[Rezension] "Das Meer in deinem Namen" von Patricia Koelle

Buchinformationen: (Quelle: http://www.fischerverlage.de/)

€ (D) 9,99 | € (A) 10,30
544 Seiten,
FISCHER Taschenbuch
ISBN 978-3-596-03188-7



Autoreninfo: (Quelle: http://www.fischerverlage.de/)

Patricia Koelle ist eine Berliner Autorin mit Leidenschaft fürs Meer – und fürs Schreiben, in dem sie ihr immerwährendes Staunen über das Leben, die Menschen und unseren sagenhaften, unwahrscheinlichen Planeten zum Ausdruck bringt.



Klappentext:

Ein Buch wie warmer Sand am Meer. Wie das Rauschen der Wellen im Ohr. Wie Sonne auf unserer Haut.
Niemand redet darüber, wie Carlys Eltern ums Leben kamen. Der Tod ist für sie ebenso tabu wie alles, was mit dem Meer zusammenhängt. Da bekommt sie ein Angebot. Sie soll ein altes Reetdachhaus an der Ostsee ausräumen und für den Verkauf vorbereiten. Vier Sommerwochen hat sie dafür Zeit. Für Carly die Chance, sich ihrer Angst vor dem Meer zu stellen und Abstand von ihrer unmöglichen Liebe zu gewinnen. Doch schon bald fühlt sie sich der Frau, die in dem Haus gewohnt hat und der sie sehr ähnlich sieht, seltsam nahe…


Meine Meinung:

Ich bin in der Bücherei auf das Buch gestoßen, da mich das Cover und der Klappentext ansprach. Als ich jedoch anfing zu lesen, erlebte ich eine deutliche Ernüchterung. Ich kam nicht so wirklich in die Handlung rein und konnte kaum Sympathien für die Hauptfigur entwickeln. Ich hatte Schwierigkeiten mich in Carly hineinzudenken. Sie hat nur wenig Selbstbewusstsein und lässt sich sehr von ihrer heimlichen Liebe beeinflussen, ohne dass sie es wirklich merkt. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass sie von ihrem geheimen Liebhaber, der auch noch ihr "Vorgesetzter" ist, entlassen wird und sich dann auch noch bereit erklärt das Reetdachhaus, dass er geerbt hat auszuräumen und für den Verkauf vorzubereiten. Wer würde denn bitte schön so etwas machen???
Erst zum Ende des Romans hin konnte ich mich minimal zu ihr hingezogen fühlen und auch nur deshalb, weil sie mit Hilfe der Küstenbewohner zu ihrem wahren Selbst findet.

Ich habe definitiv Probleme die Figuren auseinander zu halten. Die Figuren waren sich teilweise ziemlich ähnlich. Des Weiteren fand ich die Tatsache, dass sämtliche Figuren, die an der Küste lebten skandinavische Vornamen trugen. Klar ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich groß, dass die Häufigkeit in dieser Region erhöht ist. Aber jeder??? Und das in der heutigen Zeit??? Ich fand das ziemlich irritierend und stellenweise auch nervig. Dadurch kamen sie bei mir einfach nicht besonders einzigartig rüber und konnten so auch nicht einzeln brillieren.

Und irgendwie geschieht auch nicht wirklich etwas aufregendes. Zwar stößt Carly beim Ausräumen des Hauses auf Spuren der ehemaligen Bewohnerin und fühlt sich ihr verbunden. Jedoch springt der Funke hier nicht so richtig über. Die meisten Zeit plätschert die Handlung so dahin, dass es ihr deutlich an Dramatik fehlt.
Man hätte die Handlung um rund die Hälfte straffen können, ohne dass dies wirklich aufgefallen wäre. Vieles ist ziemlich langatmig und die Autorin wiederholt sich des häufigeren.

Dieses Buch konnte mich leider so gar nicht überzeugen - zu viele Figuren, die man kaum auseinander halten kann und eine zu lange Handlung. Ich war zwischendurch mehrmals geneigt, das Buch abzubrechen, habe mich aber letztendlich zum durchaus stimmigen Ende durchgekämpft. Aber ein gutes Ende kann leider auch die schwache Handlung davor nicht aufwerten.
Daher kann ich diesem Roman auch nicht mehr als 1 (von 5) Punkten zu geben.


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