[Kurz-Rezension] "Das Licht der letzten Tage" von Emily St. John Mandel

Buchinformationen: (Quelle: http://www.piper.de/ )

Erschienen am 14.09.2015
Übersetzt von: Wibke Kuhn
416 Seiten, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-492-06022-6
€ 14,99 [D], € 15,50 [A]

Autoreninfo: (Quelle: http://www.piper.de/ )

Emily St. John Mandel, geb. 1979, wuchs an der Westküste von British Columbia in Kanada auf. Sie studierte zeitgenössischen Tanz an der »School of Toronto Dance Theatre« und lebte danach kurze Zeit in Montreal, bevor sie nach New York umzog und anfing, für das literarische Online-Magazin »The Millions« zu schreiben. Sie lebt dort mit ihrem Ehemann. »Das Licht der letzten Tage« war auf der Shortlist des National Book Award, eines der renommiertesten Literaturpreise der USA, und stand monatelang auf der New-York-Times-Bestsellerliste.

Klappentext:

Hoffnungsvoll düster, schrecklich zart und tragisch schön.
Niemand konnte ahnen, wie zerbrechlich unsere Welt ist. Ein Wimpernschlag, und sie ging unter. Doch selbst jetzt, während das Licht der letzten Tage langsam schwindet, geben die Überlebenden nicht auf. Sie haben nicht vergessen, wie wunderschön die Welt war. Sie vermissen all das, was einst so wundervoll und selbstverständlich war, und sie weigern sich zu akzeptieren, dass alles für immer verloren sein soll. Auf ihrem Weg werden sie von Hoffnung geleitet – und Zuversicht. Denn selbst das schwächste Licht erhellt die Dunkelheit. Immer.


Meine Meinung:

Ich bin eher zufällig auf dieses Buch gestoßen, da es eigentlich nicht so ganz zu meinem normalen Lesegenre gehört. Aber da ich sehr viele positive Meinungen zu diesem Buch gelesen habe, wollte ich es mir dann doch mal zu Gute führen. Ich kann sagen, dass es mir auch sehr gefallen hat. Es ist zwar in meinen Augen nicht unbedingt überragend, schafft es aber dennoch die Leser in seinen Bann zu ziehen, weil man sich die ganze Zeit die Frage stellt: Könnt all das irgendwann real werden?

Der Roman beginnt mit einer Pandemie, die die Menschheit stark dezimiert und innerhalb von zwanzig Jahren in eine post-apokalyptische Welt verfrachtet. Nichts ist mehr so ist, wie wir es heute gewohnt sind. Gerade die Tatsache, dass die Menschen plötzlich wieder ohne den ganzen technischen Schnick-Schnack klarkommen müssen, an den wir uns so gewöhnt haben, macht die Handlung interessant und regt zum Nachdenken an. Der Hauptteil der Handlung spielt etwa zwanzig Jahre in der Zukunft und erzählt von einer herumreisenden Gruppe von Musikern und Schauspielern. Nach diese Gruppe an einem Ort auf einen Untergangsprediger und seine Jünger treffen, ahnen sie noch nicht, dass sich ihr Leben plötzlich total ändern wird.
Zwischendurch blickt die Autorin immer wieder zurück auf die Gegenwart und beleuchtet so die einzelnen Figuren der Zukunft und wie sie die Geschehnisse zur Zeit der Pandemie und kurz danach erlebt haben. Sie hat dabei überaus interessante, stellenweise auch etwas skurrile Figuren gewählt, in die man sich allerdings nicht immer so ganz hineinversetzen kann.

Mit ihrem Roman ist der Autorin meiner Meinung nach ein gelungener Ausblick auf eine mögliche dunkle Zukunft, die aber auch Licht zu bieten hat, gelungen. Sie führt den Lesern auch einen Nachteil unserer globalisierten Welt vor Augen, in der eine Pandemie innerhalb kürzester Zeit die Menschheit zum Aussterben bringen könnte. Außerdem zeigt sie mit ihrem Roman auf, wie abhängig wir von der Technik geworden sind.

Meiner Meinung nach ist dieser Roman eine nicht ganz normale Dystrophie, die zum Nachdenken anregt, allerdings auch ein paar Fragen offen lässt. Daher bekommt der Roman von mir gute 4 (von 5) Punkte.


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