[Rezension] "Sommersterne" von Debbie Macomber

Buchinformationen: (Quelle: https://blogger.randomhouse.de/bloggerportal)

€ 9,99 [D]
€ 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empf. VK-Preis)
(€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empf. VK-Preis) eBook (epub))
Taschenbuch, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-7341-0190-8
Erschienen: 16.05.2016

Autoreninfo: (Quelle: http://www.randomhouse.de/)

Debbie Macomber ist mit einer Gesamtauflage von über 170 Millionen Büchern eine der erfolgreichsten Autorinnen überhaupt. Wenn sie nicht gerade schreibt, ist sie eine begeisterte Strickerin und verbringt mit Vorliebe viel Zeit mit ihren Enkelkindern. Sie lebt mit ihrem Mann in Port Orchard, Washington und im Winter in Florida.


Klappentext:

Es ist Sommer geworden im Städtchen Cedar Cove. Jo Marie Rose, die Besitzerin des Rose Harbor Inn, verbringt die meiste Zeit im Garten – zusammen mit Mark Taylor, der ihr bei der Instandhaltung zur Hand geht. Und obwohl sie allen, und auch sich selbst, versichert, dass Mark nur ein Freund ist – sie muss ständig an ihn denken. Auch ihre Gäste haben mit ihren Gefühlen zu kämpfen: Ellie Reynolds ist in Cedar Cove, um sich mit einem Mann zu treffen, der ihr gehörig den Kopf verdreht hat. Maggie und Roy Porter wollen ihren Urlaub nutzen, den Funken zurück in ihre Ehe zu bringen. Was werden die lauen Nächte für sie alle bereithalten?


Meine Meinung:

Als großer Fan von Debbie Macomber und dieser Buchreihe war ich natürlich glücklich, dass ich diesen Roman als Rezensionsexemplar erhalten habe. Hierbei handelt es sich um den dritten Teil der Rose Harbor - Reihe.
Als ich anfing zu lesen, zog sie mich auch direkt in ihren Bann, obgleich ich auch sagen muss, dass hier einige Figuren im Laufe des Romans durchaus an Sympathiepunkten verlieren und dieser Band nicht so ganz an seine beiden Vorgänger heranreicht.

Debbie Macomber entführt die Leser erneut zu Jo Marie Rose und ihrem traumhaften Bed&Breakfast Rose Harbor In in das idyllischen Küstenstädtchen Cedar Cove. Erneut beherbergt sie Gäste, die ziemlich problembehaftet anreisen.
Zum Einen ist da die junge Ellie Reynolds, die sich in Cedar Cove mit ihrer Internetbekanntschaft treffen möchte, allerdings ziemlich unter der Fuchtel ihrer Mutter steht, die ihr dies immer wieder durch Horrorszenarien ausreden möchte. Sie versucht aus dem Schatten ihrer Mutter zu treten, wird aber von ihrer überbehüteten Erziehung in ihrer Kindheit durch ihre Mutter und Großeltern verfolgt.
Zum Anderen sind da Maggie und Ray Porter die ihren Urlaub nutzen wollen, um ihre erkaltete Liebe und Ehe wieder aufleben zu lassen. Beide haben in den letzten Monaten Fehler begangen, deren Konsequenzen sie versuchen geradezurücken.
Und auch Jo Marie hat einen Kampf auszufechten, als sie versucht hinter Marks geheimnisvoller Fassade zu blicken, Sie möchte sich zwar nicht eingestehen, dass zwischen ihnen mehr als nur Freundschaft ist, kann es jedoch auch nicht lassen ihn enträtseln zu wollen.

Auch in diesem Band schafft es Macomber erneut, das Bed&Breakfast und Cedar Cove idyllisch darzustellen, dass man den Ort real vor Augen hat. Ich für meinen Teil, habe mich erneut in die Gegend verliebt und würde gerne dort sein.

Auch wenn Jo Marie Rose in diesem Roman erneut viel zu Wort kommt, treten ihre Gefühle und Gedanken hier ein wenig mehr in den Hintergrund als in den beiden Vorgängern. Zwar ist sie erpicht darauf mehr über Mark zu erfahren und ist auch beinahe bereit dafür ihre Freundschaft zu ihm aufs Spiel zu setzen. Allerdings treten ihre wahren Gefühle hier ein wenig in den Hintergrund.
In diesem Nachbohren muss ich auch ein wenig Kritik anbringen. Die beiden kennen sich bereits seit einem guten Jahr und bislang ist nichts über Mark wirklich bekannt, außer dass er von Hilfsjobs lebt und Bargeld bevorzugt. Merkwürdig finde ich auch, dass scheinbar niemand im Ort etwas von ihm weiß, obwohl er dort auch ziemlich angesehen ist. Zwar erfährt man am Ende eine weiteres Detail über ihn. Aber dies wirft nur noch mehr Fragen auf, als dass es sie beantwortet. Auch die Tatsache, dass Jo Marie letztendlich scheinbar bereit ist keine weiteren Nachforschungen anstellen zu wollen, fand ich ein wenig unglaubwürdig, zumal sich die beiden ihren Gefühlen etwas hingeben.
Das Ende bot auf jeden Fall großes Potential für einen Cliffhanger, so dass ich gespannt bin, was zum Einen noch aus den Beiden wird?! Und ob vielleicht doch noch einiges über Mark per Zufall ans Licht tritt?!

Debbie Macomber kann in diesem Band erneut mit einer Menge Gefühle aufwarten und schafft es so einen als Leser in ihren Bann zu ziehen. Die einzelnen Figuren erleben ein Auf und Ab der Gefühle und müssen so einige Hürden überwinden. Nach und nach treten Geheimnisse ans Licht, die wie ich zugeben muss, teilweise vorhersehbar sind, aber trotzem die Handlung perfekt abrunden.
Man leidet insbesondere mit Ellie mit als ihre Kindheit zu Tage kommt und unter welchen Voraussetzungen sie aufgewachsen ist. Man merkt sehr schnell, warum sie so misstrauisch ist und weshalb sie sich betrogen fühlt, als der Mann, in den sie sich verliebt hat, den wahren Grund für die Kontaktaufnahme offenbart.
Jedoch muss ich auch gestehen, dass es mir ein wenig schwer fiel mit Maggie so richtig mitzufühlen. Klar, sie hat die letzten Jahre nicht das Leben geführt, das sie gerne fühlen wollte und auch ihre Ehe mit Ray ist ziemlich erkaltet. Aber jeder ist Herr(in) über das eigene Leben und bei ihr hatte sich so viel aufgestaut, bis es zum Eklat kommt und nicht nur Ray einen Fehler begeht. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich Ray so gar nicht mochte. Er war mir einfach zu gefühlskalt und berechenbar, so dass mir nicht gelang irgendwelche Sympathien für ihn zu gewinnen. Auch wenn er letztendlich noch die Biege bekommt, habe ich ihm seine Wandlung letztendlich nicht ganz abgenommen, da sie einfach zu abrupt kam.

Das zentrale Thema in diesem Band ist Vertrauen. Dies spiegelt sich in allen drei Handlungssträngen wieder, die zwar alle unabhängig voneinander ablaufen, aber dennoch immer wieder die gleiche Kernaussage wiederspiegeln: Ohne Vertrauen ist keine Beziehung untereinander möglich.
Die Liebe tritt in diesem Band ein wenig in den Hintergrund, was ich ein wenig schade finde. Insbesondere zwischen Jo Marie und Mark fehlte mir etwas das richtige Knistern aus den ersten beiden Bänden. Zwar entwickeln die Beiden sich in diesem Roman weiter. Aber der echte Funkel fehlt leider.

Dieser Roman lässt sich leicht lesen. Ehe man sich versieht ist man bereits mitten im Geschehen und lässt sich von einem wundervollen Gefühlswirrwarr mitreißen. Auch wenn nicht jede Figur so liebreizend wie in den vorherigen Bänden war, lohnt sich das Lesen dieses Romans in jedem Fall. Debbie Macomber schafft es mit ihrer Sprache die Leser zu fesseln.

Ich blicke dem Erscheinen ein wenig mit einem lachenden und weinenden Auge entgegen. Einerseits kann ich es nicht erwarten den nächsten Band zu lesen. Anderseits weiß ich, dass dann eine tolle Reihe zu Ende gehen wird.

Da dieser Roman mich nicht vollends überzeugen konnte und leider auch nicht an seine beiden Vorgänger heranreicht, jedoch erneut ein tolles Gefühlschaos produziert, bekommt dieser Roman von mir schwache 4 (von 5) Punkte.

Dürfen Dicke keinen Sport treiben?

Das, was ich jetzt schreibe, wird wahrscheinlich nicht jeden interessieren. Aber ich muss es einfach mal loswerden!

Ich habe heute versucht mir Sport-Shirts zu kaufen und hatte mich eigentlich bewusst für "lokale" Geschäfte entschieden. Und was soll ich sagen! Natürlich total erfolglos! 
Die, die meinem Blog bereits seit längerem folgen, wissen wahrscheinlich, dass ich bereits seit langem mit meinem Gewicht und meinem Wunsch dieses zu minimieren kämpfe. Ich möchte nun diesen Kampf gerne wieder aufnehmen, habe aber leider kein vernünftiges T-Shirt dafür (meine passen eher für's Büro bzw. sind so veraltet und verwaschen, dass ich diese nur als "Gammelklamotten" zuhause trage). Außerdem sollte das T-Shirt schon atmungsaktiv und schweißabsorbierend sein. 

Daher habe ich heute verschiedene Geschäfte aufgesucht, die Sportkleidung verkaufen (Sportgeschäft, aber auch Modeketten, die auch Sportkleidung vertreiben). Mal abgesehen davon, dass es in manchen Geschäften überhaupt keine Sportkleidung über die Kleidergröße 46 hinaus gab, hatten zumindest die Sportgeschäfte T-Shirts in Größe XL und XXL! Zunächst dachte ich noch: OK, das müsste ja noch gehen! Vor allem aus der Herrenabteilung (inzwischen war ich in der Hinsicht sogar flexibel)! Aber was soll ich sagen: Natürlich nicht! Selbst in der Herrenabteilung waren mir diese etwa 2-3 Nummern zu klein. Denn XL bzw. XXL bedeutet scheinbar für Sporthersteller nicht, dass diese auch übergewichtigen Personen passen!!! 

Zusätzlich muss ich noch erwähnen, dass ich für Verkäufer in den Sportgeschäften auch unsichtbar war. Während um mich herum immer wieder Kunden angesprochen wurden, ob man ihnen helfen kann, wurde ich total übergangen. Zwischendurch habe ich sogar ein kurzes Abschätzen meiner Person wahrgenommen. Allerdings hat der betroffene Verkäufer mich dann nicht mal angesprochen, sondern ist weggegangen. Meine Laune sank nach und nach immer weiter! 
Irgendwann habe ich im letzten Laden dann selbst meinen Mut zusammengenommen und eine Verkäuferin angesprochen und gefragt, ob sie auch Sportkleidung in großen Größen führen, zeigte sie mir T-Shirts in XL und sagte, das sei die größte Größe, die sie führen. Als ich sie darauf hinwies, dass diese mir zu klein sind, erwiderte sie nur "Tja, dann kann ich ihnen leider nicht helfen. Vielleicht versuchen Sie ihr Glück mal im Internet". Einerseits war ich extrem verärgert nach dieser Aussage, andererseits konnte die Verkäuferin mir ja auch nicht wirklich helfen. 

Ich muss gestehen, dass mir die heutigen Erlebnisse mal wieder zeigen, dass mein Gefühl, dass die Gesellschaft davon ausgeht Dicke würden sich nicht bewegen, geschweige denn Sport treiben wollen, zu stimmen scheint. Dies finde ich nicht nur enttäuschend, sondern es verärgert mich auch total!


Ich habe vorm Schreiben dieses Posts übrigens auch bereits ein wenig im Internet gestöbert. Allerdings konnte ich nur wenige Internetshops finden, die Sportmode auch in großen Größen anbieten. Es war dabei echt interessant, dass bei manchen Shops selbst T-Shirts in der Sektion "Große Größen" auch hier teilweise nur bis Kleidergröße 48 gehen. Ich muss manchen Shops zwar auch zugute halten, dass sie zwar T-Shirts über Kleidergröße 48 hinaus haben, diese aber in den meisten Fällen überteuert sind! 50€ und mehr (teilweise sogar über 100€) für 1 T-Shirt??? Sorry, aber so viel bin ich nicht bereit für 1 popeliges T-Shirt zu bezahlen!!! Interessant fand ich auch, dass manche Shops T-Shirts in "normalen" Größen für etwa 20-30€ verkauft, für das gleiche T-Shirt in großer Größe bis zu 60€ verlangt! Klar, es ist etwas mehr Stoff notwendig, aber gleich der doppelte Preis??? Das ist doch wohl total überzogen?!


Liebe Sportartikelhersteller: Auch übergewichtige Menschen wollen sich bewegen! Insbesondere, wenn sie ihr Übergewicht verlieren wollen! Also bietet auch für diese Gruppe entsprechende Kleidung an! Von mir aus auch mit leichtem Preisaufschlag, so lange dieser nicht übertrieben ist! 

Liebe Verkäufer im Sportgeschäft: Auch übergewichtige Menschen sind echte Kunden und wollen bedient werden! Also fragt auch sie, ob ihr ihnen helfen könnt! Selbst wenn, ihr es vielleicht tatsächlich nicht könnt, wie die Verkäuferin mir heute, zählt die Geste, so dass man sich auch ernstgenommen fühlen kann! 

Ich weiß, dieser Beitrag wird vielleicht nicht viele interessieren, aber ich musste mir das einfach mal von der Seele schreiben!
Denn ich möchte (und muss) immer noch Gewicht verlieren. Ich gebe die Hoffnung nicht auf! 


Sportliche Grüße
Natalie


P.S.: Falls jemand einen Tipp hat, wo ich gute und erschwingliche Sportmode auch fern der Kleidergröße 48 finde, darf er/sie ihn mir gerne mitteilen! Ich freue mich über jeden guten Tipp! 


[Rezension] "Küsse haben keine Kalorien" von Susan Mallery

Buchinformationen: (Quelle: http://www.mira-taschenbuch.de/)

ISBN 978-3-95649-163-4
368 Seiten
9,99 EUR [D] 10,30 EUR [AT]
Originaltitel: Sweet Success
ISBN eBook 978-3-95649-551-9 9,99 EUR [D]


Autoreninfo: (Quelle: http://www.mira-taschenbuch.de/)

New York Times-Bestsellerautorin Susan Mallery wird von der Literaturkritik als mitreißende Autorin gefeiert und unterhält mit ihren witzigen, emotionalen Romanen über Frauen und ihre Beziehungen Millionen von Leserinnen auf der ganzen Welt. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrem unerschrockenen Zwerpudel in Seattle, wo das Wetter zwar nicht gut, der Kaffee dafür aber umso besser ist.


Klappentext:

Pralinen, Trüffel und feinste Schokoladen: Cafébesitzerin Allison Thomas ist Meisterin der süßen Verführung – allerdings nur, was die Herstellung zartschmelzender Köstlichkeiten angeht. Bei Männern hat sie leider kein so glückliches Händchen und lässt zur Sicherheit lieber die Finger vom starken Geschlecht. Bis Matt Baker in ihr Leben tritt. Der attraktive Handwerker renoviert nicht nur ihren Lagerraum, er ist auch die sinnlichste Versuchung, seit es Männer gibt. Doch obwohl Ali in seinen Armen dahinschmilzt, merkt sie, dass es in Matts Vergangenheit Dinge gibt, an denen er noch zu knabbern hat …


Meine Meinung:

Da ich Susan Mallerys Bücher bislang alle ziemlich gut fand, war dieser Roman für mich natürlich Pflicht, zumal mich der Klappentext neugierig gemacht hat.
Susan Mallery zeigt mit diesem Roman mal wieder, dass überaus emotional schreiben kann, so dass man tief in die Handlung eintaucht und sich in dieser verlieren kann. Ich für meinen Teil habe diesen Roman wieder sehr genossen zu lesen.

Im Mittelpunkt dieses Romans steht vorrangig Allison Thomas, von allen nur Ali genannt, die eine Confisserie führt und dabei auf den attraktiven Handwerker Matt Baker trifft, der vor etwas davonzulaufen scheint.
Ali ist eine überaus selbstbewusste, aber auch zugleich fürsorgliche Frau, die dafür bekannt ist, sich um "notdüftige" Menschen und Tiere zu kümmern. Als sie auf Matt trifft, erkennt sie sofort, dass er vor irgendetwas zu flüchten scheint. Obwohl sie ihm zunächst ziemlich kritisch gegenüber steht, versucht sie hinter seinem Geheimnis zu kommen und ihm zu helfen. Dabei entwickelt nicht nur sie Gefühle für Matt, sondern auch bei ihm werden Gefühle wach. Beide wollen sich diese aber nicht so recht eingestehen, sondern versuchen dagegen anzukämpfen.

Beim Lesen fällt es einem leicht sich in die Figuren hineinzudenken. Diese sind wunderbar bodenständig und liebenswert gestaltet. Bisweilen kommen bei einzelnen Figuren auch schrullige Eigenschaften zutage, was sie nur noch interessanter erscheinen lässt. Insbesondere über Alis Mutter musste ich mehrfach einfach den Kopf schütteln, so sehr verhält sie sich abseits jeglicher Konventionen und Erwartungen.
Ich habe mich beim Lesen in die Figuren verliebt und insbesondere Allison und Matt sind mir total ans Herz gewachsen, da sie nach und nach zeigen, dass sie mehr ausmacht, als sie auf den ersten Blick zeigen können. Allerdings muss ich auch gestehen, dass ich nicht mit allen Handlungen von Matt einverstanden war, da er sich stellenweise auch ziemlich überheblich verhält. Allerdings machen dessen zwischenzeitlichen Entgleisungen final durchaus einen Sinn, da seine Vergangenheit seine Gegenwart bestimmt.

Susan Mallery schafft es mit diesem Roman mal wieder eine tolle Kleinstadt mit interessanten Bewohnern zu erschaffen, die man bildlich vor Augen hat. Man hat das Gefühl real vor Ort zu sein und alles live mitzuerleben. Ich für meinen Teil habe mich auch ein wenig in den Ort verliebt.
Beim Lesen vergisst man sein Umfeld und taucht tief in die Geschehnisse ein. Man fiebert und leidet mit den Figuren. Man merkt, dass diese wohldurchdacht sind und Susan Mallery ihnen trotz aller Widrigkeiten, die sie zu meistern haben, Stärke verleihen möchte.
Dieser Roman beweist erneut, dass Mallery den Kleinstadtcharme total vermitteln kann und diesen sogar noch perfektioniert hat.

Dieser Roman mag zwar in ziemlich einfacher Sprache geschrieben sein, vermittelt aber mit einem sehr bildlichen Stil eine enorme Spannung. Susan Mallery schafft es einen durchweg hohen Spannungsbogen aufrecht zu erhalten und kann immer wieder mit interessanten Wendungen aufwarten. Sie kann immer wieder mit kleinen lustigen Einwürfen die Stimmung, die stellenweise auch ein wenig melancholisch ist, aufheitern.
Zwar ist das Ende letztendlich schon ziemlich vorhersehbar, aber ich empfand dies nicht wirklich als störend, sonder eher als vollkommen stimmigen Abschluss.

Da mich der Roman vollends überzeugt hat, bekommt er von mir mit 5 (von 5) Punkten die volle Punktzahl.


[Rezension] "Kein Sommer ohne Liebe" von Mary Kay Andrews

Buchinformationen: (Quelle: http://www.fischerverlage.de/)

Taschenbuch
Aus dem Amerikanischen von Andrea Fischer
Preis € (D) 9,99 | € (A) 10,30
ISBN: 978-3-596-03534-2


Autoreninfo: (Quelle: http://www.fischerverlage.de/)

Mary Kay Andrews wuchs in Florida, USA, auf und lebt mit ihrer Familie in Atlanta. Im Sommer zieht es sie zu ihrem liebevoll restaurierten Ferienhaus auf Tybee Island, einer wunderschönen Insel vor der Küste Georgias. Seit ihrem Bestseller ›Die Sommerfrauen‹ gilt sie als Garantin für die perfekte Urlaubslektüre.



Klappentext:

Liebe, Sonne und ein Dorf unter Palmen – an Floridas Golfküste ist Greer auf der Suche nach dem schönsten Strand für einen Kinofilm. Vielleicht findet sie dabei auch die große Liebe?
Greer ist Location-Scout. Sie ist immer auf der Suche nach den besten Drehorten für die großen Kinofilme und sieht die schönsten Flecken dieser Welt, ein echter Traumberuf. Wäre da nicht ihr letzter Auftrag gewesen, bei dem eine ganze Plantage von der Filmcrew zerstört wurde – und Greer als die Schuldige abgestempelt wurde. Jetzt hat sie noch eine letzte Chance, um weiter im Geschäft zu bleiben: Für einen wichtigen Produzenten soll sie den perfekten Drehort finden.
Nach einer endlosen Suche stößt Greer auf Cypress Key, das wohl letzte urige Fischerdorf an der Golfküste Floridas. Hier hat alles noch seinen ursprünglichen Charme – und das gilt leider auch für den umweltbewussten, aber durchaus attraktiven Bürgermeister Eden. Der ist nämlich alles andere als begeistert von der Idee, dass eine riesige Filmcrew sein geliebtes Städtchen bevölkert und verschmutzt. Während die beiden noch streiten, merkt Greer, dass sie vielleicht gerade ihr Herz verliert …


Meine Meinung:

Ich habe diesen Roman im Rahmen einer Leserunde bei lovelybooks gelesen und möchte mich nochmal bedanken, dass ich teilnehmen durfte, da ich Mary Kay Andrews Romane mag.
Sie vermitteln einen perfekten Sommerflair, der auch in diesem Roman erneut spürbar war. Man hat beim Lesen sofort ein Gefühl von Sommer, auch wenn gerade Regen und Wind herrschen.

Allerdings muss ich auch gestehen, dass ich den Einstieg ein wenig schleppend fand. Die ersten Seiten konnten mich zunächst nicht so recht überzeugen, da die weibliche Hauptfigur Greer sich anfangs ziemlich selbst bemitleidete und alles als Qual darstellt. Erst als sie auf die männliche Hauptfigur Eben stößt und er sie humorvoll in die Schranken weist, wird es deutlich besser. Ich fand dieses leichte hin und her, was sie sich dann auf den folgenden Seiten liefern, einfach nur erfrischend. Die beiden Hauptfiguren wurden mir im Laufe des Romans immer sympathisch, vor allem weil sie ziemlich eigensinnig sind. Fortwährend schafft es die Autorin Funken zwischen den beiden sprühen zu lassen. Die beiden empfinden etwas füreinander, wissen aber nicht, ob sie sich tatsächlich auf den anderen einlassen sollen.
Dieser Roman kann mit einer Menge interessanter und teils stoischer Charaktere machen, die die Handlung lebendig halten. Auch wenn sich die Autorin in diesem Roman so manchem Hollywood-Klischee bedient, sorgt dies nicht dafür, dass man dieses als störend empfindet, sondern ergeben im Zusammenhang betrachtet durchaus Sinn. Gerade durch die überspitze Darstellung von Stereotypen können die Figuren perfekt aufeinander reagieren und sorgen so für Spannungen. Allerdings muss ich auch gestehen, dass ich so manche Namen (z.B. Greer, Eben, Kregg) schon ein wenig gewöhnungsbedürftig finde. Aber letztendlich habe ich mich mit den Namen abgefunden.

Mary Kay Andrews entführt die Leser mit diesem Roman erneut an ein kleines Küstenstädtchen, in diesem Fall sogar in einem ziemlich runtergekommenen, in dem die Bewohner zwar ein einfaches, aber dennoch zufriedenes Leben führen. Man spürt beim Lesen förmlich die salzige Seeluft und hat die Ereignisse gefühlt real vor Augen.
Allerdings wunderte ich mich schon ein wenig, dass ein komplettes Filmteam theoretisch so in ein kleines Städtchen "einfallen" darf und dort einfach so mir nichts, dir nichts drehen darf.

Beim Lesen stellte ich relativ schnell fest, dass man nicht alles so ernst nehmen darf. So manche Geschehnisse waren doch ziemlich fern der Realität. Bei so manchen Ereignissen konnte ich mir nicht so recht vorstellen, ob diese auch in der Realität so ablaufen würden.
Man könnte jetzt vermuten, dass dem Roman dadurch eine Menge Autentizität abhanden kommt. Meiner Meinung nach sorgt aber gerade dies für die Lebendigkeit, die der Roman ausstrahlt.

Dies ist ein Roman, der verschiedene Kategorien bedient. Er behandelt die Themen Familie, Liebe, Vergangenheitsbewältigung und Machtmissbrauch und fügt das ganze zu einem stimmigen Ganzen zusammen.
Dieser Roman ist wunderbar turbulent und abwechslungsreich und sorgt durch eine tolle Interaktion seiner Figuren für Spannung. Man fliegt förmlich durch den Roman.

Das Buch kann meiner Meinung nach mit einem gelungenen und schlüssigen Ende aufwarten. Klar, manche Ereignisse waren auch vorhersehbar. Andererseits konnten gewisse Aspekte des Endes mich doch überraschen und rundeten den Roman so zu einem interessanten Ganzen ab.
Ich muss zugeben, dass ich mir jetzt wo ich den Roman durchhabe. auch vorstellen kann, in einem Ort wie Cypress Hill zu leben. Die Gemeinde scheint zwar ziemlich urig und arm zu sein. Allerdings sind die Bewohner ziemlich bodenständig und halten dadurch wahrscheinlich ziemlich zusammen.
Ich freue mich schon auf den nächsten Roman von Mary Kay Andrews!

Insgesamt betrachtet ist dies erneut ein toller Sommerroman, der zwar etwas schleppend startet, dann jedoch mit abwechslungsreichen Ereignissen überzeugen kann. Insbesondere die eigensinnigen Hauptfiguren machen so manche Ungereimtheit wieder wett.
Dies ist ein toller Roman, der in einer interessanten skurrilen Kleinstadt spielt, dem einziges Manko die mangelnde Glaubwürdigkeit und ein schwacher Start ist. Daher bekommt der Roman von mir starke 4 (von 5) Punkte.




[Rezension] "Einmal rund ums Glück" von Paige Toon

Buchinformationen: (Quelle: http://www.fischerverlage.de/)

Taschenbuch
Übersetzt von Andrea Fischer
Preis € (D) 8,99 | € (A) 9,30
ISBN: 978-3-596-18886-4


Autoreninfo: (Quelle: http://www.fischerverlage.de/)

Als Tochter eines australischen Rennfahrers wuchs Paige Toon in Australien, England und Amerika auf. Nach ihrem Studium arbeitete sie zuerst bei verschiedenen Zeitschriften und anschließend sieben Jahre lang als Redakteurin beim Magazin »Heat«. Paige Toon schreibt inzwischen hauptberuflich und lebt mit ihrer Familie – sie ist verheiratet und hat zwei Kinder – in Cambridgeshire. Von ihr lieferbar sind folgende Romane und E-Novellas: ›Lucy in the sky‹, ›Du bist mein Stern‹, ›Einmal rund ums Glück‹, ›Diesmal für immer‹, ›Immer wieder du‹, ›Ohne dich fehlt mir was‹, ›Johnnys kleines Geheimnis‹ und ›Ohne dich keine Weihnacht‹.


Klappentext:

Daisy ist einfach sitzengelassen worden. Und das nicht von irgendeinem gewöhnlichen Typen, nein …
In Daisys Vergangenheit gibt es ein Geheimnis, dass sie nicht einmal ihrer besten Freundin Holly anvertrauen kann. Mit Männer und ihrer eigenen Familie will sie nichts mehr zu tun haben. Aber irgendwie muss das Leben ja weitergehen und am besten kann sie über alles hinwegkommen, wenn sie so weit wie möglich von zu Hause fort ist. Als sich ihr die Chance bietet, die Welt zu sehen, ergreift sie die sofort. Sie packt ihre Koffer und wird Hostess bei der Formel 1. Jetzt gleicht ihr Leben einem Wirbelwind: Brasilien, Italien, Australien, Monaco. Aber nichts kann Daisy davor bewahren, ihr Herz wieder zu verlieren ... dieses Mal an einen Mann, der bereit ist, sein Leben und seine Liebe für die Gefahr, die Geschwindigkeit und den großen Erfolg zu riskieren.
Ein rasanter Liebesroman – traumhaft!


Meine Meinung:

Ich habe dieses Buch vor einigen Jahren schon einmal gelesen. Im vergangenen Jahr gab es das Buch dann als "Ebook-Schnäppchen" bei Amazon, weshalb ich es mir runtergeladen hatte und nun nochmals gelesen habe.
Und was soll ich sagen: Ich bin sofort wieder in Toons-Welt versunken. Sie schreibt mit einer perfekten Mischung aus Liebe, Dramatik und Komödie. Man ist sofort in einem Strudel voller Turbulenzen und Gefühlswirrwarr, den Toons Bücher kennzeichnen. Auch hier ist es nicht anders.

Dieser Roman dreht sich um die junge Daisy, die mehr als ein Geheimnis hütet. Sie arbeitet als Hostess in einem Formel 1 - Stall. Dabei verliebt sie sich in den einen der beiden Rennfahrer des Stalls und wird von dem anderen immer wieder aufs Korn genommen. Es scheint, als stünde einer möglichen Liebe so vieles im Weg. Und zwar nicht nur die Tatsache, dass die beiden aus verschiedenen Welten zu kommen scheinen. Als es dann zu einer Tragödie kommt, muss Daisy sich der Realität ihres Lebens stellen.

Ich bin beim Lesen förmlich durch den Roman geflogen, so rasant und abwechslungsreich präsentiert er sich. Paige Toon, deren Vater selbst Formel 1 - Fahrer war, schafft es eine perfekt chaotische Welt rund um den Formel 1 - Zirkus zu erschaffen. Und mit Daisy hat sie eine überaus starke Hauptfigur geschaffen, die obwohl sie immer wieder mit sich hadert, im Grunde ihres Herzens weiß, was sie will. Daisy ist erfrischend natürlich und bodenständig, insbesondere wenn man bedenkt, aus welcher Welt sie kommt. Mit Will und Luis hat Toon außerdem zwei ziemlich unterschiedliche Rennfahrer und Männer geschaffen, die mehr oder weniger offen um Daisys Gunst buhlen. Während Will eher der bodenständige zu sein scheint, jedoch aus reichem Elternhaus kommt, ist Luis eher der chaotische und vorlaute Typ, der aus ärmlichen Verhältnissen stammt.
Man hat beim Lesen das Gefühl, als wäre man beim Lesen real vor Ort und stände mitten im Chaos. In diesem Roman ist zwar vieles sehr stereotyp, was allerdings dem Lesevergnügen keinen Abbruch tut. Vielmehr hat man dadurch das Gefühl, dass die Autorin den Geschehnissen dadurch mehr Nachdruck verleihen kann.

Die einzige Kritik, die ich hier anbringen kann, ist dass die Handlung zwischendurch insbesondere im ersten Drittel ein wenig zu sehr auf der Stelle tritt.

Dies ist ein schöner Toon-Roman mit einer interessanten weiblichen Hauptfigur, die jenseits von Oberflächlichkeiten denkt. Dieses Buch hat seine starken 4 (von 5) Punkte verdient.

[Rezension] "Whispering Love: Frühling in Maine" von Kate Sunday

Buchinformationen: (Quelle: http://www.droemer-knaur.de/)

E-Book, Feelings
23.03.2016, 250 S.
ISBN: 978-3-426-44000-1
€ 1,99


Autoreninfo: (Quelle: http://www.droemer-knaur.de/)

Kate Sunday ist das Pseudonym einer deutschen Autorin. Seit 2012 verzaubert sie jugendliche und erwachsene Leser mit gefühlvollen, romantischen Liebesgeschichten.
Geboren in Köln und aufgewachsen in Süddeutschland, lebt Kate heute mit ihrer Familie an der Bergstraße. Ein Teil ihres Herzens ist bei diversen Aufenthalten in Australien und den USA geblieben. Sie liebt Pizza, Katzen und Sonnenuntergänge und träumt von einem rosenumrankten Cottage an einer wildromantischen Meeresküste. Als Kate Lynn Mason widmet sie sich der erotischen Seite der Liebe. Die Autorin ist Mitglied bei DeLiA, der Vereinigung deutschsprachiger Liebesromanautoren.


Klappentext:

Bittersüße Contemporary Romance vor der malerischen Kulisse der Küste Maines!
Enttäuscht von dem gleichgültigen Verhalten ihres Ehemanns Ethan nimmt sich die 23-jährige Samantha nach einer Fehlgeburt im malerischen Küstenort Angel's Cove eine Auszeit. Sie lernt den charmanten Architekten Cole kennen, der sie trotz seiner leichtlebigen Art sogleich in seinen Bann zieht. Obwohl ihr Instinkt sie vor Cole warnt, lässt sie sich auf ein aufregendes, sexuelles Abenteuer mit ihm ein. Die leidenschaftliche Nacht bleibt nicht ohne Folgen. Sam verliert ihr Herz an Cole, und plötzlich steht viel mehr auf dem Spiel, als ihre Ehe...


Meine Meinung:

Ich bin auf diesen Roman aufgrund einer E-Mailempfehlung aufmersam geworden. Und als ich dann den Klappentext las, wurde ich noch neugieriger, da ich auf Liebesromane stehe, die in kleinen (Küsten-) Städtchen spielen.

Der Roman fängt mit den Auseinandersetzungen zwischen der jungen Samantha und ihrem Mann Ethan sehr interessant an. Man nimmt den beiden ihre Gefühle ab. Insbesondere bei Samantha spürt man, dass sie sehr unter den Geschehnissen leidet. Sie entscheidet sich daher für eine Auszeit bei ihrer alten Freundin Melissa, die ihr das Haus ihres Bruder Cole in Angel Cove, einem überaus hübschen Küstenstädtchen, vermittelt. In der Annahme, dass Cole nicht da ist, nimmt sie Melissas Angebot an, nichtsahnend, dass Coles kurzfristig doch wieder nach Hause kommt. Zwischen den beiden knistert es auch bald gewaltig, auch wenn beide ihren wahren Gefühlen nicht nachgeben wollen, da sie beide Beziehungswracks sind.

Der Roman ist abwechselnd aus der Sicht von Samantha und Cole geschrieben, was an und für sich nicht schlecht ist, da man so tiefe Einblicke in ihr Seelenheil erhält. Man merkt so sehr schnell, wie tief die Gefühle füreinander sind. Allerdings muss ich gerade hier deutliche Kritik anbringen, da Kate Sunday insbesondere in der ersten Hälfte des Romans auf der Stelle tritt und sich ständig wiederholt. Stellenweise hatte ich das Gefühl einen billigen Groschenroman zu lesen, so oft hat sie betont, was Cole und Samantha (und auch andersherum) anziehend findet. Entweder hätte sie hier mehr Handlung einbauen oder den Inhalt um mindestens ein Drittel kürzen können. Erst in der zweiten Hälfte, als Samantha Angel Cove wieder verlässt wird, die Handlung deutlich interessanter, als sich nicht mehr alles nur um die äußerlichen Anziehungsmerkmale der beiden dreht.
Wobei ich auch gestehen muss, dass das Ende ziemlich hervorsehbar ist, was jedoch dem Lesevergnügen keinen Abbruch tut.

Wenn man von den Groschenromanmomenten mal absieht, ist dies ein Roman der deutliches Potential für einen guten Liebesroman hat. Mit Samantha und Cole hat die Autorin zwei überaus interessante und starke, aber auch zerbrochene, Charaktere entwickelt, denen man sehr schnell sein Vertrauen schenkt. In beide Figuren kann man sich sehr leicht hineinversetzen und fiebert mit ihnen mit.
Des Weiteren tut die traumhafte Kulisse rund um den kleinen Ort Angel Cove sein übriges. Man kann beim Lesen nicht anders, als sich in den Ort zu verlieben. Ich für meinen Teil hatte den Roman beim Lesen bildlich vor Augen und konnte die salzige Seeluft förmlich riechen.

Insgesamt betrachtet kann ich sagen, dass dies ein netter Liebesroman ist, bei dem die Figuren und die Kulisse zwar ziemlich überzeugen können, er jedoch auch häufig auf der Stelle tritt bzw. sich in Nebensächlichkeiten verliert.
Alles in allem kann ich dem Roman daher nicht mehr als solide 3 (von 5) Punkte geben kann.


[Rezension] "Die Liebe ist ein schlechter Verlierer" von Katie Marsh

Buchinformationen: (Quelle: http://www.randomhouse.de/)

€ 12,99 [D] | € 13,40 [A] | CHF 17,90* (* empf. VK-Preis)
Paperback, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-453-28522-4
Erschienen: 28.03.2016


Autoreninfo: (Quelle: http://www.randomhouse.de/)

Katie Marsh lebt mit ihrer Familie in London, schreibt Bücher und ist im Gesundheitswesen tätig. Die Inspiration zu ihrem Debüt "Die Liebe ist ein schlechter Verlierer" verdankt sie ihrer Arbeit mit Schlaganfallpatienten. Sie liebt es, mit ihrer Tochter im Park zu toben, ihrem Mann den Toast zu stehlen und Karaoke zu singen. Ihr zweiter Roman ist bereits in Arbeit.


Klappentext:

Was, wenn der Moment, in dem du gehen willst, der Moment ist, in dem er dich am meisten braucht?
Hannah will Tom verlassen. Morgen sagt sie es ihm. Und dann erfüllt sie sich ihren Traum, nach Afrika zu gehen. Tom will an seiner Ehe festhalten, sei sie noch so eingefahren. Er ignoriert die Probleme, will einfach nur neben Hannah einschlafen und morgen ins Büro fahren.
Doch dazu kommt es nicht …
Hannah und Tom wissen nicht, dass morgen alles anders sein wird. Dass Hannah ihre Pläne aufgeben muss und Tom nie wieder in sein altes Leben zurückkehren kann. Auch wissen sie nicht, dass ihre Liebesgeschichte noch nicht zu Ende ist und dass manche Träume einen Umweg nehmen müssen, bevor sie in Erfüllung gehen …


Meine Meinung:

Ich habe diesen Roman als Rezensionsexemplar erhalten. Verbunden damit war eigentlich eine Bilderaktion, zu der ich es allerdings leider nicht mehr geschafft habe, was ich echt schade fand. Aber lesen wollte ich den Roman in jedem Fall, da mich der Klappentext überaus neugierig gemacht hatte.

Im Mittelpunkt dieses Romans steht Hannah, die seit längerem eine unglückliche Ehe mit Tom führt. Sie ist in dieser Beziehung und auch mit ihrem derzeitigen Leben total unzufrieden. Eigentlich hat sie bereits seit längerem vor Tom zu verlassen und ihren Traum vom Unterrichten in Afrika erfüllen. Als sie sich dazu durchgerungen hat es ihm zu sagen, erleidet Tom einen Schlaganfall und das Leben der beiden ist plötzlich auf den Kopf gestellt. Also gibt Hannah ihre Träume erneut auf, um Tom beizustehen. Aber das neue Leben der Beiden läuft nicht problemfrei ab und die beiden müssen entdecken, dass sie beide ihren Teil dazu beitragen müssen.

Als ich anfing zu lesen, dacht ich zunächst: Was für ein A...loch ist Tom?! Aber im Laufe des Romans erfährt man immer mehr von ihm und warum er der ist, der er ist. Auch bei Hannah dachte ich zunächst: Warum hat sie ihre Pläne nicht schon viel früher verfolgt, wenn sie doch so unglücklich ist. Aber selbst dieses Hadern ergibt im Laufe des Romans einen Sinn.
Nach und nach arbeitet die Autorin durch Rückblicke das Kennenlernen der beiden und ihre gemeinsame Vergangenheit der Beiden auf. Dadurch erhält man einen tiefen Einblick, warum sie an dem Punkt angelangt waren, an dem sie sich zum Zeitpunkt von Toms Schlaganfall befinden.
Indem Katie Marsh ihre Figuren zunächst nicht so gut aussehen lässt, haben sie die Möglichkeit sich stark zu entwickeln. Man nimmt ihnen dabei ihren Wandel, den sie im Laufe des Romans durchmachen, sehr ab. Man blickt ihnen dabei immer ziemlich tief in die Seele und erkennt, dass die Autorin sich intensiv mit ihren Figuren auseinandergesetzt hat.
Allerdings muss ich auch gestehen, dass einzelne Nebenfiguren ein wenig blass bleiben. Da ich allerdings nicht zu viel vom Inhalt verraten möchte, werde ich hier keine direkt benennen. Ich kann jedoch sagen, dass dies nicht wirklich das Lesevergnügen minimiert.

Dies ist ein Roman in dem die Gefühlswelten seiner Charaktere eine große Rolle spielen. Alles in allem sind die einzelnen Figuren ziemlich willensstark, dürfen zwischendurch immer wieder aber auch eine verletzliche Seite durchscheinen lassen.

Mir gefiel der Grundgedanke des Romans, dass bestimmte Ereignisse es schaffen, sein bisheriges Leben, seine Wünsche und Träume in Frage zu stellen. Hier geht die Autorin völlig wertfrei an die Geschehnisse heran. Sie beleuchtet diese aus unterschiedlichen Perspektiven und ermöglich ihren Figuren ihre eigenen Schlüsse daraus zu ziehen.

Dieses Buch zeigt, dass Liebe manchmal tiefer geht, als es auf den ersten Blick erscheint. Daher bekommt der Roman von mir auch gute 4 (von 5) Punkte.

[Rezension] "Der Geschmack von Salz und Honig" von Hannah Tunnicliffe

Buchinformationen: (Quelle: http://www.randomhouse.de/)

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empf. VK-Preis)
Taschenbuch, Broschur
ISBN: 978-3-453-35894-2
Erschienen: 11.04.2016


Autoreninfo: (Quelle: http://www.randomhouse.de/)

Hannah Tunnicliffe wurde in Neuseeland geboren. Sie studierte Sozialwissenschaften und lebte danach in Australien, England, Macao und Kanada. Sie arbeitete zunächst in der Personalwirtschaft und als Karriere-Coach und wandte sich dann ihrem Traum, dem Schreiben, zu. Mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern lebt sie heute in Sydney, Australien.


Klappentext:

Wenige Tage vor der Hochzeit stirbt Francescas große Liebe Alex bei einem Unfall. Kurz darauf erfährt sie, dass ihr vermeintlich perfekter Verlobter Geheimnisse vor ihr hatte. Am Boden zerstört, flüchtet sie in eine kleine Holzhütte in den Wäldern von Washington. Hier kann sie den Duft der Pinienbäume und des nahen Ozeans genießen und den Weg zurück ins Leben finden. Dabei helfen ihr ihre Nachbarn, die sie herzlich in ihrer Mitte aufnehmen. Und vor allem Jack, der sich zusammen mit seiner Tochter Huia in Francescas Herz schleicht.


Meine Meinung:

Ich habe diesen Roman als Rezensionsexeplar erhalten, worüber ich mich ziemlich gefreut habe, da der Klappentext einen interessanten Roman rund um die Themen Verlust, Trauer und Geheimnisse verspricht.
Ich muss allerdings gestehen, dass bei mir ein wenig die Ernüchterung kam, als ich anfing zu lesen. Ich wurde zum Einen mit Francesca nicht so ganz warm, zum Anderen waren mir die Nebenfiguren teilweise ein wenig zu skurril.
Generell ist dies ein schöner Roman, dessen Potential die Autorin allerdings leider nicht vollends ausnutzt. Meiner Meinung nach verwendet Hannah Tunnicliffe einfach viel zu viel Energie, um die Familienverhältnisse rund um Francesca zu erzählen. Man hat ziemlich schnell verstanden, dass in dieser Familie ein enger Zusammenhalt herrscht und man die Dinge dort auf ihre eigene Art macht.
Hier hätte ich mir gewünscht, dass sie noch stärker darauf eingeht, warum Alex Eltern Francesca so richtig ablehnen. Natürlich wird ein Grund herausgearbeitet. Allerdings war mir dieser nicht Anlass genug, um scheinbar nach dessen Tod nur noch Verachtung für sie zu empfinden.

Francescas innere Auseinandersetzung mit Alex Tod fand ich hingegen sehr gut. Sie ist generell eine ziemlich willensstarke Frau, die weiß, was sie will. Daher nimmt sie auch die Hütte in Beschlag und ist nicht bereit sie zu verlassen, als sie dazu gezwungen wird. Die Hütte ist ihre Verbindung zu Alex, da er dort viele Sommer verbracht hat. Dort fühlt sie sich ihm nahe.
Unterstützung erhält sie dabei vor allem von den Nachbarn, die alle ein ziemlich eigensinniges Leben führen. Beim Lesen wurde zumindest bei mir ein wenig das Gefühl vermittelt, als handele es sich allesamt um Aussteiger, die ein Leben abseits der Normen führen wollen. Theoretisch ist dies ja auch nicht schlecht. Aber eine "normale" Figur als Ausgleich hätte ich sinniger gefunden.
Die Figuren sind generell interessant gestaltet und man sich leicht in sie hineindenken. Dadurch erlangt man verschiedene Sichtweisen, die die Geschehnisse und Alex Geheimnis, welches nach und nach aufgedeckt wird, beleuchten. Lediglich mit der kleinen Huia hatte ich starke Probleme. Sie benimmt sich zum Einen so gar nicht altersentsprechend, und kam zum Anderen bei mir einfach nur anstrengend und nervig an. Das Süße, dass alle in ihr sehen, konnte ich so gar nicht in ihr entdecken.

Mein Fazit lautet daher: Nett, mehr aber leider auch nicht! So wirklich packen konnte mich Francesca und ihre Auszeit in der Hütte nicht gerade.
Für mich ist der Roman leider nur durchschnittlich. Man kann ihn lesen, muss man aber nicht unbedingt. Daher bekommt der Roman von mir solide 3 (von 5) Punkte.

Ich mache weiter! Die Blogpause hat ein Ende!



Hallo zusammen,

vor knapp 4 Wochen habe ich meine (kurze) Blogpause angekündigt, da ich ein wenig das "Bloggerfeeling" verloren hatte bzw. mir mein Leben ein wenig über den Kopf gewachsen ist. Ich weiß ja nicht, wie andere Blogger es schaffen ihr Leben (inklusive Vollzeitjob und Pendeln) und das Bloggen immer so unter einen Hut zu bringen?! Aber zumindest ich war im letzten Monat an einem Punkt angekommen, an dem ich nicht mehr so weitermachen konnte. Ich hatte beruflichen (und auch privaten) Stress, der mich so sehr unter Druck gesetzt hat, dass ich meinen Blog nicht mehr als Ausgleich und Spaß empfunden habe, sondern auch als weitere Herausforderung.
Daher wollte ich mir eine Auszeit gönnen, in der ich für mich herausfinden wollte, ob ich den Blog weiterführe, und falls ja, wie!

Zu meinem Zeitproblem kam, dass ich mit mir selbst gestrauchelt habe, da ich leider nur wenig Zuspruch für meinen Blog bekam. Ein paar Personen natürlich ausgenommen, habe ich immer nur wenig Kommentare zu meinen Beiträgen erhalten. Und wenn, dann oftmals Kommentare wie "solche Bücher lese ich ja nicht ... sie sind mir zu schnulzig, zu seicht ... etc.". Aber ich liebe nun mal Liebes- und Frauenromane und stehe auch dazu. Wer definiert eigentlich ob etwas lesenswert ist oder nicht? Ich finde, dies liegt immer im Auge des Betrachters! Jeder muss beim Lesen selbst entscheiden, ob ihm etwas gefällt oder nicht. Ich verurteile Fantasyromanleser ja auch auch nicht dafür, dass die Romane zu unrealistisch sind! Nur weil mir ein Genre nicht besonders zusagt, muss man das Buch ja nicht gleich "verurteilen", insbesondere nicht, wenn man es selbst noch nicht gelesen hat.
Seien wir doch mal ehrlich: Die meisten von uns führen ihren Blog nicht nur, um über gelesene Bücher zu berichten, sondern auch um sich darüber auszutauschen, oder?! Aber oftmals ist man eher bequem und kommentiert nur wenig, was ich echt schade finde. Ich muss mich leider selbst mit dazuzählen. Auch ich lese mir zwar sehr viele Beiträge durch, kommentiere aber zu selten.
Daher musste ich mir selbst darüber klar werden, ob ich so weitermachen möchte. Und ich habe beschlossen. Ich werde an meiner Art zu bloggen erst mal nichts ändern. Allerdings werde ich zukünftig mehr auf anderen Seiten kommentieren. Stellt euch also schon mal auf eine Flut von Kommentaren von mir ein. :D
Ich werde mich aber von Kommentaren nicht mehr so schnell runterziehen lassen. Klar, ich lese zu selten "echte Literatur" (wobei mir immer noch nicht klar ist, wer definiert, ob ein Buch ein literarisches Werk oder eben nur ein Buch ist?!), aber es muss ja auch nicht jeder meine gelesenen Bücher mögen! Dies ist mein Blog, auf dem ich Bücher vorstelle, die mir gefallen (oder manchmal auch nicht). Ich freue mich über jeden ernst gemeinten Kommentar!

Meine Blogpause hat mich auch entdecken lassen, dass ich mein Leben und meinen Blog ein wenig entschleunigen muss. Ich werde zukünftig nicht mehr jedes gelesene Buch rezensieren wollen. Dadurch werden natürlich auch weniger Beiträge von mir online gehen und wahrscheinlich auch meine Besucherzahlen schrumpfen. Aber das stört mich nicht! Ich muss keine 5.000 oder sogar 20.000 Besucher auf meinem Blog pro Monat haben. Ich freue mich über jeden Besucher, der meinen Blog besucht und mir Nachrichten hinterlässt. Und wenn dies nur 500-1.000 Besucher pro Monat sind, dann freue ich mich auch darüber.
Ich möchte diesen Blog ohne Konkurrenzdruck führen, sondern nur für mich! Ich möchte mir wieder mehr Zeit für mich nehmen und dazu gehört auch, dass ich den Blog nach meinen Bedingungen führe.

In einer Hinsicht wird sich mein Blog ein wenig wandeln. Ich möchte zukünftig auch mehr abseits von Büchern von mir preisgeben. Manche Dinge beschäftigen mich einfach und ich möchte darüber sprechen, auch wenn diese Beiträge vielleicht nicht jeden interessieren werden. Falls euch mal etwas nicht interessiert, überlest es doch einfach. ;-)
Ich möchte gerne wieder mit Herzblut dabei sein. Und dazu gehört für mich auch, dass ich Dinge anspreche, die mir unter den Nägeln brennen. Wie dies genau aussehen wird, weiß ich selbst noch nicht genau. Ihr könnt euch aber darauf einstellen, dass insbesondere die Sparte "Das Leben & ich" stärker gefüllt wird.

Ab morgen werde ich beginnen wieder Rezensionen online zu stellen. Drei Rezis sind bereits vorbereitet. Ich freue mich schon darauf wieder stärker mit euch in den Austausch zu gehen.

Ich hoffe, ihr bleibt mir gewogen!


Sonnige Maigrüsse
Natalie