[Rezension] "Im Spiegel ferner Tage" von Kate Riordan

Buchinformationen: (Quelle: http://www.randomhouse.de/)

€ 9,99 [D]  € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empf. VK-Preis)
Taschenbuch, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-453-41799-1
Erschienen: 14.12.2015


Autoreninfo: (Quelle: http://www.randomhouse.de/)

Kate Riordan lebt in Cheltenham. Sie ist freie Journalistin und schreibt unter anderem für den Guardian und Time Out.




Klappentext:

London, 1932. Als die 21-jährige Alice ungewollt schwanger wird, schickt ihre Mutter sie auf ein Gut im malerischen Gloucestershire, um den Namen der Familie zu schützen. Fasziniert von dem verwunschenen Anwesen erwacht Alices Neugierde, und sie erfährt von dem tragischen Los der einstigen Gutsherrin Elizabeth. Das Geheimnis um die schöne Frau berührt sie auf eigentümliche Weise, und Alice begibt sich auf Spurensuche. Sie entdeckt eine große Liebesgeschichte - und einen schlimmen Verrat …


Meine Meinung:

Ich habe diesen Roman als Rezensionsexemplar erhalten. Generell bin ich ja nicht so die typische Leserin von historischen Romanen. Aber der Klappentext konnte dennoch mein Interesse wecken. Beim Lesen konnte mich der Roman dann auch davon überzeugen, dass auch historische Romane faszinieren können, Wobei ich auch gestehen muss, dass der Roman anfangs ein wenig schwach ist und ein wenig gebraucht hat, um mich in den Bann zu ziehen, da ich mir nicht sicher war, wohon die Handlung hinführen wird.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht zum Einen die junge Alice, die im Jahr 1932 ungewollt schwanger wird und dann von ihrer Mutter aufs Land geschickt wird, um die Schwangerschaft zu verbergen. Während ihres Aufenthalts auf dem alten Gut stößt sie auf ein dunkles Geheimnis um die ehemalige Lady Elisabeth und wird dabei tief in die alten dunklen Geschichten des Guts gezogen. Nach und nach lüftet sich das dunkle Geheimnis, was auch nicht spurlos an Alice vorbeigeht.

Dem alten Gut haften düstere Geheimnisse an, was sich in der Stimmung des Romans widerspiegelt. Stellenweise hat man das Gefühl sich inmitten einer Horror- bzw. Geistergeschichte zu befinden. Dann wiederum könnte man meinen, man befindet sich inmitten einer dunklen Familiengeschichte. Gerade dadurch, dass man diesen Roman keinem bestimmten Romangenre so wirklich zuordnen kann, wird der Roman erst richtig lesenswert.

Kate Riordon ist mit ihrem Roman ein wundervolle Geschichte um die Jahrhundertwende des 20. Jahrhunderts gelungen. Man erfährt beim Lesen sehr viel über die damalige Zeit und insbesondere der vorherrschenden Rolle der Frau. Mit Alice und Elisabeth hat sie interessante und lebendige Figuren gewählt, die beide an einem Wendepunkt in ihrem Leben sind.
Stellenweise tritt der Roman allerdings meiner Meinung nach ein wenig zu sehr auf der Stelle, indem sich Handlungen immer wieder wiederholen und von unterschiedlichen Seiten betrachtet werden. Hier hätte man an einzelnen Stellen die Handlung ein wenig straffen können.

Auch wenn der Roman ein wenig braucht, um so richtig in Fahrt zu kommen, holt er dieses Tempo schnell auf und wird immer dramatischer. Nach und nach erfährt man mehr über die Hintergründe um Elisabeths Situation. Es kommen immer neue Geheimnisse zu Tage, die in einem fulminanten und schlüssigen Ende gelöst werden.

Anfangs etwas schwach, endet der Roman sehr emotional. Dies ist ein überaus schöner Roman, der Anfang des 20. Jahrhunderts spielt und Ansichten der damaligen Zeit sehr gut einfängt.
Da der Roman ein wundervolles Spiegelbild der damaligen Zeit darstellt, bekommt er von mir verdiente gute 4 (von 5) Punkte.

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