Mein erster Besuch auf der Frankfurter Buchmesse


Nun ist es schon über eine Woche her, dass ich die Frankfurter Buchmesse zum ersten Mal besucht habe. Ich musste meine Eindrücke und Erlebnisse erst ein wenig sacken lassen, um die richtigen Wort zu finden.
Wenn man mich nach einem kurzen Fazit fragen würde, so lautet meine Antwort: Toll, aber auch sehr voll!

Aber von Anfang an:
Ich hatte hatte beim "Herzenstage"-Gewinnspiel eine Karte für die Frankfurter Buchmesse gewonnen und spontan hingefahren bin. Ursprünglich hatte ich gar nicht vor hinzufahren, da mein Leben derzeitig ein wenig Kopf steht. Aber als ich dann erfahren habe, dass ich eine Karte gewonnen habe, dachte ich "Warum nicht?!"
Man findet ja doch immer wieder Gründe, warum man etwas jetzt gerade nicht machen kann, oder?! Dabei ist es eigentlich ganz einfach: Es einfach machen!
Leider hatte ich mit knapp 1 Woche nicht viel Vorbereitungszeit, zumal ich auch noch Vollzeit arbeite und momentan nach Feierabend oftmals noch andere Termine habe. Daher bin ich relativ unbedarft losgefahren, ohne mir viele Gedanken darüber zu machen, was ich alles sehen und erleben möchte.


Los ging's am Freitagabend direkt nach Feierabend aus dem Büro. Gegen 19 Uhr ging der Zug.
Ich saß zum Glück im 1. Klasse-Abteil des IC mit 2 anderen Personen, denen wie mir eher nach Ruhe und lesen statt Unterhaltung war. Nach einem langen Tag im Büro war mir auch nicht nach mehr als lesen. Ab etwa der Hälfte der Strecke hatte ich das Abteil dann sogar für mich alleine. Allerdings war ich dann irgendwann auch so KO, dass ich zwischendurch immer wieder eingeschlafen bin. Gegen 0 Uhr kam der Zug dann verspätet in Frankfurt an. Ich hatte zum Glück ein Hotel in Bahnhofsnähe und musste nur noch gut 10 Minuten zu Fuß gehen. Wobei dies Nachts alleine in Frankfurt auch schon ein wenig unheimlich ist ... und ich bin eigentlich auch nicht so ängstlich.
Im Hotel bin ich dann auch sofort ins Bett, damit ich Samstagmorgen einigermaßen aus dem Bett kam.


Da das Hotel auf halben Weg geradeaus zur Messehalle lag, musste ich zum Glück am Samstag nicht erst mühsam den Weg suchen.
Am Eingang angekommen erlebte ich dann allerdings eine "böse" Überraschung: Die Karte, die für mich hinterlegt werden sollte, hatte sich bereits jemand anderes geschnappt. Leider waren die Karten scheinbar nicht namentlich gekennzeichnet, so dass jemand anderes sich die Karten einfach eingesackt hat. Ich gebe Herzenstage hier aber auch keine Schuld. Wenn ich auf jemanden wütend bin, dann eher auf die Person(en), die sich die Karte ohne Berechtigung gekrallt haben. So was macht man doch nicht, oder?!
Aber egal, habe ich mir halt einfach eine Eintrittskarte gekauft und bin reingegangen. Obwohl Taschen kurz kontrolliert werden, muss ich aber auch sagen, dass die Kontrolle nicht sonderlich gründlich war. In den meisten Fällen, wie auch bei mir, wurde nur das große Fach der Tasche kontrolliert und nichts weiter. Ich habe zwar generell keine Terrorangst, aber man hätte ohne weiteres Waffen reinschmuggeln können und bei der Besuchermenge durchaus größeren Personenschaden verursachen können. Ich sage das auch nur, weil mich der Gedanke bei der Taschenkontrolle gekommen ist.


Ich habe mich dann zunächst erst mal treiben lassen, da ich mich erst mal umschauen wollte. Anfangs war dies auch problemlos möglich. Ich habe viele interessante neue Bücher entdeckt und durchaus auch auf Verlage gestoßen, die ich zuvor noch nicht kannte. Die meisten Stände war sehr hübsch aufgemacht, so dass man viel fürs Auge hatte.
Ab Mittags wurde es dann jedoch, wie ich finde, teilweise extrem (über)voll, so dass ein richtige Stöbern gar nicht möglich war. Stellenweise war es ein richtiges Gedränge und Geschiebe, so dass ich ein wenig die Lust verlor. Ich leide an leichter Platzangst und große Menschenmengen erzeugen bei mir schon ein leichtes Gefühl von Unwohlsein.
Insbesondere bei den großen Verlagen war der Andrang verständlicherweise schon sehr groß, denn wer möchte nicht seinen Lieblingsautoren mal nahe sein. Eigentlich wollte ich mir ja auch noch ein Buch von Cecelia Ahern signieren lassen. Allerdings war die Schlange bei ihrer Signierstunde so lang, dass ich bis zu 1 1/2 Stunden hätte warten müssen. Das war mir dann doch zu lang. Dann wäre mir ja noch weniger Zeit zum Schauen geblieben. Daher war mehr als ein kurzes Foto von Cecelia Ahern leider nicht drin. Da ich selbst ein großer Fan der Autorin bin, kann ich den Andrang natürlich verstehen, aber das war mir dann doch zu viel, zumal ich immer noch nicht zu lange stehen kann. Vielleicht ein anderes Mal?!
Am Stand von Herzentage traf ich dann allerdings auf Paige Toon, ebenfalls einer Lieblingsautorinnen, die bereit war mit mir ein Foto zu machen (... bitte achtet nicht auf meinen merkwürdigen Blick. Ich schaue fast immer auf Fotos komisch ;-) ). Ich kann sagen, Paige Toon ist überaus nett. Sie hat sich sehr viel Zeit für ihre Fans genommen und mit vielen ein paar Worte gewechselt. Als sie dann auch noch ein Kapitel aus ihrem Buch "Das verrückte Leben der Jessie Jefferson" vorgelesen hat, war ich im siebten Bücherhimmel!
Und anschließend war sie dann auch noch bereit Bücher zu signieren. Leider war der Andrang dann so groß, dass irgendwann wegen des nächsten Programmpunktes abgebrochen werden musste. Daher zog ich dann ohne Signatur erst weiter und ließ mich treiben, bis ich Paige Toon dann eine ganze Weile später am Stand von Harper Collins wieder sah und dort so gerade eben noch mein Buch signieren lassen konnte ... nach der Person hinter mir, wurde nämlich auch erst wieder ein Cut gemacht, da für Paige Toon ein Bloggertreffen anstand! Puh, Glück gehabt! So zwischendurch meint das Leben es wohl doch noch gut mir mir!



Das waren aber auch meine einzigen echten Begegnungen mit Autoren. Ich habe zwischenzeitlich auch noch kurzzeitig andere Lesungen von Autoren gelauscht, die ich jedoch nicht kannte und mir leider auch nicht richtig im Gedächtnis geblieben sind.
Insgesamt habe ich gefühlte Kilometer zurückgelegt und sehr viele Eindrücke auf mich einprasseln lassen. Dank der Buchmesse habe ich auch wieder mehr Lust auf Bücher, so dass diesen Monat (leider) mehr Bücher wieder in meinem Regal gewandert sind, als ich eigentlich wollte. Im Oktober kann ich meinen SUB-Abbau also abhaken. ;-)

Ich fand es gut, dass draußen im Innenhof ganz viele Essenstände aufgebaut waren. Da man dort zum Einen Kraft tanken konnte, und zum Anderen auch ein wenig dem Trubel entfliehen konnte. Für mich sind sollte Orte gute Rückzugsmöglichkeiten, um dem Gedränge zu entkommen und wieder durchzuatmen.
Allerdings gab es meiner Meinung nach zu wenig "normale" Möglichkeiten, um sich Getränke zu holen. Ich hatte leider meine Wasserflasche im Hotel vergessen und musste mir zunächst Getränke in einem Becher besorgen (mit denen man allerdings nicht gut rumlaufen kann), die auch mit über 3€ auch total überteuert waren. Erst am Nachmittag bin ich auf dem Messegelände auf einen kleinen Kiosk gestoßen, der auch Getränke in Flaschen verkauft.

Am Abend war ich dann auch vollkommen erschlagen und war froh, dass ich mich im Hotel aufs Bett legen und fernsehen bzw. lesen konnte.
Am späten Sonntagvormittag hieß es dann Frankfurt Auf Wiedersehen zu sagen. Ich fuhr mit sehr vielen tollen Eindrücken, aber auch total KO zurück nach Hause.
Die Nachwirkungen der Messe habe ich noch die ganze Woche über gespürt, da die Erlebnisse ziemlich intensiv waren.
Mein Fazit für die Buchmesse lautet in jedem Fall: Ich möchte unbedingt nochmals hin! Dann allerdings mehr als 1 Tag und mit deutlich mehr Vorbereitung! Vielleicht auch noch mit jemanden der mich begleitet bzw. jemanden den ich dort treffe. Denn leider habe ich keine anderen Blogger getroffen bzw. erkannt.
Mal schauen, vielleicht nächstes Jahr wieder hin?!

So, dass war dann auch mein "kurzer" Bericht! Ich könnte noch so einiges schreiben. Aber das würde den Rahmen des Posts dann noch weiter sprengen.

Herbstliche Grüße
Babs


HILFE, ich fahre zur Frankfurter Buchmesse

Hallo zusammen,

ich fahre am Freitag bzw. Samstag spontan zur Frankfurter Buchmesse, da ich beim Herzenstage - Gewinnspiel eine Karte für Samstag gewonnen habe. Ursprünglich hatte ich gar nicht vor hinzufahren, da mein Leben derzeitig ein wenig Kopf steht. Aber als ich dann erfahren habe, dass ich eine Karte gewonnen habe, dachte ich "Warum nicht?!"
Man findet doch immer Gründe, warum man etwas jetzt gerade nicht machen kann, oder?! Dabei muss man sich einfach nur entscheiden, es doch zu tun! Und ich werde es tun! Dieses Jahr fahre ich zur Buchmesse!

Allerdings stehe ich nun vor dem Problem, dass ich zwar die Bahnfahrt und Unterkunft organisiert habe, mich jedoch null vorbereiten konnte und brauche daher eure Hilfe!


  • Was sollte ich mir eurer Meinung nach unbedingt ansehen/erleben?
  • Gibt es irgendwo eine Übersicht, welcher Verlag welche Veranstaltungen geplant?
  • Habt ihr besondere Tipps für mich?
  • Fahrt ihr auch?
Einzelne Sachen konnte ich bereits selbst entdecken, allerdings fehlt mir noch so der richtige Plan! Ich bin für jeden Hinweis/Tipp, den ihr mir geben könnt total dankbar! Ich echt ziemlich planlos!

Riesigen Dank! 
Babs

[Gemeinsam lesen] 18.10.2016


Hallo zusammen,

ich bin letztes Jahr bereits auf zwei Blogs (Weltenwanderer & schlunzenbücher) auf eine tolle Aktion gestoßen, bei der man immer Dienstags von seinen Buch, welches man derzeitig liest, berichtet, indem man vier Fragen dazu beantwortet.
Die ersten drei Fragen sind immer vorgegeben:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Die vierte Frage wird jedes Mal neu gestellt und inzwischen nur noch bei Schlunzenbücher online gestellt.

Auch diese Woche bin ich wieder mit dabei, da ich den Austausch mit anderen immer total mag. Ich freue mich schon darauf zu erfahren, was ihr momentan alle so lest! :-)

Hier meine Antworten für diese Woche:


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese aktuell "Herbstzauber in Briar Creek" von Olivia Miles und bin derzeitig auf Seite 21 (von 367).



Klappentext:
Als Jane Madison erfährt, dass ihr Exmann zum zweiten Mal heiratet, gerät ihre Welt erneut ins Wanken. Sie ist sich sicher, nie wieder glücklich zu werden. Doch dann taucht Henry Birch in Briar Creek auf, der Mann, der Jane die Heirat bis zu ihrem Hochzeitstag ausreden wollte - und ihr Herz auch nach all den Jahren höher schlagen lässt. Aber eine alleinerziehende Mutter kann doch nicht den besten Freund ihres Exmanns lieben ... oder etwa doch?




2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Henry Birch stand mitten auf dem kunstvoll gestalteten Stadtplatz und hatte seinen Reiseschirm nicht geöffnet, obwohl feiner Nieselregen durch die goldenen Eichenblätter fiel.


3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Ich habe dieses Buch bereits seit vergangener Woche auf meiner Liste. Jedoch bin ich letzte Woche innerhalb der Woche nicht zum Lesen gekommen und am Wochenende faszinierte mich "Die Nachtigal" so sehr, dass ich es innerhalb eines Wochenende ausgelesen hatte. Gestern habe ich nun mit diesem Roman begonnen, bin aber noch nicht besonders weit gekommen. Daher kann ich noch nicht viel dazu sagen.


4. Welche Buchreihe muss man nach Deiner Meinung nach gelesen haben? 

Jeder, der mir und meinem Blog bereits seit längeren folgt, wird wissen, dass ich ein totaler Liebesromanfan bin, der eine Buchreihe besonders liebt. Daher lautet meine Antwort natürlich:


Robyn Carr's Virgin River - Reihe 


Ich liebe diese Reihe einfach! Die Buchreihe handelt von den Menschen eines kleinen kalifornischen Küstenstädtchens, die obwohl sie fast alle ein ziemlich einfaches und oftmals auch relativ hartes Leben führen, immer für einander da sind. Diese Figuren sind an Herzlichkeit nicht zu überbieten.
Die Bücher der Reihe beinhalten, neben einer Menge Dramatik, ganz viel Herzschmerz, eine Prise Erotik (OK, manchmal auch eine Menge ;-) ) auch eine wunderbare Naturkulisse, in die man sich beim Lesen einfach verliebt.
Die Reihe beinhaltet insgesamt 20 Bände (davon 3 Novellen), die in folgender Reihenfolge erschienen sind:

  1. Neubeginn in Virgin River 
  2. Wiedersehen in Virgin River 
  3. Happy End in Virgin River
  4. Wintermärchen in Virgin River 
  5. Ein neuer Tag in Virgin River 
  6. Verliebt in Virgin River 
  7. Zurück in Virgin River 
  8. Unter dem Weihnachtsbaum in Virgin River 
  9. Gemeinsam stark in Virgin River 
  10. Endlich bei Dir in Virgin River 
  11. Herzklopfen in Virgin River 
  12. Happy New Year in Virgin River 
  13. Das Glück wartet in Virgin River 
  14. Liebeserwachen in Virgin River 
  15. Hand in Hand in Virgin River 
  16. Winterträume in Virgin River 
  17. Zuhause in Virgin River 
  18. Neue Hoffnung in Virgin River
  19. Liebesglück in Virgin River
  20. Weihnachtsmärchen in Virgin River
Ich hoffe, dass ich die einzelnen Bände jetzt nicht durcheinander gebracht habe. 
Hach, alleine beim Gedanken an die Reihe, möchte ich sie gerne nochmals lesen. ;-)

Welche Buchreihe liegt euch besonders am Herzen?

Herbstliche Grüße
Babs

[Montagsfrage]: Welcher Einzelband steht bei dir aktuell als nächstes auf dem Leseplan?


Hallo zusammen, 

ich hoffe, ihr hattet heute alle einen guten Start in die Woche?! 
Auch diese Woche möchte ich die interessante Bloggeraktion "Montagsfrage" von Buchfresserchen nicht missen und nehme daher wieder gerne teil. 
Jede Woche wird eine neue Montagsfrage veröffentlicht, die man innerhalb von 7 Tagen beantworten kann.

Die Frage für diese Woche lautet:

Welcher Einzelband steht bei dir aktuell als nächstes auf dem Leseplan?

Ich habe mich da noch nicht genau festgelegt. Aktuell lese ich ja mit "Herbstzauber in Briar Creek" von Olivia Miles einen Band einer Reihe. Wahrscheinlich lese ich danach "Die kleine Bäckerei am Strandweg" von Jenny Colgan. Das Buch liegt auf meinem Leseplan ziemlich weit oben. Aber meistens entscheide ich spontan, was ich als nächstes lese. Daher kann es also auch noch ein ganz anderes Buch werden. 


Welches Einzelbuch lest ihr als nächstes?

Herbstliche Grüße
Babs

[Rezension] "Herzenszauber in Thunder Point" von Robyn Carr

Buchinformationen: (Quelle: https://www.harpercollins.de)

Erscheinungstag: Mo, 12.09.2016
Seitenanzahl: 352
ISBN: 9783956496158


Autoreninfo: (Quelle: https://www.harpercollins.de)

Die Autorin von über 20 Romanen erreicht mit ihrem Schreiben ein großes Publikum. Ihre Romane berühren, ob sie sie im Historischen Genre, den Liebesromanen oder Thrillern schreibt. Robyn Carr kommt ursprünglich aus Minnesota.



Klappentext:

In einem Akt der Verzweiflung verlässt Devon MCAllister mit ihrer kleinen Tochter ihr Zuhause, in dem sie sich nicht mehr sicher fühlt. Sie will nur eins: ihrer traumatischen Vergangenheit entfliehen und irgendwo untertauchen. Unerwartet landet sie in dem Küstenstädtchen Thunder Point, wo sie mit offenen Armen aufgenommen wird. Vor allem der attraktive Spencer unterstützt sie tatkräftig–und berührt ihr Herz. Doch wird es ihr gelingen, ihre schmerzvollen Erfahrungen hinter sich zu lassen?


Meine Meinung:

Bei diesem Roman handelt es sich um den dritten Band der Thunder Point – Reihe. Und obwohl ich ihn bereits vor knapp 3 Jahren bereits im englischen Original gelesen habe, musste ich das Buch jetzt nochmals auf Deutsch lesen, da mir die Reihe sehr gefällt.
Dieser Roman ist definitiv noch besser als der 2. Teil, der sehr schwach startete, und überzeugt neben seinen charismatischen Figuren vor allem mit der sich steigend aufbauenden Spannung. Die gesamte Handlung gipfelt letztendlich in einem fulminanten Ende.

In diesem Roman bringt Robyn Carr die junge Mutter Devon McAllister ins Spiel. Devon wird gemeinsam mit ihrer Tochter von Rawley beim Trampen aufgegriffen, als sie auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit ist. Rawley nimmt sie mit nach Thunder Point und gibt ihr einen Unterschlupf. Nach und nach lernt Devon nicht nur die Bewohner und ihre Herzlichkeit kennen, sondern entwickelt auch so etwas wie neues Selbstvertrauen. Doch auch wenn sie sich und ihrem neuen Leben langsam öffnet, muss sie irgendwann entscheiden, ob sie bereit ist sich nicht nur ihrer Vergangenheit zu stellen, sondern diese auch hinter sich zu lassen.

Wer bereits Robyn Carrs Virgin River – Reihe kennt, wird Vorliebe für Herzlichkeit und nachbarschaftliche Hilfe bereits kennen. Dieses Idealbild einer amerikanischen Kleinstadt setzt auch in dieser Reihe fort. Thunder Point ist ein Ort, in dem die Menschen vielleicht nicht reich an Geld, aber dafür an Liebe sind. Auch wenn diese Menschen manchmal kleinstadttypisch übermäßig neugierig sind, sind sie immer für einander da. Gerade diese Art zeichnet den Roman (und die Reihe im Allgemeinen) total aus und machen ihn lesenswert.
Man kann beim Lesen nichts anderes, als sich in den Ort und seine Bewohner zu verlieben. Durch Robyn Carrs perfekte Beschreibung der Umgebung hat man das Gefühl live vor Ort zu sein.

Robyn Carr lässt einzelne Figuren in diesem Roman eine emotionale Achterbahn erleben. Insbesondere Devon und Spencer, die beide Verluste erlitten haben und sich näherkommen, müssen hier nicht nur körperliche, sondern auch emotionale Wunden überwinden. Beide stehen vor dem Scheideweg, wie ihr Leben weitergehen soll. Und auch wenn es auf den ersten Blick erscheint, als würden die beiden Figuren ihre Vergangenheit schnell hinter sich lassen können, erleben sie dann doch wieder Rückschritte, die sie emotional aus der Bahn werfen. Gerade die innere Zerrissenheit der Beiden macht sie interessant und hält die Spannung neben aufregenden Geschehnissen aufrecht.

Ich habe an diesem Roman nur sehr wenig auszusetzen. Leichte Kritik muss ich lediglich dahingehend aufbringend, dass Carr zwar dieses Mal auch noch weitere Nebenstränge laufen lässt, sich jedoch nur sehr wenig darauf fokussiert. In den Nebensträngen läuft meiner Ansicht nach alles eher zu glatt ab. Allerdings ist dies wahrscheinlich auch schon ziemlich kleinkariert von mir gedacht?!

Da dieser Roman vor allem durch eine sich gipfelnde Spannung und der emotionalen Achterbahn seiner Figuren überzeugt, kann ich jedem diese Buchreihe weiterhin wärmstens ans Herz legen.
Daher bekommt dieser Band von mir wohl verdiente starke 4 (von 5) Punkte.


Wer Interesse an dieser Reihe bzw. diesem Roman im Speziellen hat, findet hier eine *Leseprobe*



[Rezension] "Heimat meines Herzens" von Susan Wiggs

Buchinformationen: (Quelle: https://www.harpercollins.de)

Erscheinungstag: Mo, 15.08.2016
Seitenanzahl: 304
ISBN: 9783956495939



Autoreninfos: (Quelle: https://www.harpercollins.de)

Susan Wiggs hat unter vielen anderen Preisen, den RITA® - Award gewonnen. Sie ist eine „militante“ Romance Autorin, eine Feministin, perfekte Mutter und Ehefrau. Susan Wiggs baut Mutanten – Tomaten an, spricht Französisch und spielt Cello. (…)



Klappentext: 

Kaum lässt Michelle ihren Blick nach so langer Zeit wieder über die schneebedeckten Weiten Montanas gleiten, spürt sie, wie ihr Atem leichter geht. Obwohl sie vor siebzehn Jahren nur einen Sommer hier verbracht hat, ist das die Heimat ihres Herzens. Nie war sie so glücklich wie hier, nie so verliebt. Aber das mit ihr und Sam hat kein gutes Ende genommen. Jetzt ist sie nur zurück, um ihrem Vater zu helfen, und will dann in ihr Leben in Seattle zurückkehren. Doch da hat sie die Rechnung ohne Sam gemacht. Er erkennt sofort, dass er der Vater ihres Sohns sein muss. Und er will die verlorene Zeit mit ihm aufholen. Wird Michelle das Liebste, was sie hat, an diesen Mann verlieren? Oder wird sie mit ihm zusammen endlich finden, wonach sie sich ihr Leben lang gesehnt hat?


Meine Meinung:

Nachdem mir das letzte gelesene Buch von Susan Wiggs nur bedingt gefallen hat, war ich auf diesen Roman sehr gespannt, zumal der Klappentext einfach charmant rüberkommt. Und was soll ich sagen? Mit diesem Roman findet Wiggs zu ihrem gewohnten Charme zurück.

Im Mittelpunkt dieses Romans stehen Michelle und Sam, die eine gemeinsame Vergangenheit haben, sich jedoch seit 17 Jahren nicht mehr gesehen haben.
Michelle kehrt nach langer Zeit zu ihrem Vater zurück, mit dem sie sich nach einem Ereignis in der Vergangenheit überworfen hatte, weil dieser schwer erkrankt ist. Begleitet wird sie von ihrem ziemlich widerspenstigen sechzehnjährigen Sohn Cody. Kaum ist sie angekommen trifft sie auf Sam, dem Vater ihres Sohnes, von dem sie nie gedacht hätte, dass sie ihn je wiedersehen würde und den sie ihrem Sohn bislang immer verschwiegen hatte. Sam erkennt sehr schnell, dass er der Vater ist. Zwischen den beiden kochen alte und neue Gefühle sehr schnell wieder hoch auf, so dass nicht nur die beiden entscheiden müssen, inwieweit sie sich von der Vergangenheit beeinflussen lassen wollen und welche Zukunft sie sich wünschen.

Vor allem mit Michelle und Sam hat Susan Wiggs interessante und charmante Charaktere gewählt, die beide zum einen sehr willensstark sind, gleichzeitig aber auch verletzliche Züge zeigen. Beide sind durch Ereignisse in ihrer Vergangenheit so stark geprägt worden, dass diese Auswirkungen bis in die Gegenwart haben. Man kann beim Lesen nicht anders, als sich in sie zu verlieben.
Generell wirken die einzelnen Figuren, bis hin zur kleinsten Nebenfigur wohldurchdacht und tragen mit ihren Eigenheiten zum Gelingen der Geschichte bei.

Mit diesem Roman entführt Wiggs einen als Leser auch wieder in eine traumhafte Kulisse, die man sich beim Lesen bildlich vorstellt, so dass man das Gefühl hat alles real mitzuerleben. Ich habe mich beim Lesen in die beschriebene Gegend verliebt, weil sie so detailgenau beschrieben wird.

Susan Wiggs schreibt hier wieder mit so viel Gefühl, dass man tief in die Handlung eintaucht und sich von den Ereignissen mitreißen lässt. Mir fiel es schwer das Buch zwischendurch aus der Hand zu legen, da mich die Handlung total in seinen Bann gezogen hat. Ich war die ganze Zeit gespannt, wie es weitergeht. Und auch wenn der Roman teilweise vorhersehbar ist, empfand ich dies nicht als störend, da der Roman eine durchweg gleichbleibende Spannung aufrechterhält.

Das Buch versprüht wieder den gewohnten Wiggs-Charme: Interessante Charaktere, zauberhafte Landschaft und Probleme, die gelöst werden müssen! Ich habe an diesem Roman so gar nichts auszusetzen und kann hier eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen.
Daher hat es die volle Punktzahl mit 5 (von 5) Punkte vollends verdient.


Wer sich nun für das Buch interessiert, findet hier eine *Leseprobe*



[Gemeinsam lesen] 11.10.2016


Hallo zusammen,

ich bin letztes Jahr bereits auf zwei Blogs (Weltenwanderer & schlunzenbücher) auf eine tolle Aktion gestoßen, bei der man immer Dienstags von seinen Buch, welches man derzeitig liest, berichtet, indem man vier Fragen dazu beantwortet.
Die ersten drei Fragen sind immer vorgegeben:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Die vierte Frage wird jedes Mal neu gestellt und inzwischen nur noch bei Schlunzenbücher online gestellt.

Auch diese Woche bin ich wieder mit dabei, da ich den Austausch mit anderen immer total mag. Ich freue mich schon darauf zu erfahren, was ihr momentan alle so lest! :-)

Hier meine Antworten für diese Woche:


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich habe gerade mein aktuelles Buch beendet und kann mich noch nicht so recht entscheiden, welches ich als nächstes lesen soll. Folgende Bücher stehen zur "Auswahl":

Klappentext:
Zwei Schwestern im von den Deutschen besetzten Frankreich: Während Vianne ums Überleben ihrer Familie kämpft, schließt sich die jüngere Isabelle der Résistance an und sucht die Freiheit auf dem Pfad der Nachtigall, einem geheimen Fluchtweg über die Pyrenäen. Doch wie weit darf man gehen, um zu überleben? Und wie kann man die schützen, die man liebt? 
In diesem epischen, kraftvollen und zutiefst berührenden Roman erzählt Kristin Hannah die Geschichte zweier Frauen, die ihr Schicksal auf ganz eigene Weise meistern.








Klappentext:
Als Jane Madison erfährt, dass ihr Exmann zum zweiten Mal heiratet, gerät ihre Welt erneut ins Wanken. Sie ist sich sicher, nie wieder glücklich zu werden. Doch dann taucht Henry Birch in Briar Creek auf, der Mann, der Jane die Heirat bis zu ihrem Hochzeitstag ausreden wollte - und ihr Herz auch nach all den Jahren höher schlagen lässt. Aber eine alleinerziehende Mutter kann doch nicht den besten Freund ihres Exmanns lieben ... oder etwa doch?









2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Da ich ja mit beiden Büchern noch nicht begonnen habe, hier einfach mal die Eingangssätze der beiden Bücher:

Die Nachtigall:
Wenn ich in meinem langen Leben eines gelernt habe, dann ist es Folgendes: In der Liebe finden wir heraus, wer wir sind.

Herbstzauber in Briar Creek:
"Ich muss dir was sagen, Mommy."


3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Wie ich ja schon oben bereits erwähnt habe, kann ich mich noch nicht so recht entscheiden, mit welchem der beiden Bücher ich weitermache. Einerseits reizt mich "Die Nachtigall" mehr. Allerdings ist das Buch gebunden und relativ dick. Und dadurch leider auch relativ schwer, so dass ich es nur ungern mit in die Tasche auf dem Weg zur Arbeit mit mir rumtragen möchte. In solchen Momenten lobe ich mir eigentlich meinen ebook-Reader. Da ich das Buch jedoch gebunden gekauft habe, muss ich nun mit dem Gewicht leben. "Herbstzauber in Briar Creek" hätte den Vorteil, dass es als Taschenbuch relativ leicht ist und sich wahrscheinlich auch locker lesen lässt. Hach, menno, das ist echt keine leichte Entscheidung!
Welches Buch würdet ihr mir empfehlen?


4. Liest du lieber alleine oder in Gesellschaft? 

Na ja, ich gestehe, dass ich lieber alleine lese. Wobei ich schon noch mehr "in Gesellschaft" wie in Bus & Bahn lese (auf dem Weg zur/von der Arbeit), finde ich es noch entspannter für mich selbst zu Hause zu lesen, wo ich nicht vom Umfeld gestört werde.
Generell kann ich immer und überall lesen, da ich beim Lesen vollkommen abschalten und das Umfeld um mich herum vergessen kann, wenn ein Buch mich so richtig fesselt.


Wie sieht's bei euch aus?

Herbstliche Grüße
Babs

[Montagsfrage]: Warum bloggt ihr (über Bücher) und wie seid ihr dazu gekommen?


Hallo zusammen, 

ich hoffe, ihr hattet heute alle einen guten Start in die Woche?! Immerhin haben wir dank des Feiertags ja quasi noch Wochenende. ;-) 
Auch diese Woche möchte ich die interessante Bloggeraktion "Montagsfrage" von Buchfresserchen nicht missen und nehme daher wieder gerne teil. 
Jede Woche wird eine neue Montagsfrage veröffentlicht, die man innerhalb von 7 Tagen beantworten kann.

Die Frage für diese Woche lautet

Warum bloggt ihr (über Bücher) und wie seid ihr dazu gekommen?

Im Grunde habe ich mit dem Bloggen begonnen, weil ich total gerne und viel lese, allerdings in meinem Freundes- bzw. Bekanntenkreis niemanden habe, mit denen ich mich darüber austauschen kann. 
Vor ein paar Jahren bin ich dann in einem kleinen Forum, in dem man auch Rezensionen online stellen konnte, auf ein paar andere Blogger gestoßen, u.a. Sonja von Sonjas Bücherinfos. Deren Blogs haben meinen Wunsch verstärkt Rezensionen auf meiner eigenen Seite zu schreiben. Vor diesem Blog hatte ich schon mal einen anderen Blog, den ich allerdings aus verschiedenen Gründen zwischenzeitlich stillgelegt hatte. Im letzten Jahr habe ich dann diesen Blog, der zuvor einen ganz anderen Hintergrund haben sollte, zu meinem neuen Bücher- (und "Lebens") Blog ausgestaltet. 

Durch meinen Blog bin ich bereits auf total viele neue liebe Menschen gestoßen, die mir ans Herz gewachsenen sind und mit denen ich mich gerne austausche. 

Inzwischen gehört mein Blog zu meinem liebsten Hobby und ich möchte dieses auch nicht missen. Und auch wenn mir ab und an abseits der Arbeit nicht so viel Zeit dafür bleibt, wie ich gerne in meinen Blog stecken möchte, kann ich mir inzwischen gar nicht mehr vorstellen, gar nicht mehr zu bloggen!

Wie sieht's bei euch aus?

Herbstliche Grüße
Babs



Wölkchens Freitags Fragen 07.10.2016


Worum es geht?
Das Ganze ist ziemlich simpel, Wölkchens Bücherwelt stellt euch jeden Freitag 2 Fragen, wovon sich eine immer um Bücher dreht und die andere eher ums Privatleben (keine Angst es sind ganz harmlose Fragen ;))


Wie funktioniert es?
Postet bei Wölkchens Bücherwelt in den Kommentaren den Link zu eurem Blog-Eintrag oder beantwortet sie direkt in den Kommentaren. Natürlich ist eine Beantwortung der Fragen auch noch nach Freitag möglich. 

Und nun zu den Fragen für diese Woche:


Bücher-Frage:
1. Auf welches Buch, welches nächstes Jahr erscheinen soll, freust du dich besonders?
Ich freue mich schon sehr auf "Im Schatten das Licht" von Jojo Moyes. Ich liebe ihre Bücher einfach und die Buchinfo, die ich zu diesem Buch gelesen habe, hat einfach mein Interesse geweckt:

Ein berührender Roman von Bestsellerautorin Jojo Moyes über das, was wir meistens lieben und manchmal hassen: Familie.
Sarah und ihren Großvater Henri verbindet die Liebe zu Pferden. Einst war Henri Dressurreiter, bis das Schicksal seine Karriere beendete. Täglich trainiert er Sarah und ihr Pferd. Als Henri jedoch einen Schlaganfall erleidet, bleibt seine vierzehnjährige Enkelin allein zurück ...
Natasha und ihren Ex-Mann Mac verbindet nur noch wenig. Ihre Ehe ist gescheitert, doch bis das gemeinsame Haus verkauft ist, müssen sie sich miteinander arrangieren. 
Als zufällig Sarah in ihr Leben tritt, nehmen sie das verschlossene Mädchen als Pflegetochter bei sich auf. Und auf einmal müssen sich alle drei die Frage stellen: Was wollen sie füreinander sein, was verbindet sie und was bedeutet das eigentlich: eine Familie sein?


Private Frage:
2. Wenn du die Möglichkeit hättest, dich in ein Fabelwesen zu verwandeln, welches würdest du sein wollen?
Also, ich muss ja gestehen, dass ich es generell nicht so mit Fabelwesen bzw. Fantasy im allgemeinen habe. Aber wenn schon, wäre ich gerne eine Elfe, da sie überaus grazil, hübsch und elegant sind. Sie vereinigen meiner Meinung nach Schönheit mit Klugheit. 

Herbstliche Grüße
Babs

[Rezension] "Vielleicht morgen" von Guillaume Musso

Buchinformationen: (Quelle: https://www.piper.de)

€ 14,99 [D], € 15,50 [A]
Erschienen am 11.08.2014
480 Seiten, Klappenbroschur
Übersetzt von: Eliane Hagedorn, Bettina Runge
ISBN: 978-3-86612-376-2


Autoreninfo: (Quelle: https://www.piper.de)

Guillaume Musso wurde 1974 in Antibes geboren und kam bereits im Alter von zehn Jahren mit der Literatur in Berührung, als er einen guten Teil der Ferien in der von seiner Mutter geleiteten Stadtbibliothek verbrachte. Da die USA ihn von klein auf faszinierten, verbrachte er mit 19 Jahren mehrere Monate in New York und New Jersey. Er jobbte als Eisverkäufer und lebte in Wohngemeinschaften mit Menschen aus den verschiedensten Ländern. Mit vielen neuen Romanideen kehrte er nach Frankreich zurück. Er studierte Wirtschaftswissenschaften, wurde als Lehrer in den Staatsdienst übernommen und unterrichtete mit großer Leidenschaft. Ein schwerer Autounfall brachte ihn letztendlich zum Schreiben. In »Ein Engel im Winter« verarbeitet er eine Nahtoderfahrung – und wird über Nacht zum Bestsellerautor.
Seine Romane, eine intensive Mischung aus Thriller und Liebesgeschichte, haben ihn weltweit zum Publikumsliebling gemacht.
Weltweit wurden mehr als 22 Millionen Bücher des Autors verkauft, er wurde in 38 Sprachen übersetzt.


Klappentext: 

Seine Philosophielesungen sind stets überfüllt, als Harvard-Professor hat er es geschafft – eigentlich müsste Matthew Shapiro glücklich sein. Er ist es aber nicht. Jedenfalls nicht mehr, seit der Tod seiner Frau ihn und ihren gemeinsame Tochter einsam zurückließ. Auch die junge Sommelière Emma Lovenstein hat sich mit ihrer Anstellung im Sterne-Restaurant »Imperator« beruflich ihren Traum erfüllt. Doch der Erfolg konnte sie nicht vor der tiefen Krise bewahren, die die Trennung von ihrem Liebhaber François in ihr auslöste. Zu tief sitzt der Schmerz über seine Entscheidung, nach Jahren des Hinhaltens doch bei seiner Frau und den Kindern zu bleiben. Seitdem ist das Lächeln aus Emmas Leben verschwunden. Bis zu dem Tag, als Matthew auf einem Flohmarkt etwas kauft, das ihr Leben für immer verändern wird: Einen gebrauchten Laptop mit der Signatur »Emma L.« …


Meine Meinung:

Ich habe das Buch bereits vor über einem Jahr schon einmal begonnen, dann jedoch nach knapp 50 Seiten unterbrochen, weil mir das Buch damals nicht zusagte. Da ich Mussos Romane aber eigentlich mag, hatte ich das Buch erst mal zurück ins Buchregal gestellt und dem Roman vor kurzem eine neue Chance gegeben. Dieses Mal emfand ich den Einstieg nicht so schleppend, wie beim ersten Mal. Allerdings muss ich vor schon mal zugeben, dass dieser Roman meiner Meinung nach nicht die gewohnte Musso-Dramatik beeinhaltet.

Mit den beiden Hauptfiguren Matthew Shapiro und Emma Lovenstein hat Musso dieses Mal leider zwei etwas farblose Figuren gewählt. Matthew, ein erfolgreicher Uniprofessor, hat vor einem Jahr seine Frau bei einem Unfall verloren und hadert noch gemeinsam mit seiner vierjährigen Tochter mit dem Verlust, während Emma, Sommelière in einem Nobel-Restaurant, eine heimliche Liebesaffäre hat und unzufrieden mit ihrem Leben ist. Von den Grundvoraussetzungen her, bieten die beiden Figuren durchhaus Potential, allerdings kommen echte Spannungen zu wenig zum Vorschein.
Des Weiteren hatte ich insbesondere bei Matthews Tochter das Gefühl, dass es sich hier nicht um ein vierjähriges, sondern um ein zehnjähriges Kind handelt. Ich weiß ja nicht, ob Muss Kinder hat, oder nicht (bzw. ob er diese zum Zeitpunkt des Schreibens hatte), aber das Mädchen verhält sich so gar nicht altersentsprechend. Sowohl in ihrer Wortwahl, als auch in ihren Handlungen verhält sich das Mädchen zu vernünftig. Das hat mich beim Lesen total irritiert und aus dem Lesefluss gerissen.

Anfangs hat mich der Roman ein wenig an den Film "Das Haus am See" (wer den Film nicht kennt: Es handelt es sich um eine interessantes Liebesdrama aus dem Jahr 2006 mit Sandra Bullock und Keanu Reeves) erinnert, nur dass hier die beiden Figuren nicht per Post, sondern via E-Mail kommunizieren.
Das Buch mutet anfänglich eher einem normalen Liebesroman mit mystischem Hintergrund an. Matthew und Emma fühlen sich sofort nah und wollen sich auch begegnen, schaffen es jedoch nicht, da sie wie sich herausstellt nicht im gleichen Jahr leben. Als Matthew erfährt, dass Emma zu einer Zeit lebt, in der seine Frau noch am Leben ist, versucht er Emma zu überreden den Tod seiner Frau zu verhindern. Emma ist hin und her gerissen, zumal sie Gefühle für Matthew entwickelt hat. Ein Missgeschick von Matthews Tochter zerstört den Laptop, mit dem er mit Emma kommuniziert hat und trennt die Verbindung der beiden. Obwohl Emma sich wundert, warum Matthew nicht mehr reagiert, versucht sie hinter das Geheimnis zu kommen und stößt dabei auf ein dunkles Geheimnis von Matthews Frau, dass sie ihr Versprechen überdenken lässt.

Leider kommen bei diesem Roman die Thrillerelemente, die einen typischen Musso neben der Liebesgeschichte ausmachen viel zu spät. Der Roman plätschert lange Zeit ziemlich sanft vor sich hin, von echter Spannung kann bis kurz vorm Ende kaum die Rede sein.
Zwar hat der Roman auch zwischendurch seine Höhen, allerdings sind diese eher emotionaler Art. Die Spannungen finden im Miteinander zwischen Matthew und Emma statt, jedoch fehlte mir gleichzeitig eine detailliertere Interaktion zwischen den beiden. Das echte Katz und Maus - Gefühl kam einfach nicht rüber.

Dies ist ein Buch mit Höhen und Tiefen, dem allerdings die gewohnte Musso-Spannung fehlt Daher kann ich dem Buch auch nicht mehr als knappe 3 (von 5) Punkte geben.


[Rezension] "Das Cafè der guten Wünsche" von Marie Adams

Buchinformationen: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Taschenbuch, Broschur, 336 Seiten,
ISBN: 978-3-7341-0278-3
€ 8,99 [D] | € 9,30 [A] | CHF 12,50* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Blanvalet
Erschienen: 19.09.2016


Autoreninfo: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Marie Adams veröffentlichte unter anderem Namen bereits Romane – in denen es darum geht, die Liebe nach Jahren durch den Alltag zu retten und das Familienchaos zu meistern. Umso mehr Freude hat sie nun daran, ein Liebespaar auf fast märchenhafte Weise erst einmal zusammenzubringen – schließlich weiß sie aus eigener Erfahrung, wie irrational das Glück manchmal arbeitet.


Klappentext: 

Julia führt mit ihren Freundinnen Laura und Bernadette ein kleines Café mit einem ganz besonders charmanten Konzept: Jedem Gast wird heimlich ein guter Wunsch hinterhergeschickt. Julia wundert sich nicht, dass alle Gäste das Café glücklicher verlassen, schließlich glaubt sie an die Macht der guten Gedanken – die auch ihre große Liebe Jean zurückbringen soll. Alle anderen Männer hält sie deshalb auf Abstand – bis Robert sich mit (anfangs) unlauteren Mitteln in ihr Herz schleicht. Ist es seine Schuld, dass auf einmal manches schiefläuft? Oder braucht sie nicht nur Glück, sondern auch eine große Portion Mut, um sich wirklich auf die Liebe einzulassen?


Meine Meinung: 

Ich bin auf dieses Buch aufgrund des Covers aufmerksam geworden. Als ich den Klappentext las, wurde meine Neugier noch größer. Daher war ich auch erfreut, als ich den Roman als Rezensionsexemplar erhalten habe.

Im Mittelpunkt dieser Geschichte stehen vor allem die junge Julia, die die mit ihren beiden Freundinnen Laura und Bernadette ein kleines Café führt, und Robert, unzufriedener Reporter einer Lokalzeitung. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein: Julia, die überaus positiv und lebensbejahend durch die Welt geht, und Robert, der total unzufrieden mit sich und seinem Leben ist.
Als Julia eine Mitbewohnerin sucht, weil Bernadette für ein Studienjahr nach Frankreich geht, trifft sie durch Einmischungen ihres Bruders Nick auf Robert, der seine bisherige WG verlassen muss, weil sein Mitbewohner mit seiner Freundin zusammenziehen möchte.
Julia hängt immer noch an ihrer großen Liebe Jean, den sie während eines Sommers in Frankreich kennengelernt, von dem sie allerdings nicht mehr weiß, als seinen Vornamen und dass er in einer Konditorei gearbeitet hat. Sie hofft immer noch auf seine Rückkehr, weshalb sie sich jeder neuen Liebe verwehrt. Stattdessen steckt sie ihre gesamten Energien in ihr Cafè, in dem jedem Gast heimlich ein guter Wunsch hinterhergeschickt werden. Sie und ihre Freundinnen glauben an die Macht der guten Gedanken.
Robert ist anfangs alles andere als positiv eingestellt. Allerdings kann er sich dem Bann, der Julia ausstrahlt nicht so ganz verwehren. Irgendwann kommen plötzlich auch bei ihm Gefühle ins Spiel, auch wenn er sich denen zunächst nicht so ganz hingeben mag.

Das Buch hat einen etwas schwachen Start. Nach einer Weile wird es dann etwas interessanter, was vor allem am Charme von Julia liegt. Sie ist eine überaus liebreizende Persönlichkeit, die man nur lieben kann. Dies kann man leider nicht von allen Figuren sagen. Teilweise benehmen sich einzige Figuren einfach irrational. Insbesondere Lauras Feindseligkeit Robert gegenüber konnte ich mir die ganze Zeit nicht erklären. Zumindest ist mir Lauras Gefühl, dass Robert etwas ausheckt nicht ausreichend genug.
Julia hat es mit ihrem Cafè und Leben generell nicht leicht. Irgendwie scheint es, als wollten "dunkle" Mächte ihre positive Lebenseinstellung rauben und lassen die Menschen in ihrem Umfeld sie hintergehen. Ich fand es echt bemerkenswert, wie selbstbewusst Julia allen Hürden begegnet und aus allen Herausforderungen immer noch Chancen sieht.

Dieses Buch und seine Charaktere sehr großes Potential. Nur leider schöpft es dieses nicht aus. Stellenweise tritt es auf der Stelle, während es sich sich wenige Seiten später förmlich überschlägt. Vor allem hätte man mehr aus den einzelnen Nebenfiguren machen können. Mal abgesehen von Julia, sind sämtliche anderen Figuren kaum liebreizend, sondern haben ständig Hintergedanken.
Man ahnt sehr schnell, in welche Richtung der Roman geht, so dass auch die wenigen Überraschungen , die man als Leser erlebt, nicht ganz überzeugen können. Mit ein wenig mehr Dramatik wäre richtige Spannung aufgekommen. So plätschert die Handlung leider die meiste Zeit eher vor sich hin.
Ich fand des Grundgedanken, dass man Menschen gute Wünsche hinterherschickt und man ihnen dadurch ein positives Lebensgefühl vermittelt, überaus interessant. Dieses Thema ist auch in Form des Cafès wundervoll in die Gesamthandlung mit eingebunden worden.

Leider ist dieser Roman nur gutes Mittelmaß. Das Buch hat Potential, allerdings können vor allem die Nebenfiguren nicht so recht überzeugen! Daher kann ich dem Buch auch nicht mehr als schwache 3 (von 5) Punkte geben.


[Gemeinsam lesen] 04.10.2016


Hallo zusammen,

ich bin letztes Jahr bereits auf zwei Blogs (Weltenwanderer & schlunzenbücher) auf eine tolle Aktion gestoßen, bei der man immer Dienstags von seinen Buch, welches man derzeitig liest, berichtet, indem man vier Fragen dazu beantwortet.
Die ersten drei Fragen sind immer vorgegeben:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Die vierte Frage wird jedes Mal neu gestellt und inzwischen nur noch bei Schlunzenbücher online gestellt.

Nachdem ich zwischendurch jetzt über einen Monat pausiert habe, um etwas für mich zu tun, bin ich ab diesem Monat wieder regelmäßig mit dabei, da ich den Austausch mit anderen immer total mag. Ich freue mich schon darauf zu erfahren, was ihr momentan alle so lest! :-)

Hier meine Antworten für diese Woche:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese momentan "Heimat meines Herzens" von Susan Wiggs und bin derzeitig auf Seite 274 (von 476).

Klappentext:
Kaum lässt Michelle ihren Blick nach so langer Zeit wieder über die schneebedeckten Weiten Montanas gleiten, spürt sie, wie ihr Atem leichter geht. Obwohl sie vor siebzehn Jahren nur einen Sommer hier verbracht hat, ist das die Heimat ihres Herzens. Nie war sie so glücklich wie hier, nie so verliebt. Aber das mit ihr und Sam hat kein gutes Ende genommen. Jetzt ist sie nur zurück, um ihrem Vater zu helfen, und will dann in ihr Leben in Seattle zurückkehren. Doch da hat sie die Rechnung ohne Sam gemacht. Er erkennt sofort, dass er der Vater ihres Sohns sein muss. Und er will die verlorene Zeit mit ihm aufholen. Wird Michelle das Liebste, was sie hat, an diesen Mann verlieren? Oder wird sie mit ihm zusammen endlich finden, wonach sie sich ihr Leben lang gesehnt hat?


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Ich hasse es, dass ich den Weg zum Krankenhaus kenne", sagte Michelle, während die Landschaft an ihr vorbeisauste.

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Mir gefällt das Buch sehr. Es verbreitet den gewohnten Susan Wiggs - Charme mit interessanten Charakteren, einer traumhaften Kulisse und einer Menge Emotionen. Nachdem ich zuletzt "Der Duft der Apfelblüten" von der Autorin gelesen habe und dieses Buch eher mittelmäßig fand, freut es mich, dass mich dieser Roman wieder packen kann.

4. Ihr Listen über Eurer Leseverhalten?

Ja. Allerdings hauptsächlich Jahreslisten, vor allem auf meinem Blog unter "Leseecke 2016", aber auch bei goodreads in Form der goodreads Jahreschallenge.
Auf meinem Blog führe ich unter "Leseecke 2016" eine Jahresliste, in der ich auch meine monatlichen gelesenen Bücher dokumentiere. In der Liste erfasse ich auch die gelesenen Gesamtseiten und einen Durchschnittswert an Seiten je Buch. Das mache ich hauptsächlich aus reiner Neugier für mich selbst, da ich wissen möchte wie viele Bücher ich durchschnittlich pro Monat lese bzw. wie viele Seiten ein durchschnittliches Buch bei mir hat.

Wie sieht's bei euch aus? Führt ihr Listen?

Herbstliche Grüße
Babs

[Montagsfrage]: Bist du eher ein geduldiger Schnäppchen-/Mängelexemplarjäger oder Neu-Käufer?


Hallo zusammen, 

ich hoffe, ihr hattet heute alle einen guten Start in die Woche?! Immerhin haben wir dank des Feiertags ja quasi noch Wochenende. ;-) 
Nachdem ich vor einiger Weile an der interessante Bloggeraktion "Montagsfrage" von Buchfresserchen teilgenommen habe, möchte ich auch diese Woche endlich wieder mitmachen. 
Jede Woche wird eine neue Montagsfrage veröffentlicht, die man innerhalb von 7 Tagen beantworten kann.

Die Frage für diese Woche lautet:

Bist du eher ein geduldiger Schnäppchen-/Mängelexemplarjäger oder Neu-Käufer?

Generell bin ich schon eher Neu-Käuferin, was allerdings vor allem daran liegt, dass ich oftmals nicht abwarten kann, bis ich neu erschienene Bücher in den Händen halte. 
Bei Schnäppchen-/bzw. Mängelexemplaren bin ich häufig ziemlich kritisch. Ich mag es nicht so gerne, wenn Bücher schon total abgenutzt sind. Mängelexemplare sind da zwar noch relativ neuwertig, allerdings finde ich nur selten Bücher, die ich nicht schon gelesen habe. 
Da ich natürlich nicht so sehr in Geld schwimme, um mir bei meinem Lesepensum alle Bücher neu zu kaufen, nutze ich die Tauchbörse tauschticket, um (gebrauchte) Bücher zu tauschen (bzw. meine weiterzugeben) oder kaufe auch ab und zu gebrauchte Bücher bei Amazon. Allerdings dürfen diese Bücher nicht zu abgenutzt sein. Ich weiß, eine ziemliche Marotte! ;-)

Wie sieht's bei euch aus?

Herbstliche Grüße
Babs


[Rezension] "Die Spuren meiner Mutter" von Jodi Picoult

Buchinformationen: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Aus dem Englischen von Elfriede Peschel
Originaltitel: Leaving Time
Originalverlag: Ballantine Books (Random House), New York 2014
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 512 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-570-10236-7
€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: C. Bertelsmann
Erschienen: 29.08.2016


Autoreninfo: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Jodi Picoult, geboren 1967 in New York, studierte in Princeton und Harvard. Seit 1992 schrieb sie mehr als zwanzig Romane, von denen viele Platz 1 der New-York-Times-Bestsellerliste waren. Die Autorin wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, wie etwa 2003 mit dem renommierten New England Book Award. Picoult lebt mit ihrem Mann, drei Kindern und zahlreichen Tieren in Hanover, New Hampshire. "Die Spuren meiner Mutter" ist nach dem Weltbestseller "Bis ans Ende der Geschichte" ihr zweiter Roman bei C. Bertelsmann.


Klappentext: 

Die dreizehnjährige Jenna sucht ihre Mutter. Alice Metcalf verschwand zehn Jahre zuvor spurlos nach einem tragischen Vorfall im Elefantenreservat von New Hampshire, bei dem eine Tierpflegerin ums Leben kam. Nachdem Jenna schon alle Vermisstenportale im Internet durchsucht hat, wendet sie sich in ihrer Verzweiflung an die Wahrsagerin Serenity. Diese hat als Medium der Polizei beim Aufspüren von vermissten Personen geholfen, bis sie glaubte, ihre Gabe verloren zu haben. Zusammen machen sie den abgehalfterten Privatdetektiv Virgil ausfindig, der damals als Ermittler mit dem Fall der verschwundenen Elefantenforscherin Alice befasst war. Mit Hilfe von Alices Tagebuch, den damaligen Polizeiakten und Serenitys übersinnlichen Fähigkeiten begibt sich das kuriose Trio auf eine spannende und tief bewegende Spurensuche – mit verblüffender Auflösung.


Meine Meinung: 

Ich war auf diesen Roman schon sehr gespannt, zumal ich Jodi Picoults - Romane sehr mag und vor allem ihren letzten Roman "Bis ans Ende der Geschichte" einfach außergewöhnlich fand. Daher war ich auch sehr glücklich, als ich den Roman als Rezensionsexemplar erhielt.
Kaum hatte ich ihn in meinen Händen, wollte ich es auch schon lesen. Allerdings muss ich gestehen, dass eine leichte Ernüchterung eintrat, als ich anfing zu lesen. Meiner Meinung nach zieht sich der Beginn (und leider auch zwischendurch immer wieder) ein wenig in die Länge.

Im Mittelpunkt dieser Handlung steht die Suche der dreizehnjährigen Jenna nach ihrer Mutter, die vor zehn Jahren unter mysteriösen Umständen nach dem tragischen Tod einer Tierpflegerin im Elefantenreservat verschwand. Seit zehn Jahren lebt Jenna bei ihrer Großmutter, da ihr Vater aufgrund einer psychischen Erkrankung in einer Anstalt lebt.
Seit Jahren ist Jenna auf der Suche nach ihrer Mutter, hat bereits sämtliche Vermisstenportale im Internet durchforstet. Allerdings alles ohne Erfolg. Daher wendet sie sich an die Wahrsagerin Serenity, die ihr allerdings zunächst nicht helfen möchte, da sie denkt, dass sie ihre Gabe seit einem schicksalhaftem Vorfalls verloren hat. Aber irgendetwas hat Jenna an sich, dass Serenity nicht kalt lässt. Gleichzeitig macht Jenna den damals ermittelnden Polizisten Virgil ausfindig, der damals die Ermittlungen zum Todesfall im Reservat geführt hat, und der inzwischen als abgehalfterter Privatdetektiv arbeitet. Die Vorkommnisse von vor zehn Jahren haben ihn nie wirklich losgelassen. Angetrieben von alten Schuldgefühlen erklärt er sich bereits Jenna und Serenity zu helfen.
Und so macht sich das völlig ungleiche Trio auf die Spurensuche, die in einem zwar leicht übersinnlichen, aber gleichzeitig auch völlig überraschenden und sinnvollem Ende ihren Höhepunkt findet.

Gerade diese drei unterschiedlichen Figuren machen die Handlung dieser Geschichte aus. Die Geschichte lebt meiner Ansicht nach vor allem durch Jennas ziemliche Kaltschnäuzigkeit, da sie nicht bereit ist aufzugeben, bevor sie nicht hinter das geheimnisvolle Verschwinden ihrer Mutter gekommen. Klar hadert sie auch mal mit sich selbst. Allerdings geht sie mit einer solch erschreckenden Vehemenz vor, dass man das Gefühl hatte, dass es sich bei ihr nicht um einen Teenager, sondern viel mehr um eine erwachsende Frau handelt.
Anfangs wusste ich nicht so recht, was ich so wirklich von Serenity halten sollte. Zwar wirkt sie einerseits ziemlich geerdet, anderseits kommt sie kurz darauf wieder sehr spirituell rüber. Nach einer Weile verstand ich, dass gerade diese beiden Charakterzüge sie auszeichnen. Sie ist keine stereotype Wahrsagerin, sondern bringt ihre Gabe mit einer solchen Natürlichkeit rüber, dass man ihr diese voll abnimmt.
Auch wenn Virgil ein leicht stereotyper Ex-Cop ist, der inzwischen mehr schlecht als recht als Privatdetektiv arbeitet und Alkoholprobleme hat, sorgen gerade diese Charakterzüge dazu bei die Geschichte am Leben zu halten. Dadurch wirkt er nicht wie der knallharte Typ, den er zwar immer wieder versucht vorzugeben zu sein, sondern wie ein Typ mit Ecken und Kanten.
Gerade dadurch, dass alle drei Figuren Stärke und Verletzlichkeit zugleich ausstrahlen, sorgt dafür, dass sowohl unter den Figuren, als auch in der gesamten Rahmenhandlung Spannung erzeugt wird. Anfangs reiben sich die Figuren durchaus ein wenig aneinander auf. Nach einer Weile finden sie aber einen Draht zueinander, wenngleich die drei sich weiterhin gegenseitig misstrauen.

Innerhalb des Romans wird immer wieder ein Perspektivwechsel vorgenommen. Die Geschichte wird vor allem aus Jennas Sicht erzählt, aber auch Serenitys und Virgils Sicht auf die Dinge wird zwischendurch offenbart. Dadurch bekommt man einen detaillierten Einblick auf die Handlung und kann sich sehr gut ein eigenen Bild machen.
Abgerundet wird die Handlung von den rückblickenden Erzählungen Alices, die nach und nach nicht nur die Geschehnisse im Reservat vor zehn Jahren aufdeckt, sondern auch weitere Hintergründe liefert die dazu geführt haben. In Alice Erzählungen sind ihre Beobachtungen und Erfahrungen als Elefantenforscherin eingebunden, die allerdings meiner Ansicht nach zu ausufernd waren. Teilweise wusste ich nicht mehr, wo genau in Alice Vergangenheit man sich gerade befindet und von welcher Elefantenfamilie sie gerade erzählt. Generell fand ich die thematische Verknüpfung von Familienbeziehungen unter Elefanten und unter Menschen durchaus interessant. Allerdings nehmen die Schilderungen über die Elefanten einen zu großen Raum ein, so dass man nach einer Weile das Interesse verlieren kann, wenn man nicht so vernarrt in Elefanten ist, wie die Figur Alice. Ich möchte gleichzeitig aber auch anmerken, dass ich die Recherchen, die Jodi Picoult für ihre Hintergrundhandlung mit den Elefanten sehr bemerkenswert fand. Ich kann zwar nicht abschätzen, inwiefern die in dem Buch gemachten Berichte realitätsgetreu sind. Aber auf mich wirkten sie durchaus fundiert und richtig.

Mit diesem Roman schafft Jodi Picoult es erneut eine Geschichte in eine mehr oder minder spannende Rahmenhandlung einzubinden. Obwohl dass Thema Elefanten und ihr Familiensinn, dass die gesamte Handlung umwebt, durchaus interessant ist, hat es mich nicht die ganze Zeit angesprochen. Hier hätte sich die Autorin ein wenig mehr auf einzelne Schilderungen fokussieren sollen, da man zwischendurch durchaus den Faden verlieren kann.
Auch wenn dieser Roman durchaus spannend ist, fehlt es ihm ein wenig an der gewohnten Picoult-Dramatik, die ich gewohnt war. Der Roman hat zwar gute Spannungsspitzen, flacht aber leider auch immer wieder ab.
Letztendlich entschädigt ein überraschendes, aber wie ich finde überaus überzeugenden Ende, für die leichten Schwächen und Längen, die dieser Roman hat. Während des Lesens habe ich nie in die Richtung eines solchen Endes gedacht, da nur wenige Anzeichen darauf hindeuteten. Obwohl das Ende letztendlich ziemlich plötzlich kommt, wirkt es nicht überstürzt, sondern war sogar notwendig.

Dieser Roman mag nicht gerade Picoults bester Roman sein. Aber er ist dennoch lesenswert!
Daher bekommt er von mir schwache 4 (von 5) Punkte.


[Rezension] "Dein perfektes Jahr" von Charlotte Lucas

Buchinformationen: (Quelle: https://www.luebbe.de)

16,00 €
BASTEI LÜBBE
HARDCOVER
FRAUENROMANE
576 SEITEN
ISBN: 978-3-431-03961-0
ERSTERSCHEINUNG: 09.09.2016


Autoreninfo: (Quelle: https://www.luebbe.de)

Charlotte Lucas ist das Pseudonym von Wiebke Lorenz. Geboren und aufgewachsen in Düsseldorf, studierte sie in Trier Germanistik, Anglistik und Medienwissenschaft und lebt heute in Hamburg. Gemeinsam mit ihrer Schwester schreibt sie unter dem Pseudonym Anne Hertz Bestseller mit Millionenauflage. Auch ihre Psychothriller „Allerliebste Schwester“, „Alles muss versteckt sein“ und „Bald ruhest du auch“ sind bei Kritik und Publikum höchst erfolgreich. Mit „Dein perfektes Jahr“ begibt sie sich auf die Suche nach den Antworten auf die großen und kleinen Fragen des Lebens.


Klappentext: 

Ein hinreißend schöner Roman über einen Mann, eine Frau und die wirklich wichtigen Fragen im Leben.

Was ist der Sinn deines Lebens? Falls Jonathan Grief jemals die Antwort auf diese Frage wusste, hat er sie schon lange vergessen.
Was ist der Sinn deines Lebens? Für Hannah Marx ist die Sache klar. Das Gute sehen. Die Zeit voll auskosten. Das Hier und Jetzt genießen. Und vielleicht auch so spontane Dinge tun, wie barfuß über eine Blumenwiese zu laufen.
Doch manchmal stellt das Schicksal alles infrage, woran du glaubst ...


Meine Meinung:

Das Buch ist mir in der Buchhandlung zum Einen aufgrund des Covers und des interessanten Einbandes (hell violetter Buchschnitt) aufgefallen, Als ich dann den Klappentext las, wurde meine Neugier noch mehr geweckt.
Ein Buch über den Sinn des Lebens?! Das kann doch nur interessant sein, oder?! Allerdings muss ich gestehen, dass mir der Einstieg zunächst nur eher mittelmäßig gefiel, was zum Einen an einer zunächst nicht sonderlichen sympathischen männlichen Hauptfigur lag. Zum Anderen wirkte der zweite Handlungsstrang der nebenher läuft zunächst wie ein stereotyper übertriebener deutscher Chicklit ab.
Ab dem ersten Viertel wird es aber deutlich besser, da die männliche Hauptfigur sich öffnet und man nach und nach erkennt, warum er der ist, der er ist. Des Weiteren bekommt die Geschichte mehr Tiefgang und kann mit einer mal melancholischen, mal witzigen Handlung überzeugen.

Die beiden Hauptfiguren sind wie Ying und Yang und könnten unterschiedlicher nicht sein.
Jonathan Grief ist total pedantisch und zunächst extrem versnobt. Er ist im wirklichen Leben noch nicht so recht angekommen und lebt ein Leben in einer Traumblase. Er musste sich bislang keine wirklichen Gedanken um sein Leben machen, da er als Verlegersohn in Geld schwimmt und kaum einen Ganken an Arbeit verschwenden muss. Jonathan hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht andere zu kritisieren. Sein Leben wird auf den Kopf gestellt, als er nach einer Neujahrs-Joggingrunde an seinem Fahrrad eine Tasche mit einem Kalender fürs neue Jahr findet, in dem bereits Termine fürs gesamte neue Jahr eingetragen sind. Zunächst überlegt er sich den Terminplaner zum Fundbüro zu bringen. Allerdings siegt seine Neugier auf den Besitzer des Kalenders, weshalb er den ersten Termin wahrnimmt, in der Hoffnung auf den Besitzer zu treffen. Allerdings findet er ihn dort nicht, sondern entdeckt, dass das Leben mehr bietet, als es auf den ersten Blick erscheint.
Hannah Marx eine total lebensfrohe und positiv denkende Frau, die sich gerade mit ihrer Freundin Lisa als Kinderbetreuerin selbstständig gemacht hat. Sie ist die Erstellerin des Terminplaners. Hannah hatte ihn für ihren Freund Simon angefertigt, der nach einer schlimmen Nachricht sämtlichen Sinn fürs Leben verloren hatte. Um ihm diesen wieder zu vermitteln und ihm aufzuzeigen, dass das Leben auch positive Seiten hat, für die es sich zu leben lohnt, stellt sie Aufgaben zusammen, die Simon im Laufe des neuen Jahres meistern soll, um so sein perfektes Jahr zu erleben. Allerdings ist Neujahr nicht nur Simon plötzlich verschwunden, sondern auch der Terminplaner.

Das Buch erzählt in der dritten Person abwechseln aus Jonathans und Hannahs Perspektive die Handlung. Als Leser folgt man Jonathan beim Versuch den Besitzer des Terminkalenders zu finden und beobachtet den langsamen Wandel seines Wesens, der sich im Laufe der Zeit vollzieht. Gleichzeitig leidet man mit Hannah, die nach Simons Verschwinden, den Boden unter den Füßen zu verlieren droht.
Es dauert ziemlich lange, bis die Beiden aufeinander treffen, da sie sich scheinbar immer wieder zufällig verpassen. Als die beiden aufeinander treffen, fliegen nicht nur die Fetzen, sondern sämtliche Emotionen kochen hoch.

Das Buch lässt einen als Leser eine Fülle an Gefühlen ausleben. Man lacht, weint und fiebert mit den Figuren mit. Es lädt einem ein sich seinen eigenen Fragen zum Sinn des Lebens zu stellen. Jeder wird diese vermutlich für sich anders beantworten.
Ich für meinen Teil konnte mich teilweise in beiden Figuren wiedererkennen und habe mich ihnen stellenweise richtig nahegefühlt. Wobei ich auch gestehen muss, dass mir Jonathan stellenweise bis zum Schluss ein wenig suspekt geblieben.

Dieses Buch hat vielleicht nicht die sympathischste männliche Hauptfigur, aber dafür eine witzige und abwechslungsreiche Handlung, die einzelne Schwächen des Romans überdeckt. Daher bekommt der Roman von mir auch solide 4 (von 5) Punkte.


Herbstlicher Neuanfang!

Hallo zusammen,

wie einigen wahrscheinlich aufgefallen ist, war es im September sehr ruhig auf meinem Blog. Allerdings nicht nur hier, sondern auch auf meinen anderen sozialen Kanälen. Ich brauchte einfach mal etwas Zeit für mich und mein Leben!
Ich habe mich bereits seit längeren ausgelaugt gefühlt und musste mich daher wieder mehr auf mich selbst besinnen. Dadurch musste mein Blog hinten anstehen. Während meiner Auszeit habe ich mir auch ein paar Gedanken zu Änderungen an meinem Blog gemacht, die ich in den kommenden Wochen und Monaten vollziehen möchte. Näheres möchte ich noch nicht verraten. Ihr könnt aber gespannt sein!

In den vergangen vier Wochen habe ich das Nötigste auf meinem Blog aktuell gehalten. Allerdings habe ich keine einzige Rezension geschrieben, weil mir zum Einen die Kraft dazu fehlte, zum Anderen meine Motivation nicht besonders war. Einige Rezensionen werde ich in den nächsten Tagen noch schreiben, so dass sie in den kommenden Wochen online gehen. Ein paar Bücher habe ich mir bereits fest vorgenommen, u.a. auch ein Rezensionsexemplar. Ihr könnt mir aber gerne sagen, für welche Bücher meiner Leseecke 2016 ihr gerne noch eine Rezension lesen möchtet! Alle Bücher werde ich nicht rezensieren können, möchte aber so viele schreiben, wie ich schaffe!

Ich hoffe, dass ihr mir treu geblieben seid, denn ihr werdet ab sofort wieder regelmäßig von mir hören!

Herbstliche Grüße
Babs