[Rezension] "Alles eine Frage der Sterne" von Silvia Zucca

Buchinformationen: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Aus dem Italienischen von Ingrid Ickler
Originaltitel: Guida astrologica per cuori infranti
Originalverlag: Casa Editrice Nord, Mailand 2014
Taschenbuch, Klappenbroschur, 560 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-7341-0244-8
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Blanvalet
Erschienen: 17.10.2016



Autoreninfo: (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Silvia Zucca hat englische Literaturwissenschaften studiert und war genau wie ihre Protagonistin jahrelang bei einem kleinen TV-Sender in Mailand angestellt. Heute arbeitet sie als Autorin und Übersetzerin und widmet ihre ganze Zeit dem Schreiben. Die Rechte an ihrem Debüt „Alles eine Frage der Sterne“ haben sich noch vor Erscheinen in 16 Länder verkauft.


Klappentext: 

Alice ist 36 Jahre alt und wurde nicht nur von ihrer großen Liebe verlassen, sondern ist auch drauf und dran, ihren Job zu verlieren. Als würde das nicht schon genügen, blamiert sie sich rettungslos vor Davide, dem gutaussehenden Unternehmensberater, der ihrem maroden TV-Sender wieder auf die Beine helfen soll. Erst ihre Begegnung mit Tio, einem Experten in Sachen Sterne, bringt die entscheidende Wendung: Die beiden entwickeln ein neues Sendekonzept, eine astrologische Gebrauchsanweisung für gebrochene Herzen. Das Format wird ein Riesenhit und beschert Alice auch privat großes Glück …

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mir vor allem aufgrund des Klappentexts und des hübsch gestalteten Covers gefallen. Daher war ich auch glücklich, als ich es als Rezensionsexemplar erhalten habe.
Zu Beginn dachte ich zunächst auch noch direkt, dass dies ein wirklicher turbulenter und abwechslungsreicher Roman ist, der mir sehr gefallen kann. Im Weiterlesen stellte ich dann allerdings fest, dass ich mit dem Inhalt nicht so recht warm werde.
Zwar ist dieser Roman sehr abwechslungsreich, allerdings in solchem Maße, dass man irgendwann nicht mehr so recht durchblickt. Auf über 500 Seiten geschieht so viel hintereinander, dass ein sinniger roter Faden hier Not getan hätte.

Ich muss auch gestehen, dass ich mit den Figuren die ganze Zeit nicht so recht warm geworden bin. Anfangs hatte ich noch sehr viel Mitleid mit Alice, da sie zunächst von einem Fettnäpfchen ins nächste tritt. Nach einer Weile wirkte sie auf mich aber eher nervend, weil ihr Missgeschicke irgendwann einfach zu viel wahren. Sie bemitleidet sich in meinem Augen zu sehr selbst und ist zu sehr von der Meinung anderer über sich abhängig, als das man sie richtig ernst nehmen kann.
Leider sorgt vor allem die hohe Anzahl an unterschiedlichen Charakteren dafür, dass man nicht so recht durch die Handlung findet. Ständig spielt ein anderer männlicher Charakter neben Alice die Hauptfigur (generell hatte ich ein wenig das Gefühl, dass Alice sich Männern zu sehr an den Hals wirft), so dass man einfach nur den Überblick verlieren kann.

Ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin sich mehr auf einzelne Charaktere und Situationen fixiert, statt von Etappe zu Etappe zu hetzen.
Zwar war mir einerseits bereits vor dem Lesen klar, dass auch das Thema Horoskope eine gewissen Rolle einnehmen würde. Allerdings wird dieses Thema nicht mal besonders gut in die Haupthandlung eingebettet. Ich bin irgendwann im gesamten Astrologie-Hokuspokus nicht mehr so ganz durchgestiegen, da es mal eine Rolle zu spielen schien (und dann auch extrem thematisiert wurde) und dann wiederum eher nebensächlich behandelt wurde. Es war auf mich verwunderlich, wie Alice, die sich anfangs so gar nicht auf Astrologie einlassen konnte und wollte, plötzlich nachdem sie einen heißen Typen trifft, sich von ihm bezüglich des Themas um den Finger wickeln lässt.

Dieser Roman hat durchaus Potential, nur leider schöpft es dieses nicht aus. Man hätte den Roman problemfrei um die Hälfte der Handlung (und auch der Charaktere) einschrumpfen können. Dann hätte man zumindest ein interessantes Gesamtkonstrukt erhalten. So muss man sich leider über lange Strecken durch das Buch quälen.
Und auch so leid es mir tut, aber auf mich wirkte der Roman ein wenig unausgegoren und hätte vor allem sympathischere und einzigartige Charaktere verdient.
Für diesen Roman kann ich leider keine Leseempfehlung aussprechen!

Note: 4-



Wer sich nun mal ein eigenes Bild vom Roman machen möchte, findet hier eine *Leseprobe*


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