Mein erster Besuch auf der Frankfurter Buchmesse


Nun ist es schon über eine Woche her, dass ich die Frankfurter Buchmesse zum ersten Mal besucht habe. Ich musste meine Eindrücke und Erlebnisse erst ein wenig sacken lassen, um die richtigen Wort zu finden.
Wenn man mich nach einem kurzen Fazit fragen würde, so lautet meine Antwort: Toll, aber auch sehr voll!

Aber von Anfang an:
Ich hatte hatte beim "Herzenstage"-Gewinnspiel eine Karte für die Frankfurter Buchmesse gewonnen und spontan hingefahren bin. Ursprünglich hatte ich gar nicht vor hinzufahren, da mein Leben derzeitig ein wenig Kopf steht. Aber als ich dann erfahren habe, dass ich eine Karte gewonnen habe, dachte ich "Warum nicht?!"
Man findet ja doch immer wieder Gründe, warum man etwas jetzt gerade nicht machen kann, oder?! Dabei ist es eigentlich ganz einfach: Es einfach machen!
Leider hatte ich mit knapp 1 Woche nicht viel Vorbereitungszeit, zumal ich auch noch Vollzeit arbeite und momentan nach Feierabend oftmals noch andere Termine habe. Daher bin ich relativ unbedarft losgefahren, ohne mir viele Gedanken darüber zu machen, was ich alles sehen und erleben möchte.


Los ging's am Freitagabend direkt nach Feierabend aus dem Büro. Gegen 19 Uhr ging der Zug.
Ich saß zum Glück im 1. Klasse-Abteil des IC mit 2 anderen Personen, denen wie mir eher nach Ruhe und lesen statt Unterhaltung war. Nach einem langen Tag im Büro war mir auch nicht nach mehr als lesen. Ab etwa der Hälfte der Strecke hatte ich das Abteil dann sogar für mich alleine. Allerdings war ich dann irgendwann auch so KO, dass ich zwischendurch immer wieder eingeschlafen bin. Gegen 0 Uhr kam der Zug dann verspätet in Frankfurt an. Ich hatte zum Glück ein Hotel in Bahnhofsnähe und musste nur noch gut 10 Minuten zu Fuß gehen. Wobei dies Nachts alleine in Frankfurt auch schon ein wenig unheimlich ist ... und ich bin eigentlich auch nicht so ängstlich.
Im Hotel bin ich dann auch sofort ins Bett, damit ich Samstagmorgen einigermaßen aus dem Bett kam.


Da das Hotel auf halben Weg geradeaus zur Messehalle lag, musste ich zum Glück am Samstag nicht erst mühsam den Weg suchen.
Am Eingang angekommen erlebte ich dann allerdings eine "böse" Überraschung: Die Karte, die für mich hinterlegt werden sollte, hatte sich bereits jemand anderes geschnappt. Leider waren die Karten scheinbar nicht namentlich gekennzeichnet, so dass jemand anderes sich die Karten einfach eingesackt hat. Ich gebe Herzenstage hier aber auch keine Schuld. Wenn ich auf jemanden wütend bin, dann eher auf die Person(en), die sich die Karte ohne Berechtigung gekrallt haben. So was macht man doch nicht, oder?!
Aber egal, habe ich mir halt einfach eine Eintrittskarte gekauft und bin reingegangen. Obwohl Taschen kurz kontrolliert werden, muss ich aber auch sagen, dass die Kontrolle nicht sonderlich gründlich war. In den meisten Fällen, wie auch bei mir, wurde nur das große Fach der Tasche kontrolliert und nichts weiter. Ich habe zwar generell keine Terrorangst, aber man hätte ohne weiteres Waffen reinschmuggeln können und bei der Besuchermenge durchaus größeren Personenschaden verursachen können. Ich sage das auch nur, weil mich der Gedanke bei der Taschenkontrolle gekommen ist.


Ich habe mich dann zunächst erst mal treiben lassen, da ich mich erst mal umschauen wollte. Anfangs war dies auch problemlos möglich. Ich habe viele interessante neue Bücher entdeckt und durchaus auch auf Verlage gestoßen, die ich zuvor noch nicht kannte. Die meisten Stände war sehr hübsch aufgemacht, so dass man viel fürs Auge hatte.
Ab Mittags wurde es dann jedoch, wie ich finde, teilweise extrem (über)voll, so dass ein richtige Stöbern gar nicht möglich war. Stellenweise war es ein richtiges Gedränge und Geschiebe, so dass ich ein wenig die Lust verlor. Ich leide an leichter Platzangst und große Menschenmengen erzeugen bei mir schon ein leichtes Gefühl von Unwohlsein.
Insbesondere bei den großen Verlagen war der Andrang verständlicherweise schon sehr groß, denn wer möchte nicht seinen Lieblingsautoren mal nahe sein. Eigentlich wollte ich mir ja auch noch ein Buch von Cecelia Ahern signieren lassen. Allerdings war die Schlange bei ihrer Signierstunde so lang, dass ich bis zu 1 1/2 Stunden hätte warten müssen. Das war mir dann doch zu lang. Dann wäre mir ja noch weniger Zeit zum Schauen geblieben. Daher war mehr als ein kurzes Foto von Cecelia Ahern leider nicht drin. Da ich selbst ein großer Fan der Autorin bin, kann ich den Andrang natürlich verstehen, aber das war mir dann doch zu viel, zumal ich immer noch nicht zu lange stehen kann. Vielleicht ein anderes Mal?!
Am Stand von Herzentage traf ich dann allerdings auf Paige Toon, ebenfalls einer Lieblingsautorinnen, die bereit war mit mir ein Foto zu machen (... bitte achtet nicht auf meinen merkwürdigen Blick. Ich schaue fast immer auf Fotos komisch ;-) ). Ich kann sagen, Paige Toon ist überaus nett. Sie hat sich sehr viel Zeit für ihre Fans genommen und mit vielen ein paar Worte gewechselt. Als sie dann auch noch ein Kapitel aus ihrem Buch "Das verrückte Leben der Jessie Jefferson" vorgelesen hat, war ich im siebten Bücherhimmel!
Und anschließend war sie dann auch noch bereit Bücher zu signieren. Leider war der Andrang dann so groß, dass irgendwann wegen des nächsten Programmpunktes abgebrochen werden musste. Daher zog ich dann ohne Signatur erst weiter und ließ mich treiben, bis ich Paige Toon dann eine ganze Weile später am Stand von Harper Collins wieder sah und dort so gerade eben noch mein Buch signieren lassen konnte ... nach der Person hinter mir, wurde nämlich auch erst wieder ein Cut gemacht, da für Paige Toon ein Bloggertreffen anstand! Puh, Glück gehabt! So zwischendurch meint das Leben es wohl doch noch gut mir mir!



Das waren aber auch meine einzigen echten Begegnungen mit Autoren. Ich habe zwischenzeitlich auch noch kurzzeitig andere Lesungen von Autoren gelauscht, die ich jedoch nicht kannte und mir leider auch nicht richtig im Gedächtnis geblieben sind.
Insgesamt habe ich gefühlte Kilometer zurückgelegt und sehr viele Eindrücke auf mich einprasseln lassen. Dank der Buchmesse habe ich auch wieder mehr Lust auf Bücher, so dass diesen Monat (leider) mehr Bücher wieder in meinem Regal gewandert sind, als ich eigentlich wollte. Im Oktober kann ich meinen SUB-Abbau also abhaken. ;-)

Ich fand es gut, dass draußen im Innenhof ganz viele Essenstände aufgebaut waren. Da man dort zum Einen Kraft tanken konnte, und zum Anderen auch ein wenig dem Trubel entfliehen konnte. Für mich sind sollte Orte gute Rückzugsmöglichkeiten, um dem Gedränge zu entkommen und wieder durchzuatmen.
Allerdings gab es meiner Meinung nach zu wenig "normale" Möglichkeiten, um sich Getränke zu holen. Ich hatte leider meine Wasserflasche im Hotel vergessen und musste mir zunächst Getränke in einem Becher besorgen (mit denen man allerdings nicht gut rumlaufen kann), die auch mit über 3€ auch total überteuert waren. Erst am Nachmittag bin ich auf dem Messegelände auf einen kleinen Kiosk gestoßen, der auch Getränke in Flaschen verkauft.

Am Abend war ich dann auch vollkommen erschlagen und war froh, dass ich mich im Hotel aufs Bett legen und fernsehen bzw. lesen konnte.
Am späten Sonntagvormittag hieß es dann Frankfurt Auf Wiedersehen zu sagen. Ich fuhr mit sehr vielen tollen Eindrücken, aber auch total KO zurück nach Hause.
Die Nachwirkungen der Messe habe ich noch die ganze Woche über gespürt, da die Erlebnisse ziemlich intensiv waren.
Mein Fazit für die Buchmesse lautet in jedem Fall: Ich möchte unbedingt nochmals hin! Dann allerdings mehr als 1 Tag und mit deutlich mehr Vorbereitung! Vielleicht auch noch mit jemanden der mich begleitet bzw. jemanden den ich dort treffe. Denn leider habe ich keine anderen Blogger getroffen bzw. erkannt.
Mal schauen, vielleicht nächstes Jahr wieder hin?!

So, dass war dann auch mein "kurzer" Bericht! Ich könnte noch so einiges schreiben. Aber das würde den Rahmen des Posts dann noch weiter sprengen.

Herbstliche Grüße
Babs


Kommentare:

  1. Hallo Babs

    Ich war dieses Jahr auch nur einen Tag. Der Samstag war irrsinnig voll. Bei meinem ersten Messebesuch war ich mit einer Bekannten. Ich war hinterher auch total fertig. Am besten ist es, wenn du daheim schon mit anderen was ausmachst. Ich weiß, du hattest nicht viel Vorbereitungszeit dieses Mal.
    Ich tausche vorher schon Handynummern aus. So findet man sich besser.

    Insgesamt ein schöner Messebericht von dir.

    Liebe Grüße, Gisela

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  2. Hallo Babs
    ich fands auch tagsüber nicht so angenehm rund um den Frankfurter Bahnhof, kann dich deshalb gut verstehen wie du dich nachts gefühlt haben musstest. Das ist ja doof mit dem Ticket! Vor allem müsste das ja jemand sein, der weiss wie du zum Ticket gekommen wärst, könnte ja sein, dass sie dir das zugeschickt haben. Aber gut hast du dir den Spass trotzdem nicht verderben lassen!
    Liebe Grüsse, Anya

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