[Rezension] "Das Gefühl, das man Liebe nennt" von Julie Cohen

Buchinformationen: (Quelle: http://www.randomhouse.de/)

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empf. VK-Preis)
Taschenbuch, Broschur
ISBN: 978-3-453-35838-6
Erschienen: 15.06.2015


Autoreninfo: (Quelle: http://www.randomhouse.de/)

Julie Cohen wurde in Maine, USA, geboren und lebt heute mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Berkshire, England. Sie leitet Schreibworkshops und widmet sich den Rest der Zeit dem Schreiben. Im Diana Verlag erschienen ihre Romane »Mit den Augen meiner Schwester«, »All unsere Träume« und »Das Gefühl, das man Liebe nennt«.



Klappentext:

Felicity ist glücklich. Sollte sie zumindest sein, denn sie hat den besten Ehemann der Welt, lebt in einem bezaubernden Cottage, und ihre Kinderbücher sind ein Riesenerfolg. Doch in letzter Zeit kommen immer häufiger Erinnerungen an ihre erste große Liebe Ewan zurück, der ihr vor vielen Jahren das Herz gebrochen hat. Warum verspürt sie plötzlich solche Sehnsucht nach ihm? Felicity kann nicht anders und folgt diesen Gefühlen, die sie selbst nicht versteht. Ist sie dabei, sich zu finden – oder zu verlieren? Fast zu spät erkennt sie, was wirklich mit ihr los ist …


Meine Meinung;

Nachdem ich bereits "Mit den Augen meiner Schwester" und "All unsere Träume" von der Autorin gelesen habe und sie mir gefielen, war ich auf diesen Roman natürlich ziemlich neugierig.
Als ich anfing zu lesen, kam leider nicht direkt Lesefreude bei mir auf. Anfangs dachte ich noch, die würde schon noch kommen. Aber dem war dann leider nicht so.
Ich hatte direkt zu Beginn meine Probleme mit der Hauptfigur Felicity und diese legten sich auch im Laufe des Romans nicht wirklich. Sie wirkte mir einfach zu unnahbar und distanziert, als das sie sympathisch rüberkommen kann. Obwohl sie es im Leben nicht immer ganz leicht hatte, konnte ich nicht unbedingt Mitgefühl für sie empfinden. Und auch als sie eine schreckliche Diagnose erhält, hielt sich dies in Grenzen, da sie ständig andere für ihre Situationen verantwortlich macht. So ist das Zusammenleben mit ihrem Mann Quinn beispielsweise plötzlich für ihre Schreibblockade verantwortlich und sie ist auch nur bedingt bereit dessen Kinderwunsch zu verstehen. Allerdings versucht sie sich auch nicht wirklich mit ihm auseinanderzusetzen, sondern flüchtet - nicht nur in ihrer Fantasie, sondern auch räumlich.
Allerdings muss man auch sagen, dass die anderen Figuren teilweise auch nicht besonders hervorstechend sind. Es sind relativ normale Menschen wie du und ich und bieten dadurch immerhin die Möglichkeit sich besser in sie hineinzuversetzen. Am sympathischsten von allen Figuren kamen bei mir immer noch Quinns Mutter und seine Schwester rüber. Seine Mutter, einfach weil sie total mütterlich, mit einer großen Prise Neugier ist. Und Quinns Schwester, weil sie sich immer stehts in diskreter Rücksicht übt, gleichzeitig jedoch auch Dinge in die Hand nimmt.

Generell bietet dieser Roman eine Menge Potential, der leider nicht vollkommen ausgeschöpft wird. Der Handlung fehlt es an echter Dramatik, so dass nur an wenigen Stellen richtige Spannung aufkommt. Stattdessen dümpelt die Handlung ziemlich vor sich hin. Oftmals konnte man Dinge bereits vorausahnen, wodurch nur wenige Überraschungsmomente auftauchten.
Leider kam bei mir auch kein Gefühl von echter Liebe bei diesem Roman über.

Leider musste ich mich etwas durchs Buch quälen, weil keine Sympathien für die Hauptfigur aufgekommen sind! Ich bin auf jeden Fall besseres von Julie Cohen gewöhnt und hoffe, dass mich ihr nächster Roman wieder überzeugen kann.
Daher bekommt der Roman von mir leider nur 2 (von 5) Punkte.


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