sich fast schon gefährlich wohl fühlt. Doch auch ihre neuen Gäste halten Jo Marie in Atem, denn Mary und Annie tragen beide ein Geheimnis mit sich herum, dessen Grundsteine in Cedar Cove liegen …


Meine Meinung:

Nachdem ich den Vorgängerroman "Winterglück" (bzw. "Rose Harbor und der Traum vom Glück" gelesen habe, war für mich klar, dass ich diese Fortsetzung unbedingt lesen wollte. Daher war ich glücklich, dass ich den Roman als Rezensionsexemplar erhalten habe.
Als ich anfing zu lesen, wurde ich auch direkt wieder in den Bann gezogen. Debbie Macomber schafft es mit leicht lockerem Schreibstil einen als Leserin sofort mitzureißen und sich in den von ihr beschriebenen Ort zu verlieben. Ich für meinen Teil habe beim Lesen das Gefühl gehabt real vor Ort zu sein, so liebevoll gestaltet Debbie Macomber die Umgebung rund um das Bed&Breakfast Rose Harbor Inn.

Mit diesem Roman kehrt die Autorin mit neuen Gästen zurück ins Bed- & Breakfast "Rose Harbor Inn" von Jo Marie zurück.
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die beiden Gäste Annie (bzw. auch ihre Großeltern) und Mary.
Annie und ihre Großeltern sind nach Cedar Cove gekommen, um den 50. Hochzeitstag der beiden zu feiern. Annie (die sich gerade erst von ihrer aufgelösten Verlobung erholt) möchte für die beiden eine zweite Hochzeit ausrichten. Im Bed- & Breakfast angekommen, muss Annie jedoch erkennen, dass ihre Großeltern, von denen sie immer gedacht hatte, dass sie die perfekte harmonische Ehe führen, sehr viele Probleme miteinander haben und sich ständig nur angiften. Während sie nun versucht, den beiden eine zweite Hochzeit dennoch schmackhaft zu machen, und die beiden wieder einander näher zu bringen, trifft sie auf ihren alten Jugendfreund (und Nachbarsjungen) Oliver (den ihre Großeltern immer schon ins Herz geschlossen hatten). Das Ganze macht ihr Leben nach noch turbulenter, als sie es sich vorgestellt hat.
Mary versucht in Cedar Cove wieder zu Kräften kommen, da sie nach einer langen Chemotherapie kaum noch Kraft für irgendetwas hat. Während ihrer Krankheit ist Mary ins Grübeln gekommen. Sie konnte in den vergangenen zwei Jahrzehnten zwar enormen beruflichen Erfolg verbuchen, hat aber dafür vieles in ihrem Leben, was sie nun enorm bereut. An erster Stelle steht die Beziehung zu George (und die Gründe, die dazu geführt haben). Nun ist sie zurückgekehrt, um sich bei ihm zu entschuldigen, auch wenn sie anfangs Probleme hat ihm die Gründe für die Beziehungsabbruch zu offenbaren.
Des weiten entwickelt sich die Beziehung zwischen Jo Marie und dem Allround-Handwerker Mark weiter. Annie möchte im Gedenken an ihren verstorbenen Mann Paul einen Rosengarten anlegen lassen, und gibt Mark den Auftrag dafür. Es kommt, wie es schon im ersten Band war: die beiden sind sich ständig uneins.

In diesem Roman lässt Macomber die beiden Figuren Jo Marie und Mark sich weiterentwickeln. Man spürt es förmlich zwischen ihnen knistern, auch wenn sich zwischen ihnen immer noch nicht so etwas wie Liebe entwickelt. Man ahnt aber jetzt schon, dass die beiden Gefühle füreinander haben, die sie sich und dem Anderen nicht eingestehen wollen.
Des weiteren erfährt man als Leser, wie Jo Marie sich weiter in diesem Ort einlebt, weitere Bewohner kennenlernt und sich mit einigen von ihnen anfreundet.

Dieser Roman strotzt im Grunde voller Gefühle und Herzschmerz, der es schafft, nicht allzu kitschig und schmalzig daher zu kommen. Man spürt erneut, dass Macomber die einzelnen Charaktere sehr am Herz liegen und dass sie deren Handlungen und Gedanken gut durchdacht hat. Sie schafft es, die einzelnen Protagonisten so lebendig und real erscheinen zu lassen, dass man das Gefühl hat mitten im Geschehen zu stehen. Der Ort Cedar Cove offenbart mal wieder, die traumhaft es sein kann, in einem Ort zu leben, in dem die Menschen füreinander da sind.
In diesem Roman geht es, wie bereits im ersten Teil um Vergangenheitsbewältigung, dieses Mal anhand der Lebenssituationen von Annie und Mary. Die beide haben Geheimnisse, die sie versuchen zu hüten. Beide müssen aber erkennen, dass es manchmal besser ist loszulassen und sein Leben weiterzuleben.
Beim Lesen fiebert man mit Charakteren mit und stellt sich immer wieder vor, in welche Richtung die Handlung gehen wird. Man wird ständig neu überrascht, da immer neue Geheimnisse zu Tage kommen, die das Leben der Protagonisten beeinflusst. Man hinterfragt immer wieder deren Handlungsweisen und fragt sich, ob man genau handeln würde. Macomber schafft es, dass man sich beim Lesen mit den einzelnen Charakteren identifiziert und Teile von sich bei ihnen wiederfindet.

Dieser Roman ist sehr einfach geschrieben und lässt sich somit gut in einem Rutsch lesen. Wer mehr auf "intellektuelle" Literatur steht, sollte sich diesen Roman wahrscheinlich nicht vorknöpfen. Wer aber am Abend oder Wochenende einfach mal abschalten und in eine harmonische, jedoch nicht problemfreie, Welt abtauchen möchte, der ist mit diesem Roman gut bedient. Mir für meinen Teil gefiel dieser Roman sehr gut, da er schöne Kurzweil bietet. Ein paar Kekse und ein Cappucchino dazu und ein wundervoller Lesenachmittag ist garantiert.
Mir hat diese Fortsetzung genauso  gut wie der erste Teil gefallen. Allerdings muss ich auch gestehen, dass sich der Roman an manchen Stellen ein wenig in Nebensächlichkeiten verlor. Daher kann ich dem Roman auch keine vollen 5 Sterne geben, sondern nur sehr starke 4 (von 5) Punkte.



[Rezension] "Wir zwei und der Himmel dazwischen" von Polly Dugan

Buchinformationen: (Quelle: http://www.droemer-knaur.de/)

Taschenbuch, Knaur TB
11.01.2016
400 Seiten
ISBN: 978-3-426-51788-8

Autoreninfo: (Quelle: http://www.pollydugan.com/)

Polly Dugan lives in Portland, Oregon, and is a reader at Tin House magazine. A former employee of Powell's Books, she is an alumna of the Tin House Writer's Workshop. Dugan's first published story, "A Matter of Time," was Line Zero's Spring 2012 Literary Contest Winner, "Masquerades" (as "One At a Time"), was Narrative's Story of the Week (December 2012), and "Kitten Season" was an Honorable Mention Recipient in Glimmer Train's Short Story Award for New Writers (August 2009).


Klappentext:

Garrett hat seinem besten Freund versprochen, sich um dessen Familie zu kümmern, sollte Leo je etwas zustoßen. Schriftlich haben sie es festgehalten, dass Garrett Leos Frau Audrey heiraten und seinen Söhnen ein zweiter Vater sein solle. Das ist jetzt 12 Jahre her. Und Leo ist tot. Garrett kündigt seinen Job und zieht um, um für Audrey und die Kinder da sein zu können. Und was zu Leos Lebzeiten undenkbar war, geschieht. Garrett verliebt sich: in Audrey, in die Jungs und das Leben als Familie. Doch dann erfährt Audrey von dem Versprechen …


Meine Meinung:

Selten schafft es ein Buch mich direkt zu Beginn zu packen. Aber dieser Roman hat es zweifelsohne geschafft. Nach nur wenigen Seiten kamen mir bereits die Tränen. Teils vor Traurigkeit, aber auch vor Rührung, weil mich die Handlung so mitgerissen hat.
Polly Dugan ist mit diesem Roman ein wundervoller Roman gelungen, der einem zu Herzen geht und beim Lesen nicht kalt lässt. Sie schreibt mit einer beeindruckenden Emotionalität vom Verabschieden, Loslassen und Neuanfang und reißt einen so mit, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag,

Im Mittelpunkt des Geschehens stehen vorrangig Garett und Audrey. Garett hatte seinem besten Freund Leo, Audreys Mann, vor gut 12 Jahren geschworen, dass er sich um Audrey und seine Familie kümmern und sie heiraten würde, wenn ihm irgendetwas geschieht. Das Undenkbare tritt dann ein und Garett fühlt sich seinem Versprechen verpflichtet. Er zieht zu Audrey und ihren Söhnen und kümmert sich nicht nur um sie, sondern sorgt auch dafür, dass der von Leo angefangene Hausanbau weiter voranschreitet. Während die Wochen vergehen, entwickeln Garett und Audrey Gefühle für einander, auch wenn sie sich selbst nicht eingestehen wollen, dass dies mehr ist, als nur gemeinsame Verbindung zu Leo. Auch an den Jungs geht dies nicht spurlos vorbei.

Polly Dugan hat die Auswirkungen, die Leos Tod auf alle Beteiligten hat, perfekt dargestellt. Jeder geht mit seinem Tod auf unterschiedliche Art um und verarbeitet diesen auf seine persönliche Art. Der im Buch beschriebene Heilungsprozess ist dabei total ungradlinig, dass die Handlung real erscheint. Man nimmt den Figuren ihre Trauer ab und merkt beim Lesen, wie man selbst in eine Trauerstimmung gerät.
Man merkt, dass die Figuren wohldurchdacht sind. Jede Figur hat Charaktereigenschaften, die sie einzigartig macht und lebendig erscheinen lässt. Es fällt leicht sie auseinander zuhalten. Jede Figur darf im Verlauf des Romans die Geschehnisse aus der eigenen Sichtweise schildern, wodurch ein allumfassendes Bild gezeichnet wird. Die Figuren gewinnen dadurch meiner Meinung auch an enormen Tiefgang und man kann sich leicht in sie hineinversetzen.

Dies ist in jedem Fall ein Roman, bei dem man eine Packung Taschentücher zur Hand haben sollte. Mich hat er in jedem Fall immer wieder stark mitgenommen, dass ich öfters mal einen Kloß im Hals hatte.

Meiner Meinung nach ist dies ein Buch, das man gelesen haben sollte. Total bewegend und emotional und verdient damit berechtigt die volle Punktzahl von 5 (von 5) Punkte.

[Rezension] "Im Spiegel ferner Tage" von Kate Riordan

Buchinformationen: (Quelle: http://www.randomhouse.de/)

€ 9,99 [D]  € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empf. VK-Preis)
Taschenbuch, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-453-41799-1
Erschienen: 14.12.2015


Autoreninfo: (Quelle: http://www.randomhouse.de/)

Kate Riordan lebt in Cheltenham. Sie ist freie Journalistin und schreibt unter anderem für den Guardian und Time Out.




Klappentext:

London, 1932. Als die 21-jährige Alice ungewollt schwanger wird, schickt ihre Mutter sie auf ein Gut im malerischen Gloucestershire, um den Namen der Familie zu schützen. Fasziniert von dem verwunschenen Anwesen erwacht Alices Neugierde, und sie erfährt von dem tragischen Los der einstigen Gutsherrin Elizabeth. Das Geheimnis um die schöne Frau berührt sie auf eigentümliche Weise, und Alice begibt sich auf Spurensuche. Sie entdeckt eine große Liebesgeschichte - und einen schlimmen Verrat …


Meine Meinung:

Ich habe diesen Roman als Rezensionsexemplar erhalten. Generell bin ich ja nicht so die typische Leserin von historischen Romanen. Aber der Klappentext konnte dennoch mein Interesse wecken. Beim Lesen konnte mich der Roman dann auch davon überzeugen, dass auch historische Romane faszinieren können, Wobei ich auch gestehen muss, dass der Roman anfangs ein wenig schwach ist und ein wenig gebraucht hat, um mich in den Bann zu ziehen, da ich mir nicht sicher war, wohon die Handlung hinführen wird.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht zum Einen die junge Alice, die im Jahr 1932 ungewollt schwanger wird und dann von ihrer Mutter aufs Land geschickt wird, um die Schwangerschaft zu verbergen. Während ihres Aufenthalts auf dem alten Gut stößt sie auf ein dunkles Geheimnis um die ehemalige Lady Elisabeth und wird dabei tief in die alten dunklen Geschichten des Guts gezogen. Nach und nach lüftet sich das dunkle Geheimnis, was auch nicht spurlos an Alice vorbeigeht.

Dem alten Gut haften düstere Geheimnisse an, was sich in der Stimmung des Romans widerspiegelt. Stellenweise hat man das Gefühl sich inmitten einer Horror- bzw. Geistergeschichte zu befinden. Dann wiederum könnte man meinen, man befindet sich inmitten einer dunklen Familiengeschichte. Gerade dadurch, dass man diesen Roman keinem bestimmten Romangenre so wirklich zuordnen kann, wird der Roman erst richtig lesenswert.

Kate Riordon ist mit ihrem Roman ein wundervolle Geschichte um die Jahrhundertwende des 20. Jahrhunderts gelungen. Man erfährt beim Lesen sehr viel über die damalige Zeit und insbesondere der vorherrschenden Rolle der Frau. Mit Alice und Elisabeth hat sie interessante und lebendige Figuren gewählt, die beide an einem Wendepunkt in ihrem Leben sind.
Stellenweise tritt der Roman allerdings meiner Meinung nach ein wenig zu sehr auf der Stelle, indem sich Handlungen immer wieder wiederholen und von unterschiedlichen Seiten betrachtet werden. Hier hätte man an einzelnen Stellen die Handlung ein wenig straffen können.

Auch wenn der Roman ein wenig braucht, um so richtig in Fahrt zu kommen, holt er dieses Tempo schnell auf und wird immer dramatischer. Nach und nach erfährt man mehr über die Hintergründe um Elisabeths Situation. Es kommen immer neue Geheimnisse zu Tage, die in einem fulminanten und schlüssigen Ende gelöst werden.

Anfangs etwas schwach, endet der Roman sehr emotional. Dies ist ein überaus schöner Roman, der Anfang des 20. Jahrhunderts spielt und Ansichten der damaligen Zeit sehr gut einfängt.
Da der Roman ein wundervolles Spiegelbild der damaligen Zeit darstellt, bekommt er von mir verdiente gute 4 (von 5) Punkte.

[Rezension] "Das Jahr, in dem wir alles wagen" von Lucy Diamond

Buchinformationen: (Quelle: http://egmont-ink.de/)

Autor: Lucy Diamond
Buchform: broschiert
ISBN: 978-3-86396-087-2
Preis: € 14,99


Autoreninfo: (Quelle: http://egmont-ink.de/)

Lucy Diamond wuchs in Nottingham auf. Sie unterrichtete Englisch an der Universität in Leeds und arbeitete bei verschiedenen Verlagen in London, bevor sie beschloss, all das hinter sich zu lassen und stattdessen eine Weltreise zu machen. Nach eineinhalb Jahren kehrte sie zurück nach England, wo sie nun mit ihrem Mann und ihren drei Kindern lebt.



Klappentext:

Drei Frauen, drei Schicksale und das Jahr, das alles verändert.
Eigentlich müssten Gemma Bailey und ihr Mann Spencer ihr Haus erst einmal richtig auf Vordermann bringen, bevor sie eine Einweihungsparty ausrichten. Aber es ist Silvester, und mit Musik, Alkohol und guten Freunden feiert es sich am besten in das neue Jahr hinein. Auch anwesend sind Caitlin, die nach dem Tod ihrer Mutter in ihren Heimatort zurückgekehrt ist, und Saffron, eine PR-Agentin, die das Cottage nebenan gemietet hat, um sich dort für eine Weile vor der Realität zu verstecken. Gemma, Caitlin und Saffron könnten unterschiedlicher nicht sein, doch sie schließen – mit der Hilfe mehrerer Cocktails und Glückskeksen – kurz vor Mitternacht einen Pakt: Das neue Jahr wird das beste, das sie je erlebt haben! Allerdings ahnen sie nicht, was die kommenden Monate für sie bereithalten werden. Bald muss jede der drei Frauen für sich eine Entscheidung treffen: Kann sie es wagen, ihr Leben auf den Kopf zu stellen und noch einmal ganz von vorn zu beginnen?


Meine Meinung:

Dieser Roman hat mich zum Einen aufgrund des Covers und des Titels angesprochen. Das Cover hat mich neugierig gemacht und der Titel sagt etwas aus, was ich gerne aus meinem Jahr machen möchte. Als ich dann den Klappentext gelesen habe, wurde ich noch neugieriger und habe das Buch daher relativ schnell auch zur Hand genommen.
Allerdings kam beim Lesen zunächst ein wenig die Ernüchterung. Nach etwa dem ersten Viertel des Romans hatte ich immer noch das Gefühl noch ganz am Anfang der Handlung zu sein. Gleichzeitig wurden die Figuren schon so weit präsentiert, dass man sich total gut in sie hineinversetzen konnte.
Alle drei Frauen, um die es im Roman geht, sind im Grunde mit ihrem Leben unzufrieden. Teils, weil sie ein Leben führen, dass sie so nicht führen wollten, teils aber auch, weil ihnen das Leben übel mitgespielt hat. Alle drei Frauen wollen ihr Leben ändern, wissen aber zunächst scheinbar nicht so recht wie. Ich finde ihre Unentschlossenheit, die sie dabei an den Tag legen, sogar relativ gut, da sie dadurch real und menschlich erscheinen. Auch wenn sie immer wieder ziemlich unentschlossen wirken, merkt man dennoch, dass sie alle relativ willensstark sind. Sie gewinnen im Laufe der Handlung immer mehr an Selbstsicherheit und wurden mir immer sympathischer.
Die drei weiblichen Hauptfiguren sind mir überaus sympathisch, was ich von den anderen Figuren leider nicht immer so sagen kann. Insbesondere Gemmas Mann und ihre Mutter gingen mir teilweise tierisch auf den Keks. Während Gemmas Mann am Ende noch die Biege bekommt, die man ihm allerdings leider nicht so ganz abnehmen kann, bleibt ihre Mutter bis zu ihrer Abreise einfach nur schrecklich. Gleichzeitig erklärt deren Verhalten aber auch Gemmas Charakterzüge und Handlungen.

Lucy Diamond schreibt in einem locker leichtem Erzählstil vom Kampf dreier unterschiedlicher Frauen für ein neues besseres und zufriedeneres Leben. Gleichzeitig finde ich die Handlung stellenweise aber auch ein wenig in die Länge gezogen. Zwischendurch verharrt die Autorin meiner Meinung nach ein wenig zu sehr und man wartet auf ein Vorankommen der Figuren.

Dies ist ein Roman, der von seinen sympathischen Hauptfiguren lebt und beim Leser die Botschaft vermitteln möchte: Du kannst dein Leben in die eigenen Hände nehmen, aber es ist nicht leicht. Gerade diese Botschaft macht diesen Roman meiner Meinung nach lesenswert.
Es ist ein schönes Buch über interessante Frauen und mit einer tollen positiven Einstellung. Daher bekommt dieser Roman von mir gute 4 (von 5) Punkte.


[Rezension] "Weil wir zusammengehören" von Anouska Knight

Buchinformationen: (Quelle: http://www.mira-taschenbuch.de/)

ISBN 978-3-95649-271
6384 Seiten
9,99 EUR [D] 10,30 EUR [AT]
Originaltitel: A Part Of Me


Autoreninfo: (Quelle: http://www.mira-taschenbuch.de/)

Eigentlich ist Anouska Knight Inneneinrichterin. Doch die Geburtstagstorten, die sie für ihre beiden Söhne backte, waren bald so beliebt, dass sie eine eigene Konditorei eröffnete. Der Aufruf zu einem Schreibwettbewerb ließ sie die Ofenhandschuhe aus der Hand legen und „Am Horizont ein Morgen“ verfassen, mit dem sie den Contest gewann. Seitdem ist sie hauptberuflich Autorin und lebt zusammen mit ihrer Familie in Staffordshire.



Klappentext:

"Wir kriegen ein Baby!" Amy ist überglücklich, als sie die Nachricht erhält. Nach Jahren des sehnsüchtigen Wartens dürfen sie und James endlich ein Kind adoptieren. Doch nur Tage später platzt ihr großer Traum von einer gemeinsamen Familie: In flagranti erwischt Amy ihren Mann mit einer anderen! Tief verletzt verlässt sie ihn und stürzt sich in ihre Arbeit, um den Schmerz zu vergessen. Dort lernt sie den abenteuerlustigen Rohan kennen, der es schafft, ein Fünkchen Hoffnung in ihr zu entfachen. Da gesteht James ihr, dass er sie immer noch liebt. Soll sie ihm eine zweite Chance geben - und damit auch ihrem Wunsch nach einer Familie?


Meine Meinung:

Nachdem ich bereits "Am Horizont ein Morgen" von der Autorin gelesen habe und es sehr mochte, wollte ich diesen Roman natürlich auch lesen.
Allerdings muss ich gestehen, dass dieser Roman hinter dem Vorgänger zurück bleibt. Es ist lesenswert, aber dennoch fehlte ein wenig der Esprit. Zum Einen ist Amy zwar ein einigermaßen sympathischer Charakter, der das Leben mehr als ein Mal übel mitspielt. Allerdings war sie mir auch ein wenig zu blass, um wirklich herauszustechen. Zum Anderen plätschert die Handlung meiner Meinung nach zu sehr vor sich. Bei diesem Roman kommt die echte Dramatik leider etwas zu spät.
Zwar kann dieser Roman durchaus mit Spannung und auch witzigen Situation aufwarten. Allerdings fehlte mir das richtige Auf und Ab. Stellenweise sorgen die Nebenfiguren, wie Amys Freundin und Mutter für mehr Wortwitz, als die beiden Hauptfiguren Amy und Rohan. Des Weiteren schafft sie es aber auch mit James eine richtige Hassfigur zu entwickeln, der man nur schlechtes wünscht.
Die beiden Hauptfiguren tänzeln meiner Meinung nach anfangs ein wenig zu sehr um einander herum, ohne jedoch einen wirklichen Versuch der Annäherung zu wagen. Man ahnt zwar, dass beide Geheimnisse mit sich rumtragen. Allerdings werden diese erst sehr spät so ganz gelüftet, wodurch erst spät so richtige Spannung aufkommt.

Anouska Knight schafft es jedoch auch mit einem durchaus interessanten, lockeren Schreibstil einen beim Lesen mitzureißen. Sie wirft immer wieder die ein oder andere Pointe ins Spiel, die die Geschichte in neue Bahnen lenkt. Generell merkt man schon, dass sie ihre Figuren und deren Handlungen wohldurchdacht hat. Jedoch fehlte mir zumindest bei den beiden Hauptfiguren anfangs ein echter Sympathiefaktor. Rohan konnte mich zumindest erst ab etwa der Hälfte des Romans in seinen Bann ziehen. Hier hätte ich mir etwas mehr Offenheit bezüglich seiner Person gewünscht.
Des Weiteren hat die Autorin den inneren Gewissenskonflikt, den Amy nach der Trennung von James ausgesetzt ist, gut dargestellt. Man nimmt Amy ihre Zwiespalt, ob sie sich mit James wieder versöhnen soll, nur um an das erträumte Adoptivkind zu kommen, wirklich ab. Sie wirkte auf mich in solchen Momenten überaus real.

Insgesamt betrachtet ist dies kein schlechter Roman. Allerdings kommen die beiden Hauptfiguren meiner Ansicht nach erst ein wenig zu spät aus sich heraus. Daher bekommt der Roman dieses Mal von mir nur schwache 4 (von 5) Punkte.


[Rezension] "Die letzten Tage von Rabbit Hayes" von Anna McPartlin

Buchinformationen: (Quelle: http://www.rowohlt.de/ )

Verlag:  rororo
Erscheinungstermin:  20.03.2015
464 Seiten
ISBN:  978-3-499-26922-6
übersetzt von: Sabine Längsfeld


Autoreninfo: (Quelle: http://www.rowohlt.de/ )

Anna McPartlin wurde 1972 in Dublin geboren und verbrachte dort ihre frühe Kindheit. Wegen einer Krankheit in ihrer engsten Familie zog sie als Teenager nach Kerry, wo Onkel und Tante sie als Pflegekind aufnahmen. Nach der Schule studierte Anna ziemlich unwillig Marketing. Nebenbei stand sie auch als Comedienne auf der Bühne, doch ihre wahre Liebe galt dem Schreiben, das sie bald zum Beruf machte. Bei der künstlerischen Arbeit lernte sie ihren späteren Ehemann Donal kennen. Die beiden leben heute zusammen mit ihren drei Hunden und zwei Katzen in Dublin.

Bereits ihr Debüt «Weil du bei mir bist» war international ein Bestseller. Mit dem Roman «Die letzten Tage von Rabbit Hayes», in dem Anna McPartlin viel von ihrer eigenen Vergangenheit verarbeitet hat, rührte und begeisterte sie unzählige Leserinnen und Leser und landete einen Riesenerfolg.


Klappentext:
Erst wenn das Schlimmste eintritt, weißt du, wer dich liebt.
Stell dir vor, du hast nur noch neun Tage. Neun Tage, um über die Flüche deiner Mutter zu lachen. Um die Hand deines Vaters zu halten (wenn er dich lässt). Und deiner Schwester durch ihr Familienchaos zu helfen. Um deinem Bruder den Weg zurück in die Familie zu bahnen. Nur neun Tage, um Abschied zu nehmen von deiner Tochter, die noch nicht weiß, dass du nun gehen wirst ...
Die Geschichte von Rabbit Hayes: ungeheuer traurig. Ungeheuer tröstlich.


Meine Meinung:

Mein letzter McPartlin liegt nun bereits eine Ewigkeit zurück, daher war ich auf diesen Roman auch ziemlich gespannt, insbesondere auch, weil ich bereits total viel Gutes von diesem Roman gehört hatte.
Als ich anfing zu lesen, hat Rabbit Hayes mich dann auch direkt in ihren Bann gezogen, da sie so ein tougher, zugleich aber auch verletzlicher Charakter ist. Sie weiß, dass sie sterben wird und dass sie ihre Liebsten, insbesondere ihre Tochter, zurücklassen muss. Während ihre Mutter es nicht wahrhaben möchte, dass ihre Tochter stirbt und immer neue Therapien vorschlägt, ist allen anderen klar, dass Rabbit sie verlassen wird. Während alle Beteiligte sich mit Rabbits anstehenden Tod auseinandersetzen, kommen alte Gefühle und Erinnerung wieder hoch. Dabei entbrandet auch ein Streit darüber, wer sich zukünftig um Rabbits Tochter kümmern soll.

Dies ist ein überaus emotionaler Roman, den kaum jemanden kalt lassen wird. Ich musste an vielen Stellen schlucken und die ein oder andere Träne unterdrücken, so sehr hat es mich bewegt. McPartlin schafft es meiner Meinung nach den inneren Kampf, den nicht nur Rabbit mit ihren anstehenden Tod, auszufechten hat, perfekt herauszuarbeiten, so dass die ganze Handlung real erscheint. Man leidet richtig mit den einzelnen Figuren.
McPartlin blickt in ihrem Roman auch immer wieder in Rabbits Vergangenheit, wodurch viele Handlungen der einzelnen Figuren Sinn ergeben. Man erlebt Rabbit von Beginn an, als selbstbewusste und eigenständige Person, die noch nie vorm Kämpfen zurückgeschreckt ist. Daher verwundert es einem zwar auch ein wenig, dass sie bereit ist zu gehen (wenn auch erst nachdem sie für Frieden in ihrem Umfeld gesorgt hat). Während ihre letzten Tage dahinschwinden, setzten sich alle Beteiligten mit ihrer Vergangenheit auseinander und lebt eigene Erinnerungen aus. Diese Aufbereitung der Vergangenheit lässt einem beim Lesen definitiv nicht kalt.

Mit diesem Roman ist McPartlin ein total emotionaler Roman mit einer lebensbejahenden Hauptfigur gelungen - einfach nur toll. Für mich ein absolutes Lesemuss. Ich könnte noch tausende weiterer Wörter zu diesem wundervollen Roman schreiben. Aber ich finde jeder sollte sich eine eigene Meinung bilden.
Daher bekommt der Roman von mir auch wohlverdiente 5 (von 5) Punkte.


Wessen Interesse nun auf den Roman geweckt wurde, der findet hier eine *Leseprobe*


Außerdem zur Info auch ein kurzer Buchtrailer:

Gemeinsam Lesen #151


Hallo zusammen,

ich bin auf zwei Blogs (Weltenwanderer & schlunzenbücher) auf eine tolle Aktion gestoßen, bei der man immer Dienstags von seinen Buch, welches man derzeitig liest, berichtet, indem man vier Fragen dazu beantwortet.
Die ersten drei Fragen sind immer vorgegeben:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Die vierte Frage wird jedes Mal neu gestellt und inzwischen nur noch bei Schlunzenbücher online gestellt.

Hier nun meine Antworten für diese Woche:


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese aktuell zwei Bücher, ein Roman und ein Sachbuch.
Zum Einen lese ich gerade "Im Spiegel ferner Tage" von Kate Riordan und bin derzeitig auf Seite 306 (von 544).



Klappentext:
London, 1932. Als die 21-jährige Alice ungewollt schwanger wird, schickt ihre Mutter sie auf ein Gut im malerischen Gloucestershire, um den Namen der Familie zu schützen. Fasziniert von dem verwunschenen Anwesen erwacht Alices Neugierde, und sie erfährt von dem tragischen Los der einstigen Gutsherrin Elizabeth. Das Geheimnis um die schöne Frau berührt sie auf eigentümliche Weise, und Alice begibt sich auf Spurensuche. Sie entdeckt eine große Liebesgeschichte - und einen schlimmen Verrat …





Außerdem lese ich gerade nebenbei noch "Natürlich sein - Das ganzheitliche Life-Coaching-Programm" von Felix Klemme und bin derzeitig auf Seite 154 (von 271).


Klappentext:
In seinem ersten Buch stellt Felix Klemme das von ihm entwickelte Life-Coaching-Konzept "Natural Network" vor, mit dem er in seiner Arbeitspraxis bereits viele Menschen in die Lage versetzt hat, sich auf ganzheitliche Weise mit sich selbst zu beschäftigen und ihr Leben nachhaltig zu verändern. Sein Einfühlungsvermögen, die Wertschätzung und Natürlichkeit, kombiniert mit neuesten Erkenntnissen aus Sportwissenschaft und Psychoneuroimmunologie und belegt durch Erfahrungsberichte, machen das Konzept verständlich und individuell einsetzbar. Alltagstaugliche Übungen, Ernährungstipps sowie Denkanstöße zum Verändern von Gewohnheiten runden die einzelnen Themenschwerpunkte ab.


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Als sie am nächsten Morgen erwachte, dachte sie, es sei schon spät. (Im Spiegel ferner Tage)

Hast du jeden Tag Lust, dich so richtig anzustrengen? (Natürlich sein)


3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

"Im Spiegel ferner Tage" habe ich bereits im Januar als Rezensionsexemplar erhalten und komme leider erst jetzt dazu es zu lesen. Obwohl ich bereits über die Hälfte des Romans gelesen habe, bin ich mir immer noch nicht ganz sicher, wohin die Handlung hinführen wird. Zwischendurch habe ich ein wenig das Gefühl, der Roman tritt ein wenig auf der Stelle. Generell ist er aber schon interessant. Man erfährt auf jeden Fall viel über die damalige Zeit und die Rolle der Frau. Der Roman kann in jedem Fall mit einer interessanten Hauptfigurt aufwarten.

"Natürlich sein" lag nun bereits seit längerem bei mir rum. Anlässlich meines 40 tägigen Zuckerverzichtsprojekts, an dem ich während der Fastenzeit teilnehme, habe ich mir das Buch nun doch mal vorgenommen.
Viele kennen Felix Klemme wahrscheinlich als Coach bei "Extrem schwer", bei dem er extrem übergewichtige Menschen beim Abnehmen unterstützt.
Auch wenn er im Grunde nicht viel "Neues" präsentieren kann, schafft Felix Klemme mich mit diesem Buch in seinen Bann zu ziehen und mir wieder vieles vor Augen zu führen, was in Vergessenheit gerät. Bislang finde ich das Buch sehr interessant. Insbesondere das Kapitel zur "Natürlichen Ernährung" fand ich interessant, da es für mich viel Infos darüber enthält, welchen Vorteil diese hat. Man erfährt auch, was Fertiggerichte, TK-Pizza und Co anrichten.
Das Buch ist sehr verständlich geschrieben und lockert mit Vergleichen zu Norman und Waltraut, zwei Steinzeitbewohnern die sachlichen Infos ziemlich auf. Felix Klemme gibt einem in seinem Buch sinnvolle Hinweise für ein gesünderes und natürliches Leben.


4. Man sympathisiert oder verschießt sich in Serien schnell in den Antagonisten, wie sieht es bei dir in Büchern aus? Bösewicht hui oder pfui?

Generell bin ich schon eher der Typ Leserin, die den Antagonist verteufelt. Ich meine, dafür sind sie doch da, oder? ;-)
Meistens haben Bösewichte Eigenschaften, die es einem nicht schwer machen, sie zu hassen und ihnen das Schlimmste zu wünschen. Es kommt allerdings auch ein wenig darauf an, in welchem Maße ihnen nur schlechte Eigenschaften zugeschrieben haben. Mit Francis Ackerman in den Thrillerromanen von Ethan Cross (Ich bin die Nacht, Ich bin die Angst und Ich bin der Schmerz) hatte ich sogar Mitgefühlt, da er zwar im Grunde ein Monster ist, aber gleichzeitig stellenweise auch eine menschliche Seite zeigen darf.

Was lest ihr gerade so? Kommt da vielleicht auch ein Bösewicht drin vor? Wie steht ihr überhaupt zu Bösewichten?


Sonnige Wintergrüße
Natalie



[Kurz-Rezension] "Spiel, Kuss und Sieg" von Susan Mallery

Buchinformationen: (Quelle: http://www.mira-taschenbuch.de/ )

ISBN 978-3-95649-261
7320 Seiten
9,99 EUR [D] 10,30 EUR [AT]
Originaltitel: When We Met (Fool's Gold # 13)
ISBN eBook 978-3-95649-509-0

Autoreninfo: (Quelle: http://www.mira-taschenbuch.de/ )

New York Times-Bestsellerautorin Susan Mallery wird von der Literaturkritik als mitreißende Autorin gefeiert und unterhält mit ihren witzigen, emotionalen Romanen über Frauen und ihre Beziehungen Millionen von Leserinnen auf der ganzen Welt. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrem unerschrockenen Zwerpudel in Seattle, wo das Wetter zwar nicht gut, der Kaffee dafür aber umso besser ist.


Klappentext:

Als sie den Mann anschaut, der im Café vor ihr steht, muss Taryn zugeben: Ja, sie weiß es - und das nicht nur, weil sie sich als PR-Beraterin für Ausnahmesportler mit Männern auskennt, die vor Testosteron nur so strotzen. Schon viel zu lange umkreisen Angel, der breitschultrige Bodyguardtrainer mit der faszinierenden Narbe am Hals, und sie einander. Es ist definitiv an der Zeit, der Anziehungskraft nachzugeben ... Denn nur weil sie in erster Linie an ihre Arbeit denkt, spricht ja nichts gegen ein kleines Abenteuer.
Doch in Fool's Gold ist es nicht leicht, einfach nur eine Affäre zu haben. Hier glaubt jeder an die große Liebe. Die große Liebe? Ein absurder Gedanke. Oder nicht?


Meine Meinung:

Ich möchte vorweg sagen, dass mich Susan Mallery mit ihrer Fools Gold - Reihe in ihren Bann gezogen hat, da sie alle von ziemlich selbstbewussten Frauen handelt, die einen tollen Mann kennenlernen.
Allerdings muss ich gestehen, dass mich dieser Band nicht so recht überzeugen konnte. Zwar ist die weibliche Hauptfigur überaus stark und selbstbewusst. Jedoch fehlt es ihr meiner Meinung nach ein wenig an Sympathie, so dass zumindest ich mit ihr die ganze Zeit nicht so recht warm wurde.

Im Grunde ist dies eine durchaus interessante Geschichte. Allerdings konnten seine Hauptfiguren bei mir dieses Mal nicht so recht punkten. Taryn hat zwar auch Schwächen (sie geht zum Beispiel nicht gerne campen), allerdings nimmt man ihr diese nicht so recht ab. Und auch Angel nimmt man seinen Wandel zum Frauenversteher nicht so schnell ab. Allerdings hat er meiner Meinung nach noch eine etwas sympathischere und menschlichere Seite, als Taryn, insbesondere als seine Vergangenheit offenbart wird.
Das Hin und Her zwischen den Beiden war insbesondere am Anfang ein wenig lahm und stagnierte meiner Meinung nach zu sehr. Mir fehlte hier echte Dramatik. Erst ab etwa der Hälfte des Romans kann die sich entwickelnde Beziehung der Beiden überzeugen, da es dann zu echten Spannungen kommt.

Generell ist dies ein Band aus einer tollen Reihe, der extrem schwach beginnt. Zunächst plätschert die Handlung etwas vor sich hin und nimmt erst spät richtig an Fahrt auf.
Dadurch, das das Buch zunächst ziemlich schwach startet, können auch die Figuren nicht so recht überzeugen. Aber glücklicherweise findet Mallery dann doch zu ihrer alten Form zurück und beendet den Roman voller Gefühle und Spannung.
Ich hoffe (und bin auch überzeugt), dass der nächste Band wieder besser wird.

Da mir diese Fortsetzung dieses Mal nur bedingt gefallen hat, bekommt er von mir durchschnittliche 3 (von 5) Punkte.


40 Tage Projekt: Zuckerfrei


Hallo zusammen,

ich habe ganz vergessen zu berichten, dass seit Mittwoch bei Hannah Freys Projekt "40 Tage Projekt: Zuckerfrei" mitmache. Nähere Infos zum Projekt findet ihr auf Hannah Freys Blog "Projekt: Gesund Leben", dem ich bereits seit längerem folge.

Im Grunde geht es bei diesem Projekt darum 40 Tage lang auf Zucker zu verzichten. In welchem Umfang das dann vonstatten geht, d.h. ob man nur auf Industriezucker oder sogar alle Zuckerprodukte wie Fruktose, Süsstoffe, etc. verzichtet, entscheidet jeder für sich selbst. Dafür eingerichtet wurde auch eine Facebook-Veranstaltung und eine geschlossene Gruppe, bei der man sich auch austauschen kann.
Viele nutzen die Zeit auch, um noch auf weitere Dinge zu verzichten.

Ich selbst möchte in den kommenden 40 Tagen vorrangig auf Industriezucker, Süßigkeiten (wie Kekse, Schokolade, Weingummi, etc.), Kuchen, Softdrinks und Fertigprodukte verzichten. Ich möchte mir mal wieder bewusst machen, was ich alles so unbewusst esse. Außerdem möchte ich gerne zu einer gesünderen Lebensweise hin, wovon meine Abnahme profitieren soll. Ich möchte auch wieder einen richtigen Geschmackssinn entwickeln, weil mir der glaube ich in den letzten Jahren schon ziemlich abhanden gekommen ist.
Ich bin schon extrem auf süß gepolt!

Allerdings muss ich auch gestehen, dass ich es nicht so eng sehen werde, wie manche Teilnehmer. Ich werde mir auch weiterhin mein Brot und meine Brötchen beim Bäcker kaufen, ohne mir Gedanken darüber zu machen, ob dort vielleicht auch eine Prise Zucker mit verbacken ist. Ich kaufe ohnehin schon seit längerem nicht mehr beim SB-Bäcker (bzw. Discounter-Bäcker), da ich die ganzen Zusatzstoffe vermeiden möchte.  Klar, kann ich nicht mit Gewissheit sagen, ob der Bäcker meines Gewissens nicht auch mit Zusatzstoffen backt. Aber zumindest richt das Brötchen dort noch nach Brötchen und nicht nach Chemie.
Ich werde mir auch die paar Scheiben Wurst, die ich pro Woche esse, nicht madig machen lassen, Klar, wird vielen Zutaten inzwischen Zucker zugemischt. Da bin ich beim Metzger meines Vertrauens auch nicht vor gefeit. Ich finde, man kann es auch auf die Spitze treiben.
Ich werde auch nicht das Obst essen sein lassen, nur weil Obst Fruktose enthält. Allerdings möchte ich es auf ein moderates Maas herauslaufen lassen.
Ich werde auch weiterhin Milchprodukte zu mir nehmen. Allerdings sind fertige Fruchtjoghurts gestrichen, da extrem viel Zucker enthalten. Stattdessen greife ich auf Naturjoghurt und Quark zurück und füge frisches Obst hinzu.

Als ersten Schritt habe ich zum Einen jetzt die Softdrinks (auch Light-Varianten, die ich sogar vorrangig getrunken habe) und den Zucker in meinem Kaffee gestrichen. Und was soll ich sagen: Wenn man die ersten Schlucke Kaffee ohne Zucker getrunken hat, stellt man fest, dass dieser auch ohne Zucker schmeckt. Jetzt muss ich nur noch die Milch in meinem Kaffee reduzieren. ;-)
Interessanterweise fehlen mir die Softdrinks auch nicht wirklich. Ich bin mal gespannt, wie die kommenden Tage noch so werden. Lediglich die Süßigkeiten fehlten mir ein wenig, insbesondere wenn ich gestresst bin. Oder aber, wenn mal wieder jemand was im Büro mitgebracht hat, was leider viel zu oft passiert. Aber bislang bin ich stark geblieben. Ob sich dann doch noch der Jieper einstellt, wird sich zeigen.

Im Grunde mache ich bei diesem Projekt mit, weil ich wieder mehr zu mir selbst und meinem eigenen Geschmack finden möchte.
Ich möchte die Zeit auch nutzen, um neue Zutaten zu entdecken und neue Rezepte auszuprobieren. Mal schauen wie die nächste Zeit noch so wird. Ich werde euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten.

Zuckerfreie Grüße
Natalie

[Kurz-Rezension] "Das Licht der letzten Tage" von Emily St. John Mandel

Buchinformationen: (Quelle: http://www.piper.de/ )

Erschienen am 14.09.2015
Übersetzt von: Wibke Kuhn
416 Seiten, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-492-06022-6
€ 14,99 [D], € 15,50 [A]

Autoreninfo: (Quelle: http://www.piper.de/ )

Emily St. John Mandel, geb. 1979, wuchs an der Westküste von British Columbia in Kanada auf. Sie studierte zeitgenössischen Tanz an der »School of Toronto Dance Theatre« und lebte danach kurze Zeit in Montreal, bevor sie nach New York umzog und anfing, für das literarische Online-Magazin »The Millions« zu schreiben. Sie lebt dort mit ihrem Ehemann. »Das Licht der letzten Tage« war auf der Shortlist des National Book Award, eines der renommiertesten Literaturpreise der USA, und stand monatelang auf der New-York-Times-Bestsellerliste.

Klappentext:

Hoffnungsvoll düster, schrecklich zart und tragisch schön.
Niemand konnte ahnen, wie zerbrechlich unsere Welt ist. Ein Wimpernschlag, und sie ging unter. Doch selbst jetzt, während das Licht der letzten Tage langsam schwindet, geben die Überlebenden nicht auf. Sie haben nicht vergessen, wie wunderschön die Welt war. Sie vermissen all das, was einst so wundervoll und selbstverständlich war, und sie weigern sich zu akzeptieren, dass alles für immer verloren sein soll. Auf ihrem Weg werden sie von Hoffnung geleitet – und Zuversicht. Denn selbst das schwächste Licht erhellt die Dunkelheit. Immer.


Meine Meinung:

Ich bin eher zufällig auf dieses Buch gestoßen, da es eigentlich nicht so ganz zu meinem normalen Lesegenre gehört. Aber da ich sehr viele positive Meinungen zu diesem Buch gelesen habe, wollte ich es mir dann doch mal zu Gute führen. Ich kann sagen, dass es mir auch sehr gefallen hat. Es ist zwar in meinen Augen nicht unbedingt überragend, schafft es aber dennoch die Leser in seinen Bann zu ziehen, weil man sich die ganze Zeit die Frage stellt: Könnt all das irgendwann real werden?

Der Roman beginnt mit einer Pandemie, die die Menschheit stark dezimiert und innerhalb von zwanzig Jahren in eine post-apokalyptische Welt verfrachtet. Nichts ist mehr so ist, wie wir es heute gewohnt sind. Gerade die Tatsache, dass die Menschen plötzlich wieder ohne den ganzen technischen Schnick-Schnack klarkommen müssen, an den wir uns so gewöhnt haben, macht die Handlung interessant und regt zum Nachdenken an. Der Hauptteil der Handlung spielt etwa zwanzig Jahre in der Zukunft und erzählt von einer herumreisenden Gruppe von Musikern und Schauspielern. Nach diese Gruppe an einem Ort auf einen Untergangsprediger und seine Jünger treffen, ahnen sie noch nicht, dass sich ihr Leben plötzlich total ändern wird.
Zwischendurch blickt die Autorin immer wieder zurück auf die Gegenwart und beleuchtet so die einzelnen Figuren der Zukunft und wie sie die Geschehnisse zur Zeit der Pandemie und kurz danach erlebt haben. Sie hat dabei überaus interessante, stellenweise auch etwas skurrile Figuren gewählt, in die man sich allerdings nicht immer so ganz hineinversetzen kann.

Mit ihrem Roman ist der Autorin meiner Meinung nach ein gelungener Ausblick auf eine mögliche dunkle Zukunft, die aber auch Licht zu bieten hat, gelungen. Sie führt den Lesern auch einen Nachteil unserer globalisierten Welt vor Augen, in der eine Pandemie innerhalb kürzester Zeit die Menschheit zum Aussterben bringen könnte. Außerdem zeigt sie mit ihrem Roman auf, wie abhängig wir von der Technik geworden sind.

Meiner Meinung nach ist dieser Roman eine nicht ganz normale Dystrophie, die zum Nachdenken anregt, allerdings auch ein paar Fragen offen lässt. Daher bekommt der Roman von mir gute 4 (von 5) Punkte.


Rückblick Januar 2016

Hallo zusammen,

der Februar hat zwar bereits seit einer Woche begonnen. Aber ich bin letzte Woche (und eigentlich auch schon die Woche davor) nicht so recht zum bloggen gekommen. Vorletztes Wochenende fand die Kommunion meines Neffen statt. Und innerhalb der Woche war ich beruflich fast die ganze Woche unterwegs. Übers verlängerte Wochenende habe ich mich dann auch noch um meine Neffen gekümmert, da meine Schwester und mein Schwager Karneval feiern wollten (etwas für das ich mich nicht unbedingt zu haben bin). Am Wochenende ist meine Bewunderung für alle bloggenden Eltern mal wieder angewachsen. Ich finde es erstaunlich, wie sie Kinder großziehen können und auch noch Zeit zum Bloggen finden. Ich war in der Regel, wenn die beiden Jungs (5 und 7 Jahre) im Bett waren, selbst total KO.

Aber genug gejammert, eigentlich soll es hier ja um meinen Januar-Rückblick gehen.
Buchtechnisch lief der Januar ziemlich gut. Insgesamt 10 Bücher sind zusammengekommen:

Apfel, Kuss und Mandelkern - Susan Mallery (Rezension)
Ich bin der Schmerz - Ethan Cross (Rezension)
Ein Platz in deinem Herzen - Amy Hatvany (Rezension)
Das Pfirsichhaus - Courtney Miller Santo (Rezension)
Die Auserwählten 1 - Im Labyrinth - James Dashner (Rezension)
Winter in Briar Creek - Olivia Miles (Rezension)
Das Licht der letzten Tage - Emily St. John Mandel
Mit dir für immer - Susan Wiggs (Rezension)
Die letzten Tage von Rabbit Hayes - Anna McPartlin
Spiel, Kuss und Sieg - Susan Mallery

Bis auf 3 Bücher habe ich bereits alle Bücher rezensiert. Die restlichen drei Rezensionen werde ich spätestens am kommenden Wochenende nachholen.
Mein Monatshighlight war "Ich bin der Schmerz" von Ethan Cross, der 3. Teil einer Thrillertrilogie, die mich in den Bann gezogen hat. Diese Buchreihe ist fesselnd von der ersten bis zur letzten Reihe, allerdings auch stellenweise ziemlich blutrünstig.
Ein echter FLOP war bei den Büchern nicht dabei. Lediglich "Das Pfirsichhaus" von Courtney Miller Santo konnte mich nur bedingt überzeugen.

Ich habe im Januar meinen SUB um 8 Bücher reduziert. Damit habe ich bei meinem SUB-Abbau schon mal einen guten Start hingelegt. Ich denke zwar nicht, dass die nächsten Monate genauso erfolgreich sein werden. Aber so habe ich mir immerhin schon mal einen kleinen persönlichen Vorsprung erarbeitet.


Leider habe ich meine Vorsätze bzgl. meines Ziels "40 bis 40" bislang nicht so richtig durchgehalten.
Das Einzige, was ich bislang durchgehalten habe, ist mein "Kleiderkaufverbot", wobei ich auch gestehen muss, dass ich ein paar Mal fast schwach geworden bin.
Alle anderen Vorhaben sind leider immer noch nicht voran geschritten. Ich will sie aber auch nicht aufgeben. Daher werde ich jetzt versuchen neu durchzustarten.

So, das war der Januar in Kurzfassung. :-)

Sonnige Wintergrüße
Natalie

Gemeinsam Lesen #150



Hallo zusammen,

ich bin auf zwei Blogs (Weltenwanderer & schlunzenbücher) auf eine tolle Aktion gestoßen, bei der man immer Dienstags von seinen Buch, welches man derzeitig liest, berichtet, indem man vier Fragen dazu beantwortet.
Die ersten drei Fragen sind immer vorgegeben:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Die vierte Frage wird jedes Mal neu gestellt und inzwischen nur noch bei Schlunzenbücher online gestellt.

Hier nun meine Antworten für diese Woche:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese immer noch "Das Jahr, in dem wir alles wagen" und bin derzeitig auf Seite 246 (von 446).

Klappentext:
Eigentlich müssten Gemma Bailey und ihr Mann Spencer ihr Haus erst einmal richtig auf Vordermann bringen, bevor sie eine Einweihungsparty ausrichten. Aber es ist Silvester, und mit Musik, Alkohol und guten Freunden feiert es sich am besten in das neue Jahr hinein. Auch anwesend sind Caitlin, die nach dem Tod ihrer Mutter in ihren Heimatort zurückgekehrt ist, und Saffron, eine PR-Agentin, die das Cottage nebenan gemietet hat, um sich dort für eine Weile vor der Realität zu verstecken. Gemma, Caitlin und Saffron könnten unterschiedlicher nicht sein, doch sie schließen – mit der Hilfe mehrerer Cocktails und Glückskeksen – kurz vor Mitternacht einen Pakt: Das neue Jahr wird das beste, das sie je erlebt haben! Allerdings ahnen sie nicht, was die kommenden Monate für sie bereithalten werden. Bald muss jede der drei Frauen für sich eine Entscheidung treffen: Kann sie es wagen, ihr Leben auf den Kopf zu stellen und noch einmal ganz von vorn zu beginnen?


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Als es exakt um eine Minute vor halb zwei klingelte, wäre Gemma vor Aufregung beinahe in Ohnmacht gefallen.

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Ich bin seit letzte Woche leider nicht viel weitergekommen (nur gut 120 Seiten), da ich beruflich um privat ziemlich eingespannt war. Ich hoffe, dass diese Woche nun besser wird.
Beim Roman bin ich ehrlich gesagt momentan etwas zwiegespalten. Ich finde es generell gut. Vor allem die Tatsache, dass scheinbar alle drei Frauen momentan eine totale Lebenskrise bewältigen müssen und dabei ziemlich willensstark sind (OK, mit kleinen Rückschlägen). Gleichzeitig finde ich die Handlung stellenweise aber auch ein wenig in die Länge gezogen. Ich habe ja letzte Woche berichtet, dass ich ihre Unentschlossenheit, die sie an den Tag legen, sogar relativ gut finde, da sie dadurch real und menschlich erscheinen. So langsam kämpfen die Figuren sich aus dieser Unentschlossenheit heraus und gewinnen an Selbstbewusstsein.
Die drei weiblichen Hauptfiguren sind mir überaus sympathisch, was ich von den anderen Figuren leider nicht immer so sagen kann. Insbesondere Gemmas Mann geht mir ein wenig auf den Keks.
Ich bin auf jeden Fall gespannt, wohin sich die Handlung noch entwickeln wird und möchte das Buch auf jeden Fall bis zum Wochenende beenden.

4. Kommst / Kamst du über die Karnevalstage viel zum Lesen, oder hast du lieber eine Runde gefeiert? :)

Ich bin während der Karnevalstage leider so gar nicht zum Lesen gekommen (wenn man das Lesen von Bilderbüchern mal nicht mitzählt). Gefeiert habe ich allerdings auch nicht. Ich hatte die beiden Jüngsten meiner Schwester übers Karnevalswochenende bei mir, damit sie und ihr Mann Karneval feiern können. Ich selbst mache mir nicht viel aus Karneval.
Allerdings konnte ich übers Wochenende mal wieder feststellen, wie sehr zwei 5- und 7jährige Jungs einen schlauchen können. Die beiden sind schon ziemlich aktiv und wir haben viel unternommen (Spielplatzbesuche, Zoobesuch, gefühlt 1000 gespielte Spiele, etc.), so dass ich Abends, als die beiden im Bett lagen, selbst zu erledigt war, um noch zu lesen. Ich weiß nicht, wie Eltern es schaffen noch zu lesen, wenn sie die ganze Zeit Kinder bespaßen. Ich zumindest war froh, wenn ich Abends noch etwas fernsehen konnte und dabei meinen Kopf ausschalten konnte.

Wie sieht es bei euch aus? Seid ihr zum Lesen gekommen? Falls ihr Eltern seid, wie schafft ihr es noch Energie zum Lesen zu haben?

Stürmische Wintergrüße
Natalie

Gemeinsam Lesen #149


Hallo zusammen,

ich bin auf zwei Blogs (Weltenwanderer & schlunzenbücher) auf eine tolle Aktion gestoßen, bei der man immer Dienstags von seinen Buch, welches man derzeitig liest, berichtet, indem man vier Fragen dazu beantwortet.
Die ersten drei Fragen sind immer vorgegeben:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Die vierte Frage wird jedes Mal neu gestellt und inzwischen nur noch bei Schlunzenbücher online gestellt.

Hier nun meine Antworten für diese Woche:


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese aktuell "Das Jahr in dem wir alles wagen" von Lucy Diamond und bin derzeitig auf Seite 121 (von 446).


Klappentext:
Eigentlich müssten Gemma Bailey und ihr Mann Spencer ihr Haus erst einmal richtig auf Vordermann bringen, bevor sie eine Einweihungsparty ausrichten. Aber es ist Silvester, und mit Musik, Alkohol und guten Freunden feiert es sich am besten in das neue Jahr hinein. Auch anwesend sind Caitlin, die nach dem Tod ihrer Mutter in ihren Heimatort zurückgekehrt ist, und Saffron, eine PR-Agentin, die das Cottage nebenan gemietet hat, um sich dort für eine Weile vor der Realität zu verstecken. Gemma, Caitlin und Saffron könnten unterschiedlicher nicht sein, doch sie schließen – mit der Hilfe mehrerer Cocktails und Glückskeksen – kurz vor Mitternacht einen Pakt: Das neue Jahr wird das beste, das sie je erlebt haben! Allerdings ahnen sie nicht, was die kommenden Monate für sie bereithalten werden. Bald muss jede der drei Frauen für sich eine Entscheidung treffen: Kann sie es wagen, ihr Leben auf den Kopf zu stellen und noch einmal ganz von vorn zu beginnen?


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Bunty Halsom war auf dem besten Weg, Saffron den letzten Nerv zu rauben.

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Obwohl ich bereits etwa 1/4 des Romans gelesen habe, habe ich zeitgleich das Gefühl noch ganz am Anfang der Handlung zu sein, aber dennoch wurden die Figuren schon so weit präsentiert, dass man sich total gut in sie hineinversetzen kann. Alle drei Frauen, um die es im Roman geht, sind im Grunde mit ihrem Leben unzufrieden. Teils, weil sie ein Leben führen, dass sie so nicht führen wollten, teils aber auch, weil ihnen das Leben übel mitgespielt hat. Alle drei Frauen wollen ihr Leben ändern, wissen aber scheinbar nicht so recht wie. Ich finde ihre Unentschlossenheit, die sie an den Tag legen, sogar relativ gut, da sie dadurch real und menschlich erscheinen. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt. wie das Jahr für die drei Frauen verlaufen wird.
Schade, dass ich in den nächsten Tagen aus beruflichen Gründen nicht so viel Zeit zum Lesen habe.

4. Hat sich dein bevorzugtes Genre im Laufe deines "Lese-Lebens" schon mal (oder mehrfach) verändert?

Ohhh, ja. Zwar nicht so wirklich mehrfach, aber dennoch gravierend. Meine Kindheit und früheste Jugend lasse ich mal außen vor, da sie meiner Meinung nach nicht besonders repräsentativ sind. Zu der Zeit habe ich noch so gut wie fast alles im Bereich Kinderliteratur gelesen.
In meiner späteren Jugend war ich mal ein großer John Grisham - Fan. Ich konnte mich damals ohnehin eher für Thriller begeistern. Liebesromane habe ich zu der Zeit so gut wie gar nicht gelesen! Im Grunde habe ich sie damals sogar kategorisch abgelehnt, weil sie mir zu schnulzig und seicht waren.
Mit Anfang/Mitte 20 hatte ich dann eine "Leseflaute", in der ich kaum gelesen habe. Erst mit Mitte/Ende 20 haben mich dann wieder Bücher in den Bann gezogen. Und dabei waren es dann plötzlich eher Bücher von Cecelia Ahern, Nicholas Sparks, Kristin Hannah usw., die mich faszinierten. Zu der Zeit konnte ich mich dafür nicht so wirklich für Thriller begeistern.
Und jetzt mit 37 Jahren lese ich im Grunde ein bisschen von allem (OK, für Fantasy konnte ich mich noch nie so recht begeistern).

Und wie sieht es bei euch aus? Hat sich euer Büchergeschmack mit der Zeit gewandelt?

Sonnige Wintergrüße
Natalie