[Rezension] "Wintersterne" von Isabelle Broom

Buchinformationen: (Quelle: https://www.randomhouse.de

Aus dem Englischen von Uta Rupprecht
Originaltitel: A Year and a Day
Originalverlag: Penguin Random House UK
Taschenbuch, Klappenbroschur, 448 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-35910-9
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Diana
Erschienen: 09.10.2017


Autoreninfo: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Isabelle Broom (Autorin)
Isabelle Broom, geboren 1979 in Cambridge, hat Medienwissenschaft an der University of West London studiert und arbeitet als Redakteurin und Autorin. «Wintersterne» ist ihr zweiter Roman im Diana Verlag.

Uta Rupprecht (Übersetzerin)
Uta Rupprecht studierte in München Germanistik und übersetzte dann einige Jahre lang Literatur aus dem Englischen. Von 1996 bis 2009 arbeitete sie als Verlagslektorin in München und Berlin. Sie lebt als Übersetzerin und freiberufliche Lektorin in München.


Klappentext: 

Eine Reise ins magische, verschneite Prag: Für Megan, Hope und Sophie ist das die perfekte Gelegenheit, um vor ihren Problemen wegzulaufen. Sie lernen sich in einer Hotelbar kennen, und obwohl die drei Frauen völlig unterschiedlich sind, verstehen sie sich auf Anhieb. Gemeinschaftliche Streifzüge durch die winterlich verzauberte Stadt konfrontieren sie mit ihrer Vergangenheit und führen sie zu besonderen Begegnungen. Und vor allem zu sich selbst.


Meine Meinung: 

"Winterherzen" von Isabelle Broom war mein erstes Buch der Autorin und wahrscheinlich auch nicht mein letztes! Mit ihrem Roman entführt Broom ihre Leser in einer wunderbar weihnachtliches Prag, von dem ich mir vor dem Lesen nie wirklich gewünscht habe, es zu besuchen. Nach dem Lesen sieht dies jedoch nun anders aus. Ich habe mich nicht nur in die Figuren verliebt, sondern auch in Prag mit seinem altertümlichen und romantischen Charme.

Im Mittelpunkt des Geschehens stehen die drei Frauen Megan, Hope und Sophie, die alle drei vor lebensverändernden Entscheidungen stehen bzw. Hindernisse zu bewältigen habe. Jede für sich besucht Prag aus unterschiedlichen Beweggründen: Megan begleitet ihren Freund nach Prag, der sich als Lehrer auf eine Reise vorbereiten möchte. Hope hat sich vor kurzem von ihrem Mann getrennt, wodurch das Verhältnis zu ihrer Tochter zerrüttet ist, und besucht die Stadt mit ihrem neuen Freund. Sophie, so scheint es zunächst, reist alleine nach Prag und wartet dort auf die Ankunft ihres Verlobten.
Die Geschehnisse werden zunächst aus den verschiedenen Sichtweisen der Frauen erzählt, was einem die Möglichkeit gibt sie näher kennen zu lernen. Nach und nach werden die Handlungstränge der drei Frauen miteinander verknüpft, da sie immer wieder aufeinander treffen. Stück für Stück treten geheime Wünsche und Sehnsüchte ans Licht und Unklarheiten werden beseitigt.

Isabelle Broom schafft es mit ihrem Roman ein so tolles atmosphärisches Bild von Prag zu erzeugen, dass man das Gefühl hat real vor Ort zu sein und alles mitzuerleben. Das Umfeld wirkt sehr gut recherchiert und man fühlt den urigen Charme, den die Stadt verbreitet.
Der Schreibstil der Autorin ist leicht und locker und verbreitet eine emotionale Weihnachtstimmung. Mit den drei völlig unterschiedlichen Figuren hatte ich anfangs leichte Probleme, was aber eher daran lag, dass sie auf mich zunächst alle drei ziemlich oberflächlich wirkten. Sobald man sie jedoch näher kennenlernt, fällt es einem leichter sich in sie hineinzuversetzen und ihre Handlungen und Beweggründe nachzuvollziehen.

Einen leichten Kritikpunkt muss ich leider hinsichtlich der Plotentwicklung benennen. Währen die Handlung die meiste Zeit echt locker flockig dahinfliegt und dadurch stellenweise auch ein wenig lang wirkt, überstürzen sich am Ende plötzlich die Geschehnisse. Einerseits fand ich es toll, dass am Ende noch so echte Dramatik aufbaut, da sie das Ende wunderbar abrundet. Andererseits hätte ich mir aber auch am Ende die ein oder andere richtig gute Spannungsspitzen gewünscht.

Alles im Allem ist "Wintersterne" jedoch ein toller Roman mit atmosphärischer Stimmung und interessanten Charakteren!

Fazit:
Dieser Roman ist eine Liebeserklärung an Prag und das Leben mit all seinen Wirren! Für mich eine unbedingte Leseempfehlung!

Note: 2+


Wer nun neugierig geworden ist, findet hier eine *Leseprobe*


[Rezension] "Bis das Glück uns findet" von Lucy Dillon

Buchinformationen: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Aus dem Englischen von Claudia Franz
Originaltitel: All I Ever Wanted
Originalverlag: Hodder & Stoughton
Taschenbuch, Klappenbroschur, 592 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-48637-3
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Goldmann
Erschienen: 18.09.2017


Autoreninfo: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Lucy Dillon kommt aus Cumbria, einer Grafschaft im Nordwesten Englands, und lebt heute mit ihren zwei Hunden, einem alten Range Rover und viel zu vielen Büchern in einem Dorf in der Nähe von Hereford. Lesen war schon immer Lucys Schwäche. Nach dem Studium in Cambridge und der Lektüre zahlreicher Klassiker arbeitete sie als Presseassistentin und las täglich massenhaft Zeitschriften, gefolgt von einer Tätigkeit als Juniorlektorin und dem Lesen unzähliger Manuskripte. Inzwischen hat sie selbst zahllose Romane veröffentlicht. Ähnlichkeiten mit Lucy Dillons Familie oder ihren Freunden sind rein zufällig − die Vierbeiner dürften sich allerdings wiedererkennen.


Klappentext: 

Nancy ist vier Jahre alt, fast fünf. Sie plappert wie ein Wasserfall: beim Frühstück, im Kindergarten, mit ihren Stofftieren. Doch an einem kalten Wintermorgen wird alles anders. Nancys Eltern trennen sich – und sie verstummt. Nancys Tante Eva ist vierundvierzig, fast fünfundvierzig. Vor Jahren verliebte sie sich Hals über Kopf in den deutlich älteren Michael. Es ist das große Glück – bis er unerwartet stirbt und Eva allein zurückbleibt. Doch dann tritt ihre Nichte Nancy unerwartet in Evas Leben. Und bald entwickelt sich eine besondere Freundschaft zwischen dem stillen Mädchen und der Frau, die erkennt, dass das Glück einen manchmal von ganz allein findet ...


Meine Meinung: 

Da mir die bisherigen Roman der Autorin sehr gefallen haben, war ich auf diesen auch sehr gespannt. Wie in ihren vorherigen Roman lässt die Autorin auch in diesem Roman wieder Hunde für einen liebreizenden Charme sorgen. Dies funktioniert auch in diesem Roman gut. Jedoch braucht man eine Weile, um so recht in die Handlung reinzukommen, da die erwachsenden Hauptfiguren auf den ersten Blick nicht so ganz überzeugend sind. Jedoch machen die lebhaften Kinder Hunde dies wieder wett.

Dieser Roman handelt von Vergangenheitsbewältigung und Neuanfänge. Allen voran müssen die kleine Nancy und ihre Tante Eva mit neuen Lebensumständen klar kommen.
Die kleine Nancy verstummt von einem auf den anderen Tag und es scheint kein Rankommen an sie zu geben. Körperlich ist sie unversehrt, geistig macht ihr jedoch etwas zu schaffen, was dazu führt, dass sie nicht mehr spricht. Als diese ihre Tante Eva besucht, lernt sie deren Hunde kennen, zu denen sie sofort einen Draht hat. Eva ihrerseits hat vor einer Weile ihren Mann verloren und kämpft immer noch mit dem Verlust. Während der Besuche Nancys bei ihrer Tante, tauen beide immer mehr auf.

Dies ist ein Buch zum Lachen, aber auch zum Nachdenken. Insbesondere Nancy großer Bruder sorgt durch seine überquellende Lebensfreude gerade für immer neue Lacher, während man sich gleichzeitig über die erwachsenden Figuren aufregt. Insbesondere Nancy Vater ist in meinem Augen ein pedantischer Kontrollfreak, dem man leider keine Sympathie entgegen bringen kann, so dass sein Wandel am Ende leider unglaubwürdig erscheint. Ich hätte mir gewünscht, dass er zwischendurch auch mal ein positives Bild von sich geben kann. Jedoch passiert dies nie (bzw. erst ganz zum Schluss).
Man ahnt sehr schnell, was der Grund für Nancys Verstummen ist. Zwar erscheinen einem diese zunächst beim Lesen als Erwachsene nicht unbedingt einen Sinn. Versetzt man sich jedoch in die Lage eines vierjährigen Kindes bekommt er diesen. Genau dies lässt die Geschichte real erscheinen und macht sie lebensnah.

Ich habe einen Moment gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen. Aber nach einer Weile überzeugen vor allem die Kinder und Hunde, so dass einem eine abwechslungsreiche Handlung erwartet. Und auch wenn vielen vorhersehbar ist, mindert dies nicht wirklich die Lesensfreude.
Insgesamt ist dies ein überaus solider Roman mit einer Menge Charme!

Note: 2-


Wer nun neugierig geworden ist, findet hier eine *Leseprobe*



[Rezension] "Weihnachten in Briar Creek" von Olivia Miles

Buchinformationen: (Quelle: https://www.luebbe.de)

10,00 € inkl. MwSt.
LYX
TASCHENBUCH
FRAUENROMANE
367 SEITEN
ALTERSEMPFEHLUNG: AB 16 JAHREN
ISBN: 978-3-7363-0529-8
ERSTERSCHEINUNG: 29.09.2017


Autoreninfo: (Quelle: https://www.luebbe.de)

Olivia Miles gewann 2011 den Harlequin Happy Holidays Contest. Seitdem schickt sie ihre Protagonistinnen mit Vorliebe aus der Großstadt in idyllische Einöden. Denn obwohl die Autorin schon immer in großen Metropolen lebte und arbeitete, weiß sie den Kleinstadt-Charme zu schätzen. Ihre Romane wurden bereits in zahlreiche Sprachen übersetzt. Miles lebt mit ihrer Familie in Illinois.


Klappentext: 

Wenn Briar Creek am schönsten ist

Wenn Kara Hastings ihre kleine Bäckerei vor dem Ruin retten will, muss sie den weihnachtlichen Dekowettbewerb von Briar Creek gewinnen. Nate Griffin hat ihr da gerade noch gefehlt. Der arrogante – und unverschämt attraktive – Großstädter tritt mit der Frühstückspension seiner Tante gegen sie an. Leider ist er bekannt dafür, immer zu bekommen, was er will. Dabei kann er Weihnachten nicht ausstehen! Kara sagt dem Grinch den Kampf an – auch wenn dieser ihr Herz bei jeder Begegnung zum Schmelzen bringt …
"Leser, die nach einer pfefferminzgefüllten, herzerwärmenden und weihnachtlichen Liebesgeschichte suchen, werden Nate und Kara lieben." Publishers Weekly
Abschlussband der Briar-Creek-Reihe von Bestseller-Autorin Olivia Miles


Meine Meinung: 

"Weihnachten in Briar Creek" ist der letzte Band einer wundervollen Reihe, die im kleinen Örtchen Briar Creek spielt. Ich war auf diesen Roman schon sehr gespannt, da ich die vorherigen Bücher der Reihe sehr mochte. Und auch bei diesem wurde ich nicht wirklich enttäuscht.
Olivia Miles entführt einen als Leser erneut in einer Welt, in der Gemeinschaftsgefühl und Freundschaft ganz oben angesiedelt ist und vermischt diese "Traumwelt" mit traumhaft weihnachtlichem Flair.

Im Mittelpunkt des Geschehens stehen in diesem Band vor allem Kara Hastings, die in Briar Creek soeben eine Cookie-Bäckerei eröffnet hat und die sich dagegen erwehren muss, dass jeder denkt, dass sie diese Geschäftsidee schnell wieder aufgeben wird, und Nate Griffin, der in Briar Creek zu Besuch bei seiner Tante ist und ebenfalls mit Vorurteilen zu kämpfen hat.
Insbesondere Kara ist überaus engagiert, zugleich hat sie aber stellenweise auch sehr wenig Selbstwertgefühl. Sie macht ihr Verhalten oftmals davon abhängig, was die anderen über sie sagen (könnten). Nach und nach gewinnt sie jedoch mit Hilfe ihres persönlichen Umfelds, und vor allem dank Nates Hilfe, an mehr Selbstvertrauen.
Als Kara und Nate das erste Mal aufeinander treffen, ist es nicht sofort Liebe auf den ersten Blick bei Kara, auch wenn von Beginn an die Funken sprühen. Zu arrogant und selbstgefällig kommt Nate anfangs daher, so dass es einem auch als Leser zunächst ein wenig schwer fällt mit ihm Mitgefühl zu haben, als Kara ihn von sich weist. Im Laufe des Romans erfährt man jedoch, warum Nate der ist, der er ist, so dass sein anfängliches Verhalten einen Sinn ergibt. Briar Creek bewirkt außerdem auf den überzeugten Großstädter einen Wandel des Wesens, so dass zwischen Kara und Nate irgendwann eine tolle Harmonie entsteht, auch wenn die zunächst nur von Dauer erscheint.

Dieser Roman schafft es neben einer tollen Liebesgeschichte, den perfekten Geist von Weihnachten einzufangen. Mal abgesehen, von der winterlichen Kulisse, in die die Handlung eingebunden ist, treten durch Reaktionen und Verhaltensweisen, der wahre Sinn von Weihnachten, die Nächstenliebe zutage. Ich für meinen Teil habe mir beim Lesen gewünscht real vor Ort zu sein. Ich konnte den Keks- und Kakaoduft förmlich riechen und habe mich beim Lesen ein weiteres Mal in den kleinen Ort mit seinen Bewohnern verliebt.

Allerdings muss ich auch leichte Kritik äußeren, da ich das Ende ein wenig abhakt und übereilt fand. Klar, wusste ich, dass mich ein Happy End erwartet. Jedoch tritt dies für jede Figur ein. Plötzlich ist alles eitel Sonnenschein und selbst Figuren, die zunächst mit sich und ihren Entscheidungen hadern (Molly, Karas Schwester) sind sich plötzlich über ihr Leben in Klaren?! Das wirkte dann selbst auf mich ein wenig unglaubwürdig.
Des Weiteren spielen in diesem Roman zu viele Figuren eine kleiner oder größere Rolle. Auch wenn mir die Paare der vorherigen Bände durchaus geläufig waren, fand ich es gleichzeitig ein wenig verwirrend, dass diese im Roman oftmals zur gleichen Zeit zusammenkommen, so dass ich dann doch irgendwann ein wenig den Überblick verloren habe. Für jemanden, der die vorherigen Bände nicht kennt, wirkt dies vermutlich sogar eher störend. Hier würde eine kurze Erläuterung dazu beitragen, wer mit wem in Verbindung steht. Zwar wird dies stellenweise mal kurz erwähnt, aber nicht näher darauf eingegangen, so dass Nates Satz relativ am Ende "Sind eigentlich alle Leute dieser Stadt irgendwie mit einander verwandt?" ein Sinnbild für diese Verwirrung. Hier hat er mir aus der Seele gesprochen.

Mal abgesehen vom etwas zu schnellen Ende ist dies jedoch ein traumhafter Weihnachtsroman, der einem die Vorfreude auf Weihnachten nur noch größer werden lässt. Der Ort und seiner Bewohner ziehen einem in seinen Bann. Was will man mehr? Daher lautet mein Urteil:
Unbedingte Leseempfehlung!

Note: 2


Wer nun neugierig geworden ist, findet hier eine *Leseprobe*


Vorherige Bände der Reihe:
Winter in Briar Creek
Neuanfang in Briar Creek
Herbstzauber in Briar Creek
Frühlingsgefühle in Briar Creek


[Rezension] "Der Herzschlag deiner Worte" von Susanna Ernst

Buchinformationen: (Quelle: https://www.droemer-knaur.de)

Klappenbroschur, Knaur TB
01.09.2017
400 Seiten
ISBN: 978-3-426-52123-6


Autoreninfo: (Quelle: https://www.droemer-knaur.de)

Susanna Ernst wurde 1980 in Bonn geboren und schreibt schon seit ihrer Grundschulzeit Geschichten. Sie leitete siebzehn Jahre lang eine eigene Musicalgruppe, führte bei den Stücken Regie und gab Schauspielunterricht. Außerdem zeichnet die gelernte Bankkauffrau und zweifache Mutter gerne Portraits, malt und gestaltet Bühnenbilder für Theaterveranstaltungen. Das Schreiben ist jedoch ihre Lieblingsbeschäftigung für stille Stunden, wenn sie ihren Gedanken und Ideen freien Lauf lassen will. Ihr Credo: Schreiben befreit!


Klappentext:

Als der junge Musiker Alex vom plötzlichen Tod seines Vaters erfährt, wirft ihn das aus der Bahn. Auf der Beerdigung begegnet er seiner Patentante Jane zum ersten Mal und ist tief beeindruckt von der scheinbar unbekümmerten Lebensfreude der schwer erkrankten und an den Rollstuhl gefesselten Frau. Jane ist es, die Alex plötzlich neue Wege eröffnet. So führt sie ihn geradewegs in die Arme der temperamentvollen Jung-Autorin Maila, in die sich Alex Hals über Kopf verliebt.
Doch warum lässt Maila weder in ihren Geschichten noch im eigenen Leben ein Happy End zu? Und wieso wird Alex das Gefühl nicht los, dass Jane etwas verheimlicht? Und was hat all das mit seinem verstorbenen Vater zu tun?
Erst als sich Alex auf die Spuren alles Unausgesprochenen begibt, gelingt es ihm, zu erkennen, wie die unterschiedlichen Geheimnisse derer, die er liebt, miteinander verwoben sind. Kann er Maila mit diesem Hintergrundwissen davon überzeugen, dass doch noch alles gut wird?


Meine Meinung:

Ich habe "Der Herzschlag deiner Worte" im Rahmen einer Wanderbuchgruppe gelesen und war schon sehr gespannt, da dies der dritte Roman der Autorin war, den ich bisher gelesen habe. Susanna Ernst schafft es mit ihrem Roman erneut, einen sofort durch ihre höchst emotionale und authentische Handlung in ihren Bann zu ziehen. Mit äußerst interessanten und liebevoll gezeichneten Charakteren erzeugt sie so eine Spannung, dass man förmlich durch den Roman fliegt und ihn kaum aus der Hand legen mag.

Im Mittelpunkt des Geschehens steht der junge Musiker Alex, der seine Träume quasi erst mal auf Pause gestellt hat, als er plötzlich Vater einer kleinen Tochter wird. Statt mit seiner Band auf Tour zu gehen und berühmt zu werden, gibt er Musikunterricht, um seiner Tochter ein einigermaßen stabiles Leben zu gewährleisten. Nach dem Tod seines Vaters erfährt er, dass seine Patentante Jane, von der er gedacht hatte, sie sei tot, noch lebt. Als er sie näher kennenlernt, sprüht ihre unbändige Lebensfreude praktisch auf ihn über. Angeregt von Jane besucht er einen Poety Slam, bei dem er auf die junge Autorin Maila, die eher das totale Gegenteil von Jane ist. Dennoch verliebt er sich in sie, auch wenn sie ihm von Anfang an versucht klar zu machen, dass es Happy Ends in ihrem Leben nicht gibt und deren Liebe daher keinen Sinn hat.

Alex und Maila passen perfekt zueinander, gerade weil sie beide kreativ veranlagt sind. Aber man stellt sehr schnell fest, dass die beiden auch innerlich viel mehr miteinander verbindet, als sie es selbst glaube wollen. Beide Figuren umhüllen teils dunkle Geheimnisse, die sie zu dem gemacht haben, was heute sind.
Alex und Maila sind wie die anderen Figuren in diesem Roman überaus charmant und haben Eigenheiten, die sie einzigartig und liebenswert zugleich machen.

Dies ist ein Buch, dass von der Liebe am Leben handelt. Die Figuren hadern im Roman mit sich selbst und ihrem Leben. Gerade die Gegensätzlichkeiten der Figuren tragen zum Gelingen bei, da dies dafür sorgt, dass die Geschehnisse aus verschiedenen Blickwinkeln bzw. Standpunkten betrachtet werden.
Dieser Roman ist viel mehr, als ein einfacher Liebesroman. Vielmehr handelt er von Verpflichtungen, die man im Leben eingeht und die Auswirkungen auf unser zukünftiges Leben und den damit verbundenen Entscheidungen hat. Das Buch steckt voller Geheimnisse, die nach und nach ans Licht kommen.

Einen minimalen Punktabzug muss ich leider dafür vergeben, dass der Roman stellenweise ein wenig zu sehr vorhersehbar ist. Einige Zusammenhänge und das Ende war schon ziemlich schnell klar. Aber dennoch sorgt dies kaum dafür, dass der Lesespaß wirklich gemindert wird.
Alles im Allem ist "Der Herzschlag deiner Worte" ein wirklicher gelungener Roman mit überaus interessanten Figuren, der einem beim Lesen das Herz höher schlagen lässt!
In meinen Augen ein unbedingtes Lesemuss!

Note: 2+


Wer nun neugierig geworden ist, findet hier eine *Leseprobe*


#Konsumauszeit - Ich drücke nochmals den Pausenknopf

Hallo zusammen,

ursprünglich sollte dieser Beitrag ein Beitrag zum Ende meiner Blogpause werden (immerhin ist dies mein erster Beitrag in fast 1 1/2 Monaten). Aber beim Ideen sammeln, wie es weiter gehen soll, bin ich auf die Aktion #Konsumauszeit gestoßen, an der ich bereits 2015 teilgenommen habe. Als ich so ins Grübeln kam, wurde ich mir bewusst, dass mein Leben ein wenig aus den Fugen geraten ist. Und ein großer Faktor dabei ist mein Konsumverhalten.
Gestern postete Svenja, alias @apfel_mädchen , bei Twitter und Instagram, dass sie wieder eine #Konsumauszeit nehmen. Und ich dachte mir: Warum ich nicht auch?! Und hier bin ich nun und erkläre hiermit:

#Konsumauszeit - Ich drücke nochmals den Pausenknopf


Ich finde den Grundgedanken, der hinter dieser Challenge steht, gut. Wir konsumieren mehr als wir brauchen und leben in einer Wegwerfgesellschaft: Immer die neueste Mode (OK, da gehe ich nur bedingt mit), immer noch ein Shirt (obwohl man bereits dutzende im Schrank hat), eine neue Jacke (wovon man auch bereits mehrere hat) noch eine duftende neue Creme (sie riecht halt so gut), immer wieder neue Möbel, ein neues Buch, eine neue Zeitschrift, etc. ... diese Liste könnte man ewig so weiterführen.
Eigentlich würde ich mich ja grundsätzlich nicht als Minimalistin zählen (dafür bin ich leider oftmals zu bequem). Aber die Idee, die dahinter steckt, finde ich wirklich interessant und möchte ich mir mehr aneignen. Oftmals kaufe ich einfach zu viel, ohne mir Gedanken darüber machen, ob es wirklich notwendig war. Sowohl mein Kleiderschrank, als auch mein Badezimmerschrank bzw. Vorratsschrank quellen über.


Die Regeln für die Konsumauszeit 2015, die ich hier nochmals anwenden möchte, sind bewusst einfach und einsteigerfreundlich gehalten, damit jeder ohne große Vorarbeit mitmachen kann. Natürlich jeder sie für dich und seinen Lebensalltag anpassen:

  • 30 Tage lang nichts Neues kaufen; ausgenommen sind: Lebensmittel, Drogerie-/Haushaltsartikel (allerdings nur wenn vorheriges Produkt aufgebraucht ist), Ausflüge und Aktivitäten.
  • Wenn etwas Wichtiges kaputt geht: erst reparieren, ansonsten ersetzen (wenn möglich gebraucht)
  • Leihen und Tauschen sind nicht nur erlaubt, sondern sogar ausdrücklich erwünscht!

Ich habe diese Regel noch um folgendes erweitert:

  • Keine Feierabend-Snacks vom Bäcker, Imbiss, etc. (ich habe es damit in letzter Zeit übertrieben)
  • Meine Vorräte aufbrauchen, so dass ich wieder einen besseren Überblick darüber habe, was ich wirklich brauche
  • Statt auf Fertiggerichten zurückzugreifen wieder mehr selbst kochen 
  • Keine neuen Bücher (Ausnahme Reziexemplare und Geburtstagsgeschenke, die ich ja schlecht ablehnen kann 😉)

Wahrscheinlich wird es daher für mich somit wieder eher eine "Aufbrauch"-Challenge. Aber mal schauen!

Der Hashtag zur Challenge ist #Konsumauszeit und wer möchte, darf sich gerne anschließen.

Ich werde über meine persönlichen Fortschritte hier, via Twitter und Instagram berichten.

Ich bin gespannt, ob ich das aushalten werde mich wieder weiter einzuschränken.
Ich freue mich schon auf einen entspannten und konsumfreien November und hoffe, dass ich mich etwas mehr auf mich selbst besinnen kann. Außerdem hoffe ich, dass sich noch ganz viele Menschen anschließen!

Herbstliche Grüße
Babs


[Gemeinsam lesen] 19.09.2017


Hallo zusammen,

seit kurzem bin ich nun wieder bei der tollen Aktion von Schlunzenbücher mit dabei, bei der man immer Dienstags von seinen Buch, welches man derzeitig liest, berichtet, indem man vier Fragen dazu beantwortet.
Die ersten drei Fragen sind immer vorgegeben:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Die vierte Frage wird jedes Woche neu gestellt.
Ich freue mich schon darauf zu erfahren, was ihr momentan alle so lest! :-)


Hier meine Antworten für diese Woche:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Aktuell lese ich "Bis das Glück uns findet" von Lucy Dillon und bin derzeitig auf Seite 331 (von 582).


Klappentext:
Nancy ist vier Jahre alt, fast fünf. Sie plappert wie ein Wasserfall: beim Frühstück, im Kindergarten, mit ihren Stofftieren. Doch an einem kalten Wintermorgen wird alles anders. Nancys Eltern trennen sich – und sie verstummt. Nancys Tante Eva ist vierundvierzig, fast fünfundvierzig. Vor Jahren verliebte sie sich Hals über Kopf in den deutlich älteren Michael. Es ist das große Glück – bis er unerwartet stirbt und Eva allein zurückbleibt. Doch dann tritt ihre Nichte Nancy unerwartet in Evas Leben. Und bald entwickelt sich eine besondere Freundschaft zwischen dem stillen Mädchen und der Frau, die erkennt, dass das Glück einen manchmal von ganz allein findet ...


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Wissen Sie, was das Beste war?"


3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar erhalten, worüber ich sehr froh war, da der Klappentext mich sehr angesprochen hat (vom Cover nicht zu reden 😌)
Das Buch ist generell auch interessant, allerdings fehlen mir persönlich bei Eva noch ein wenig die echten Emotionen. Irgendwie wirkt sie ein wenig verbittert und ich frage mich die ganze Zeit warum?
Anfangs habe ich mich ein wenig gefragt, warum Nancy plötzlich stumm wurde, da sie am Anfang des Romans noch ziemlich plappert und dann plötzlich verstummt. Allerdings habe ich so eine Ahnung und bin schon gespannt, ob sich diese hinterher als wahr rausstellt.
Nancys Vater Patrick ist ... sorry, dass ich das so sagen muss ... ein dummes A.... Ständig bevormundet er alle und merkt dieses nicht einmal. Bei Joey, dem Sohn, wirkt dies ja noch ein wenig charmant bzw. altklug. Aber der ist immerhin ein Kind, wobei ich auch ihm manchmal gerne den Mund zuhalten möchte, so sehr drängt er sich in den Vordergrund.
Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es weitergeht.

4. Was ist dein Lieblingsgenre und warum magst du genau dieses Genre so gerne?

Mein Lieblingsgenre sind Frauenromane bzw. Liebesromane im Speziellen. Ich kann nicht mal genau sagen, warum sie mir so sehr zusagen. Vielleicht ist, weil sie oftmals ziemlich emotional und (JA!) auch ein wenig übertrieben ist. Mir ist beim Lesen durchaus klar, dass die Situationen (bzw. die Männerideale) in diesen Romanen oftmals ziemlich unrealistisch sind. Aber gerade das macht es ja so interessant. Wenn die Welt um einen herum schon nicht so bunt ist, dann sie es doch ruhig in unserer Fantasie sein, oder?! 😋
Hätte mich übrigens vor 10-15 Jahren zu meinem Lieblingsgenre gefragt, ich hätte in keinem Fall Liebesromane gesagt. Damals waren sie mir oftmals zu kitschig und überzogen. Aber manches wandelt sich halt! 😏

Wie sieht's bei euch aus?

Herbstliche Grüße
Babs



[Montagsfrage] 18. September 2017


Hallo zusammen,

ich hoffe, ihr hattet einen guten Start in die Woche?! 😊

Seit letzter Woche nehme ich nun auch endlich mal wieder an der interessanten Bloggeraktion "Montagsfrage" von Buchfresserchen teil. 
Jede Woche wird eine neue Montagsfrage veröffentlicht, die man innerhalb von 7 Tagen beantworten kann.

Die Frage für diese Woche lautet:

Liest du nur Romane, oder auch Comics, Manga etc.? Wenn ja, was reizt dich an gezeichneten Geschichten?

Als Kind konnte ich mich durchaus auch für Comics (Asterix, Tim & Struppi, Micky Mouse, etc) begeistern. Aber die Begeisterung hat in Jugendjahren deutlich nachgelassen. Als Erwachsene konnte ich mich bislang noch nie so recht dafür begeistern. Und Mangas haben irgendwie nie so wirklich mein Interesse geweckt, obwohl ich durchaus finde, dass dies eine tolle Buchkunst ist. 
Ich denke, ich lasse lieber meiner eigenen Fantasie freien Lauf, als mir diese von Bildern vorleben zu lassen. 
Also: Ich lese nur Romane! 😊

Wie sieht das bei euch aus? 

Herbstliche Grüße
Babs


[Rezension] "Die Auserwählten: Kill Order" von James Dashner

Buchinformationen: (Quelle: https://www.carlsen.de)

D: 19,99 €
A: 20,60 €
Größe: 15,00 x 21,00 cm
Seiten: 448
Alter: ab 13 Jahren
ISBN 978-3-551-52076-0


Autoreninfo: (Quelle: https://www.carlsen.de)

James Dashner wuchs in einer Kleinstadt in Georgia, USA, auf. Der dichte Wald in dieser Gegend lieferte ihm bereits als Kind viele Ideen für seine späteren Geschichten. Nach seinem Studium arbeitete James zunächst in der Wirtschaft. Doch schon bald fühlte er sich als »kreativer Mensch im Körper eines Buchhalters« gefangen und wandte sich dem Schreiben zu. Seitdem ist er Autor zahlreicher Bücher. Seine Serie »Maze Runner - Die Auserwählten« eroberte weltweit die Bestsellerlisten und hat sich inzwischen mehr als 25 Millionen Mal verkauft. Die ersten beiden Bände wurden von 20th Century Fox verfilmt, unter anderem mit Dylan O’Brien und Thomas Brodie-Sangster in den Hauptrollen. James Dashner lebt mit seiner Frau und seinen vier Kindern inmitten der Rocky Mountains, behauptet er zumindest. Weitere Informationen unter: www.jamesdashner.com


Klappentext:

Die Vorgeschichte zur Maze Runner-Trilogie – düster, packend, nervenaufreibend!
***
13 Jahre bevor Thomas ins Labyrinth kam:
Unerträgliche Hitze, radioaktive Strahlen und riesige Flutwellen – das Land liegt brach. Jeder Tag ist ein Kampf ums Überleben. Mark und seine Freunde irren durch verlassene Städte auf der Suche nach einem Ort, an dem sie bleiben können. Als sich ein Hubschrauber nähert, glauben sie an Rettung. Doch sie werden beschossen, mit infizierten Pfeilen, die einen Virus verbreiten. Wer tut den Menschen so etwas an? Mark und seiner Truppe bleibt nicht viel Zeit das herauszufinden, denn der Virus mutiert und wird zur tödlichen Gefahr …
***
Vorsicht: Spoiler-Alarm für die Trilogie.


Meine Meinung:

Da ich die Maze Runner-Trilogie sehr spannend fand, habe ich mir nun "Kill Order" vorgenommen, was eine Art Prequell darstellen soll. Jedoch stellte ich beim Lesen relativ schnell fest, dass es mit der Maze Runner-Trilogie nur relativ wenig zu tun hat. Lediglich der Beginn und das Ende beziehen sich auf die Trilogie, während der Inhalt dieses Romans eigentlich eher die Ereignisse aus der Sicht einiger wenigen zu Beginn der Sonneneruptionen und einem guten Jahr danach erzählt. 

Dies ist generell kein schlechter Roman. Jedoch fehlte mir der echte Bezug zur Trilogie. Man erfährt zwar wie das Virus sich unter die Menschen verbreitet hat. Jedoch hatte ich auch das Gefühl, dass die Handlung durchaus noch Lücken aufweist, wodurch diese manchmal größere Sprünge im Geschehen macht. Der einzige Bezug, der ein wenig zur Trilogie erstellt wird, geschieht in Form der sechsjährigen Deedee, die ebenfalls immun gegen das Virus ist. 
Dieses Buch fokussiert sich leider zu sehr aufs "Wegrennen" der Charaktere vor Infizierten, als echte Erklärung zur Entstehung von A.N.G.S.T. zu liefern. Zwar kann man sich vieles zusammenreimen. Aber der richtige Zusammenhang fehlt irgendwie. 
Des Weiteren blieben bei mir einige Fragen bis zum Schluss unbeantwortet: Wie kann es sein, dass sehr viele Menschen aufgrund der Sonneneruptionen und den damit verbundenen Auswirkungen wie Tsunamis und radioaktive Strahlung starben, aber dennoch eine Überbevölkerung herrschte? Wie kamen Mark und seine Freunde außerdem vom überfluteten New York in eine ländliche Gegend? Hier liefert der Roman leider keinerlei Erklärungen, sondern überspringt diese Gegebenheiten eher. 

Stilistisch kann es dieser durchaus mit der Trilogie aufnehmen. Er ist durchaus auch spannend und abwechslungsreich geschrieben, so dass man leicht durch die Handlung findet. Man wird auch von den Ereignissen mitgerissen, so dass das Buch einem durchaus eine nette Kurzweil bietet. 
Die Figuren waren mir persönlich teilweise ein wenig blas, Lediglich Mark konnte so richtig hervorstechen, da er sowohl tough, als auch einfühlsam rüberkommt. Die anderen Figuren werden leider nur ansatzweise charakterisiert, so dass man nicht immer sicher ist, was man von ihnen halten soll. 

Fazit:
"Kill Order" ist ein Roman, den man nicht unbedingt als echte Vorgeschichte zur Maze Runner-Trilogie sehen sollte. Hätte man hier die ersten Seiten rausgelassen, dann würde man mit einer passenderen Erwartungshaltung rangehen. So wird diese leider ein wenig enttäuscht, wodurch man das Buch eher als Durchschnitt wahrnimmt. 
Dieses Buch kann man gelesen haben, muss man aber nicht um die Maze Runner-Trilogie verstehen zu können. 

Note: 3


Wer sich nun mal sein eigenes Urteil bilden möchte, findet hier eine *Leseprobe*


[Rezension] "Spectrum" von Ethan Cross

Buchinformationen: (Quelle: https://www.luebbe.de

11,00 € inkl. MwSt.
BASTEI LÜBBE
TASCHENBUCH
THRILLER
510 SEITEN
ALTERSEMPFEHLUNG: AB 16 JAHREN
ISBN: 978-3-404-17555-0
ERSTERSCHEINUNG: 21.07.2017


Autoreninfo: (Quelle: https://www.luebbe.de

Ethan Cross ist das Pseudonym eines amerikanischen Thriller-Autors, der mit seiner Frau, drei Kindern und zwei Shih Tzus in Illinois lebt. Nach einer Zeit als Musiker nahm Ethan Cross sich vor, die Welt fiktiver Serienkiller um ein besonderes Exemplar zu bereichern. Francis Ackerman junior bringt seitdem zahlreiche Leser um ihren Schlaf und geistert durch ihre Alpträume. Mittlerweile ist Ethan Cross nicht nur internationaler Bestsellerautor, sein blutrünstiger Serienkiller Ackerman junior hat auch Gesellschaft bekommen: 2017 veröffentlichte Ethan Cross Spectrum, den ersten Thriller um den autistischen FBI-Berater August Burke. Auch dieses Buch wurde zum Bestseller und begeistert Leser weltweit. Neben der Schriftstellerei verbringt Ethan Cross viel Zeit damit, sich sozial zu engagieren, wobei ihm vor allem das Thema Autismus sehr am Herzen liegt.


Klappentext: 

Eine neue rasante Thriller-Serie von Bestsellerautor Ethan Cross, dem Autor der Shepherd-Thriller
August Burke ist anders. Irgendwie seltsam, geradezu wunderlich. Doch Burke ist auch ein Genie: Er erkennt Zusammenhänge, die allen anderen verborgen bleiben. Als es in einer Bank zu einer Geiselnahme kommt, wendet das FBI sich an ihn. Denn die Täter verhalten sich extrem ungewöhnlich und verschwinden schließlich sogar unbemerkt aus dem umstellten Gebäude. Mit Burkes Hilfe entdeckt das FBI den Zugang zu einem Geheimlabor unter der Bank – das eigentliche Ziel des Überfalls. Was haben die Räuber dort gesucht? Und haben sie es gefunden? Zusammen mit Special Agent Carter folgt Burke ihrer Spur – und bekommt es mit einem Feind zu tun, der bereit ist, tausende Menschenleben zu opfern.


Meine Meinung: 

Nach der Shepherd-Reihe rund um den blutrünstigen Serienkiller Francis Ackermann ist "Spectrum" ein neuer Thriller, bei dem der autistische FBI-Berater August Burke dem FBI dabei hilft Fälle zu lesen. August Burke ist irgendwie anders und sehr ungewöhnlich. Als hochfunktionaler Autist, gelingt es ihm Zusammenhänge zu erkennen, die andere nicht sehen. Es scheint fast so, als sei eine Art "Jack of all trades", denn er kann sich in jede Situation hineinversetzen und diese zu hinterfragen.

"Spectrum" beginnt leider ein wenig schwach, da Ethan Cross sich zunächst bemüht seine Charaktere vorzustellen. Jedoch allem voran alle anderen Charaktere als August Burke. Zwar erkennt man sehr schnell, dass er ein Genie ist und eine sehr spezielle Art hat. Seine genaue Denkweise kommt jedoch erst später so richtig zu tragen. Vielmehr präsentiert Ethan Cross zunächst die weiteren Hauptfiguren: FBI-Agent Carter, der bei mir jedoch im gesamten Roman noch ein paar Fragen offen gelassen hat, der Polizist und Mafiasohn Nic Juliano, der mir sehr sympathisch war, da er trotz seines Familienhintergrunds menschlich und hart zugleich ist, dem Auftragskiller Krüger, der stellenweise mehr als angsteinflössend blutrünstig ist und der aber dennoch mit seiner menschlichen Seite kämpft und der afrikanischen Constable Isabel Price, die sich auf einem Rachefeldzug befindet, mir jedoch auch ein wenig undurchsichtig blieb.
Wenn man jedoch die ersten 80-100 Seiten überwunden hat, nimmt der Roman sehr an Fahrt zu. Nach dem etwas schwachen Start konzentriert Ethan Cross sich auf seine Kernkompetenz: einen echt spannenden und rasanten Psychothriller, der vor Verschwörungen und starken Charakteren nur so strotzt.
Generell sind die Figuren in diesem Roman sehr gut ausgearbeitet. Inbesondere Nic Juliano, Agent Carter und August Burke arbeiten wunderbar zusammen, obwohl sie grundverschieden sind. Man merkt, dass sie im Kern ähnliche Wertvorstellungen teilen, auch wenn sie diese nicht immer nach außen tragen.
Burkes Charakter wird erst im weiteren Verlauf des Romans Stück für Stück offenbart, so dass man sich sehr gut in ihn hineinversetzen kann. Und auch wenn er Probleme hat mit Menschen umzugehen, da ihn diese mit ihrem für ihn irrationalem Verhalten verunsichern, stellt man schnell fest, dass sie ihn auch faszinieren. Mit seinem Intellekt und seiner Auffassungsgabe gelingt es ihm hinter die Machenschaften zu blicken und ist der Dreh- und Angelpunkt der Geschehnisse, obgleich er oftmals auch wieder in den Hintergrund tritt. Während Agent Carter und Nic Juliano oftmals sehr hart und stark daherkommen, ist August Burke eher der verletzliche Teil des Trios, der jedoch immer wieder für eine Überraschung gut ist.

Ich möchte äußerst ungern zu viel zum Inhalt verraten. Nur so viel: Das Ende lässt darauf schließen, dass dies erst der Beginn einer, wie ich hoffe, neuen spannenden Reihe ist!

Fazit:
Wenn man sich ein wenig durch den ersten Teil des Romans durchgekämpft hat, erlebt man einen abwechslungsreichen Psychothriller, der vor allem durch seine überraschenden Wendungen und außerordentlich gestalteten Figuren lebt.
Meine Leseempfehlung lautet daher: Ja, auf jeden Fall lesen!

Note: 2-


Wer sich nun mal sein eigenen Bild machen möchte, findet hier eine *Leseprobe*



[Rezension] "Endlich dein" von Paige Toon

Buchinformationen: (Quelle: http://www.fischerverlage.de)

Paperback
Originalsprache: Englisch
Übersetzer: Alice Jakubeit
Preis € (D) 14,99 | € (A) 15,50
ISBN: 978-3-8105-2266-5
432 Seiten, Klappenbroschur
FISCHER Krüger


Autoreninfo: (Quelle: http://www.fischerverlage.de)

Als Tochter eines australischen Rennfahrers wuchs Paige Toon in Australien, England und Amerika auf. Nach ihrem Studium arbeitete sie zuerst bei verschiedenen Zeitschriften und anschließend sieben Jahre lang als Redakteurin beim Magazin »Heat«. Paige Toon schreibt inzwischen hauptberuflich und lebt mit ihrer Familie – sie ist verheiratet und hat zwei Kinder – in Cambridgeshire.


Klappentext: 

Gibt es den falschen Zeitpunkt für die große Liebe? Der 8. Roman von Bestseller-Autorin Paige Toon – aufregend romantisch und absolut berührend.
Als Bronte und Alex sich in London bei einem Junggesellenabschied kennenlernen, ist es Liebe auf den ersten Blick. Sie verbringen eine atemberaubende Nacht miteinander, doch Bronte wird wenige Tage später nach Australien zurückfliegen, wo sie als Bildredakteurin bei einem Magazin arbeitet, und Alex wird sich mit Zara verloben, mit der er schon seit Jahren zusammen ist. Aber diese eine Nacht können sie beide nicht vergessen.
Über ein Jahre später nimmt Bronte einen Job in London an. Gleich am ersten Tag trifft sie auf ihren neuen Kollegen – Alex. Bronte spürt sofort, dass da noch etwas ist. Aber Alex tut so, als sei nichts. Um sich abzulenken, nimmt Bronte Aufträge als Hochzeitsfotografin an. Zwölfmal ist sie dabei, als sich glückliche Paare das Jawort geben. Doch dann kommt Auftrag Nummer 13: die Hochzeit von Alex!


Meine Meinung:

"Endlich dein" ist der inzwischen 8. Roman (die Jugendbuchreihe um Jessie Jefferson nicht mit eingeschlossen) von Paige Toon, der bislang in Deutschland erschienen ist. Als großer Paige Toon-Fan war ich auf diesen Roman schon ein wenig gespannt. Allerdings muss ich gestehen, dass mir dieser Roman zwar gefallen hat, jedoch nicht an die bisherigen Romane der Autorin ranreicht. Irgendwie fehlte mir der echte Charme den die Figuren versprühen.

Im Mittelpunkt des Geschehens steht Bronte, die auf einem Junggesellenabschied Alex kennenlernt und sich auf den ersten Blick in ihn verliebt, auch wenn alles anfangs eher als kurze Affaire gedacht war, da Alex in London lebt und sie nur zu Besuch in Großbritannien ist. Ihre Wege trennen sich wieder, vor allem, da Alex direkt nach dieser Nacht wieder mit seiner Ex-Freundin zusammenkommt.
Ein Jahr später kehrt Bronte nach London zurück, als sie ein Jobangebot als Bildredakteurin einer Zeitschrift annimmt. Dort trifft sie wieder auf Alex, der ebenfalls dort arbeitet. Bronte konnte Alex nie vergessen, aber dieser tut nach ihrem erneuten Zusammentreffen so, als wäre nie etwas gewesen. Durch Zufälle kommt Bronte an einen Zusatzverdienst als Hochzeitsfotografin und hat daran sehr viel Vergnügen und versucht sich damit abzulenken, auch wenn es ihr sehr schwer fällt, da sie Alex fast jeden Tag bei der Arbeit sieht. Während ihrer Aufträge stößt Bronte auf ihren australischen Landsmann Lachlan, der immer wieder versucht ihr näher zu kommen.
Aber ist Bronte wirklich bereit für eine neue Beziehung? Und vor allem eine, die Alex nicht beinhaltet?

Bronte ist meiner Ansicht nach eine etwas unscheinbare Figur, die leider ihr volles Potential erst kurz vor Schluss offenbaren kann. Zwar erfährt man nach einer Weile, dass sie ein "dunkles" Geheimnis hütet. Jedoch wird dieses erst sehr spät gelüftet, vielleicht sogar zu spät. Dieses Geheimnis erklärt, warum sie die ist, die sie ist. Ich hätte mir jedoch gewünscht, dass es viel mehr Andeutungen auf das Geheimnis geben würde, so dass man Bronte als Figur besser verstehen kann.
Leider bleibt auch Alex als Figur ein wenig farblos, so dass es manchmal schwer fällt seine Reaktionen so recht nachzuvollziehen. Sich in ihn hineinzuversetzen fiel mir oftmals gar nicht so leicht.
Lachlan war leider auch kein Charakter, der bei mir sehr viele Sympathiepunkte sammeln konnte, da er mir ein wenig zu sorglos war und zu viel mit jeder x-beliebigen Figur flirtete.
Dadurch, dass zwei völlig unterschiedliche Charaktere um das Herz einer Frau buhlten kam zwar Spannung auf. Allerdings war ich insbesondere von Lachlan ein ein wenig genervt, während ich Alex manchmal einen Arschtritt geben wollte, damit dieser endlich aus sich rauskommt.
Des Weiteren wirft Paige Toon viel zu viele unterschiedliche Figuren gleichzeitig auf den Plan, so dass man eine Weile braucht, um diese alle auseinander zu halten. Wenn man dies jedoch geschafft hat, überzeugen vor allem die Nebenfiguren in diesem Roman. Sie fügen alles zu einem tollen Ganzen zusammen und können durch ihren Witz und Charme die Spannung aufrechterhalten.

Paige Toon ist hier ein durchaus unterhaltsamer und in großen Teilen witziger, aber auch emotionaler Roman gelungen, den es sich durchaus auch zu lesen lohnt. Ich denke, dass wahrscheinlich nicht jeder so seine Probleme mit den Hauptfiguren haben wird, wie ich dies getan habe. Denn abgesehen von den Figuren habe ich an der Handlung und dem Schreibstil nichts auszusetzen.
Insbesondere das Lüften von Brontes Geheimnisse am Ende überzeugen einen letztendlich, auch wenn ich mich immer noch nicht entscheiden kann, ob Bronte sich letztendlich für den richtigen Mann entschieden hat.
Dieser Roman bietet eine Menge an Kurzweil und lässt sich entspannt an einem herbstlichen Tag lesen. Man wird mitgerissen von den Ereignissen und versucht zu ergründen, weshalb Bronte oftmals ein wenig gefühlskalt daher kommt.

Fazit:
"Endlich dein" ist vielleicht nicht Paige Toons bester Roman. Allerdings ist er dennoch lesenswert und ich kann ihn durchaus jedem empfehlen, der auf Dreiecksbeziehungen und dunkle Familiengeheimnisse steht.

Note: 2- 


Wer sich nun mal sein eigenes Bild machen möchte, findet hier eine *Leseprobe*



[Gemeinsam lesen] 12.09.2017


Hallo zusammen,

nachdem ich letzte Woche wegen meines Urlaubs nochmals kurz pausieren musste, bin ich diese Woche nun mal wieder bei der tollen Aktion von Schlunzenbücher mit dabei, bei der man immer Dienstags von seinen Buch, welches man derzeitig liest, berichtet, indem man vier Fragen dazu beantwortet.
Die ersten drei Fragen sind immer vorgegeben:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Die vierte Frage wird jedes Woche neu gestellt.
Ich freue mich schon darauf zu erfahren, was ihr momentan alle so lest! :-)


Hier meine Antworten für diese Woche:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese aktuell "Spectrum" von Ethan Cross und bin derzeitig auf Seite 89 (von 510).


Klappentext: 
August Burke ist anders. Irgendwie seltsam, geradezu wunderlich. Doch Burke ist auch ein Genie: Er erkennt Zusammenhänge, die allen anderen verborgen bleiben. Als es in einer Bank zu einer Geiselnahme kommt, wendet das FBI sich an ihn. Denn die Täter verhalten sich extrem ungewöhnlich und verschwinden schließlich sogar unbemerkt aus dem umstellten Gebäude. Mit Burkes Hilfe entdeckt das FBI den Zugang zu einem Geheimlabor unter der Bank – das eigentliche Ziel des Überfalls. Was haben die Räuber dort gesucht? Und haben sie es gefunden? Zusammen mit Special Agent Carter folgt Burke ihrer Spur – und bekommt es mit einem Feind zu tun, der bereit ist, tausende Menschenleben zu opfern.


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Während sie sich dem Einsatzzentrum näherten, versuchte Nic Juliano seine Gefühle gegenüber August Burke einzuordnen.


3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Ich war auf dieses Buch sehr gespannt, da ich die Shepard-Reihe des Autors sehr spannend fand. Allerdings muss ich gestehen, dass mich das Buch noch nicht so recht packen kann. Momentan fehlt noch ein wenig der psychologische Effekt, den die Figuren bei einem beim Lesen auslösen. Richtige Spannung kommt noch nicht auf, da man immer noch dabei ist die Figuren kennen zulernen. Stellenweise fällt es mir dennoch immer noch schwer die einzelnen Figuren auseinander zuhalten.
Ich hoffe, dass die Handlung noch mehr an Dramatik gewinnt.


4. Peinliche Erlebnisse beim Lesen - hast du da schon mal eines gehabt? 

So richtig peinliche Momente sind mir eigentlich noch nicht beim Lesen passiert. Klar ist mir auch schon mal mein Brötchen bzw. dessen Belag aufs Buch gefallen und ich habe schon mal beim Trinken aufs Buch getropft. Aber das würde ich nicht wirklich als Peinlichkeit bezeichnen. Das ist doch jedem schon mal passiert, oder?!😁
Das ein oder andere Mal konnte ich mich im Zug oder Bus nicht so ganz von meinem Buch loseisen. Allerdings habe ich deshalb noch keinen Aussteigepunkt verpasst.
Also keine peinlichen Momente bei mir. Zumindest keine, die mir im Gedächtnis geblieben sind.


Wie steht's bei euch? Was lest ihr momentan? Habt ihr schon mal peinliche Momente beim Lesen erlebt? 

Herbstliche Grüße
Babs



[Montagsfrage] 11.September 2017


Hallo zusammen,

ich hoffe, ihr hattet einen guten Start in die Woche?! 😊

Nach langer Zeit nehme ich nun auch endlich mal wieder an der interessanten Bloggeraktion "Montagsfrage" von Buchfresserchen teil. 
Jede Woche wird eine neue Montagsfrage veröffentlicht, die man innerhalb von 7 Tagen beantworten kann.

Die Frage für diese Woche lautet:

Liest du mehr Papierbücher oder mehr E-Books, gibt es einen Grund dafür?

Lieber lese ich eigentlich Papierbücher. 
Zum Einen, weil ich finde, dass diese besser in der Hand liegen. Außerdem mag ich es nachschauen zu können, wie viele Seiten noch bis zum Kapitelende sind, um so einschätzen zu können, ob ich das Kapitel noch schaffe (Lustigerweise führt das sogar eher dazu, dass ich dann meistens bis zum Kapitelende lese, dass neue Kapitel anlese und wieder schaue und ggf. nochmals weiterlese 😁).
Zum Anderen bieten Printbücher den Vorteil, die Bücher weiter zu verleihen oder zu verkaufen. Ich habe leider nicht viel Platz, weshalb die meisten Bücher irgendwann wieder aus meinem Bücherschrank rausmüssen, um Platz für neue zu schaffen. 

Gleichzeitig finde ich ebooks aber auch praktisch, da ein Reader oftmals weniger wiegt, bzw. man diese auch auf anderen Geräten (bspw. Laptop) lesen kann. 
Etwa ein Drittel meiner gelesenen Bücher sind aktuell ebooks. Oftmals sind dies aber auch eher kostengünstige Varianten der Papierbücher. Denn ich muss auch gestehen, dass ich nicht bereit bin für ein ebook den gleichen Preis (oder nur geringfügig geringer) zu zahlen. Immerhin fallen hier keine Kosten für den Druck des einzelnen Buches an und ich kann diese Bücher auch nicht weiterreichen. 
Ich würde wahrscheinlich mehr auf ebooks zugreifen, wenn diese im Allgemeinen kostengünstiger wären. 

Wie sieht das bei euch aus? 

Herbstliche Grüße
Babs



[Rezension] "So klingt dein Herz" von Cecelia Ahern

Buchinformationen: (Quelle: http://www.fischerverlage.de)

480 Seiten, Klappenbroschur
FISCHER Krüger
ISBN 978-3-8105-3027-1
Preis € (D) 14,99 | € (A) 15,50


Autoreninfo: (Quelle: http://www.fischerverlage.de)

Cecelia Ahern ist eine der erfolgreichsten Autorinnen der Welt. Sie wurde 1981 in Irland geboren und studierte Journalistik und Medienkommunikation in Dublin. Mit 21 Jahren schrieb sie ihren ersten Roman, der sie sofort international berühmt machte: ›P.S. Ich liebe Dich‹, verfilmt mit Hilary Swank. Danach folgten Jahr für Jahr weitere weltweit veröffentlichte Bücher in Millionenauflage. Die Autorin wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, schreibt auch Theaterstücke und Drehbücher und konzipierte die TV-Serie ›Samantha Who?‹ mit Christina Applegate sowie einen Zweiteiler für das ZDF. Auch ihr Roman ›Für immer vielleicht‹ wurde fürs Kino verfilmt. Cecelia Ahern lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern im Norden von Dublin.


Klappentext: 

Die junge Laura lebt im Verborgenen im Westen Irlands. Niemand weiß, dass sie eine ganz besondere Fähigkeit besitzt: Sie kann jede menschliche Stimme, alle Tiere und jedes Geräusch der Welt nachahmen. Als der Toningenieur Solomon im Wald auf Laura trifft, fühlt er sich sofort magisch von ihr angezogen. Doch auch Solomons Lebensgefährtin, die Regisseurin Bo, ist fasziniert: Sie möchte einen Film über die geheimnisvolle Laura drehen. Über Nacht findet sich Laura in unserer lauten, modernen Welt wieder. Kann ihre Gabe ihr dabei helfen, das Glück zu finden – und die Liebe?


Meine Meinung: 

Ich war auf diesen Roman schon sehr gespannt, da ich schon fast alle Romane der Autorin gelesen habe und ich diese meistens mochte. "So klingt dein Herz" ist ein Roman, bei dem man nicht unbedingt nach dem Cover auf den Inhalt schließen sollte. Kommt das Cover doch eher rührselig und schnulzig daher, so hat der Inhalt weitaus mehr zu bieten. Dieser Roman ist kein reiner Liebesroman, wie man es zunächst aufgrund des Covers vermuten könnte. Zwar spielt auch das Thema Liebe in diesem Roman eine Rolle, jedoch ist diese eher nebensächlich. Viel mehr geht es um menschliche Interaktion im Allgemeinen und dem Umgang mit "besonderen" Menschen.

Im Mittelpunkt des Romans steht die junge Laura, die bis zu ihrem 26. Lebensjahr im Verborgenen gelebt hat. Kaum einer wusste von ihrer Existenz, bis sie eines Tages von Solomon in einem Wald gefunden wird. Dieser ist sofort von Laura fasziniert, da sie scheinbar jedes Geräusch was sie wahrnimmt imitieren kann. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Bo und der Kamerafrau Rachel beschließen sie einen Film über Laura zu drehen. Laura tritt dabei aus ihrer behüteten kleinen, einfachen Welt in die moderne von Reizen überfluteten Welt und muss lernen mit ihrem neuen Leben und ihren Gefühlen umzugehen.

Ich muss gestehen, dass ich, als ich anfing zu lesen, zunächst nicht so recht wusste, was ich vom Roman halten sollte. Dieser Roman ist ein nicht so ganz typischer Ahern-Roman, sondern viel tiefgründiger, als man es von ihr gewohnt war. Allerdings wird man einfach von den Geschehnissen und Lauras Charme mitgerissen, so dass man nicht anders kann, als sich in den Inhalt zu verlieben. Mir fiel es beim Lesen schwer den Roman aus der Hand zu legen, da mir Lauras Entwicklung doch sehr zu Herzen ging. Man leidet mit ihr, wenn sie versucht mit den neuen Gegebenheiten umzugehen. Wobei man auch sagen muss, dass Laura quasi förmlich ins Leben gestoßen wird und man dabei nur wenig Rücksicht auf ihre Gefühle nimmt. Gleichzeitig fiebert man auch der Offenlegung, wie und warum Laura so lange im Verborgenen gelebt hat.

Der Titel "So klingt dein Herz" gibt den Inhalt genauso gut wieder, wie der englische Originaltitel "Lylebird". Laura hat eine einzigartige Gabe, dass sie alles imitieren kann was sie hört. Die Geräusche und Stimmen, die sie dabei von sich gibt, manchmal auch unbewusst, sind ein Spiegel ihrer Seele. Laura ist ein herzensguter und engelsgleicher Mensch, den man einfach ins Herz schließen muss.
Während man Laura eine Menge an Sympathie entgegen bringen kann, muss ich sagen, dass die anderen Figuren dahingehend ein wenig drunter leider müssen. In diesem Roman gibt es neben Solomon zwar auch noch einzelne weitere syphatische Figuren. Allerdings stehen sie immer im Schatten von Laura.
Dieser Roman hält eine Fülle an Antifiguren bereit, die man stellenweise einfach nur hasst. Jedoch stellt man beim Lesen gleichzeitig aber auch fest, dass sie oftmals selbst mit sich hadern und nur deshalb oftmals ziemlich egozentrisch und eifersüchtig sind. Gerade das Zusammenspiel der verschiedenen Sympathien macht die Handlung lesenswert. Dadurch wird Spannung aufgebaut und man kann seine vollen Emotionen ausleben.

Fazit:
"So klingt das Leben" beweist, dass man ein Buch nicht unbedingt nach seinem Cover beurteilen sollte. Dieser Roman hält weit mehr bereit, als man zunächst denkt. Dies ist eine hoch emotionale Geschichte bei der es um die Besonderheit des Lebens geht.
Ich kann jedem dieses Buch wärmstens ans Herz legen.

Note: 2+


Wer nun neugierig geworden ist, findet hier eine *Leseprobe*




[Rezension] "Eine Prise Liebe" von Kristen Proby

Buchinformationen: (Quelle: https://www.harpercollins.de

Erscheinungstag: Mo, 10.07.2017
Bandnummer: 26034
Seitenanzahl: 304
ISBN: 9783955766801
E-Book Format: ePub


Autoreninfo: (Quelle: Eintrag im Buch)

Für New York Times-Bestsellerautorin Kristen Proby geht nichts über eine klassische Liebesgeschichte mit starken Charakteren, die auf Treue und Familie schwören. Ihre Helden haben ihren eigenen Kopf und einen ausgeprägten Beschützerinstinkt, und die Frauen lassen sich kein X für ein U vormachen. Kristen lebt im malerischen Whitefish in Montana, wo sie Schokolade, Kaffee und den Sonnenschein genießt. Und Nickerchen.


Klappentext:

Das Restaurant Seduction ist Camis Ein und Alles. Gemeinsam mit ihren vier Freundinnen hat sie es zu einem Hotspot gemacht. Ihre ganze Leidenschaft steckt sie ins Seduction - bis ihre erste große Liebe nach Portland zurückkehrt. Seit Cami denken kann, ist sie in Landon verliebt. Als er nach seinem Highschool-Abschluss als Navy-Pilot ins Ausland ging, blieb sie mit gebrochenem Herzen zurück. Nun ist sie fest entschlossen, ihm auf keinem Fall ein zweites Mal zu verfallen. Doch Landon mit seinen starken Armen und seinem sanften Blick macht es ihr schwer zu widerstehen …


Meine Meinung: 

Nach "Für Happy Ends gibt's kein Rezept" ist dies der zweite Roman aus der Seduction-Reihe. Da mir der erste Band ziemlich gefallen hat, war ich auf diesen Roman sehr gespannt. Als ich anfing zu lesen, muss ich jedoch gestehen, dass mir der Einstieg ein wenig schleppend war und ich erst mit den Hauptfiguren warm werden musste. Nach dem ersten Drittel nimmt die Handlung jedoch ein wenig an Fahrt auf die Hauptfiguren können ihren Charme ausspielen.

Im Mittelpunkt dieses Romans stehen dieses Mal Cami und Landon. Cami ist eine der Mitbesitzerin des Restaurants Seduction und dort für die Buchhaltung zuständig. Seit ihrer Jugend ist sie schon in Landon, dem Bruder ihrer Freundin und Restaurant-Mitbesitzerin Ali verliebt. Als Landon nach langer Einsatzzeit als Navy-Pilot zurückkehrt, treffen die Beiden wieder aufeinander und die Funken sprühen. Jedoch sind beide gebrannte Kinder, denen es schwer fällt sich auf eine gemeinsame Zukunft einzulassen. Letztendlich stehen die Beiden vor der Entscheidung, was sie im Leben wollen und wie sie ihre Zukunft leben wollen.
Während man sehr schnell ein genaues Bild von Landon bekommt, bleibt Cami meiner Meinung nach anfangs ein wenig blass und kommt zunächst eher zickig rüber. Es braucht schon ein, bis sie ihre vollen Charaktereigenschaften so richtig zu Tage legen kann. Die Chemie zwischen den Beiden sprüht förmlich.

Kristen Probys Schreibstil ist überaus eingängig und lässt sich leicht lesen. Sie schreibt ziemlich emotional. Obwohl Kristin Proby eher Begegnungen zwischen den Figuren beschreibt, als die Umgebung detailliert so richtig einfließen zu lassen, kann man sich diese dennoch sehr gut vorstellen. Während man im ersten Band noch einen genaueres Bild vom Restaurant erhielt, beschränkt sie sich hier auf das Notwendigste. Dadurch wird ein viel größeres Augenmerk auf die beiden Hauptfiguren und ihre Gefühle gelegt.
Ich muss jedoch gestehen, dass an der ein oder anderen Stelle auch leichte Ungereimtheiten unbeantwortet bleiben. So habe ich mich beispielsweise bis zum Schluss gefragt, warum Cami zum Einen immer noch ein so gutes Verhältnis zu ihrem Exmann Brian hat, so dass sie ihn sogar verkuppeln möchte?! Zum Anderen erzeugt dieses mehr als gute Verhältnis auch bei Landon keinerlei Misstrauen?!

Dieser Roman kommt alles in allem eher ruhig daher. Die Handlung lebt weniger von dramatischen Spannungsspitzen, als viel mehr vom Charme der Figuren. Erst zum Ende hin wird die Handlung hoch dramatisch und emotional, als man schon denkt die Handlung ist zu Ende.

Fazit:
Alles in Allem ist dies eine mehr als gute Fortsetzung einer tollen Reihe. Jedoch kann dieser Roman meiner Ansicht nach seinen Charme leider erst so richtig ausbreiten, wenn man den Vorgänger gelesen haben.

Note: 2-


Wer nun neugierig auf diesen Roman geworden ist, findet hier eine *Leseprobe*




[Rezension] "Das unglaubliche Leben der Jessie Jefferson" von Paige Toon

Buchinformationen: (Quelle: https://www.harpercollins.de)

Erscheinungstag: Mo, 08.05.2017
Bandnummer: 200022
Seitenanzahl: 304
ISBN: 9783959676519
E-Book Format: ePub


Autoreninfo: (Quelle: https://www.harpercollins.de)

Paige Toon ist die Tochter eines Rennfahrers. Doch für ihre eigene Laufbahn schwebte ihr eher rasantes Schreiben als Fahren vor. Sie arbeitet als freie Journalistin – wenn sie nicht damit beschäftigt ist, einen weiteren internationalen Bestseller zu verfassen. Zusammen mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern lebt sie in Cambridge.


Klappentext: 

Willkommen in der Welt der Stars und Sternchen!
Inzwischen ist Hollywood ihr Zuhause. Jetzt tritt Jessie Jefferson ins Rampenlicht und kann erste Erfolge als Sängerin mit ihrer Band feiern. Ihr Leben scheint perfekt – bis auf die Tatsache, dass sie ihre Beziehung mit dem heißen Gitarristen Jack geheim halten muss. Spielt Jack vielleicht nur mit ihr? Der Besuch ihres Exfreundes aus England lässt Zweifel in Jessie aufkommen: Ist dieses glamouröses Leben wirklich das, was sie will?



Meine Meinung: 

Bei "Das unglaubliche Leben der Jessie Jeffersion" handelt es sich um den dritten Teil einer tollen Young Adult - Reihe von Paige Toon, die an die beiden Romane "Du bist mein Stern" und "Diesmal für immer" anknüpft. Obwohl ich aus dem typischen YA-Alter inzwischen schon lange raus bin, habe ich die Vorgängerromane wirklich gemocht. Paige Toon schafft es ihren gewohnten Stil auch für ein jüngeres Publikum interessant bzw. auch jugendlichen Inhalt auch für ein etwas älteres Publikum attraktiv zu machen.

Im Mittelpunkt dieses Romans steht Jessie Jefferson, die erst vor gut einem Jahr erfahren hat, dass der weltberühmte Rockstar Johnny Jefferson ihr Vater ist. Inzwischen lebt sie bei ihm, seiner Frau Meg und ihren beiden kleinen Söhnen und hat sich ein neues Leben in Los Angeles aufgebaut. Jessie ist dabei immer noch ein wenig hin und her gerissen zwischen ihrem alten einfachen Leben in England und ihrem teilweise High Society - Leben in Hollywood.
Inzwischen hat sie sich in ihr neues Leben eingelebt, ihre Band feiert erste Erfolge, ihre Beziehung zu Jack entwickelt sich, sie findet neue Freunde. Aber dennoch hegt Jessie immer noch Zweifel, ob das wirklich das Leben ist, was sie möchte.

Paige Toon schafft es erneut mit einer turbulenten und abwechslungsreichen Handlung einen als Leserin zu überzeugen. Die Handlung nimmt immer wieder neue Wendungen. Emotionale Szenen wechseln sich mit lustigen Szenen ab. Man fliegt förmlich durch die Handlung, so dass man, sobald man das Buch beendet hat, ein wenig wehmütig zurückblickt.

Jessie macht in diesem Roman eine, wie ich finde, starke Entwicklung durch. War sie in den ersten beiden Bänden oftmals ein wenig rebellisch, wirkt sie hier erwachsender und durchdachter. Sie ist eine überaus interessante und sympathische Figur, mit der man mitleidet, wenn sie vor Problemen steht. Sie ist überaus geerdet und zeigt, dass man auch als "Normalo" in der Schickimicki-Welt überleben kann.
Jessie wirkt oftmals älter als ein Teenager, was ich jedoch nicht wirklich störend empfand. Auch wenn sie eine außerordentliche Reife zeigt, blitzt immer wieder eine jugendliche Leichtsinnigkeit hervor, was sie lebensnah erscheinen lässt.
Generell merkt man sehr schnell, dass Paige Toon ihre Figuren wohldurchdacht hat. Zwar gibt es die ein oder andere Figur, die man nicht unbedingt ins Herz schließt. Das muss man auch nicht, denn diese Antifiguren tragen ebenso zum Gelingen des Romans bei.

Fazit:
Ich kann diesem Roman nicht nur jedem Paige Toon - Fan wärmstens empfehlen, sondern auch Jedem der auf turbulente, aber dennoch bodenständige und abwechslungsreiche Geschichten rund um die Schönen und Reichen steht, wärmstens empfehlen. Diese Buchreihe ist auch für alle jenseits der 30 noch lesenswert!

Note: 2+


Wer nun neugierig geworden ist, findet hier eine *Leseprobe*



[Rezension] "Heute fängt der Himmel an" Kristin Harmel

Buchinformationen: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Aus dem Amerikanischen von Veronika Dünninger
Originaltitel: When We Meet Again
Originalverlag: Gallery Books, New York 2016
Taschenbuch, Klappenbroschur, 416 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-7341-0289-9
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Blanvalet
Erschienen: 21.08.2017


Autoreninfo: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Kristin Harmel ist Autorin und Journalistin. Ihre Bestseller Solange am Himmel Sterne stehen und Über uns der Himmel waren in Deutschland ein großer Erfolg und verzauberten auch weltweit viele Leserinnen. Auch ihr neuester Roman Heute fängt der Himmel an erzählt wieder eine bewegende Geschichte von Liebe und Verlust. Kristin Harmel lebt mit ihrem Mann und dem gemeinsamen Sohn in Orlando, Florida.


Klappentext: 

Die Journalistin Emily Emerson befindet sich kurz nach dem Tod ihrer geliebten Großmutter Margaret an einem besonders schwierigen Punkt in ihrem Leben. Da erreicht sie unvermittelt ein mysteriöses Gemälde, das eine Frau unter einem wunderschönen violettfarbenen Himmel zeigt. Schnell erkennt Emily, dass es sich dabei um Margaret handeln muss, doch dem Bild ist nur eine Notiz mit den Worten »Sie war die Liebe seines Lebens.« beigelegt. Emily ist von diesen Zeilen tief bewegt und begibt sich auf die Suche nach dem Absender. Dabei stößt sie auf eine tragische Liebesgeschichte, die auch ihr eigenes Leben nicht unberührt lässt ...


Meine Meinung:

Dies war mein erster Roman von Kristin Harmel. Aufmerksam bin ich auf dieses Buch zunächst aufgrund des Covers, dass schlicht und schön zugleich gestaltet ist, geworden. Mein Interesse wurde dann durch den Klappentext gesteigert.
Als ich anfing zu lesen, dachte ich bei den ersten Seiten zunächst noch "ein typischer Frauenroman". Aber beim weiteren Lesen stellte ich sehr schnell fest, dass dieser Roman vielschichtiger ist, als es zunächst erscheint. Dieser Roman verknüpft Vergangenheit und Gegenwart zu einem emotionalen Ganzen. Dies ist ein Taschentuchroman, bei dem man durchaus die ein oder andere Träne vor Rührung vergießen kann.

Im Mittelpunkt des Geschehens steht Emily Emerson, die nach dem Tod ihrer geliebten ein wenig mit dem Leben hadert. Sie erhält anonym ein Gemälde, dass ihre Großmutter Margaret in jungen Jahren darstellt. Beigefügt ist nur eine kurze Notiz, die ihr vermittelt, dass ihr Großvater ihre Großmutter sehr geliebt habe. Emily, die immer dachte, dass ihr Großvater noch vor der Geburt ihres Vaters Margaret verlassen habe, genauso wie ihr Vater sie in jungen Jahren verlassen hat, ist zu tiefst verwundert und versucht dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Unerwartete Unterstützung erhält sie dabei von ihrem Vater Victor, der schon seit längerem versucht seiner Tochter wieder näher zu kommen, obwohl diese ihn immer wieder von sich weist. Die beiden decken dabei nicht nur alte Familiengeheimnisse auf, sondern stoßen auch auf ein "dunkles" Kapitel in der amerikanischen Geschichte.

Die Charaktere dieses Romans sind vielschichtig gestaltet und wohldurchdacht. Und auch wenn man anfangs zunächst ein wenig das Gefühl hat, dass Emily ein wenig sehr in Selbstmitleid zerfließt, merkt man sehr schnell, dass ihr das Leben nicht immer gut mitgespielt hat und sie für Entscheidungen in ihrer Vergangenheit nun leiden muss.
Nach und nach werden die Figuren weiterentwickelt, so dass man einen tiefen Einblick in ihre Seele erhält. Man kann sich dadurch sehr gut in sie hineinversetzen und ihre Handlungen nachvollziehen.

Dies ist ein Buch, in das man tief eintaucht. Fängt man einmal an zu lesen, kann man das Buch kaum aus der Hand legen, so sehr zieht der Roman einen in seinen Bann. Man wird von den Ereignissen und den Emotionen mitgerissen. Man fiebert den neu aufkommenden Geheimnissen entgegen.
Und auch wenn der Roman an der ein oder anderen Stelle ein wenig vorhersehbar ist, minimiert dies nicht das Lesevergnügen. Einer vorhersehbaren Stelle folgen mindestens drei neue Geheimnisse. so dass die Spannung durchgehend hoch bleibt.
Dieser Roman handelt von Annäherung, Vergebung, tiefe Liebe, Familie und Vergangenheit. Differenziert widmet sich der Autorin der Vergangenheit ohne hier verurteilend oder auch nur wertend die Geschehnisse wiederzugeben.

Fazit: 
Ich für meinen Teil habe diesen Roman sehr genossen und kann eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen. Dies mag mein erster Roman von Kristin Harmel gewesen sein, aber es wird definitiv nicht mein letzter gewesen sein.

Note: 1-


Wer nun neugierig geworden ist, findet hier eine *Leseprobe*



[Gemeinsam lesen] 29.08.2017


Hallo zusammen,

nach langer Zeit mache ich nun mal wieder bei der tollen Aktion von Schlunzenbücher mit, bei der man immer Dienstags von seinen Buch, welches man derzeitig liest, berichtet, indem man vier Fragen dazu beantwortet.
Die ersten drei Fragen sind immer vorgegeben:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Die vierte Frage wird jedes Woche neu gestellt.
Ich freue mich schon darauf zu erfahren, was ihr momentan alle so lest! :-)


Hier meine Antworten für diese Woche:


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Aktuell lese ich "Dich im Herzen" von Susan Wiggs und bin derzeitig auf Seite 234 (von 400).


Klappentext:
Annie Harlows Glück scheint perfekt: Sie ist die Produzentin einer bekannten Kochshow, hat einen liebevollen Mann, eine wunderschöne Wohnung in Los Angeles - und jetzt ist sie auch noch schwanger! Doch dann hat Annie hat einen schweren Unfall. Als sie ein Jahr später aus dem Koma erwacht, ist ihr Leben ein Scherbenhaufen. Als gebrochene Frau kehrt sie in ihre Heimat zurück, auf die idyllische Ahornfarm ihrer Familie in Vermont. Kann hier, mit Hilfe ihres charmanten High-School-Freundes Fletcher, ihr Herz heilen?


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Annie schwebte wie auf Wolken, als sie erkannte, dass ihre Dokumentation beinahe fertig war.


3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Im Grunde lese ich an diesem Buch nun schon seit etwa 2 Wochen (mit Unterbrechungen). Nicht weil der Roman nicht interessant ist. Allerdings packt mich die Handlung und die Figuren nicht so recht. Obwohl die Hauptfigur eine sehr emotionale Phase durchläuft, springt der Funke nicht so recht über. Zwar kann man sich in sie hineinversetzen, allerdings kann ich ihr gegenüber nicht echte Sympathien empfinden.
Eigentlich mag ich Susan Wiggs ja sehr, vor allem da sie oftmals mit durchdachten Figuren und einer traumhaften Umgebung aufwarten kann. Jedoch fehlt es hier ein wenig an beidem. Ich bin mal gespannt, ob mich das Buch doch nicht richtig packen kann. Aktuell ist es eher Durchschnitt.


4. Empfehle uns das Buch, das deiner Meinung nach jeder gelesen haben sollte (nur eins!)

Es ist echt schwierig sich hier auf ein Buch festzulegen. Aber wenn ich schon muss, entscheide ich mich für "Bis ans Ende der Geschichte" von Jodi Picoult.
Eigentlich finde ich ja fast alle Romane von Jodi Picoult gelungen. Aber "Bis ans Ende der Geschichte" toppt sie nochmals alle.
Jodi Picoult schreibt hier mit so viel Herz und Tiefgang zugleich. Meiner Meinung nach ist dies eine sehr eindrucksvolles Buch, dass einem auch nach dem Lesen noch eine ganze Weile beschäftigt. Jodi Picoult schafft es perfekt ein so schwieriges Thema wie Holocaust und dessen Aufarbeitung sensibel anzugehen und das Ganze packend und mit den passenden Emotionen in eine Romanhandlung zu verknüpfen. Hier ist einfach alles stimmig.
Sie geht zugleich mit relativer Nüchternheit und aber auch mit außergewöhnlichem Tiefgang an die Erzählungen der Vergangenheit heran. Dabei urteilt sie nicht offen, sondern lässt den Leser selbst entscheiden, wie sie die Geschehnisse wahrnehmen wollen.

Wer mal neugierig geworden ist, die ist der Klappentext:
Sage Singer ist eine junge Bäckerin. Sie hat ihre Mutter bei einem Autounfall verloren und fühlt sich schuldig, weil sie den Wagen gelenkt hat. Um den Verlust zu verarbeiten, nimmt sie an einer Trauergruppe teil. Dort lernt sie den 90jährigen Josef Weber kennen. Trotz des großen Altersunterschieds haben Sage und Josef ein Gespür für die verdeckten Wunden des anderen, und es entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft. Als Josef ihr eines Tages ein lang verschwiegenes, entsetzliches Geheimnis verrät, bittet er Sage um einen schwerwiegenden Gefallen. Wenn sie einwilligt, hat das allerdings nicht nur moralische, sondern auch gesetzliche Konsequenzen. Sage steht vor einem moralischen Dilemma: Denn wo befindet sich die Grenze zwischen Hilfe und einem Vergehen, Strafe und Gerechtigkeit, Vergebung und Gnade?


Wie sieht es bei euch aus? Was lest ihr aktuell? Was ist euer Lesemuss?

Sommerliche Grüße
Babs


[Rezension] "Rosenstunden (Rose Harbor-Reihe 5)" von Debbie Macomber

Bücherinformationen: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Aus dem Amerikanischen von Nina Bader
Originaltitel: Sweet Tomorrows (Rose Harbor 5)
Originalverlag: Ballantine, New York 2016
Taschenbuch, Klappenbroschur, 416 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-7341-0449-7
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Blanvalet
Erschienen: 17.07.2017


Autoreninfo: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Debbie Macomber ist mit einer Gesamtauflage von über 170 Millionen Büchern eine der erfolgreichsten Autorinnen überhaupt. Wenn sie nicht gerade schreibt, ist sie eine begeisterte Strickerin und verbringt mit Vorliebe viel Zeit mit ihren Enkelkindern. Sie lebt mit ihrem Mann in Port Orchard, Washington, und im Winter in Florida.


Klappentext: 

Alte Leidenschaften, neues Glück ...

Vor neun Monaten gestand Mark Taylor Jo Marie Rose seine Liebe. Und verließ sie und das Städtchen Cedar Cove danach Hals über Kopf. Doch Jo Marie will sich nicht ein weiteres Mal in Trauer um einen Mann verlieren – sie ist fest entschlossen, ihr Glück wieder selbst in die Hand zu nehmen.

Auch Emily Gaffney, ihr neuester Gast, hat Pläne für die Zukunft: Sie sucht in Cedar Cove nach ihrem Traumhaus – und hat auch schon eines im Auge. Der Besitzer, Nick Schwartz, ist allerdings alles andere als begeistert, als sie ihn kontaktiert. Doch Emily gibt nicht auf, und aus einem holprigen Start wird bald eine enge Freundschaft – oder sogar mehr …


Meine Meinung: 

Bei diesem Roman handelt es sich um den letzten Teil der Rose Harbor-Reihe, in dem die Liebesgeschichte um Jo Marie und Mark ihr Ende findet.
Da ich die "Rose Harbor-Reihe" bzw. Debbie Macombers Bücher im allgemeinen sehr mag, war dieser Roman ein unbedingtes Muss. Kaum hielt ich den Roman in den Händen musste ich schon anfangen zu lesen.

Die Handlung dieses Romans setzt etwa neun Monate nach dem Ende des Vorgängerromans an. Mark ist nun schon seit langem weg, nachdem er Jo Marie endlich seine Liebe gestanden hatte. Anfangs ist Jo Marie noch sehr geknickt, zumal sie lange nichts von Mark hört. Stück für Stück beginnt sie ihr Leben ohne ihn aufzubauen und lernt sogar einen neuen Mann kennen, bis sie plötzlich eine Nachricht von Mark erhält, die sie hoffen und Bangen lässt, Fortan ist Jo Marie zwischen zwei Männern hin und her gerissen: Mark, ihr letzte große Liebe, der ihr jedoch keine zuverlässige Zukunft garantieren kann und Greg, selbst Witwer, der ihre Gefühle nachvollziehen kann und selbst ein wenig an der Vergangenheit hängt.
Und es wäre kein Rose Harbor-Roman, wenn Debbie Macomber nicht vollkommen gelungen eine zweiten Handlungsstrang mit einbinden würde: Emily Gaffney kommt ins Rose Harbor Inn, um eine Unterkunft während ihrer Suche nach einem Haus zu haben. Als sie ihr Traumhaus findet, stellt sie fest, dass dieses bereits einen Bewohner hat: Nick Schwartz, der gerade vor Trauer und Selbstschuld zerfließt und zunächst Emily eher von sich stößt.

Nach und nach schließt sich in diesem Roman alles zu einem wundervollen Ganzen. Und auch wenn der Roman vor allem in der Mitte stellenweise ein klein wenig langatmig ist, verzeiht man der Autorin dies schnell, da sie ein sehr schönes Ende geschaffen hat.
Und auch wenn man hier nicht unbedingt viel Tiefgang erwarten kann, schafft es Debbie Macomber mit einer sehr emotionalen Bildsprache die Spannung aufrecht zu erhalten. Man leider mit den Figuren, die alle Ereignissen in der Vergangenheit nachhängen, auf ihrem Weg zum Seelenheil.
Natürlich kommt es, wie sollte es auch anders sein, zu einem Happy End. Das Buch bietet interessante Kurzweil und eignet sich bestens für einen Nachmittag auf der Terrasse oder Couch.

Mit diesem Roman gibt die Autorin einem als Leser auch endlich die Möglichkeit Mark und seine Gedankenwelt besser kennenzulernen. Dadurch wirken seine Handlungen  in den Vorgängerromanen nachträglich auch vollkommen nachvollziehbar.

Fazit:
Mit diesem Roman rundet Debbie Macomber die Rose Harbor-Reihe und das Kapitel Jo Marie und Mark endlich gelungen ab, so dass man mit gutem Gefühl aus einem Lesenachmittag rausgehen kann.
Ich für meinen Teil habe diesen Roman sehr genossen.

Note: 2


Wer nun neugierig geworden ist, findet hier eine *Leseprobe*